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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 28.02.2020
  • 6 Minuten

Endlich 30! Wenn der Youngtimer zum Oldtimer wird.

Ihr Auto wird 30 – das muss gefeiert werden! Denn jetzt kann das Fahrzeug offiziell zum Oldtimer ernannt werden und Ihnen damit ein paar (finanzielle) Vorteile bescheren. Dafür gibt es aber noch einiges zu beachten – zum Beispiel muss sich der Wagen für sein Alter sehr gut gehalten haben. Aber auch der kleine Bruder vom Oldtimer – der Youngtimer – kann schon einiges erreichen. Was wichtig ist, damit die Oldtimer-Ehrung am Ende gelingt und wie Sie auch einen Youngtimer gebührend würdigen, haben wir hier zusammengetragen.

Mit dem 30. Geburtstag wird ein Auto zum Oldtimer

Zulassungskriterien für Oldtimer und Youngtimer.

Obwohl schon 30 Jahre alt, muss ein Oldtimer noch weitestgehend aus seinen Originalteilen bestehen und technisch in gutem Zustand sein, um als solcher zugelassen zu werden. Das heißt, dass Umbauten nur erlaubt sind, wenn sie zeitgenössisch sind. Was bedeutet das? Ersatzteile sowie Technik müssen um das Baujahr des betreffenden Fahrzeugs bereits verfügbar gewesen sein.

Hat das Fahrzeug seinen 30. Geburtstag erreicht und Sie wollen es als Oldtimer zulassen, müssen Sie ein Gutachten nach § 23 StVZO erstellen lassen. Dabei wird das Alter des Fahrzeugs und sein Zustand erfasst sowie die Hauptuntersuchung durchgeführt.

Übrigens: Für die Zulassung selber braucht ein Oldtimer noch nicht zwingend eine gültige HU – für die Teilnahme am Straßenverkehr allerdings schon.

Ihren Youngtimer können Sie genau genommen nicht als solchen zulassen. Vor 2007 gab es noch eine Regelung, mit der Sie Fahrzeuge, die gerade in ihren 20ern sind, als Youngtimer zulassen konnten. Seit dem Jahr 2007 gibt es diese Möglichkeit aber nicht mehr. Trotzdem dürfen Youngtimer, die vor 2007 als solche zugelassen wurden, ihren Status behalten.

Spezielle Kfz-Kennzeichen für Oldtimer.

Für seinen Oldtimer kann man nun auch ein spezielles Kennzeichen bekommen: das historische Kennzeichen oder H-Kennzeichen. Das H-Kennzeichen sieht größtenteils aus wie das deutsche Standard-Kennzeichen, endet aber mit dem Buchstaben „H“.

Die Vorteile eines H-Kennzeichens auf einen Blick:

  • Sie zahlen eine günstigere Kfz-Steuer.
  • Die Kfz-Versicherung ist günstiger.
  • Sie dürfen ohne Katalysator fahren.
  • Sie dürfen ohne Plakette in Umweltzonen fahren.

Oldtimer müssen folgende Bedingungen für das H-Kennzeichen erfüllen:

  • Seit der Erstzulassung mindestens 30 Jahre alt sein.
  • Ein bestandenes Oldtimer-Gutachten über Originalzustand und guten Erhalt vorweisen.
  • Eine gültige Hauptuntersuchung haben.

Möchten Sie Ihrem Ü30er-Freund zwischendurch ein paar Ruhepausen eingestehen, also den Oldtimer nicht das ganze Jahr über fahren, gibt es auch die Möglichkeit, ein Saison-H-Kennzeichen zu nutzen. Beim Saison-H-Kennzeichen wird festgelegt, für welchen (zusammenhängenden) Zeitraum im Jahr das Auto für den Straßenverkehr zugelassen sein soll. Dabei muss es sich nach Angaben des ADAC um mindestens zwei und höchstens elf Monate handeln. Der Vorteil ist, dass Sie Ihrem Oldie mit dem Saison-Kennzeichen nicht nur Entspannungsphasen gönnen, sondern auch bei Steuer und Versicherung sparen: Die Beiträge werden pro Jahr nur anteilig für die zugelassenen Monate berechnet. Um ein Saison-H-Kennzeichen zu erhalten, gelten für das Fahrzeug die gleichen Bedingungen wie für das ganzjährige H-Kennzeichen.

Für Youngtimer gibt es keine speziellen Kennzeichen, weil Youngtimer nicht mehr gesondert zugelassen werden, sondern unter die klassische Kfz-Zulassung fallen. Aber unterschätzen Sie sein Potenzial nicht: Schließlich ist der Youngtimer auf dem besten Weg, ein Liebhaberfahrzeug zu werden. Ein gut gepflegter Youngtimer kann zum wertvollen Oldtimer werden, mit dem zusammen Sie seine besten Jahre genießen können.

Und wie sieht es mit Versicherung und Steuer aus?

Genau wie neuere Autos müssen auch Oldtimer und Youngtimer eine gültige Kfz-Versicherung haben. Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) lässt sich eine spezielle Oldtimer-Versicherung in der Regel abschließen, wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Ihr Auto darf teilweise bereits nach seinem 25. Geburtstag als Oldtimer versichert werden, womit einige Versicherer von der allgemeinen Definition eines Oldtimers abweichen.
  • Ihr Fahrzeug befindet sich annähernd im Originalzustand und ist gut erhalten.
  • Sie dürfen Ihren Oldtimer nur privat nutzen.
  • In der Regel darf der Oldtimer nur Ihr Zweitwagen sein, den Besitz Ihres Erstwagens müssen Sie bei der Versicherung belegen.
  • Oft muss auch der Fahrer oder Halter selbst schon ein bestimmtes Alter erreicht und die Führerschein-Probezeit überstanden haben.
  • Einige Versicherungen verlangen einen geschützten Stellplatz für das Auto, zum Beispiel eine Garage.
  • Meist ist auch die Fahrleistung pro Jahr begrenzt.
  • Empfehlenswert, aber nicht immer gefordert, ist außerdem ein Wertgutachten, das den aktuellen Fahrzeugwert belegt.

Die genauen Voraussetzungen können sich von Versicherung zu Versicherung etwas unterscheiden. Spezifische Konditionen erhalten Sie deshalb vom jeweiligen Versicherer ganz individuell.

Der Vorteil einer Oldtimer-Versicherung ist, dass in der Regel die Haftpflichtprämien günstiger sind als bei der klassischen Kfz-Versicherung. Die Beiträge werden abhängig vom Alter des Autos pauschal berechnet. Es gilt: je mehr Geburtstage das Fahrzeug seit der Erstzulassung schon hatte, desto geringer der Beitrag. Hier sind Schadenfreiheitsrabatte sowie Regional- und Typklassen irrelevant – im Gegensatz zur klassischen Kfz-Versicherung, die die jüngeren Brüder und Schwestern des Oldtimers nutzen. Entsprechend muss der Oldtimer-Versicherte im Schadensfall auch keine Höherstufung in Kauf nehmen.

Denken Sie auch darüber nach, ein Wertgutachten für die Berechnung Ihrer Oldtimer-Versicherungsprämie erstellen zu lassen. Ein Wertgutachten kann sich lohnen, denn der Fahrzeugwert fließt direkt in die Berechnung der Kaskobeiträge ein. Ein solches Gutachten ist übrigens oftmals sogar eine Voraussetzung für den Abschluss einer Oldtimer-Kaskoversicherung. Außerdem können Sie so im Schadensfall den Fahrzeugwert belegen. Lassen Sie ein Wertgutachten regelmäßig erstellen, um sicherzugehen, dass der Versicherungsschutz im Schadensfall ausreicht. Regelmäßig bedeutet in diesem Fall in etwa alle drei Jahre.

Veränderungen im Fahrzeugwert – vor allem Wertsteigerungen – teilen Sie der Versicherung deshalb auch am besten direkt mit. Für den Wert Ihres Oldtimers mitentscheidend ist unter anderem die allgemeine Marktentwicklung – aber auch aufwendigere Reparaturen können den Fahrzeugwert steigern.

Und beim Youngtimer? Auch wenn ein Youngtimer nicht mehr speziell als solcher zugelassen werden kann, bieten einige Versicherer Versicherungspakete für ihn. Da Youngtimer-Versicherungen in der Regel nur als Zusatzpakete angeboten werden, ist eine bereits vorhandene klassische Kfz-Versicherung Voraussetzung. Das setzt meist ebenfalls voraus, dass Sie ein Erstfahrzeug haben, das entsprechend klassisch beim selben Versicherer versichert ist. Es ist nicht möglich, dass Ihr Erstfahrzeug eine Youngtimer-Versicherung bekommt und ausschließlich diese aktiv ist.

Oranger VW Käfer an Hauswand

Wertanlage oder Hobby: Sie wollen ein Auto restaurieren?

Restaurieren lassen können Sie Ihren Oldtimer oder Youngtimer in zahlreichen Werkstätten. Da gibt es auch durchaus einige, die sich auf Oldtimer spezialisiert haben. Alternativ lassen Sie das Fahrzeug direkt beim Händler restaurieren. Das wahre Feeling ergibt sich vermutlich aber vor allem, wenn Sie selbst „Hand anlegen“ und Ihren Old- oder Youngtimer in Eigenregie restaurieren.

Was sich davon am meisten rentiert? Hobbyschrauber Maurice Klapproth, der schon viel Erfahrung mit der Restauration von Oldtimern hat, erklärt: „Natürlich ist eine Restauration in der Werkstatt teurer, weil man hier zusätzlich zu den Ersatzteilen auch den Arbeitslohn für die Fachkräfte einplanen muss. Wenn man es selber macht, fallen diese Kosten weg, aber man steckt halt viel seiner eigenen Zeit rein.“ Dabei betont er aber auch, dass es einen großen Unterschied mache, ob man seinen Oldtimer als Wertanlage oder als Hobby betrachte. Grundsätzlich könne Klapproth es gut verstehen, wenn jemand seinen Oldtimer als Wertanlage sieht und ihn so gut wie möglich in Schuss hält, um seinen Wert zu erhalten oder zu steigern. Aber wer das Schrauben am Fahrzeug wirklich als Hobby sieht, dem gehe es eigentlich nicht vorrangig um finanziellen Gewinn, sondern um das Restaurieren an sich – „Der Weg ist das Ziel“, erklärt der 31-Jährige, der schon zehn Oldtimer restauriert hat. Die fertig restaurierten Autos fährt Klapproth dann gerne etwa eine Saison lang, bevor er sie wiederverkauft. Denn mit einem „fertigen“ Oldtimer würde ihm schnell langweilig – dann muss ein neues Schrauber-Projekt her. Trotz der Investitionen an Geld und Zeit habe Klapproth aber noch keines seiner restaurierten Autos mit Verlust verkauft.

Unabhängig davon, ob Sie einen Old- oder Youngtimer als Wertanlage oder zum Hobby-Schrauben anschaffen, beachten Sie: Eine Wertsteigerung durch Restauration ist zwar möglich, aber nicht gewährleistet, da sich der Wert des Oldtimers auch immer am aktuellen Markt orientiert. Planen Sie beim Kauf eines Oldtimers außerdem ein, dass nicht nur die Instandsetzung Geld und Zeit kostet, sondern auch die Instandhaltung. Dazu gehören Kosten für den laufenden Betrieb, kleinere Reparaturen und gegebenenfalls auch die Unterstellung.

Wenn Sie mehr zum Thema Oldtimer restaurieren wissen möchten, lesen Sie auch unseren Artikel Oldie but Goldie: Oldtimer restaurieren aus Leidenschaft.


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Wie sieht Ihr Traum-Oldtimer aus?

Ob Ihr Traumwagen nun seinen 20. oder 30. Geburtstag feiert – er ist in jedem Fall etwas ganz Besonderes. Neben speziellem Oldtimer-Kennzeichen und einer eigenen Versicherung sind auch Schönheits-OPs im Sinne der Instandsetzung und -haltung oft ein gutes Geburtstagsgeschenk: Stellen Sie sich Ihren Oldtimer zum Beispiel eher hochglänzend-herausgeputzt vor oder finden Sie den vielleicht schon abgenutzten Look mit Patina charmant? Und wie sieht Ihr Sicherheitsbedürfnis aus? Im Zuge einer Restauration können Sie fehlende Sicherheitsgurte, Kopfstützen, Airbags und weitere Features nachrüsten. Beim Oldtimer haben Sie wirklich viele Möglichkeiten, das Fahrzeug nach Ihren Wünschen zu gestalten und somit zu personalisieren. Wie auch immer Ihr Oldtimer-Traum am Ende dann aussieht…

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