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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 29.10.2021
  • 5 Minuten

Rücksicht im Straßenverkehr: mehr Sicherheit durch vorausschauendes Fahren & Co.

Also wir wissen ja nicht, wie es bei Ihnen war, aber mal abgesehen davon, dass Fahrlehrer ja zumeist Helden der flotten Sprüche sind, geht ihnen eine Anweisung oftmals in einer besonders hohen Frequenz über die Lippen: „Du musst vorausschauend fahren!“. Was einem mit 17 irgendwie ziemlich abstrakt vorkommen kann, wird mit jahrelanger Fahrerfahrung im besten Fall zur Routine. Und das ist auch gut so. Denn eins liegt auf der Hand: Wo Autofahrer aufeinander achten, wird das Fahren umso sicherer.

Wie vorausschauendes Fahren geht und was man sonst noch so in Sachen Rücksichtnahme im Straßenverkehr beachten sollte, haben wir für Sie zusammengefasst. Und nein, dazu müssen Sie natürlich nicht in den Turm für Wahrsagerei einer bekannten britischen Zauberschule klettern – denn vorausschauendes Fahren hat bei Weitem nichts mit übersinnlichen Fähigkeiten zu tun.

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Seid nett zueinander – auf den Straßen und überall.

Wenn Sie mit einem Auto unterwegs sind, dann begegnen Ihnen vor allem in den Städten viele Verkehrsteilnehmer, die schwächer sind als Sie: Fahranfänger, Fußgänger, Fahrradfahrer, Kinderwagen-Piloten und Tretauto-Akrobaten… Und da David-gegen-Goliath-Kämpfe im realen Leben nur selten einen guten Ausgang haben, kann dies nur eines bedeuten: Verkehrsteilnehmer sollten aufeinander achten und jeden Bewohner des Ökosystems Straßenverkehr bestmöglich schützen.

Und das bedeutet, dass man zum Beispiel in den Seitenspiegel schaut, wenn man aus seinem Auto steigt, um einen nahenden Radfahrer nicht mit der schwungvoll geöffneten Fahrertür von seinem Drahtesel zu reißen. Es bedeutet außerdem, dass jeder Fahrer auf Autobahnen den vorausfahrenden Verkehr immer im Blick behält, um bei unvorsichtigen Ausschermanövern rechtzeitig reagieren und abbremsen zu können. Oder eben auch derartige Aktionen selbst vermeidet, indem er über den Rückspiegel immer auch den Verkehr hinter sich im Blick behält. Und nur dass wir uns nicht missverstehen: Das gilt natürlich nicht ausschließlich dann, wenn Schwächere involviert sind – aber dann eben erst recht. Prävention ist das Stichwort. Und diese basiert im Straßenverkehr auf mehr als nur dem Wunsch nach vielen Karmapunkten – sie ist sogar in der Straßenverkehrsordnung (StVO) festgeschrieben.

Grundregeln des Straßenverkehrs.

Dass man sich an die allgemeinen Verkehrsregeln wie Geschwindigkeitsbegrenzungen halten soll, wenn man mit einem Auto am Straßenverkehr teilnimmt, versteht sich von selbst. Ebenso klar sollte es sein, dass Verkehrsteilnehmer sich weder betrunken noch unter jedwedem anderen Drogeneinfluss ans Steuer setzen dürfen. Alles Regeln, die eindeutig vom Gesetzgeber festgelegt sind, beziehungsweise über Verkehrsschilder reglementiert werden.

Etwas diffuser erscheint da die Rücksichtnahme im Straßenverkehr – und das, obwohl sie gleich im ersten Paragrafen der Straßenverkehrsordnung (§ 1 StVO) festgehalten ist. Da heißt es:

„1. Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.

2. Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.“

Diese Grundregel des Straßenverkehrs ist ebenso simpel wie sinnvoll – gleichzeitig scheint dieser Paragraf aber auch so viel Interpretationsspielraum wie kaum ein anderer mitzubringen. Denn wo fängt – unabhängig von eindeutigen Straßenverkehrsregeln – Rücksicht an und wo hört sie auf? Letztlich kann einem da in erster Linie der gesunde Menschenverstand ein guter Ratgeber sein. 


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Darüber hinaus bringen diverse Beispiele aus der Rechtsprechung ein wenig Licht ins Dunkel und geben Aufschluss darüber, in welchen Fällen der erste Paragraf der StVO zum Tragen kommt: Hat ein Autofahrer nach einem Unfall seine Rücksichtspflicht verletzt, weil er vergaß, die Warnblinkanlage einzuschalten? Verstieß der Fußgänger, der auf den Gleisen stehen blieb, weil er den Darbietungen eines Straßenmusikfestivals lauschen wollte, und damit eine Straßenbahn am Weiterfahren hinderte, gegen den § 1 StVO? Und was ist mit dem Fahrerlehrer, der zu spät bemerkt hat, dass seine Fahrschülerin jemandem die Vorfahrt nahm? Es kommt drauf an. Worauf? Auf die Begebenheiten des Vorfalls. Auf die Rahmenbedingungen. Auf die Handlungen anderer. Je nach Lage entschieden die Gerichte in den skizzierten Fällen sehr unterschiedlich. Das zeigt deutlich, dass die Entscheidung, ob ein Verstoß gegen den § 1 StVO vorliegt oder nicht, immer auch eine Einzelfallentscheidung ist.

Übrigens: Der § 1 StVO gilt, wie schon aus den Fallbeispielen ersichtlich wird, nicht nur für Autofahrer, sondern für alle Verkehrsteilnehmer. Wer gegen ihn verstößt, muss mit einem Bußgeld rechnen.

So verhalten Sie sich im Straßenverkehr richtig.

Um das Ganze noch ein bisschen greif- und damit umsetzbarer zu machen, wollen wir Ihnen zu guter Letzt noch ein paar Tipps für rücksichtsvolles Verhalten im Straßenverkehr mit auf den Weg geben:

  1. Aufmerksamkeit.
    Das ist der Punkt, der über allem steht. Beobachten Sie den Verkehr: Sehen Sie eine Gefahrenquelle weiter vorne? Ein Betrunkener, der von der Haltestelle auf die Straße zu schwanken droht? Ein Kind, das am Straßenrand spielt? Ein Auto mit auswärtigem Kennzeichen, das langsamer fährt, so als würde der Fahrer nach dem Weg suchen? Werden Sie langsamer und bleiben Sie bremsbereit. Und grundsätzlich: Halten Sie immer ausreichend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug.
  2. Gelassenheit.
    Seien Sie tolerant, wenn andere Fehler machen und pochen Sie nicht auf Ihr Recht. Es passiert schließlich jedem mal, dass er ein Schild übersieht oder unaufmerksam ist. Versuchen Sie, in solchen Fällen Blickkontakt mit dem anderen Fahrer aufzunehmen und einzuschätzen, wie er sich weiter verhält. Im Zweifel gilt: Anhalten und abwarten. 
  3. Fairness.
    Fahren Sie so, dass andere Verkehrsteilnehmer nicht von Ihren Fahrmanövern überrascht werden. Das heißt zum Beispiel: Wechseln Sie frühzeitig die Spur, wenn Sie abbiegen wollen, nutzen Sie dafür den Blinker und schneiden Sie dabei niemandem den Weg ab. 
  4. Angemessenheit.
    Apropos Signalleuchten: Im Straßenverkehr sind die Kommunikationsmöglichkeiten begrenzt. Jedes Signal Ihres Autos dient daher einem bestimmten Zweck. Missbrauchen Sie also Lichthupe, Warnblinker und Co. nicht, um zu drängeln oder im Parkverbot zu halten. Nutzen Sie stattdessen alles zu seiner Zeit: Blinker beim Spurwechsel, Warnblinker zum Beispiel bei einer Panne und Lichthupe nur außerorts als Signal für Gefahr. Im Zweifel helfen auch manchmal Handzeichen, wenn Sie davon ausgehen können, dass ein anderer Verkehrsteilnehmer sie sehen und im besten Fall natürlich auch verstehen kann.
  5. Perspektivwechsel.
    Versetzen Sie sich in die Lage anderer Verkehrsteilnehmer. Was sind Ihre Stärken und Schwächen? Ein Lkw-Fahrer zum Beispiel sitzt sehr weit oben und kann auch wegen der Größe des Fahrzeugs nicht alles so gut einsehen. Scheren Sie also nicht kurz vor ihm ein. Bedenken Sie außerdem, dass manche Fahrzeuge – zum Beispiel mit Anhänger – mehr Platz zum Rangieren brauchen und andere – wie landwirtschaftliche Fahrzeuge – nicht so schnell fahren können. Hier gilt: Beobachten Sie deren Fahrweise und handeln Sie nicht unbedacht.
  6. Verhalten im Ernstfall.
    Helfen Sie, wo Sie können: Rufen Sie bei Bedarf den Notruf. Bilden Sie auf der Autobahn eine Rettungsgasse, wenn es sich staut. Halten Sie den Standstreifen frei. Selbstverständliche Aktionen, die Sie und Ihre Mitmenschen schützen.

Rücksicht und Nachsicht.

Okay, Fahrlehrer beanspruchen den Spruch zugegebenermaßen etwas über – aber recht haben sie: Rücksicht im Straßenverkehr ist am Ende alles. Sie ist der entscheidende Stellhebel für das sichere Miteinander aller Verkehrsteilnehmer. Fahrerassistenzsysteme und anderer Sicherheitsvorkehrungen in modernen Autos machen das Verkehrstreiben zwar immer sicherer, aber das bedeutet ja nicht, dass man als Verkehrsteilnehmer dadurch umso unvorsichtiger werden darf. Schließlich würden Sie zu Hause ja auch nicht den Schlüssel stecken lassen, nur weil Sie kürzlich eine Alarmanlage installiert haben. Oder? 😉 In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allzeit sichere und vor allem rücksichtsvolle Fahrt.

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