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  • 31.07.2020
  • 9 Minuten

In 7 Schritten einen Camping-Roadtrip planen – so geht's.

Im selben Bett schlafen und, sofern man möchte, trotzdem alle paar Tage an einem anderen Ort aufwachen. Das ist Urlaub on the road! Mit einem Roadtrip im Camper oder Reisemobil steht Ihnen ein Urlaub voller Freiheit und Flexibilität bevor. Damit das Abenteuer unvergesslich schön und für alle Mitreisenden entspannt wird, ist eine detaillierte Planung sinnvoll. Wie Sie einen Roadtrip planen und worauf dabei zu achten ist, lesen Sie hier.

Roadtrip vorbereiten

1. Reiseziel und Reisezeit festlegen.

Mit einem Reisemobil sind Sie natürlich flexibel unterwegs und können während Ihres Roadtrips Ziele auch spontan ansteuern. Ein paar grundsätzliche Überlegungen im Vorfeld sind für die Planung aber dennoch sinnvoll. Schließlich wollen Sie Ihre Urlaubstage ja auch möglichst sinnvoll nutzen, oder?

Und für die Planung der Roadtrip-Route gibt es viele tolle Herangehensweisen: Leben Sie beispielsweise in Süddeutschland und möchten in den Norden an die Küste? Oder kommen Sie von dort und wollen nach Süden in die Berge fahren? Vielleicht gibt es auch Städte, die Sie schon immer mal besichtigen wollten oder besondere Landschaften, die Sie interessieren – wie etwa das Elbsandsteingebirge oder das Rheingebiet? Alles sehr gute Anlässe für einen Roadtrip ganz in Ihrem Sinne.

Aber Achtung: Sollten Sie mit Kindern verreisen, berücksichtigen Sie nach Möglichkeit auch deren Urlaubswünsche bei der Planung. Ist vielleicht ein Tagesausflug in einen Freizeitpark oder in ein Erlebnisbad möglich oder könnte man für einige Tage an einem Bauernhof mit Pferden campieren? Je mehr Spaß und Beschäftigung die Kinder im Urlaub finden, desto entspannter sind sie und damit auch die Eltern 😊.

Neben dem Reiseziel sollten sie sich auch über die Reisezeit für Ihren Roadtrip Gedanken machen. Wenn Sie hier etwas flexibel sind und vielleicht (noch) keine schulpflichtigen Kinder haben, bietet es sich an, außerhalb der beliebtesten Urlaubszeiten zu verreisen. Also achten Sie auf die Ferienzeiten und Feiertage der einzelnen Bundesländer - das könnte ein paar Nerven und vielleicht auch ein paar Euro sparen, denn außerhalb der Hauptsaison kommt man oft etwas günstiger weg.

Neben Ferien- und Saisonzeiten müssen Sie bei der Reiseplanung aktuell auch die landesspezifischen Regelungen für den Campingbetrieb im Zuge der Corona-Pandemie berücksichtigen. Beim Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland e. V. (BVCD) können Sie sich jederzeit informieren, welche Auflagen (wie Hygieneregeln und Maskenpflicht) für Campingplätze in den einzelnen Bundesländern gelten. Beziehen Sie die Regelungen in die Planung Ihrer Reiseroute mit ein und checken Sie kurz vor der Abreise noch einmal, ob sich etwas geändert hat. Sollten Sie vorhaben, mit Ihrem Reisemobil auch ins Ausland zu fahren, informieren Sie sich beim Auswärtigen Amt über aktuelle Reisewarnungen, Einreisebedingungen und spezifische Auflagen.

2. Camper aussuchen und mieten.

Sollten Sie kein eigenes Reisemobil haben, dann müssten Sie sich für Ihren Roadtrip noch die passende Unterkunft auf Rädern mieten. Schauen Sie sich am besten verschiedene Fahrzeugtypen an, denn sie unterscheiden sich in Größe und Ausstattung. Wenn Kinder mit an Bord gehen sollen, braucht Ihre fahrbare Unterkunft mehr Platz und gegebenenfalls auch eine andere Ausstattung, als wenn Sie zu zweit verreisen. Größere Reisemobile haben meist eine kleine Küche mit Herd und Kühlschrank sowie einen Sanitärbereich mit Dusche und WC. Auch Wassertanks für Frisch- und Abwasser gehören hier oft dazu. Wenn Sie sich für ein kleineres Reisemobil entscheiden, sollten Sie Ihre Reisestopps entsprechend planen – denn diese verfügen nicht immer über Küche und Sanitärbereich. Achten Sie also – besonders angesichts der aktuellen Corona-Pandemie – darauf, dass die Sanitäranlagen auf den angefahrenen Campingplätzen zum Zeitpunkt Ihres Aufenthalts auch geöffnet sind. Informieren können Sie sich hierzu vor der Buchung einfach online oder telefonisch bei dem betreffenden Campingplatz. Im Zweifel können Sie für Ihre Reise auch die ein oder andere Übernachtung im Hotel einplanen.

Und wie sieht es mit Schlafplätzen aus? Vermutlich können Sie zumindest für ein paar Nächte am Stück im Reisemobil schlafen. Sollten nicht alle Familienmitglieder darin Platz finden, können Sie zusätzlich auch ein Zelt aufbauen. Und mit ein bisschen Glück gibt es vielleicht sogar irgendwo, die Möglichkeit, eine Hängematte anzubringen. Ihre Kinder freuen sich vielleicht sogar über den abenteuerlichen Schlafplatz.

Bei der Auswahl des Reisemobils sollten Sie Ihr Reiseziel mit einbeziehen: Wenn Sie auch in Städten unterwegs sein möchten oder in bergige Regionen fahren, kann ein kompakteres Mobil seine Vorteile haben, da es meist wendiger ist als seine größeren Brüder. Planen Sie mit Ihrem Camper eher Ausflüge in die Natur abseits asphaltierter Straßen, ist ein Fahrzeug mit Allradantrieb empfehlenswert.

Werfen Sie außerdem einen Blick in Ihren Führerschein: Für Reisemobile unter 3,5 t Gewicht reicht die Führerscheinklasse B aus – ist Ihr ausgewähltes Reisemobil schwerer, benötigen Sie die Führerscheinklasse C oder C1.

Haben Sie das passende Reisefahrzeug gefunden, müssen Sie sich noch Gedanken über die passenden Mietkonditionen machen. Hier gibt es Folgendes zu beachten:

  1. Mietdauer: Bedenken Sie, dass Reisemobile oft erst ab einer Woche Mietdauer anmietbar sind. Falls Sie kürzer verreisen wollen, sehen Sie´s pragmatisch: Durch die überschüssige Zeit haben Sie vor der Reise mehr Zeit fürs Packen und danach für die Reinigung des Mobils.
  2. Abhol- und Rückgabezeiten: Bei der Anmietung werden ein Datum und eine Uhrzeit vereinbart, zu der Sie den Camper abholen und zurückbringen. Überlegen Sie sich im Vorfeld, was hier realistisch für Sie ist und bedenken Sie dabei auch, dass man das Reisemobil noch beladen und später wieder entladen muss. Daher folgender Tipp: Vielleicht holen Sie das Reisemobil schon am Tag vor der Abreise ab, damit noch genug Zeit zum „Kennenlernen“ und Vorbereiten bleibt. Ähnlich können Sie bei der Rückgabe verfahren: Versuchen Sie, schon ein wenig vor dem Abgabetermin zurückzureisen, damit genug Zeit für eine entspannte Heimreise und zum Ausladen ohne Zeitdruck bleibt.
  3. Tanken: In der Regel geben Sie den Camper so zurück, wie Sie ihn bekommen haben – ist der Tank bei Abholung voll, geben Sie den Wagen auch mit vollem Tank zurück. Achten Sie auch darauf, ob alle gefahrenen Kilometer für Sie kostenfrei sind oder ob Sie eine Kilometerbegrenzung haben und gegebenenfalls etwas nachzahlen müssten, wenn Sie die Freikilometer überschreiten. Das können Sie bei der Anmietung direkt erfragen und später im Mietvertrag nochmal nachlesen.
  4. Versicherung: Informieren Sie sich genau, wie Sie und das Fahrzeug während des Roadtrips versichert sind. Eine Kfz-Versicherung mit Haftpflicht und mindestens Teilkasko sind hier Pflicht – in der Regel können Sie sich auch für eine Vollkaskoversicherung entscheiden. Dann sind – im Gegensatz zur Teilkasko - auch selbst- und mitverschuldete Schäden und Vandalismus am Fahrzeug mitversichert. Das kann sich lohnen – schließlich sind Sie mit einer Vollkaskoversicherung vermutlich sorgenfreier unterwegs und können dadurch entspannter Urlaub machen. Bedenken Sie aber, dass es im Zweifel auch eine Selbstbeteiligung geben kann. Achten Sie darauf, dass diese nicht zu hoch ausfällt. Ansonsten kann es am Ende eben doch teuer werden. Und noch ein Tipp: Reisemobil-Vermieter bieten oft einen Schutzbrief an, der Sie zusätzlich im Falle einer Panne – beispielsweise durch einen geplatzten Reifen – versichert. Sowas ist nämlich nicht zwangsläufig über die Kaskoversicherung abgedeckt.
    Viele Camper-Vermieter haben übrigens auch eine so genannte Inhaltsversicherung im Repertoire. Dabei handelt es sich um eine Art mobile Hausratsversicherung, die alle sich im Fahrzeug befindlichen losen Teile gegen Diebstahl, Unfälle, Brände und ähnliches absichert. 
  5. Wer darf fahren? Wenn mehrere Mitreisende berechtigt sind, den Miet-Camper zu fahren, können Sie sich die Fahrzeit aufteilen und schaffen eventuell längere Strecken, als wenn nur einer von Ihnen das Fahrzeug fahren darf. Klären Sie deshalb im Vorfeld, wie viele Fahrer im Mietvertrag „inklusive“ sind und melden Sie bei Bedarf weitere Fahrer an.
  6. Stornobedingungen: Besonders während der Corona-Pandemie sollten Sie abklären, welche Rechte Sie haben, falls Sie die Anmietung des Reisemobils (kurzfristig) verschieben oder stornieren wollen. Bis wann können Sie die Anmietung kostenfrei stornieren? Ist eine Umbuchung auf einen anderen Reisezeitraum möglich und welche Kosten können dabei entstehen? Und wie sieht es mit einer anteiligen Rückerstattung bei kurzfristiger Stornierung aus?

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3. Route planen.

Wenn Sie Ihr grundsätzliches Reiseziel festgelegt und Ihr Reisemobil gewählt haben, wird es Zeit, die Reiseroute zu planen. Hier gilt vor allem: Muten Sie sich nicht zu viel zu – bei einem Camping-Roadtrip macht die Fahrt an sich einen großen Teil des Urlaubs aus und der sollte doch möglichst entspannt verlaufen. Planen Sie Ihre Route daher eher grob und legen Sie nicht jedes Detail fest. Rechnen Sie lieber etwas mehr Zeit ein als am Ende nötig, um den ein oder anderen spontanen Zwischenstopp an einem hübschen Fleckchen einlegen zu können. Haben Sie Ihre Kinder mit an Bord? Dann planen Sie mehr und etwas längere Pausen ein, damit die Kleinen sich zwischendurch austoben können.

Eine Tagesetappe sollte nach Möglichkeit nicht zu umfangreich ausfallen, damit Sie nicht den ganzen Tag nur im Auto sitzen. Bedenken Sie auch, dass Sie mit dem Camper meist nicht so schnell fahren können wie mit Ihrem Alltagswagen. 

4. Campingplätze auswählen.

Nun wird es Zeit, Campingplätze auszuwählen, die Sie während Ihres Roadtrips anfahren möchten. Hier stellt sich vor allem die Frage: spontan und flexibel buchen oder lieber frühzeitig festlegen und reservieren? In der Hauptsaison beziehungsweise zu Ferienzeiten ist es sinnvoll, frühzeitig zu buchen. Dann ist die Auswahl größer und Sie gehen sicher, dass Sie einen Platz bekommen, der Ihren Wünschen und Anforderungen entspricht. Es wird – angesichts der Corona-Pandemie – zugegebenermaßen im Moment etwas schwerer sein, einen Stellplatz zu finden. Schließlich dürfen Campingplätze wegen der Abstandsregeln derzeit nicht unbedingt all ihre Stellplätze zur Verfügung stellen und sind daher oft ausgebucht. Es bietet sich deshalb an, nicht zu den klassischen Touri-Orten an der Küste zu fahren, sondern eher in Mitteldeutschland zu urlauben. Da ist die Chance auf einen Stellplatz noch etwas größer.

Möchten Sie nicht vorher festlegen, wo die Reise am Abend jeweils enden soll, dann birgt das das Risiko, nirgendwo unterzukommen. Besonders in der Hauptsaison. Wildcampen ist in Deutschland fast überall verboten und stellt deshalb eher keine Alternative für den Fall dar, dass auf dem Campingplatz Ihrer Wahl schon alles belegt ist. Eine Buchung im Vorfeld gibt Ihnen natürlich deutlich mehr Sicherheit, dass Sie auch etwas Passendes finden. Schließlich können Sie die Wahl des Campingplatzes dann auch besser an Ihre Wünsche und Bedürfnisse anpassen: Sind Sie beispielsweise auf sanitäre Anlagen vor Ort angewiesen? Möchten Sie gerne auswärts essen oder genießen Sie eher die Selbstversorgung mit Campingkocher, Kochfeld im Camper oder Grill? Und wenn Ihre Kinder mit auf Reisen gehen, spielen auch die Freizeitangebote des Campingplatzes eine größere Rolle. Spielplätze, Pools mit Wasserrutschen, Minigolf und vielleicht sogar ein Animationsprogramm lassen die Kinderherzen höherschlagen und die Eltern im besten Fall mal kurz durchatmen. Idealerweise sind für heiße Tage auch schattige Spielbereiche vorhanden und einige Indoor-Spielgelegenheiten mit Tischfußball, Dartscheibe und mehr für regnerische Tage. Während die Kinder ihren Spaß haben, sollen natürlich auch die Eltern nicht zu kurz kommen: Manche Campingplätze haben ein Wellnessangebot, ein Schwimmbecken zum Bahnen ziehen oder eine Cocktailbar für gemütliche Abende. Allerdings muss man derzeit bedenken, dass eventuell einige Aktivitäten aufgrund der Corona-Pandemie nicht angeboten werden können. Informieren Sie sich am besten im Vorfeldhierüber und fragen Sie auch nach den aktuell geltenden Hygieneauflagen auf dem ausgewählten Campingplatz.

Und auch die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung außerhalb des potenziellen Campingplatzes kann mit in den Entscheidungsprozess einfließen. Vor allem wenn Sie mehrere Tage an einem Ort campieren wollen, bietet es sich an, vor der Anreise auch die Umgebung auszukundschaften. So können Sie bereits im Vorfeldplanen, auf welche Abenteuer abseits des Campingplatzes Sie mit Ihren Kindern gehen können. Vielleicht ist rundherum viel Natur, sodass Sie kleine Wanderungen an Bergen, Flüssen und Schluchten mit Picknick unternehmen können. Und möglicherweise können Sie eine Bootstour auf einem nahegelegenen See machen. Aber auch ein bisschen Action darf nicht fehlen – Freizeitparks, Wasserparks und Spaßbäder sind für Kinder oft besondere Highlights. Achten Sie während der Corona-Pandemie gesondert auf die Öffnungszeiten und Hygieneauflagen der Freizeitangebote, damit Sie nicht unerwartet vor verschlossenen Türen stehen.

Und ein Tipp zum Schluss: Achten Sie derzeit bei Buchungen noch einmal mehr auf die Stornobedingungen Ihrer Stellplatzreservierung. Schließlich können Ihnen Krankheit, Lockdowns und Co. schnell einen Strich durch die Rechnung machen.

5. Reisemobil entgegennehmen.

Der Roadtrip ist geplant und Sie wollen Ihr Reisemobil vom Vermieter abholen? Dann planen Sie für die Abholung unbedingt ein bisschen mehr Zeit ein, damit Sie sich genügend Zeit für eine gründliche Einweisung nehmen können. Dabei machen Sie sich mit den Dimensionen des Campers vertraut und bekommen die Bordtechnik erklärt. Machen Sie bei der Gelegenheit auch einen aufmerksamen Rundgang durch und um den Camper, um innen und außen eventuelle Schäden zu identifizieren und vermerken zu lassen. Prüfen Sie zusätzlich, wann das Fahrzeug zur nächsten Hauptuntersuchung muss und im besten Fall auch, wie es um den Ölstand und die Bereifung steht.

Ist soweit alles in Ordnung, nehmen Sie den Camper entgegen. Eine Probefahrt ist vor dem Roadtrip auf jeden Fall empfehlenswert. Testen Sie die Beschleunigung und das Bremsverhalten des Wagens, prüfen Sie das Verhalten in Kurven und üben Sie auch das Ein- und Ausparken mit dem Reisemobil. Vielleicht ist ein größerer Parkplatz in der Nähe, auf dem Sie ungestört üben können?

Wenn Sie mit Kindern reisen, achten Sie am besten jetzt schon auf deren Sitzmöglichkeiten während der Fahrt: Bei den meisten Campern sind keine Kindersitze inklusive. Auch Befestigungssysteme für Kindersitze sind nicht immer vorhanden. Planen Sie also ein, dass Sie Ihre eigenen Kindersitze einbauen müssen und überlegen Sie sich, wie der Einbau funktioniert – hier kann Ihnen der Vermieter möglicherweise Tipps geben.

Campingtour planen - Familie packt

6. Sachen packen.

Steht der Camper für den Roadtrip bereit, muss als nächstes – wenn nicht schon geschehen – das notwendige Reiseequipment zusammengesammelt werden. Es empfiehlt sich, nur das Nötigste mitzunehmen, um Platz und Gewicht zu sparen – nicht, dass es im Reisemobil von Anfang an zu eng ist. Aber was muss denn unbedingt mit und wo lässt sich das Equipment im Camper am besten verstauen?

  1. Papiere und Dokumente: Denken Sie an Personalausweise, Führerscheine, Versicherungs- und Kreditkarten. Verstauen Sie alles an einem sicheren, schnell erreichbaren Ort. Während der Fahrt eignet sich beispielsweise das Handschuhfach – lassen Sie den Camper aber unbeaufsichtigt auf einem Campingplatz stehen, nehmen Sie die Dokumente zur Sicherheit entweder mit oder bewahren Sie sie nach Möglichkeit in einem Safe auf.
  2. Grundausstattung: Checken Sie, was Ihnen fehlt. Eine kleine Leselampe? Blumenvase? Und nehmen Sie Bettwäsche und genügend Handtücher mit. 
  3. Reiseapotheke: Falls Sie regelmäßig irgendwelche Medikamente nehmen müssen, dann packen Sie davon zuallererst genügend für die gesamte Reise ein. Denken Sie darüber hinaus auch an Kopfschmerztabletten, Mückenspray, Wunddesinfektionsmittel, Wundheilsalbe, Pflaster und gegebenenfalls etwas gegen Reiseübelkeit. Falls es auf einem Campingplatz mal lebendiger zugehen sollte, machen sich auch Ohrstöpsel gut in der Reiseapotheke. Wenn Sie mit Kindern reisen, brauchen Sie zusätzlich eine kindgerechte Reiseapotheke: Zeckenzange, Insektenstichgel, Fieberthermometer, kindgerechte Schmerz- und Fiebertabletten, Pinzette und vor allem ausreichend Pflaster in verschiedenen Größen sollten mit an Bord gehen.
  4. Küchenutensilien: Je nach Ausstattung Ihres Campers packen Sie Kochgeschirr, gegebenenfalls auch einen Campingkocher plus Gasflasche, Besteck, Korkenzieher, Flaschen- und Dosenöffner, Schneidebretter und bei Bedarf eine Spülschüssel ein.
  5. Haushaltsartikel: Neben klassischem Equipment wie Küchen- und Toilettenpapier, Putzlappen, Spülmittel, Handseife und Müllbeuteln sollten Sie zum Beispiel auch eine Taschenlampe, Ersatzbatterien, eine Wäscheleine sowie Feuerzeug und/oder Streichhölzer und Kerzen einpacken. Zusätzlich kann es nicht schaden, ein wenig Werkzeug und Handwerksmaterialen wie Schere, Klebeband und Co. für den Fall der Fälle an Bord zu haben.
  6. Hygieneartikel: Denken Sie neben der Standard-Kosmetiktasche mit Duschgel, Zahnpasta und Co. auch an Sonnencreme und Mückenschutz. Außerdem sollten Sie zurzeit auch ein paar Schutzmasken und Desinfektionsmittel einpacken. 
  7. Für draußen: Je nach Schlafgelegenheiten im Camper nehmen Sie zusätzlich ein Zelt plus „Schlafausrüstung“ wie Isomatte, Luftmatratze oder Aufklappbett und Decken beziehungsweise Schlafsäcke mit. Für das gemütliche Zusammensitzen im Freien nehmen Sie Campingtisch- und -stühle sowie – wenn Sie mögen – einen Grill und entsprechendes Grillzubehör mit. Werden auf der Reise Bademöglichkeiten vorhanden sein, können Sie hierfür auch Luftmatratzen, Lufttiere, Schwimmnudeln und ähnliches einpacken. Wenn Sie kleinere Kinder dabeihaben, denken Sie auch an entsprechende Schwimmhilfen.
  8. Elektronik und Unterhaltung: Smartphones und entsprechende Ladegeräte dürfen natürlich nicht fehlen – vielleicht nehmen Sie auch ein Tablet mit, auf dem die Kinder bei aufkommender Langeweile während der Fahrt einen Film gucken können? Denken Sie außerdem an Verlängerungskabel und Mehrfachsteckdosen, damit Sie bei Bedarf auch außerhalb Ihres Reisemobils Strom haben. Für die nicht-elektronische Unterhaltung zwischendurch bietet es sich an, Bücher, kleinere Brettspiele, Würfel, Kartenspiele und Puzzle mitzunehmen. Packen Sie aber aus Platzspargründen nicht wahllos alles ein, sondern überlegen Sie sich vorher, was Sie und Ihre Kinder gerne spielen – Spiele, die auch zu Hause nur im Regal verstauben, werden wahrscheinlich auch auf Reisen nicht interessanter.
  9. Kleidung: Grundsätzlich erstmal vorneweg: Packen Sie wirklich nur das ein, was Sie wirklich brauchen. Im Reisemobil ist nicht viel Platz und auf den meisten Campingplätzen haben Sie Waschmöglichkeiten. Davon abgesehen hängt Ihr Reisekleiderschrank natürlich von Ihrer Reisezeit ab – verreisen Sie im Winter, nehmen Sie mehr warme Kleidung mit als für den Sommerurlaub. Achten Sie auch darauf, für jedes Wetter ausgestattet zu sein: Regenkleidung sowie ein warmer Pulli sollten auch im Sommer nicht fehlen – ebenso wie leichte Kleidung für warme Tage, Badesachen und gegebenenfalls ein Funktionsoutfit für Wanderungen und andere Freizeitaktivitäten. Und: Schlafanzug und Unterwäsche nicht vergessen! 😊
  10. Verpflegung: Auch hier gilt: Nehmen Sie nicht zu viel mit. Getränke sowie verschiedene herzhafte und süße Snacks für unterwegs reichen in der Regel aus. Lebensmittel für die Mahlzeiten kaufen Sie am besten vor Ort: Dann haben Sie alles frisch beisammen und können vor allem regionale Spezialitäten probieren.

7. Reisemobil beladen und Sicherheit an Bord.

Jetzt muss das Reisegepäck noch sicher im Camper verstaut werden. Dabei ist zu beachten, dass das Maximalgewicht des Reisemobils nicht überschritten wird. Angaben zum Höchstgewicht finden Sie in den Papieren des Fahrzeugs. Wenn Sie ohnehin eher nur leichteres Gepäck wie Textilien und etwas Verpflegung einpacken, liegt der bepackte Camper gewichttechnisch in der Regel im grünen Bereich. Sollten Sie viel und/oder schweres Gepäck mitnehmen wollen und das Gefühl haben, dass es mit dem Maximalgewicht eng werden könnte, gehen Sie auf Nummer sicher und wiegen das bepackte Mobil. Das ist zum Beispiel auf öffentlichen Fahrzeugwaagen möglich. Alternativ können Sie auch Ihr Gepäck vor dem Verladen auf einer Personenwaage wiegen und das Gepäckgewicht zum Leergewicht des Campers addieren.

Achten Sie beim Bepacken des Reisemobils außerdem darauf, dass für die Fahrt alles sicher verstaut ist: Leichte Gegenstände wie Kleidung und andere Textilien können Sie problemlos in Oberschränken oder anderweitig unter dem Dach verstauen. Schwereres Gepäck wie Getränkeflaschen, Konserven und Bücher bringen Sie unten im Camper unter, damit im Falle eines starken Bremsmanövers nichts zum Wurfgeschoss wird, sondern im Zweifelsfall nur Dinge über den Boden rollen. Versuchen Sie außerdem, schwere Gegenstände in Achsnähe zu verstauen, damit sich der Schwerpunkt des Campers nicht verschiebt.

Wenn das Gepäck sicher verstaut ist, prüfen Sie noch einmal – gegebenenfalls bei einer kleinen Testrunde – ob alles genug gesichert ist und beim Fahren und Bremsen nichts in den Regalen oder Ablagen verrutscht und herunterfallen kann. Kabelbinder, Gummispanner und Klebeband können hier im Zweifel noch schnelle Abhilfe schaffen.

Letzter Check – und los geht’s.

Nun sind Sie so gut wie abfahrbereit. Bevor Sie Ihren Roadtrip starten, achten Sie auch darauf, dass alle Mitfahrer einen sicheren Sitzplatz haben. Stellen Sie Kopfstützen und Sicherheitsgurte nach Möglichkeit individuell passend ein. Prüfen Sie auch noch einmal, ob die Kinder sicher in Ihren gut befestigten Kindersitzen sitzen und dass Spielzeuge für die Fahrt in deren Reichweite sind. Auch Snacks und Getränke haben Sie am besten griffbereit, um sich und die Kinder unterwegs verpflegen zu können. Checken Sie auch noch einmal die aktuelle Verkehrslage: Sind alle Straßen frei befahrbar oder gibt es irgendwo auf der Route einen Stau, bei dem sich eine Alternativroute lohnen würden?

Wenn soweit alles passt, kann der Roadtrip endlich beginnen! Machen Sie sich für die Fahrt und währenddessen bewusst, dass auch der Weg das Ziel ist – das hilft Ihnen hoffentlich, entspannt und defensiv zu fahren, damit Sie jede Etappe Ihrer Tour genießen können. Viel Spaß!

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