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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 09.05.2019
  • 5 Minuten

Der frühe Vogel denkt schon jetzt an die Altersvorsorge. Sie auch?

„Der frühe Vogel fängt den Wurm“ und „Was lange währt, wird endlich gut“: Wir alle kennen Sprichwörter, die uns schon unser ganzes Leben lang begleiten und in denen oft mehr als ein Körnchen Wahrheit steckt. Und zumindest diese beiden treffen auch auf das Thema Altersvorsorge zu. Warum das so ist? Das erfahren Sie im Folgenden.

Vogel spart sich seinen Wurm als Altersvorsorge auf

Sparen für die Altersvorsorge: Wer früh beginnt, gewinnt.

Das Alter scheint zu Beginn der Erwerbstätigkeit noch unendlich weit weg. „Mein Gehalt möchte ich lieber ausgeben und damit etwas erleben, anstatt es für irgendeine kaum greifbare Zukunft zur Seite zu legen!“ – ein typischer Gedanke, wenn es um die Altersvorsorge geht. Und trotzdem lohnt es sich, sich so früh wie möglich mit dem Thema zu beschäftigen.

Warum? Ganz einfach: Wer in jungen Jahren anfängt, sich Geld fürs Alter zurückzulegen, kann sich bereits mit geringen monatlichen Summen ein bequemes finanzielles Polster zusammensparen. Die zwei wichtigsten Faktoren dabei: Zeit und der Zinseszinseffekt. Wir schauen uns das mal an einem Beispiel an:

Mal angenommen Sie fangen mit 25 Jahren an, jeden Monat 50 Euro zur Seite zu legen. Dann haben Sie zum Renteneintritt mit angenommen 65 Jahren schon 24.000 Euro zusammengespart. Fangen Sie hingegen erst mit 40 Jahren an zu sparen, müssen Sie bereits 80 Euro monatlich ansparen, um mit 65 Jahren auf den gleichen Betrag zu kommen.

Und dabei haben wir noch nicht einmal die Zinsen, geschweige denn den Zinseszins berücksichtigt. Doch was war das eigentlich nochmal? Bei vielen Sparprodukten erhalten Sie Zinsen auf Ihr angespartes Geld. Das heißt, dass sich Ihr Vermögen – meist jährlich – um einen bestimmten Prozentsatz erhöht. Im nächsten Jahr bekommen Sie dann auf die gesamte Summe inklusive Zinsen wieder den Zinssatz gutgeschrieben. Das ist dann der Zinseszins. Dadurch wächst Ihr Vermögen kontinuierlich, ohne dass Sie Geld zurücklegen müssen.

Jetzt sehen wir uns doch mal an, wie Sparraten und Zinseszins kombiniert wirken: Wie eben auch nehmen wir rein beispielhaft an, Sie richten sich mit 25 Jahren eine monatliche Sparrate von 50 Euro ein. Nehmen wir für unsere Beispielrechnung einen rein fiktiven Zinssatz von 2,00 % an. Damit können Sie sich mit 65 Jahren auf eine finanzielle Rücklage von 36.633,80 Euro freuen.

Und auch beim Zinseszinseffekt ist die Zeit auf der Seite von Menschen, die früh mit dem Sparen beginnen: Legen Sie erst mit 40 Jahren – wie im letzten Beispiel angenommen – monatlich 80 Euro an, haben Sie bei gleichem fiktivem Zinssatz zum Rentenbeginn mit 65 Jahren „erst“ 31.082,20 Euro angespart.

Das zeigt, dass bereits geringe monatliche Sparraten mit Zinseszins über einen längeren Zeitraum einen deutlichen Effekt auf Ihr Vermögen im Alter haben können. Aber was genau haben Sie denn eigentlich für Anlagemöglichkeiten, wenn es um die Altersvorsorge geht?

In a nutshell: So können Sie fürs Alter sparen.

Das deutsche Rentensystem besteht aus drei Säulen. Neben der gesetzlichen Rentenversicherung und der betrieblichen Altersvorsorge können Sie auf verschiedene Weise privat für das Alter vorsorgen. Dabei unterstützt Sie auch der Staat – beispielsweise mit der Riester-Rente:

Bei der Riester-Rente profitieren Angestellte und Beamte von staatlichen Zulagen. Dazu können eine jährliche Grundzulage von 175 Euro, 300 Euro Kinderzulage für jedes ab dem 01.01.2018 geborenen Kinder sowie ein einmaliger Bonus für junge Sparer bis 25 Jahre von 200 Euro gehören. Voraussetzung ist, dass Sie einen Eigenbetrag von mindestens 60 Euro pro Jahr und maximal 4 Prozent Ihres Vorjahresbruttoeinkommens abzüglich Zulagen anlegen.

Am Ende erhalten Sie ab dem Eintritt ins Rentenalter eine lebenslange monatliche Rentenauszahlung. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, 30 Prozent des Gesamtkapitals als Einmalzahlung schon zu Rentenbeginn ausgezahlt zu bekommen.

Ein schöner Nebeneffekt bei der Riesterrente: Es ist möglich, Ihren Riesterbeitrag bei der Steuererklärung geltend zu machen.

Die Rürup-Rente eignet sich vor allem für Selbstständige, Freiberufler und Gutverdiener, denn sie bietet Steuervorteile bei der Beitragszahlung. Jedes Jahr können Sie einen höheren Anteil der Beiträge bei der Steuererklärung absetzen – ab 2025 sogar den gesamten Beitrag, solange er nicht den Höchstbeitrag übersteigt. Und auch dieser wird regelmäßig angehoben. Auch bei der Rürup-Rente bekommen die Versicherten eine monatliche Rentenauszahlung.

Mit der betrieblichen Altersvorsorge können grundsätzlich alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von einer Entgeltumwandlung profitieren. Dabei zieht der Arbeitgeber einen vereinbarten Geldbetrag automatisch bei der Lohnabrechnung ab und überweist diesen auf einen Vertrag zur Altersvorsorge. Auch bei der betrieblichen Altersvorsorge gibt’s staatliche Förderung in Form von Steuervorteilen: Nach § 3 EstG sind die Beiträge bis zu einer Beitragshöchstgrenze von 536 Euro monatlich in 2019 steuerfrei, bis zur Höchstgrenze von 268 Euro monatlich in 2019 sozialversicherungsfrei. Übrigens erfolgt die Förderung direkt bei der Lohnabrechnung und nicht erst im Nachhinein über die Steuererklärung. Im Alter wird Ihnen dann zusätzlich zur gesetzlichen Rente eine weitere, lebenslange Rente ausgezahlt.

Alternativ können Sie auch eine private Rentenversicherung abschließen. Auch hier zahlen Sie während Ihrer Erwerbstätigkeit monatlich Beträge zur Altersvorsorge ein. Davon erhalten Sie – je nach Vereinbarung – im besten Fall einen Teil im Alter zurück. Der Rest ist die Gewinnrente, die vom Versicherer abhängig vom Geschäftserfolg ausgeschüttet wird. Dabei können Sie in der Regel zwischen Kapitalauszahlung, lebenslanger Rente oder einer Kombination aus beidem wählen. Während die Beiträge der anderen Altersvorsorgestrategien in der Ansparphase steuerlich geltend gemacht werden können, profitieren Sie bei der privaten Rentenversicherung von einer geringeren Besteuerung der Rentenzahlungen. Einen näheren Blick auf die Steuer können Sie auch in unserem Ratgeber zur Besteuerung privater Rentenversicherungen werfen.

Private Rentenversicherung werden auch als fondsgebundene Policen angeboten. In diesem Fall zahlen Sie Ihre Rentenbeiträge in den oder die gewählten Fonds ein. Die Höhe ihrer Rentenzahlungen ist dann abhängig vom erwirtschafteten Gewinn des Fonds, auch Verluste sind dabei möglich.

Daneben können Sie natürlich auch mit Sparprodukten für das Alter sparen, die nicht ausschließlich auf die Altersvorsorge ausgerichtet sind. Dazu gehören zum Beispiel Bank- und Wertpapiersparpläne sowie Sparbriefe. Der Vorteil ist, dass Sie nicht bis zur Rente warten müssen, bevor Sie auf Ihr Vermögen zugreifen können. Dann können Sie im Notfall einen Teil Ihres Ersparten schon früher ausgeben.

Waage Sparen für die Altersvorsorge

Wer die Wahl hat, hat die Qual: Für welche Altersvorsorge entscheiden Sie sich?

Welche Anlagestrategie die richtige für Sie ist, hängt von mehreren Faktoren ab, zum Beispiel von Ihrer Risikobereitschaft. Sind Sie bereit, zum Beispiel mit wertpapierbasierten Anlageprodukten mögliche Verluste in Kauf zu nehmen, wenn Ihnen dafür eine höhere Rendite winkt? Oder setzen Sie lieber auf garantierte Rente, auch wenn sie dadurch möglicherweise niedriger ausfällt?

Ob sich eine risikoreiche Anlagestrategie lohnt, ist sehr individuell. Als junger Sparer zum Beispiel haben Sie noch viel Zeit, um eventuelle Kurstiefs auszusitzen. Wer kurz vor der Rente erst beginnt anzulegen, kann bei Verlusten eventuell kein neues Kapital mehr erwirtschaften.

Und auch Ihr Beruf, Ihr Einkommen und Ihre Lebenssituation bestimmen, welche Rentenprodukte überhaupt in Frage kommen. So richtet sich die Rürup-Rente wie gesagt in erster Linie an Selbstständige und Gutverdiener, während die Riester-Rente wegen der Zulagen besonders für Familien interessant ist.

Wie Sie Ihre persönliche Altersvorsorge gestalten, entscheiden Sie am Ende selbst. Hauptsache Sie fangen bald damit an, denn Sie wissen ja: der frühe Vogel und so …

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