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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 30.04.2020
  • 6 Minuten

Ein Haus kaufen oder bauen? 5 Entscheidungshilfen.

  • Welcher Standort ist Ihnen wichtig?
  • Welche Rolle spielt der Faktor Zeit für Sie?
  • Wie viel Gestaltungsfreiheit wünschen Sie sich?
  • Mit welchen Kosten müssen Sie rechnen?
  • Wie könnten Sie das Projekt „Eigenheim“ finanzieren?

Sie stehen mit beiden Beinen fest im Leben und sind an einem Punkt angekommen, an dem Sie sich vorstellen können, sich irgendwo dauerhaft niederzulassen? Vielleicht möchten Sie gerne in etwa Eigenes investieren und denken daher über den Bau oder Kauf eines Hauses nach, um sich und Ihrer Familie ein schönes Zuhause mit viel Platz zu bieten. Aber was davon eignet sich besser für Sie? Bau oder Kauf? Hier kommen fünf Entscheidungshilfen, die Ihnen den Weg ins Eigenheim erleichtern können.

Kleiner Jungen auf der Baustelle Hausbau

Entscheidung 1 – der Standort.

Eine der wichtigsten Fragen beim Hauskauf oder -bau ist sicherlich: Wo möchten Sie gerne langfristig leben? Soll es zum Beispiel möglichst nah am Puls des Lebens sein? Im Zentrum einer Stadt, wo Kino, Gastronomie und Supermärkte direkt um die Ecke sind? Hier haben Sie oft auch eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und Kita oder Schule sind nicht weit. Das klingt ansprechend? Dann informieren Sie sich über die Möglichkeiten von Bauen und Kaufen in Ihrer Stadt: Sind an Ihrem Wunschstandort Grundstücke für Neubauten überhaupt verfügbar? Oder besteht nur die Möglichkeit, ein gebrauchtes Haus oder eine Wohnung zu kaufen und für sich herzurichten? Je nach Wunschort und dessen Gegebenheiten erübrigt sich die Frage „Bauen oder kaufen?“ oft ganz von selbst.

Sie möchten stattdessen dem Trubel der Stadt eher entkommen, in der Natur leben und einen größeren Garten haben? Sie würden dafür auch in Kauf nehmen, möglicherweise auf ein Auto angewiesen zu sein, um zur Arbeit zu fahren oder den Wocheneinkauf für die Familie zu erledigen? Prima. Auf dem Land haben Sie leichter die Möglichkeit, ein Haus selber zu bauen. Vor allem in Neubaugebieten an Stadträndern oder stadtnahen Dörfern stehen die Chancen auf ein Grundstück in der Regel ganz gut. Das klingt nach Ihrem Traum? Dann kommt vielleicht ein Hausbau für Sie infrage.

Ob Sie bauen oder kaufen, hängt also auch von den regionalen Gegebenheiten ab – oft bietet sich das eine einfach mehr an als das andere. Das soll aber keine Absolution bedeuten: Auch in ländlicheren Gegenden können Sie oft ein Haus kaufen, während es in der Stadt nicht unmöglich ist, ein Haus selber zu bauen.

Entscheidung 2 – was geht schneller?

Sie denken, dass ein Hauskauf doch sicher schneller geht als ein Hausbau? Der Gedanke ist naheliegend. Denn im Prinzip können Sie das gekaufte Haus nach Abschluss des Kaufvertrages direkt nutzen – während Sie beim Hausbau darauf warten müssen, bis es überhaupt erst mal errichtet ist. Allerdings dauert auch ein Hauskauf länger, als man meinen sollte: Unterschätzen Sie beispielsweise nicht den zeitlichen Aufwand für intensive und sorgfältige Besichtigungen sowie die Kaufvertragsabwicklung und die damit verbundenen Notarbesuche. Und oft ist auch nach dem Hauskauf noch einiges zu tun: Je nach Zustand der gekauften Immobilie stehen noch umfangreichere Sanierungsarbeiten an – beispielsweise, wenn Ihr Haus durch bessere Wärmeisolierung und eine neue Heizungsanlage energieeffizienter werden soll. Und auch wenn es nicht gleich eine neue Dämmung sein soll – die ein oder andere kleine Renovierung wird vermutlich trotzdem anfallen.

Es klingt für Sie immer noch, als würde ein Hauskauf schneller gehen als zu bauen? In der Regel wird das wohl so sein, aber es gibt auch beim Hausbau einige Möglichkeiten, den Prozess zu beschleunigen: Bei einem Fertighaus etwa fertigt der Hersteller Einzelteile des Hauses im Vorfeld an, liefert sie zum Grundstück und setzt sie dort innerhalb kurzer Zeit zu einem fertigen Haus zusammen. Das heißt, der reine Bauprozess ist beim Fertighaus im Gegensatz zum Massivhaus vergleichsweise kurz.

Die Frage, ob kaufen oder bauen schneller geht, ist also relativ und hängt viel vom geplanten Vorhaben ab. Deshalb sollten Sie sich auch fragen, wie viel Zeit Sie selbst in die Umsetzung Ihres Immobilienprojekts stecken können und wollen. Denn: Wenn Sie die Zeit haben und viel Eigenleistung einbringen, können Sie unter Umständen einiges an Geld sparen. Allerdings müssen Sie in dem Fall tendenziell auch etwas mehr Zeit einplanen.

Entscheidung 3 – Gestaltungsfreiheit.

Dieser Punkt geht zumindest auf den ersten Blick an den Hausbau – hier können Sie den Grundriss weitestgehend selber bestimmen, die Anzahl der Zimmer genau nach Bedarf festlegen und entscheiden, wo sich die einzelnen Räume befinden sollen – und diese Liste lässt sich noch ewig fortführen.

Sie haben Ihr Traumhaus schon im Kopf, die Kinderzimmer eingerichtet und genießen auf Ihrer Terrasse das Leben? Sofern Ihre Träume realistisch und finanziell umsetzbar sind, steht ihnen beim Bau des eigenen Hauses nicht viel im Weg! Richtig? Nicht ganz … immerhin müssen Sie ein paar Bauvorschriften berücksichtigen. Wie Sie bauen dürfen und wie nicht, regelt unter anderem die jeweilige Landesbauordnung Ihres Bundeslandes. Diese sieht auf Gemeindeebene Bebauungspläne vor, die für jedes Baugebiet mehr oder weniger umfangreiche Vorschriften zusammenfassen. Diese können zum Beispiel die Dachform betreffen oder festlegen, wie viele Stockwerke Ihr Haus haben oder wie groß es sein darf und welche Mindestabstände zum Nachbargrundstück eingehalten werden müssen. Welche Vorschriften für Ihre (zukünftige) Gemeinde gelten, können Sie bei Ihrer örtlichen Baubehörde in Erfahrung bringen – und das natürlich am besten, bevor Sie in die konkrete Planung gehen.

Es ist aber nicht so, dass Sie beim Kauf eines gebrauchten Hauses gar keinen Gestaltungsspielraum haben. Natürlich ist der Grundriss eines bestehenden Hauses so, wie er eben ist. Aber entsprechend dem Bebauungsplan sind gegebenenfalls Um- und Anbauten möglich. Und vielleicht fällt es Ihnen sogar leichter, ein bestehendes Grund-Häuschen in Ihr Traumhaus zu verwandeln, wenn Sie nicht komplett von vorne anfangen müssen? Eventuell gibt es von der Immobilie sogar einen Grundriss, in dem die tragenden Wände markiert sind. Dann können Sie beim Umbau vielleicht die nicht tragenden Wände versetzen oder ersatzlos einreißen – das gibt Ihnen mehr Gestaltungsspielraum bei der Raumaufteilung. Grundsätzlich sollten Sie bei sowas aber immer auch einen Experten – zum Beispiel einen Statiker – zu Rate ziehen, um auf Nummer sicher zu gehen.

Im mitgekauften Garten haben Sie in der Regel fast die gleichen Gestaltungsmöglichkeiten wie beim zukünftigen Garten Ihres Neubaus. Und das sogar mit einer gewissen Starthilfe – denn im besten Fall ist beim gekauften Haus der Rasen schon angelegt und die ein oder andere Pflanze gesetzt. 

Illustration Haus kaufen

Entscheidung 4 - der Kostenfaktor.

Die Kosten sowohl für den Hauskauf als auch für den Neubau setzen sich aus verschiedenen Posten zusammen. Womit Sie günstiger fahren, lässt sich pauschal nicht sagen. Generell sind aber die Kosten beim Hausbau etwas breiter gestreut als beim Hauskauf:

Beim Hausbau planen Sie zunächst Geld für den Grundstückskauf ein. Danach müssen Sie die Baustelle einrichten – dazu gehören zum Beispiel Erdarbeiten zur Vorbereitung des Baugrunds und die Zufahrtsmöglichkeiten für Baufahrzeuge. Auch für den Rohbau und den Innenausbau müssen Sie ausreichend Budget einplanen. Und vergessen Sie nicht die Außenanlagen – denn Dinge wie der Garten, eine Terrasse oder Einfahrt wollen auch finanziert werden.

Denken Sie außerdem an die Außenanlagen: Auch der Bau einer Terrasse, einer Garage, der Einfahrt und das Anlegen eines Gartens wollen finanziert werden. Allerdings muss das nicht alles auf einmal sein – wenn Sie für den Moment ein paar Kosten einsparen wollen, können Sie natürlich den Garagenbau und die Gartengestaltung auch noch auf die kommenden Jahre verteilen.

Darüber hinaus müssen Sie beim Hausbau – genau wie beim Hauskauf – mit einigen zusätzlichen Ausgaben wie zum Beispiel für Grunderwerbssteuer, Notarkosten, die Baugenehmigung und Versicherungen wie der Bauherrenhaftpflichtversicherung rechnen.

Wenn Sie stattdessen ein Haus kaufen, müssen Sie vielleicht weniger Einzelposten mit einkalkulieren – denn meist erwerben Sie die Immobilie zu einem vorher ausgehandelten Festpreis, der sich in erster Linie am Wert der Immobilie orientiert.

Wenn Sie die Kosten für einen Neubau mit dem Festpreis für ein gebrauchtes Haus vergleichen, mag der Neubau Ihnen im Schnitt teurer erscheinen. Bedenken Sie aber, dass beim Hauskauf neben dem Kaufpreis auch noch andere Kosten auf Sie zukommen. Genau wie beim Hausbau sind das beispielsweise die Grunderwerbssteuer, Grundbuchkosten und Notarkosten.

Planen Sie außerdem für spätere, auch unerwartete Sanierungs- und / oder Renovierungskosten etwas Geld ein. Vielleicht brauchen Sie irgendwann ein neues Bad, eine neue Küche oder Heizanlage oder die Türen und Fenster müssen ersetzt werden. Irgendwann sollen vielleicht auch die Bodenbeläge erneut und frische Farbe an die Wand gebracht werden. Ja, ein älteres Haus macht viel Arbeit. Aber das Gute ist: Ist das gekaufte Haus stark sanierungsbedürftig, ist der Kaufpreis im besten Fall verhältnismäßig niedrig oder lässt sich zumindest runterhandeln – so bleibt mehr Geld übrig, mit dem Sie das Haus nach Ihren Wünschen aufhübschen (lassen) können.


Finanzieren Sie Ihre Renovierung mit einem Modernisierungskredit.

Sie haben sich entschieden, ein Haus zu kaufen? Dann stehen bestimmt bald noch ein paar Renovierungsarbeiten an. Der Modernisierungskredit unser Partners Interhyp kann dafür eine geeignete finanzielle Starthilfe bieten.

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Entscheidung 5 – die Finanzierungsmöglichkeiten.

Wie auch immer Sie sich entscheiden: Ein Haus zu kaufen oder zu bauen, kostet nicht wenig Geld. Und die meisten werden dieses Geld nicht einfach so auf dem Konto haben. Also wie kann man das Vorhaben „Eigenheim“ am besten auch finanziell stemmen? Zum Beispiel mit einer Baufinanzierung. Hierbei handelt es sich um einen zweckgebundenen Kredit, der ausschließlich zum Bau oder Kauf einer Immobilie verwendet wird. Hier profitieren Sie in der Regel von günstigeren Konditionen, da der Kreditgeber Ihre Immobilie als Sicherheit hat. Wie Sie Schritt für Schritt zu Ihrer Baufinanzierung kommen, erfahren Sie hier.

Bei einer Baufinanzierung können Sie von verschiedenen Fördermitteln profitieren. Zu Ihrer Familie gehören Kinder und es ist Ihr erster Hauskauf beziehungsweise Ihr erstes Bauprojekt? Dann können Sie als Zuschuss von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Baukindergeld beziehen.

Bei der Finanzierung von Hausbau oder -kauf sind Sie also nicht auf sich allein gestellt. Eine passende Baufinanzierung wird sich in aller Regel finden. Jetzt müssen Sie sich nur noch entscheiden, ob Ihr Eigenheim selbst gebaut oder selbst gekauft sein soll.

Die Vorteile von Hausbau und -kauf im Überblick.

  1. Vorteile Hausbau
    Planungsfreiheit.
    Individuelle Gestaltungsmöglichkeiten.
    Selbstverwirklichung und Bauherrengefühl.
    Man bezieht einen Neubau, der vorerst nicht renoviert werden muss.
  2. Vorteile Hauskauf
    Man muss kein freies, bebaubares Grundstück suchen.
    Ist oft etwas günstiger.
    Geht in der Regel schneller.
    Man kann vorhandenen Ressourcen nutzen.

Und, was sagt Ihr Gefühl?

Hausbau und Hauskauf haben jeweils ihre Vor- und Nachteile – vielleicht hilft es Ihnen bei der Entscheidung, auf Ihr Gefühl zu hören. Wie sieht Ihr Traumhaus ganz generell und unabhängig von jeglichen Rahmenbedingungen denn aus? Vielleicht haben Sie es sogar schon irgendwo gesehen und haben Glück, dass es zum Verkauf steht. Oder Sie wollen lieber etwas ganz Neues schaffen und sich damit eines Ihrer Lebensziele erfüllen. Sie entschieden! Danach können Sie die finanziellen Möglichkeiten ausloten. Hauptsache, Sie fühlen sich in Ihrem Eigenheim am Ende pudelwohl.

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