Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 29.04.2022
  • 3 Minuten

Baufinanzierung auf sicheren Füßen: Schritt für Schritt ins Eigenheim.

Ein Fachwerkhäuschen im Grünen, die schicke Altbauwohnung in der Stadt oder Ihr ganz individueller Neubau? Ganz egal, wo es für Sie persönlich hingehen soll, eines steht fest: Nach jahrelangen Mietzahlungen ist für viele irgendwann der Zeitpunkt gekommen, an dem sie in die eigenen vier Wände investieren wollen. Mit gutem Grund, denn das Eigenheim ist eine Besonderheit unter den Besitzträumen – auch in finanzieller Hinsicht. Im Gegensatz zu anderen Finanzierungen ist der Immobilienkredit in der Regel für den Kreditnehmer attraktiver, weil der Haus- oder Wohnungskauf meist eine lohnende Kapitalanlage darstellt und sich der Käufer nach Abzahlung des Kredits im besten Fall entspannt auf eine mietfreie Rente freuen kann.

Wie viel Sie sich leisten können: die finanzielle Belastbarkeit.

SSie sind bereit für die eigenen vier Wände und beschäftigen sich gerade mit dem Thema Baufinanzierung? Dann ist es sinnvoll, sich im Vorhinein schon einmal mit gängigen Fallstricken zu befassen – und diese weiträumig zu umgehen. Bedenken Sie zum Beispiel, dass zum Kaufpreis auch noch einige Nebenkosten hinzukommen. Diese setzen sich beispielsweise aus den Notarkosten, der Grunderwerbssteuer, den Grundbuchkosten und gegebenenfalls auch den Maklergebühren zusammen. In Kombination ergeben die Erwerbs- und Nebenkosten die Gesamtkosten für den Hauskauf. Darüber hinaus sollten Sie bei Bedarf die Kosten für die Renovierung und Modernisierung des Hauses einkalkulieren, auch die Planung und Gestaltung eines etwaigen Außenbereiches gehört in jedem Fall eingepreist.

Planen Sie bei der Kalkulation des Darlehens idealerweise einen finanziellen Puffer mit ein, da es immer zu unvorhergesehenen Kosten kommen kann. Natürlich können Sie die Höhe dieser Sicherheitsreserve selbst bestimmen – in der Regel empfiehlt es sich, die Kreditsumme 5 bis 10 Prozent höher anzusetzen.

Ein kleiner Tipp: Lassen Sie staatliche Förderungen nicht ungenutzt.

Bevor Sie einen Kredit zur Finanzierung Ihres Hauskaufs oder -baus beantragen, müssen Sie zunächst herausfinden, wie viel Geld Ihnen für die monatlichen Kreditraten zur Verfügung steht. Anders gesagt: Sie berechnen Ihre finanzielle Belastbarkeit. Dazu ziehen Sie von Ihren gesamten monatlichen Einnahmen die laufenden Kosten ab.

Wichtig ist, dass Sie Ihre Ausgaben realistisch einschätzen – und zwar so, dass Sie Ihren Lebensstil nicht übermäßig einzuschränken brauchen. Ein nettes Abendessen, ein Kinobesuch oder auch der Jahresurlaub sollten idealerweise trotz laufender Finanzierung drin sein. Auch hier empfiehlt sich wieder ein gewisses Sicherheitspolster. So sind Sie in der Lage, unerwartete Ausgaben, wie etwa eine Reparatur Ihres Autos oder die Neuanschaffung eines Küchengerätes, weiterhin stemmen zu können.


Die Immobilienfinanzierung.

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Gut zu wissen: Zinsen und Tilgung.

Bevor Sie sich in ein Beratungsgespräch begeben und sich mit einem Bankberater zusammensetzen, sollten Sie noch über zwei Faktoren Bescheid wissen: Zinsen und Tilgung. Diese sind mitunter der wichtigste Teil bei einer Hausfinanzierung.

  • Die Tilgung ist vereinfacht gesagt die regelmäßige (anteilige) Rückzahlung der Kreditsumme.
  • Zinsen sind der Preis, den man der Bank als Gegenleistung für die zeitweilige Überlassung des Darlehensbetrages zahlen muss.

Zusammengerechnet bilden Zinsen und Tilgung dann die monatliche Rate, den sogenannten Abtrag. Dabei wirken sich die Zinsbindungsfrist und die Höhe der vereinbarten Tilgungsrate auf die Höhe des Zinssatzes aus, den Ihre Bank für das Darlehen anbietet.

Mehr zu Zinsbindungsfristen und Tilgungsraten und wie sie sich auf die Finanzierung auswirken, lesen Sie hier.

Das Ersparte entscheidet: maximale Ausgaben und Kaufpreis.

Wie teuer Ihr Haus werden darf und ob Ihnen eine Bank ein Darlehen in der entsprechenden Höhe ermöglicht, hängt auch von Ihrem Eigenkapital ab. In der Regel erwarten Banken nämlich, dass Bauherren oder Käufer mindestens 20 Prozent der Gesamtkosten ihres Immobilienprojektes als Eigenkapital einbringen oder andere entsprechende Sicherheiten vorlegen.

Doch nicht nur für die Bank sollten Sie über Eigenkapital verfügen: Auch Ihnen gibt es mehr Zuversicht, Sicherheit und Gestaltungsmöglichkeiten für den Hausbau, wenn Sie einen angemessenen Anteil selbst beisteuern und nicht alles mit einem Kredit bezahlen.

Übrigens: Das Eigenkapital kann sich neben Ihrem Ersparten unter anderem aus Bausparverträgen, Wertpapieren, Grundstücken und anderem Eigentum zusammensetzen.

Ihr Darlehen: So klappt's mit dem Eigenheim.

Sie haben nun Ihre monatlichen finanziellen Möglichkeiten berechnet und sich über Zinsen sowie Tilgung informiert. Der nächste Schritt ist die Berechnung der möglichen Darlehenshöhe, damit Sie kalkulieren können, wie viel Geld Sie am Ende wirklich für Ihr neues Eigenheim zur Verfügung haben. Dazu können Sie verschiedene Budgetrechner im Internet nutzen. Dort haben Sie die Möglichkeit, diverse Finanzierungsszenarien detailliert durchzuspielen.

Haben Sie Ihren Finanzierungsbedarf durch die Kalkulation der Gesamtkosten ermittelt und Ihren möglichen Eigenanteil definiert, gilt es nur noch eine passende Bank zu finden, die Ihnen das Geld zur Verfügung stellt. Ist auch das geglückt, können Sie eigentlich fast schon das Klingelschild anbringen. Viel Spaß in den eigenen vier Wänden!

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