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  • 29.04.2022
  • 5 Minuten

Garten neu gestalten: Projekt „Grüne Oase“ richtig angehen.

Der eigene Garten dient vielen Menschen sowohl zur Entspannung als auch zur ausgleichenden Betätigung. Gerade die letzten Jahre haben uns vor Augen geführt: Wer einen eigenen Garten hat, kann sich glücklich schätzen – die Gartenarbeit steht hoch im Kurs. Planen Sie Ihren Garten für den Sommer weiter zu verschönern oder sogar komplett neu anzulegen? Dann ist im Frühjahr genau der richtige Zeitpunkt, um Kreativität und Organisation zu verbinden! Im Folgenden schauen wir daher, wie man einen Gartenumbau angehen sollte und welche Kosten anfallen können.

  • Gartenumgestaltung: Sprinklermethode oder gleich Wasserfalltaktik?
  • Oft unterschätzt: Kostenpunkt Garten.
  • Potenzielle Kostenfaktoren für den Gartenumbau.
  • Was muss man rechtlich bei der Neugestaltung der grünen Oase beachten?

Gartenumgestaltung: Sprinklermethode oder gleich Wasserfalltaktik?

Hier ein neuer Busch, da etwas Deko und in Zukunft vielleicht auch ein kleiner Springbrunnen? Oder ist Ihnen das zu wenig, denn wenn Sie Ihren Garten umgestalten, dann soll ein völlig neues ausgefeiltes Konzept her, das den Einsatz von Baggern und mehreren helfenden Händen erfordert? Ihren Garten können Sie gestalten, wie und in welchem Tempo Sie wollen – ob Sie nun sukzessive und sanft umgestalten oder gleich radikal alles auf den Kopf stellen wollen.

Es gibt die unterschiedlichsten Gartenformen, die sicherlich ein recht unterschiedliches Publikum begeistern: Da wären beispielsweise Cottage-Gärten, die Obstbäume mit wildrankenden Rosen, Kräutern sowie Blumenbeeten kombinieren und mit gemütlichen Sitzecken zum Relaxen einladen. Dann haben wir noch Nutzgärten, die das Herz von denjenigen höherschlagen lassen, die gerne ihr eigenes Gemüse in den Salat schnibbeln. Viel Aufwand, aber eben auch viel Nutzen. Und dann gibt es noch außergewöhnliche Varianten wie Japanische Gärten, die Individualität und ein gewisses Maß an Esoterik ausstrahlen.

Nein, wir werden jetzt keine Bauanleitungen für Gärten geben und auch keinen Test zur Verfügung stellen, der Ihnen verrät, welcher Gartentyp Sie sind. Da sind andere Leute die Profis. Aber wir möchten Ihnen gerne mit auf den Weg geben, welche Aspekte es bei der Gartenplanung allgemein, finanziell und auch rechtlich zu beachten gibt, damit Sie sich und anderen die richtigen Fragen stellen, bevor Sie das Projekt „Grüne Oase“ angehen.

Oft unterschätzt: Kostenpunkt Garten.

Ein neuer oder neu gestalteter Garten schluckt mehr Geld, als viele denken. Aber wie kann man die Kosten in etwa kalkulieren? Einige Quellen geben übereinstimmend an, dass bei einem Neubau die Gartengestaltung zwischen 10 % bis 20 % der gesamten Baukosten ausmacht. Bei einer Bausumme von 300.000 Euro könnten Sie also zwischen 30.000 und 60.000 Euro für die Grundstückgestaltung einplanen. Das Unterfangen ist und bleibt aber sehr individuell – und damit auch die Preisspanne. Eine Umgestaltung ist am Ende tendenziell vielleicht weniger kostenintensiv als ein komplett neu angelegter Garten und wer vieles in Eigenregie erledigt, kann natürlich auch noch einmal Kosten sparen. Dennoch kommen schnell Summen im vierstelligen oder gar fünfstelligen Bereich zusammen. Das hat natürlich nicht jeder auf der hohen Kante.

Wie finanziert man also einen Gartenumbau, wenn nicht genügend Erspartes da ist? Wenn Sie ohnehin neu bauen und den Neubau finanzieren, dann können Sie die Finanzierung des Gartens zumindest anteilig mit in die Baufinanzierung einbeziehen. Möchten Sie einen alten Garten neugestalten, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen auch einen anderen Kredit für Ihr persönliches Gartenumbau-Projekt aufnehmen – zum Beispiel einen Ratenkredit. Wie hoch die Kreditsumme für eine Neugestaltung sein müsste, ist sehr individuell und hängt von Ihren Ansprüchen an den eigenen Garten, aber auch von den Voraussetzungen des Grundstücks ab. Wir haben Faktoren, die die Kosten für eine Umgestaltung des Gartens beeinflussen, zusammengefasst:


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Potenzielle Kostenfaktoren für den Gartenumbau.
 

  1. Gartenplanung: 
    Die grundlegende Planung des Gartens ist der erste Schritt. Dabei kümmert man sich nicht nur um mögliche Rasenflächen und Bepflanzung, sondern auch um die Gestaltung des restlichen Grundstücks. So könnten Sie zum Beispiel eine Terrasse oder einen Zaun zur Grundstücksabgrenzung einplanen. Trauen Sie sich zu, den neuen Garten komplett selbst zu gestalten, ist das sicherlich die kostengünstigste Variante. Wer sich dabei nicht so sicher fühlt und klassische Anfängerfehler vermeiden möchte, kann für die Planung alternativ auch einen Landschaftsarchitekten engagieren. Den bezahlt man entweder pauschal für das ganze Projekt oder per Stundensatz.
  2. Baumaterialien:
    Für einen Gartenumbau braucht man Materialien – Erde, Splitt und Steine müssen nicht nur gekauft, sondern oft auch geliefert werden. Die Preise hängen dabei stark von Umfang und Materialien selbst ab: Betonpflaster ist beispielsweise verhältnismäßig günstig – für Granit müssen Sie schon deutlich mehr bezahlen.
  3. Gartenbepflanzung: 
    Samen, Setzlinge, ganze Büsche und Bäume. Die Vielfalt der potenziellen Gartenbepflanzung ist groß – und ebenso die entsprechende Preisspanne. Neben der Menge und Art der Bepflanzung haben auch die Höhe und das Alter der Pflanzen, die Sie nutzen wollen, einen Einfluss auf den Preis.
  4. Ausstattung: 
    Ein paar schicke Gartenmöbel, Pflanztöpfe, ein Gewächs- oder Gartenhaus – mit dem richtigen Inventar verleihen Sie Ihrem Garten nicht nur mehr Glanz und Individualität, sondern auch ein großes Stück mehr Funktionalität.
  5. Das gewisse Plus: 
    Für wen es noch mehr als die Grundausstattung sein darf, der sollte noch einmal ganz genau durchrechnen. Außergewöhnliche Schmankerl wie ein Teich, eine Outdoorküche, ein Brunnen mit schicker Beleuchtung oder gar ein Pool schlagen natürlich besonders zu Buche.
  6. Umsetzung: Auch hier können Sie am Ende wieder sehr viel selbst übernehmen – sofern Sie Lust haben, natürlich. Wie man den Garten bepflanzt, ein Gewächshaus zusammenbaut oder gar eine Terrasse anlegt, kann man in Online-Tutorials nachschauen. Vergessen Sie aber nicht, dass gegebenenfalls Kosten für das Anmieten von Maschinen – etwa für einen Minibagger oder eine Walze – anfallen können. Für größere Projekte wie den Bau eines Gartenhauses oder das Anlegen eines Teichs kann es sich lohnen, professionelle Hilfe hinzuzuziehen. 

Übrigens: Der Aufwand und damit auch die Kosten für die Umsetzung Ihres Gartenumbauprojekts hängen auch von den Voraussetzungen auf Ihrem Grundstück ab. Besteht überhaupt die Möglichkeit, große Maschinen einzusetzen? Das kann die Sache beschleunigen. Falls Ihr Garten an einem Hang liegt, wird das Projekt hingegen tendenziell komplizierter und auch teurer. Schließlich benötigen Sie dann entsprechende Stützen und vielleicht auch Treppen.

Was muss man rechtlich bei der Neugestaltung der grünen Oase beachten?

Was man im, um den und mit dem Garten machen darf, ist von Bundesland zu Bundesland, von Stadt zu Stadt und manchmal sogar von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Die entsprechenden Regeln können zum Beispiel die Begrünung von Vorgärten, das Einhalten von Abständen zu Grundstücksgrenzen, die Höhe von Zäunen sowie den Erhalt von bestehenden Anpflanzungen betreffen. Da die entsprechenden Vorgaben wirklich stark variieren, können wir Ihnen nur raten, sich gezielt für Ihren Wohnort zu informieren. Oft finden Sie entsprechende Gartensatzungen auf den Websites der Landkreise. Manchmal gibt es aber auch noch zusätzliche Papiere wie zum Beispiel eine sogenannte Einfriedungssatzung, die zum Beispiel die Höhe und Positionierung von Zäunen regelt.

Frische Luft und Energie tanken im neuen Garten.

Ein Garten ist gerade in diesen Zeiten ein dankbarer Rückzugsort, in dem man einerseits die Seele baumeln lassen kann und sich andererseits auch ein wenig austoben und selbst verwirklichen darf. Wenn Sie sich einmal in die Regeln eingefuchst und alles durchgeplant haben, werden Sie die Vorzüge Ihrer ganz privaten grünen Oase bestimmt nicht mehr missen wollen.

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