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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 11.10.2018
  • 5 Minuten

Das niedlichste Geld der Welt: Das kostet ein Kind bis zur Einschulung.

Wenn sich das erste Kind anmeldet, steht viel Planung ins Haus. Zu Recht fragen sich werdende Eltern dann, wieviel mehr finanzielle Belastung nach der Geburt auf sie zukommt. Einen Überblick über anfallende Kosten geben wir Ihnen in diesem Artikel.

Schwangere und ihr Partner halten Bauch

Finanzieller Start in die Familienplanung.

Es ist ein faszinierendes Gefühl: ein kleiner Bauchbewohner, der neun Monate lang unter Mamas Brust heranwächst. Und auf einmal hält man dieses kleine Bündel Leben in den Armen. Für viele Menschen ist das eine der glücklichsten Vorstellungen überhaupt. Manche Paare planen das Kinderkriegen daher schon viele Jahre im Voraus und sparen sogar dafür. Für einige ist es aber auch ein Beschluss, der eher spontan gefällt wird. Und nicht selten kommt eine Schwangerschaft auch ganz unerwartet.

Schon vor der Geburt fallen viele Kosten an, die mit der Schwangerschaft zusammenhängen: beispielsweise die Arztkosten. Zwar wird ein Großteil davon durch die Krankenversicherungen übernommen. Wollen Sie allerdings zusätzliche Untersuchungen wie zum Beispiel einen Bluttest auf das Down-Syndrom vornehmen, dann müssen Sie in die eigene Tasche greifen.

Die Ausgaben vor der Geburt sind natürlich stark von Ihnen als Paar und Ihren persönlichen Wünschen und Bedürfnissen abhängig. Trotzdem ein kleiner Tipp: Verausgaben Sie sich nicht schon vor der Geburt komplett. Sie werden das Geld später auch noch gut gebrauchen können! Für Ihr erstes Kind müssen Sie nämlich eine ganze Reihe an Dingen anschaffen: Neben den Klassikern wie Kinderwagen, Wickeltisch und Babybett braucht man auch noch Dinge wie Decken, eine Babybadewanne, Babyschalen fürs Auto oder ein Stillkissen. Vielleicht müssen Sie sich darüber hinaus sogar noch ein Auto anschaffen oder brauchen ein neues, da der Kinderwagen nicht in das alte passt.

So können die Ausgaben für die Baby-Erstausstattung entsprechend Ihrer Bedürfnisse und Ihres Sinns für Sparsamkeit stark variieren. Eventuell bekommen Sie ja von Verwandten oder Freunden gebrauchte Dinge wie Kinderwagen, Kleidung oder Möbel für Ihr Baby günstig oder sogar geschenkt. Somit könnten Sie Ihre Ausgaben auf ein Minimum reduzieren – so wie Maria Fliege: „Wir haben nur vereinzelt Dinge neu angeschafft. Stoffwindeln zum Beispiel. Ansonsten haben wir vieles günstiger bekommen – wie zum Beispiel unseren Fahrradanhänger. Manches hat man uns sogar geschenkt oder kostenlos geliehen – wie zum Beispiel einen Kinderwagen. Alles in allem haben wir somit nicht einmal 1000 Euro ausgegeben.“

Ganz anders ging es Matilda Großkopf. Sie wollte für ihr Kind eine vor allem hochwertige und individuelle Erstausstattung: „Allein mein Kinderwagen hat über 1000 Euro gekostet. Insgesamt kommen wir wohl so auf um die 5000 Euro“, erzählt die junge Mutter.

Einige der angeschafften Dinge können Sie vielleicht auch später selber noch für ein weiteres Kind benutzen. Wenn das nicht der Fall ist, gibt es auch viele Möglichkeiten, Bett, Decken oder Kleidung über Kleinanzeigen oder bei Second-Hand-Shops wieder zu verkaufen und zumindest einen Teil des Geldes zurück zu erhalten.

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Das Kind wächst – die Kosten auch.

Nach der Geburt fallen nach und nach weitere (laufende) Kosten an. Das Kind braucht jeden Tag mehrere Windeln, Pflegeprodukte wie Babyöl und aus seiner Kleidung wächst es immer wieder heraus. Später kommen Babynahrung, Spielzeug und andere Freizeitbeschäftigungen hinzu.

Darüber hinaus entstehen einige unerwartete Kosten: Ihnen macht eine niedrige Temperatur in der Wohnung nichts aus? Kleine Kinder sollten es aber immer schön warm haben. Heizung, erhöhte Lichtnutzung in der Nacht oder neue Nachtlichter sowie der häufigere Einsatz von Haushaltsgeräten, Waschmaschinen und Küchengeräten, mehr Wasserverbrauch – all das führt zu höheren Kosten. Rechnen Sie hier mit einem Aufschlag von etwa 20 Prozent Ihrer eigenen Wohnnebenkosten – dann sind Sie auf der sicheren Seite.

Laut der 2018 veröffentlichten Studie zu Konsumausgaben von Familien für Kinder des Statistischen Bundesamtes gibt ein Paar mit einem Kind durchschnittlich 660 Euro im Monat für seinen Nachwuchs aus. Ab dem zweiten Kind wird es dann günstiger: Paare mit zwei Kindern geben nur noch rund 583 Euro pro Kind, Paare mit drei Kindern nur etwa 564 Euro aus.

Was bis zur Einschulung und darüber hinaus anfällt.

Nach dem ersten Geburtstag steigen die Kosten, da Ihr Kind wächst und damit auch neue beziehungsweise andere Bedürfnisse entwickelt. Die ersten Zähnchen sind da und Ihr Kind isst deswegen auch anders. Darüber hinaus kundschaftet es dank der durch das Laufen gewonnenen Freiheit auch seine Umgebung verstärkt aus – Schrammen und kleine Wunden lassen da nicht lange auf sich warten. Zudem wird Ihr Kind vermutlich schneller krank, da es häufiger in Kontakt mit anderen Kindern und Erwachsenen kommt. Die Kosten für Nahrung und Medizin steigen also kontinuierlich an. Dazu kommen neue Anschaffungen: Irgendwann reicht der Lieblings-Teddy einfach nicht mehr – Ihr Kind braucht und wünscht sich immer neue Impulse. Zu den Plüschtieren und Holzklötzchen gesellen sich Dinge wie interaktive Lernbücher oder elektrische Lokomotiven. Auch Krippen- und KiTa-Gebühren kommen gegebenenfalls dazu.

Und trotzdem: Das sind bestimmt die niedlichsten 42.000 Euro, die Sie jemals ausgegeben haben. Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge gaben Eltern 2013 bis zum sechsten Lebensjahr ihres Kindes durchschnittlich rund 7000 Euro im Jahr aus. Natürlich verändern sich die Ausgaben entsprechend der Bedürfnisse in den verschiedenen Entwicklungsphasen: Die monatlichen Kosten stiegen beispielsweise 2013 von durchschnittlich 587 Euro pro Monat bei Kindern bis zum Alter von 6 Jahren, über 686 Euro für Kinder im Alter von 6 bis 12 auf 784 Euro bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 18 Jahren.

Und wie bezahlt man das Ganze?

Die hohen Kosten für Kinder sind kein Grund dafür, schlecht schlafen zu müssen. Zum einen unterstützt Sie der Staat mit Kinder- und Elterngeld. Zum anderen können Sie mit etwas Weitsicht Geld sparen und zurücklegen. Planen Sie Ihr Familienbudget gut – zum Beispiel mit einem Haushaltsbuch– und überlegen Sie sich, wie Sie für die berufliche Zukunft des Kindes genügend Rücklagen bilden. In Zeiten von Niedrigzinsen können ein ETF- oder Wertpapiersparplan sinnvolle Alternativen zum Sparen auf Sparkonten sein.

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Und am Ende ...

… zählt er dann eben doch, der meist etwas ironisch gesagte Satz: „Kinder geben einem ja so viel zurück!“ Spätestens, wenn Ihr kleiner Knirps schelmisch grinsend über die Schultüte lugt, dann wissen Sie, dass sich der Aufwand gelohnt hat.

 

 

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