Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 31.05.2022
  • 3 Minuten

Hund im Auto transportieren – so machen Sie‘s richtig.

  • Hunde gelten beim Transport im Auto als Ladung.
  • Kleine Transportboxen für die Rücksitze oder den Fußraum sind vor allem für sehr kleine Hunde sinnvoll.
  • Mittelgroße Hunde kann man mit einem Hundegeschirr sicher “anschnallen“. Dafür sollte der Hund aber nicht allzu schwer sein.
  • Bei großen Hunden sollten Sie eine spezielle Transportbox aus Metall für den Kofferraum nutzen.
  • Ein Hund muss langsam an das Auto und Hundeboxen sowie Sicherungsgeschirr gewöhnt werden.
Illustration - Hunde im Auto transportieren

Hund im Auto transportieren – Vorschriften.

Mit einem Hund fährt man gerne raus in die Natur, um ihm auf einer schönen Wiese oder am Badesee im Nachbarort ordentlich Auslauf zu gönnen. Da ist es praktisch, wenn man den vierbeinigen Freund einfach ins Auto verfrachten und schnell an den Gassi-Ort düsen kann.

Dass Sie Ihren Hund dabei nicht einfach so auf dem Beifahrersitz mit dem Dreipunktgurt anschnallen oder in den Kindersitz packen können, wird Ihnen klar sein. Tatsächlich gibt es keine klassische Anschnallpflicht für Hunde. Das heißt aber natürlich nicht, dass die Tiere einfach ungesichert auf dem Rücksitz liegen sollen. Denn so absurd es klingen mag: Im Auto gilt der beste vierbeinige Freund des Menschen aus rechtlicher Sicht als Ladung.

Dementsprechend muss er gemäß § 23 der Straßenverkehrsordnung (StVO) gesichert werden – und zwar so, „dass die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs durch die Ladung oder die Besetzung nicht leidet.“ Wer sich nicht daran hält und seinen Vierbeiner nicht ordentlich sichert, riskiert die Unversehrtheit von Tier und Insassen sowie ein Bußgeld und in einigen Fällen sogar einen Punkt in Flensburg. Kurzum: Ein Hund darf – wie jegliche andere Ladung auch – bei einem Unfall nicht durch den Wagen geschleudert werden.

Das hat den naheliegenden Grund, dass die Insassen des Wagens und natürlich auch der Hund selbst geschützt werden sollen. Denn wenn das Tier im Ernstfall ungehindert von der Rückbank nach vorne geschleudert werden kann, ist das in keinem Fall gut – da kann schon ein verhältnismäßig kleiner Hund mit einem Gewicht von 20 Kilogramm bei 50 km/h schwere Verletzungen auslösen und natürlich selbst erleiden. Aber das kann man ja zum Glück relativ einfach verhindern – nämlich mit entsprechenden Transportboxen, Hundegittern oder Sicherungsgurten für Hunde. Wir haben für Sie zusammengefasst, was Sie bei den verschiedenen Möglichkeiten beachten müssen.


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Hund fährt mit: Transportboxen, -gitter und Sicherheitsgurte.

Um einen Hund sicher im Auto zu transportieren, gibt es mehrere Möglichkeiten: Kleine Hunde kann und darf man bei der Fahrt mit einem speziellen Hundegeschirr beziehungsweise Brustgurt sichern. Kombinieren kann man das mit einer Autoschutz-Decke, die am Rücksitz befestigt wird und die Polster schont. Auch eine Rücksitzbarriere kann in Kombination mit einem Sicherheitsgurt für Hunde geeignet sein. Diese bietet eine zusätzliche Begrenzung und schützt Hund und Insassen bei einem Unfall somit vor Verletzungen.

Hund im Auto transportieren Rücksitz

Kleine Hunde lassen sich aber auch wunderbar in Transportboxen im Fußraum, Kofferraum und auch auf dem Rücksitz transportieren. Eine Sicherung mit Gurten oder durch Verkeilen ist dabei aber wichtig. Auch für mittelgroße Tiere können Hundeboxen geeignet sein. Achten Sie aber in jedem Fall darauf, dass die Größe der Box für den Hund angemessen ist: Er sollte aufrecht darin stehen können, ohne dass seine Ohren oben anstoßen. Zudem sollte er sich in der Box drehen und hinlegen können.

Beim passenden Material einer Hundebox scheiden sich die Geister: Stoff- und Plastikboxen sind verhältnismäßig günstig, superleicht und oft faltbar. Dafür bieten sie natürlich nicht so viel Stabilität wie eine Metallbox, die aber teurer, schwerer und weniger flexibel verstaubar ist.

Große Hunde transportiert man während der Fahrt am besten im Kofferraum – und das auch mit einem ordentlichen Trenngitter, das im Wagen verschraubt ist, oder sogar mit einer geschlossenen Gitterbox. Das kommt Ihnen wie ein Gefängnis vor? Sieht ja auch so aus – aber am Ende schützen Sie nun mal Ihren Hund dadurch, dass Sie ihn „einsperren“. Achtung: Vor allem kleine Hunde sollten Sie, auch wenn ein Trenngitter vorhanden ist, immer in einer Box im Kofferraum transportieren, da sie sonst kaum Halt finden und schnell hin- und hergeschleudert werden.

Kleiner Tipp: Lesen Sie mehr zu den einzelnen Features im Tiertransport-Testbericht des ADAC.

Hund im Auto transportieren: Gewöhnung ist alles.

Ein wichtiger Hinweis zum Schluss: Ihr Liebling versteht natürlich nicht, was da passiert und dass die Sicherheitsmaßnahmen, die Sie beim Transport im Auto vornehmen, seinem Schutz dienen. Vielleicht findet er Autofahren ohnehin schon nicht so toll – da können ungewohnte Gurte, Boxen oder Trenngitter sein Unwohlsein noch potenzieren. Daher gilt es, das Tier langsam an die Sache heranzuführen und zum Beispiel mit Leckerlis zu belohnen. Respektieren Sie dabei auch, wenn der Hund seine Zeit braucht und den Annäherungsprozess auch mal abbricht. Wiederholen Sie geduldig das Procedere und stressen Sie das Tier nicht. Und noch etwas: Denken Sie bei langen Fahrten auch für Ihr Tier mit. Planen Sie genügend Pausen zum Gassigehen, Fressen und Trinken ein. Das ist auch im Sinne des Tierschutzes. Der Hund wird Ihnen Ihre Mühe mit vielen entspannten Autofahrten danken.

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