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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 11.10.2018
  • 4 Minuten

Was kostet der Führerschein? – Antworten für Eltern und Fahranfänger.

Ihre Kinder können es gar nicht mehr abwarten, endlich den Führerschein zu machen und in die Welt der Erwachsenen einzutreten? Dann haben Sie sich gemeinsam sicher schon ein paar Fahrschulen angesehen und festgestellt, dass ein Führerschein nicht ganz billig ist. Doch ist das wirklich immer so oder gibt es Einsparpotenziale?

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Fahrschulen legen ihre Preise selbst fest.

Fahrschulen unterliegen keiner Gebührenordnung. Das heißt, dass sie anders als Prüforganisationen wie TÜV oder DEKRA ihre Preise selbst festlegen können. Es empfiehlt sich deshalb, ein paar  Fahrschulen miteinander zu vergleichen.

Der Preis für eine Übungsstunde im Pkw belief sich im Januar 2018 laut Moving-Branchenreport auf 38,51 Euro. Am höchsten waren die Preise dabei im Süden Deutschlands. Etwas preisgünstiger war es für die Fahranfänger aus dem Osten der Bundesrepublik. Eine Rolle spielt hier immer auch die Frage, wie viele Stunden man benötigt. So sind zwar laut FahrschAusbO §5 Abs. 3 Anlage 4 12 Pflichtstunden vorgeschrieben, allerdings benötigen viele Fahrschüler auch noch die eine oder andere zusätzliche Übungsstunde.

Daneben gibt es noch weitere Kosten, die die Fahrschule in einem gewissen Rahmen selbst festlegt. Hierzu gehört beispielsweise der Grundbetrag, der allgemeine Aufwendungen und den theoretischen Unterricht einschließt. Weiterhin werden von der Fahrschule eine Gebühr für die Vorstellung zur theoretischen Prüfung (in der Regel zwischen 35 und 50 Euro) und eine Gebühr für die Vorstellung zur praktischen Prüfung (in der Regel zwischen 70 und 90 Euro) erhoben. Hinzu kommen Lehrmaterialien, die in vielen Fällen mit 30-80 Euro zu Buche schlagen.

Anders als die Fahrstunden unterliegen die Preise für die Prüfungen durch den TÜV der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr. So kostet beispielsweise eine theoretische Prüfung Klasse B beim TÜV Nord und bei der DEKRA 22,49 Euro. Für die praktische Prüfung fallen 91,75 Euro an.

Hinzu kommen die Kosten für die Beantragung des Führerscheins. Hierzu zählt zum Beispiel der Sehtest. Gem. Ziffer 403 der GebOSt sind die Kosten mit 5,40 Euro festgelegt. Da aber noch die Mehrwertsteuer hinzukommt, ergibt sich ein Preis von 6,43 Euro. Weiterhin fallen Kosten für den Erste-Hilfe-Kurs, das Passbild und die Gebühr für den Führerscheinantrag an.

Sie sehen, beim Führerschein kommt einiges zusammen. Zu den wichtigsten Faktoren zählen die Anzahl der benötigten Stunden und die allseits gefürchtete Wiederholung der praktischen Prüfung. Wenn Ihr Kind gut zurechtkommt, genügen mitunter 1.400 Euro. Hat es hingegen Probleme, werden schnell auch mal 2.400 Euro fällig. Als durchschnittlichen Preis für die gesamte Führerscheinausbildung gibt der Moving-Branchenreport 2018 1.903 Euro an.

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Bei Wiederholung fallen Extrakosten an.

Fällt Ihr Kind durch die praktische Prüfung, wird es in der Regel teurer. Zu Übungszwecken müssen dann oft noch weitere Stunden genommen werden. Auch erheben TÜV und DEKRA Gebühren für eine erneute Prüfung. Beim TÜV Süd entsprechen die Kosten beispielsweise noch einmal denen des ersten Versuchs. Eine genaue Auflistung aller Kosten finden Sie in der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt).

Vor der Prüfung sollte deshalb immer ein offenes und ehrliches Gespräch mit dem Fahrlehrer stehen. Er kann das fahrerische Können und die Chancen seines Schülers bei der Prüfung am besten einschätzen. Wenn Ihr Kind noch nicht ganz so sicher ist, investieren Sie lieber noch in ein paar Übungsstunden. Einige Fahrschulen berechnen die Fahrstunden nach dem Durchfallen nämlich als teurere Nachschulungsstunden.

Zusammen mit der Vorstellung zur Prüfung kann der Fahrschüler bei der Wiederholung mit Mehrkosten von 300 bis 500 Euro rechnen. Genau wie bei den Preisen unterscheiden sich auch die Durchfallquoten in den verschiedenen Bundesländern deutlich.

Pkw- und Motorrad-Führerschein gleichzeitig machen.

Wer Pkw- und Motorradführerschein gleichzeitig macht, kann Geld sparen. Manche Fahrschulen bieten einen Rabatt an, weil sie die Theorieprüfung für beide Klassen zusammenfassen können. Auch bei den praktischen Fahrstunden gibt es oft noch den einen oder anderen Preisnachlass. Hier kann es sich also immer lohnen, noch einmal nachzuhaken.

Tipp: In Gegenden mit vielen Fahrschulen sind die Preise oftmals noch ein wenig günstiger. Hier geben die Anbieter wegen des starken Wettbewerbs noch den einen oder anderen Rabatt.

Auch bei Lernmaterialien gibt es Einsparpotenziale.

Fahrschulen verkaufen in der Regel eigene Lehrmaterialien. Die erworbenen Übungsbögen entsprechen dabei meist den vom TÜV genutzten Bögen und bieten damit eine gute Lerngrundlage.

Tatsächlich ist es aber auch möglich, Apps, Online-Lernsysteme oder Lehrwerke von anderen Anbietern zu verwenden. Die amtlichen Prüfungsfragen dürfen laut Gesetz nämlich ohnehin nicht Bestandteil des Theorieunterrichts sein (§ 4 Abs. 1 FahschAusbO). Auf diese Weise kann man oft noch den einen oder anderen Euro sparen. Dennoch empfiehlt es sich aber auch hier, Zweitmeinungen zu dem entsprechenden Lehrwerk einzuholen.

Crashkurse werden immer beliebter.

Ein Crashkurs bedeutet, sich zwei Wochen lang mit nichts anderem als dem Führerschein zu beschäftigen. Dieses Intensivtraining lassen sich Fahrschulen meistens etwas mehr kosten. Wie hoch die Extragebühren sind, variiert von Fahrschule zu Fahrschule.

Übrigens: Die Bearbeitung des Führerscheinantrags durch das Verkehrsamt dauert in der Regel drei bis vier Wochen. Wenn Ihr Kind also direkt nach dem Crashkurs losfahren möchte, muss es bereits vor Kursbeginn seinen Antrag stellen und die Prüfgebühr bezahlen.

Alles auf einmal bezahlen?

Die Aufteilung der Gesamtzahlung ist von Fahrschule zu Fahrschule unterschiedlich. Für Fahrschüler bleiben die Kosten transparenter, wenn jede Fahrstunde einzeln bezahlt wird. Es wird vermieden, dass die dicke Rechnung am Schluss kommt. Die Fahrschule möchte in der Regel zufriedene Kunden und hat kein Interesse daran, ihren Schülern nur wegen kleiner Mehreinnahmen zu überflüssigen Stunden zu raten.

Fazit.

Bei der Fahrschule gibt es viele variable Kostenstellen. Bei manchen Anbietern sind die Preise für die einzelnen Stunden etwas günstiger, bei anderen spart man mit Kompaktkursen. Ein Vergleich lohnt sich also immer. Am günstigsten wird es natürlich, wenn man gleich beim ersten Mal besteht. Es lohnt sich also immer gut aufzupassen.

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