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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 06.06.2019
  • 3 Minuten

Wann sind wir endlich da? Der Weg ist das Ziel – auch im Familienauto.

Kinder sind nicht gerade die geborenen Beifahrer. In der Regel ist ihnen im Auto nämlich ziemlich langweilig. Das führt dazu, dass das, was wir von Kindern ansonsten so wunderbar lernen können – zum Beispiel Begeisterungsfähigkeit und Freude an den kleinen Dingen des Lebens – den Kids auf einer Autofahrt oft abhandenkommt. Aber was will man auch machen, wenn die Sichtgrenze in der Regel über dem eigenen Haarschopf liegt. Ist ja auch frustrierend. Und dennoch kommt es dann doch ab und zu vor, dass ein Knirps mit plötzlichen Euphorieschreien die Mitreisenden zusammenzucken lässt, wenn er inbrünstig: „Kran! Kran! Kran!“ kräht. Da ist sie ja wieder die Begeisterungsfähigkeit.

Vorstellung von Pia Schreiber als Autorin der Familienauto-Glosse

Nicht ganz sachgemäße Nutzung des Familienwagens.

Natürlich kann man das Auto in Zusammenhang mit Kindern auch ein wenig artfremd nutzen, um den Spaßfaktor zu erhöhen. Manches davon ist zwar lustig, aber nicht erlaubt: Im Dorf sieht man im Winter zum Beispiel ab und zu den ein oder anderen Papa im Schritttempo einen Haufen Schlitten an der Anhängerkupplung hinter sich herziehen.

Eine andere Möglichkeit, die Anhängerkupplung zweckzuentfremden, ist die Entfernung von Wackelzähnen: Faden an Kuppel und Zahn und vorsichtig Gas geben … Zack! Sieht zwar nach „Autsch!“ aus, ist aber zumindest cooler als die traditionelle Methode mit der zugeschlagenen Tür.

Weniger lustig und ebenso unerlaubt wie das Schlittenziehen sind fahrende Kinder: 2013 ist in Bayern beispielsweise ein 12-Jähriger mit dem Auto zur Schule gefahren und 2016 schaffte ein Gleichaltriger aus Sachsen ganze 200 unfallfreie Kilometer zu seinen Großeltern. Dann doch lieber mit dem Nachwuchs deutlich ungefährlicher auf privaten Wegen oder Hinterhöfen gemeinsam üben.

Kinder veranstalten Chaos im Familienauto

Dann doch lieber klassisch: Hunger, Pippi, müde und andere Dramen.

Gegen Teil 1 von „Hunger, Pippi, müde!“ können Sie ausreichend Proviant einpacken. Anders verhält es sich mit Teil 2. Vor allem, wenn man im Stau steht. Sie werden froh sein, wenn Sie dann eine leere Flasche griffbereit haben. Und ich will gar nicht erst von den potenziellen Auswirkungen einer ausgeprägten Übelkeit anfangen.

Das Kind eines Bekannten macht immer mit Vorliebe das Navi im Auto nach und treibt damit seine Eltern von Lachanfall zu Verzweiflung. In einem Moment schafft er ein perfektes Imitat des sonoren „An der nächsten Kreuzung biegen Sie bitte links ab!“ und im nächsten hört es nicht auf, das „Ping Ping“-Geräusch bei Geschwindigkeitsüberschreitung nachzumachen. Tut man ja auch nicht. Also zu schnell fahren, meine ich.

Da lob mir doch einer die digitale Geschwindigkeitsanzeige. „Papa du fährst schon 50!“ Stimmt. „Und jetzt fährst du sogar 52!“ Das ist das Problem mit wachsenden Kindern und sich damit erweiternden Sichtfeldern. Wundervoll.

Kurzum: Im Familienauto kann es hoch hergehen. Kind 1 schmeißt Plastikdinosaurier durch den Wagen. Kind 2 prokelt in seiner Brotdose herum und Kind 3 baut eine Hängebrücke aus Kaugummi zwischen den beiden Vordersitzen. Uff. Da kann man schonmal die Nerven verlieren.

Die Perspektive ändern – ist das schon Kunst?

Eine Idee: Vielleicht könnten Sie das Schauspiel auch ganz sachlich aus der Distanz betrachten und analysieren wie ein Kunstwerk im Museum. Mit feinstem Kunsthallen-Deutsch. Wer weiß, was das für neue Eingebungen hervorzaubert? Das könnte einer gewissen Gelassenheit zuträglich sein. Ich wage einen Versuch:

Die Kinder reagieren während der Fahrt im Familienwagen zunehmend auf den parental aufgezwungenen Verdruss. Sie versuchen abseits ihres erprobten Umfelds neue Verbindlichkeit zu gewinnen. Das äußert sich durch das Austesten vielfältiger Ansätze.

Die Eltern werden dabei mit unerwarteten Gleichzeitigkeiten konfrontiert: Kind 2 versucht durch vehementes Aufstehen im Kindersitz sein Blickfeld zu erweitern, während Kind 1 Richtung Fußraum rutscht. Mit dieser schrittweisen Erschließung neuer Schauplätze kämpfen die jüngsten Mitfahrer gegen die bedrückende Eintönigkeit an.

Das Ganze findet seine Steigerung im Stau. Dort schaffen es die Kinder, die Aufmerksamkeit der Eltern neu zu gewinnen und nutzen diese programmatisch, indem sie auf der Suche nach erweiterter sozialer Wirksamkeit kommentierend in den elterlichen Austausch zur weiteren Planung eingreifen.

Damit müssen sich die jungen Mitbürger alsbald der kritischen Kommentierung ihrer Erzeuger unterziehen. Die in solchen Situationen oftmals kontroversen Reaktionen spiegeln die grundsätzliche Diskrepanz zwischen der jung-naiven und der erfahren-sentimentalischen Sichtweise wider.

Plakativ-formal betrachtet ist dem aber keine Legitimität abzusprechen, sondern – im Gegenteil – ist dieses Phänomen ganz natürlichen Charakters. Eltern und Kinder erleben im geteilten Selbst durch die Reibung aneinander das Aufbrechen der Strukturen, welches schlussendlich zur Erfahrungserweiterung auf beiden Seiten führt.

Kurzum: Seid lieb zueinander. Es ist doch nur eine Autofahrt.

Scherz beiseite.

Bei Fahrten im Familienwagen mit einem oder mehreren Kindern hilft gute Vorbereitung. Planen Sie zum Beispiel von Vornherein genug Pausen ein. Denn wenn das Kind dann am Ende der Fahrt sagt: „Ich musste auf Toilette!“ und sich dabei nicht im Tempus vertan hat, dann haben Sie den Schlamassel. Was Sie außerdem beachten sollten, lesen Sie in unserem Artikel zu Sicherheitstipps für die Fahrt mit der Familie. Und wenn Sie noch auf der Suche nach einem geeigneten Auto für die Fahrt sind, dann lesen Sie doch mal in den Artikel zum Familienauto rein. Und wenn Sie darüber hinaus auch noch wissen wollen, wie Sie den Wagen finanzieren können, schauen Sie sich doch mal unsere Leasing- und Finanzierungsangebote an.

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