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Paar liest gemeinsam am Tisch

Ein Haus bauen: Diese Kosten kommen auf Sie zu.

Was kostet ein Haus?

Grundstück, Steuern, Material und Co.: Welche Kosten Sie beim Hausbau berücksichtigen müssen und mit welchen Stellschrauben Sie am Preis drehen können, erfahren Sie hier.

Was beeinflusst die Kosten?

Eine pauschale Aussage zu den Hausbaukosten lässt sich nicht fällen. Dafür ist jedes Bauvorhaben einfach zu individuell. Die Kostenunterschiede hängen zum Beispiel davon ab, für welche Bauweise Sie sich entscheiden: Ein Massivhaus wird in der Regel mehr kosten als ein Fertighaus. Und auch wo Sie das Haus bauen, beeinflusst, wie viel Sie für Ihr Traumhaus zahlen: Lage und Größe des Grundstücks sind wichtige Einflussfaktoren.

Daneben spielt die Größe des Hauses selbst auch eine Rolle: Je weniger Quadratmeter Wohnfläche Sie benötigen, desto weniger Material- und Arbeitskosten fallen an. Ein eher kleines Haus verursacht später außerdem auch geringere Heiz- und Nebenkosten als ein großes Haus.

Auch Form und Ausstattung Ihres Neubaus haben Einfluss auf den Preis. Häuser mit Türmen, Dachgauben und Balkonen beispielsweise verursachen im Vergleich zu einfachen Häusern mehr Planungs- und Arbeitsaufwand.

Sie sind handwerklich versiert, haben genügend Zeit und trauen sich einen Hausbau zu? Dann können Sie auch selbst mit anpacken. Eigenleistung durch den Bauherren kann sich bei den Kosten deutlich bemerkbar machen. Besonders, wenn Sie sich für ein Ausbauhaus entscheiden und den Innenausbau komplett selbst übernehmen.

Wer also beim Hausbau sparen möchte, für den gilt: möglichst klein halten, möglichst einfach gestalten und möglichst viel selbst bauen.

Neben diesen Einflussfaktoren gibt es Kostenpunkte, mit denen Sie als Bauherr außerdem rechnen müssen. Verschaffen Sie sich jetzt einen Überblick über Grundstücks-, Bau- und Baunebenkosten:

Grundstückskosten.

Zu den Grundstückskosten gehört zunächst der eigentliche Erwerbspreis: 1 m2 Bauland in Deutschland kostete laut Statistischem Bundesamt Ende 2018 im Durchschnitt 147,73 €. Abhängig von Ihrem neuen Wohnort kann dieser Quadratmeterpreis jedoch deutlich variieren.

Zusätzlich zahlen Sie beim Kauf eines Grundstücks einmalig Grunderwerbsteuer. Die Höhe richtet sich nach Grundstückspreis und Bundesland.

Unser Partner Interhyp hat die Grunderwebsteuer nach Bundesland für Sie in einer Grafik zusammengefasst:

Übrigens: Kaufen Sie das Grundstück separat vom Hausbau, entfällt die Steuer nur auf den Grundstückspreis. Erhalten Sie Grundstück und Haus zusammen von einem Bauträger, zahlen Sie die Grunderwerbsteuer auf die Gesamtkosten.

Neben der einmaligen Grunderwerbsteuer zahlen Sie als Grundbesitzer nun auch regelmäßig Grundsteuer. Die Berechnung ist allerdings recht komplex und von vielen Faktoren abhängig. Die Höhe Ihrer Grundsteuer erfragen Bauherren deshalb am besten direkt beim Finanzamt.

Haben Sie ein Grundstück erworben, müssen Sie dieses noch in einen baufertigen Zustand bringen. Rechnen Sie je nach Ausgangslage mit Kosten für Bodengutachten, Vermessungen, mögliche Begradigungen und den Abriss von Altlasten. Vor Baubeginn kommen noch Erschließungskosten für den Anschluss an Energie, Wasser, Kanalisation und Telefonnetz hinzu.

Baukosten.

Die Hausbaukosten – der Preis für die eigentlichen Bauarbeiten – lassen sich grob in drei große Kategorien unterteilen:

1. Der Rohbau (etwa 40-50 % der Baukosten).

  • Keller oder Bodenplatte:
    Entscheiden Sie sich bei Ihrem Bauvorhaben zunächst, ob Sie einen Keller haben wollen. Für einen Keller müssen Sie das Erdreich ausheben, eine Dränage legen, eine Bodenplatte bauen, Kellerwände hochziehen sowie Fenster und Leitungen einbauen. Das kostet natürlich mehr als lediglich die Bodenplatte anzulegen.
  • Außenwände:
    Beton, Ziegel oder auch Holzrahmen mit und ohne Wärmedämmung – Ihre Wahl beeinflusst die Kosten für den Rohbau.
  • Innenwände:
    Abhängig von der gewählten Außenwand wählen Sie die passende Innenwand und den Putz dazu. Eine Massivwand kann beispielsweise mit Gips verputzt werden.
  • Geschossdecken:
    Ebenso wie die Innenwände werden die Geschossdecken passend zur Wand gefertigt. Bei einem Holzrahmenbau haben Sie übrigens die Möglichkeit, eine sichtbare Holzbalkendecke einzuziehen.
  • Fassade:
    Putzfassade, Klinkerfassade, Fassadenplatten, Holzfassaden und vieles mehr: Bei der äußeren Gestaltung Ihres Eigenheims haben Sie die Wahl. Beziehen Sie in Ihre Entscheidung neben Preis und Optik auch Wärmedämmung und Langlebigkeit des Materials mit ein.
  • Dachstuhl, Eindeckung und Dämmung:
    Flachdach, Pultdach oder Satteldach? Ziegel, Schiefer oder Bitumen? Hartschaumplatten, Holzfasern oder Steinwolle? Auch die Ausgestaltung und das Dämmmaterial Ihres Dachs haben Auswirkungen auf die Hausbaukosten.
  • Fenster:
    Unter anderem haben Größe, Dämmwert und Art des Glases Einfluss auf den Preis Ihrer Fenster. Bei der Wahl lohnt es sich auch manchmal, an die Langzeitkosten zu denken: Bessere Dämmeigenschaften führen zwar zu höheren Anschaffungskosten, sorgen später aber für niedrigere Heizkosten.

2. Technik (etwa 15-20 % der Baukosten).

  • Elektrik:
    Von der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestausstattung bis hin zur Vollautomatisierung Ihres Hauses: Je nach Ihren Vorstellungen variieren die Kosten für Verkabelung von Licht und Strom sowie für die Einrichtung elektrischer Anlagen.
  • Heizung:
    Während herkömmliche Heizungen in Anschaffung und Installation günstiger sind, haben moderne Heizungssysteme eine bessere Energieeffizienz und können bei Bauvorhaben teilweise staatlich gefördert werden.
  • Sanitäranlagen:
    Dusche, WC, Badewanne: Auch hier gibt es große Unterschiede bei Optik und Preis. Die Installationskosten hingegen bleiben unabhängig von Ihrer Wahl relativ gleich.

3. Innenausbau (etwa 30-40 % der Baukosten).

Damit Ihr Eigenheim einzugsbereit ist, müssen die Innenräume noch ausgebaut werden – das kann aus Kostengründen auch in Eigenregie vom Bauherrn selbst erledigt werden. Sie wählen Innentüren, Fliesen, Treppen, Boden- und Wandbeläge nach Geschmack und Budget und bauen diese ein.

Nicht direkt Teil des Hausbaus, aber trotzdem ein Kostenfaktor, den Sie nicht vergessen sollten, sind Außenanlagen. Rechnen Sie also auch Budget für Wege, Garage, Terrasse und Garten ein.

Baunebenkosten.

Sie zahlen allerdings nicht nur für den Bau selbst, sondern auch für diverse Aufwände drumherum. Dazu gehören beim Grundstückserwerb die bereits erwähnte Grunderwerbsteuer, aber auch Maklercourtagen und Notargebühren. Erstere variieren zwischen 3 und 7 % des Kaufpreises. Letztere betragen etwa 2 % des Kaufpreises und werden für die Abwicklung des Kaufvertrags sowie für den Eintrag im Grundbuch veranschlagt.

Darüber hinaus fallen behördliche Kosten an. Zum Beispiel müssen Sie sich vor Baubeginn einen Bauantrag genehmigen lassen, das Katasteramt muss das Grundstück vermessen und das Bauamt muss das Haus nach Fertigstellung abnehmen.

Daneben zahlen Sie für Unterstützung durch Architekten, Statiker sowie Energieberater und sichern sich mit Bauversicherungen ab.

Baufinanzierung.

Die Gesamtkosten klingen nach Geldsummen, die Sie nicht auf einmal zahlen können? Deshalb bringen viele Hausbauer nur einen gewissen Teil an Eigenkapital ein und greifen für die restliche Bausumme auf eine Baufinanzierung zurück. In der Regel wird ein Eigenkapital-Anteil von 20 % empfohlen.

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Gute Gründe für unseren Premiumpartner Interhyp.

Interhyp als größter Vermittler privater Baufinanzierungen in Deutschland ist bereits seit 1999 am Markt.

Unser kompetenter Partner berät Sie telefonisch oder persönlich an über 100 Standorten in Deutschland.

Die Spezialisten von Interhyp vergleichen für Sie die Baufinanzierungsangebote von über 400 Banken und sichern Ihnen dadurch beste Konditionen.

Planen Sie den Hausbau gründlich durch und rechnen Sie alle relevanten Kosten, am besten mit einem finanziellen Puffer, durch. Denn eine gute Kostenkalkulation ist die Voraussetzung für eine Baufinanzierung – und diese macht den Hausbau oft erst möglich.

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