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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 09.05.2019
  • 5 Minuten

1, 2 oder 3: Welche Säulen der Altersvorsorge für Sie interessant sein könnten.

Da steckt man grade irgendwo am Anfang der Lebensmitte. Ausbildung oder Studium sind abgeschlossen. Der erste Job fühlt sich gut an und vielleicht sind sogar schon Kinder unterwegs. Altersvorsorge? Irgendwie noch kein Thema. Sollte es aber schnellstmöglich werden – denn durch eine frühe Beschäftigung mit dem Thema kann man manche Überraschung vermeiden.

Mann hält drei Würfel als Symbol für die Säulen der Altersvorsorge

Die Sache mit der Betroffenheit: Altersvorsorge sollte uns früher etwas angehen, als wir denken.

Es passiert immer häufiger und die Abstände werden kürzer. Angenehmer wird es nicht. Und ignorieren ist definitiv keine Lösung … Egal, ob mit den Kollegen beim Social Eating in der Mittagspause, mit anderen Eltern auf dem Spielplatz oder mit dem besten Kumpel beim Feierabendsport – das Thema Altersvorsorge kommt immer wieder zur Sprache und ist meist kombiniert mit einem schlechten Gewissen, sich noch nicht gekümmert zu haben.

Von A wie Arbeitsunfähigkeit, Altersarmut oder Ausfallzeiten bis Z wie Zeitrente, Zinsen oder Zusatzversorgung schwirren da auf einmal allerhand Begrifflichkeiten durch den Raum, mit denen man sich bisher nur wenig oder sogar gar nicht befasst hat. Schlimmer noch: Die passen eigentlich gar nicht so recht in die aktuelle Lebenssituation – schließlich betreffen sie einen Teil des Lebens, der noch so unendlich weit entfernt scheint: das Alter. Aber genau hinzuhören und sich mit dem Thema zu befassen, lohnt sich. Versprochen. Und wenn es erst mal nur dazu gut ist, das schlechte Gewissen zu bekämpfen.

Spielerisch fürs Alter vorsorgen.

1, 2 oder 3? Hach, wenn das mit der Vorsorge fürs Alter doch genauso einfach wäre, wie es in der Titelmusik der gleichnamigen kultigen Spieleshow für Kinder skizziert wird … Spielerisch leicht.

Die Lösung liegt in der Altersvorsorge am Ende zwar nicht so klar auf der Hand wie in der Kindersendung, aber ein paar Prinzipien lassen sich ganz eindeutig vergleichen:

  1. Drei Optionen. Gemäß des Drei-Säulen-Modells haben Sie im Deutschen Rentensystem drei verschiedene Möglichkeiten, fürs Alter vorzusorgen.
  2. Schwarmintelligenz. In der Fernsehsendung hüpfen die Kinder zwischen den einzelnen Optionen hin und her. Das, was am Anfang Ablenkungstaktik zu sein scheint, formt sich am Ende zu einer einheitlichen Wellenbewegung, bei der sich klare Lösungstendenzen abzeichnen. Am Ende gibt es meistens eine mehrheitliche Entscheidung für die – im besten Fall – richtige Lösung. Schon klar, in der Altersvorsorge gibt es nicht die eine Lösung, aber vielleicht können Sie durch Beobachtung des Verhaltens ihrer Peer-Groups trotzdem ganz gut ablesen, was für Sie funktionieren könnte und was Sie lieber ausschließen würden.
  3. Entscheidend ist, wie viele Bälle Sie am Ende haben. Sofern wir an der Stelle Bälle sinnbildlich für die auf Ihrem Rentenkonto eingehenden Euros benutzen dürfen. Soll heißen: Nur, weil ein Spielzug mal nicht so gut glückt, heißt das nicht, dass Sie „verloren“ haben. Am Ende ist es schließlich die Kombination aller Spielzüge – oder eben Strategien –, die das Endergebnis formt.

Also: Wie geht das nun mit der Altersvorsorge? Hier ein paar Infos, damit auch Sie am Ende auf dem richtigen Feld stehen:

Step by step gegen das schlechte Gewissen: Wie ist denn das jetzt mit den drei Säulen?

Säulen haben etwas Herrschaftliches und auch latent Furchteinflößendes. Furcht haben müssen Sie in unserem Beispiel aber gar nicht. Denn: Die drei Säulen der Altersvorsorge sind viel einfacher zu greifen, als Sie vielleicht annehmen. Doch zunächst müssen wir eine darüberstehende Frage klären:

Wie funktioniert die gesetzliche Rentenversicherung genau?

Das Prinzip der deutschen Rentenversicherung basiert auf einem Umlageverfahren: Sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer oder Auszubildende zahlen einen Teil ihres Lohns in die Rentenversicherung ein. Arbeitnehmer und -geber zahlen dabei jeweils die Hälfte. Das Geld wird aber nicht für die Einzahlenden zurückgelegt und an sie ausbezahlt, sobald sie in Rente gehen. Stattdessen wird es an die aktuellen Rentner ausbezahlt. Die Rente der jetzt jungen Menschen wird dementsprechend also von den nachfolgenden Generationen bezahlt. Das ist das Prinzip der so genannten Solidargemeinschaft. Dieses Prinzip nennt man „Generationenvertrag“.

Nicht nur Festangestellte, sondern auch Selbstständige wie zum Beispiel Handwerker können verpflichtet sein, in die Rentenversicherung einzuzahlen. Alle anderen können freiwillig Beiträge zahlen, tragen dann aber den ganzen Beitrag selbst. Wer wie genau berechtigt oder verpflichtet ist, erfahren Sie in einer Broschüre der Deutschen Rentenversicherung.

Die Höhe der Rente basiert auf verschiedenen Faktoren. Zum Beispiel darauf, wie lange man gearbeitet hat und wie viel Gehalt man bekommen hat. Und auch Dinge außerhalb eines klassischen Arbeitsverhältnisses – wie zum Beispiel die Pflege von Angehörigen – können angerechnet werden. Die Höhe der Rente ist also ganz individuell vom eigenen Lebenslauf abhängig. Wie sich die Rente genau berechnet, erfahren Sie ebenfalls bei der Deutschen Rentenversicherung. Dort können Sie auch Ihre Rentenhöhe online berechnen.

Das nun Skizzierte bildet die Basisvorsorge und damit die erste Säule der Altervorsorge:

Die drei Säulen der Altersvorsorge

Säule 1: Die gesetzliche Rente.

Die gesetzliche Rente ist für viele der wichtigste Baustein in der Altersvorsorge. Sie ist so etwas wie die tragende Säule, bildet also über gesetzliche Regelungen die Basis der Altersvorsorge und betrifft die Mehrzahl der Menschen. Wer eine Festanstellung hat, der zahlt automatisch einen Teil seines Gehalts in die Rentenkasse ein. Wer freiberuflich arbeitet, muss sich zum Teil – zumindest für einen bestimmten Zeitraum – pflichtversichern.

Die gesetzliche Rentenversicherung wird zu gleichen Teilen durch den Arbeitgeber und den Arbeitnehmer finanziert. Dabei fließen insgesamt 18,6 Prozent eines Bruttolohns (Stand: 2019) in die Rentenkasse. Weiterhin gibt es jährlich einen Bundeszuschuss im höheren zweistelligen Milliardenbereich zur Rentenversicherung.

Darüber hinaus gibt es Besonderheiten für bestimmte Berufsgruppen: Ärzte und Rechtsanwälte können sich beispielsweise über ihre berufsständigen Versorgungswerke versichern. Beamte, Richter und Soldaten beziehen in der Regel eine Pension und werden dadurch vom Staat alimentiert.

Das Geld aus der Rentenversicherung wird – wie oben schon erwähnt – direkt an die Menschen ausgezahlt, die aktuell Rente beziehen. Das Problem: Die Zahl der Rentner steigt im Verhältnis zur Zahl der Einzahler. Damit könnte das bewährte Prinzip des Generationenvertrags, nach dem Arbeitnehmer durch ihre Beiträge die Renten der Senioren finanzieren, perspektivisch ins Wanken geraten. Diese Tendenz zeigt sich auch durch die Gegenüberstellung der Einnahmen und Ausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Es kann also passieren, dass das Prinzip des Generationenvertrags sich langfristig nicht mehr trägt. Jeder sollte daher zusätzlich selbst für sein Alter vorsorgen. Damit werden die anderen beiden Säulen der Altersvorsoge – die betriebliche und private – immer wichtiger:

Säule 2: Die betriebliche Altersvorsorge.

Die betriebliche Altersvorsorge ist eine Zusatzversorgung zur gesetzlichen. Die Säule 2 wird bedient, wenn der Betrieb beziehungsweise das Unternehmen, bei dem Sie arbeiten, etwas für Ihre Rente tut.

Grundsätzlich gibt es verschiedene Formen der betrieblichen Altersvorsorge: Zum einen kann es sein, dass das Unternehmen, bei dem Sie angestellt sind, einen Beitrag zu Ihrer Rente leistet. Dies kann zum Beispiel über Direktzusagen geschehen. Dabei handelt es sich um eine Art Versprechen des Arbeitgebers, dem Arbeitnehmer im Vorsorgefall einmalige oder fortlaufende Vorsorgeleistungen in vertraglich geregelter Höhe zukommen zu lassen. Dazu wird in der Regel ein Teil des Gehalts zurückgelegt.

Alternativ kann der Arbeitgeber das Geld extern anlegen: So kann er beispielsweise einen bestimmten Betrag für den Arbeitnehmer in die Rentenkasse einzahlen oder in Pensionsfonds anlegen. Bedenken Sie bei Letzterem aber, dass Kapitalanlagen an der Börse immer mit Verlustrisiken behaftet sind.

Es kann außerdem sein, dass Sie selber einen Teil Ihres Gehalts in die Rentenkasse einzahlen und dafür steuerbegünstigt sind.

Grundsätzlich bietet nicht jedes Unternehmen automatisch und pauschal eine betriebliche Altersvorsorge an. Sprechen Sie im Zweifel mal Ihren Chef an.

Auch hier ist der öffentliche Dienst eine Ausnahme. Dort gibt es mit der Versorgungsanstalt des Bunds und der Länder (VBL) eine Instanz für die klare Regelung der betrieblichen Altersvorsorge. 

Säule 3: Die private Altersvorsorge.

Die übrige Zusatzversorgung über Geldanlagen, wie beispielsweise eine Lebensversicherung, ETFs oder Immobilien, ist die private Altersvorsorge und bildet die 3. Säule.

Kurz gesagt: Säule 3 umfasst das, was ich selber mache, um in meiner Altersvorsorge Lücken zu verkleinern. Bei der Riesterrente zum Beispiel soll die Differenz zwischen gesetzlicher Rente und dem früheren Gehalt verringert werden.

Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel zum Thema Sparen für die Altersvorsorge.

Und ob Sie wirklich richtig stehen …

Ganz im Gegensatz zur Spielshow darf man bei der Altersvorsorge auch mit zwei Beinen in unterschiedlichen Felder stehen. Ja, es ist sogar möglich, einen Arm in das dritte Feld zu schieben. Probieren Sie es aus und stehen Sie im Alter abgesichert dar.

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