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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 11.10.2018
  • 4 Minuten

Ab aufs Parkett: An den Börsenplätzen findet der Wertpapierhandel statt.

Eine Bullenstatue inmitten von Wolkenkratzern, Börsenmakler drängen geschäftig in schicken Anzügen zur Tür herein, auf unzähligen Bildschirmen blinken die aktuellen Kursverläufe: Wer an die Börse denkt, hat meist Bilder der berühmten New Yorker Börse im Kopf. Aber auch in Deutschland gibt es online und offline viele Gelegenheiten, am Wertpapierhandel teilzunehmen. Wir haben alles Wichtige über Deutschlands Börsenplätze zusammengefasst:

Display mit Aktienkursen

In 500 Jahren von der Wechselbörse zum Super-Computer.

Im 16. Jahrhundert eröffneten in Augsburg und Nürnberg die ersten deutschen Börsenplätze. Dort versammelten sich Kaufleute, um vorrangig mit „Wechsel“ zu handeln – einer Mischung aus Scheck und Kreditmittel. Erst nach und nach entstanden andere Wertpapiere wie Aktien, Anleihen oder Fonds, die dann an der Börse gehandelt wurden. Die Börsen in Augsburg und Nürnberg gibt es mittlerweile nicht mehr. Heutzutage sind Frankfurt und Stuttgart die größten und bekanntesten Börsenplätze in Deutschland.

Zu Beginn fand der Handel ausschließlich vor Ort – direkt auf dem Börsenparkett – statt. Mit lautstarken Zurufen und hektischen Handzeichen kommunizierten die Aktionäre miteinander und versuchten, den besten Deal zu ergattern. Seit Erfindung des Telefons können die Anteilseigner ihre Börsenmakler per Telefon beauftragen und an ihrer statt auf das Parkett schicken.

Die unruhigen Zeiten direkt auf dem Börsenparkett gehören heute jedoch vielerorts der Vergangenheit an, denn ein Großteil des Wertpapierhandels findet inzwischen im Internet statt. In Deutschland erfolgt dieser vorrangig über das Handelssystem XETRA (Exchange Electronic Trading) der Deutschen Börse AG. XETRA ist vereinfacht gesagt ein Super-Computer, der in einer Sekunde bis zu vier Kaufanfragen oder Verkaufsangebote (auch Orders genannt) tätigen kann. Selbst der schnellste Börsenhändler könnte da nicht mithalten.

Grundsätzlich kann man aus einem breiten Spektrum zahlreicher Handelsplätze wählen. Auch zeitlich ist man dabei nicht beschränkt. Selbst wenn Ihr ausgewählter Handelsplatz beispielsweise abends um 21 Uhr geschlossen ist, wird Ihre Order, also Ihre Kaufanfrage oder Ihr Verkaufsangebot, gespeichert und automatisch durchgeführt, sobald der Börsenplatz wieder geöffnet ist.

Beispiele für elektronische Börsenplätze sind neben Xetra unter anderem auch European Exchange (EUREX) und Nasdaq, die größte elektronische Börse der USA.  

Karte der Wertpapierbörsen in Deutschland

Und welche Börsensäle gibt es noch?

Neben den elektronischen Börsenplätzen gibt es in Deutschland noch sieben Präsenzbörsen in Frankfurt, Stuttgart, Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Hannover und München. Hier führen Börsenmakler Wertpapiergeschäfte zwischen 8 und 20 Uhr – in Stuttgart sogar bis 22 Uhr persönlich für ihre Auftraggeber aus.

Die Handelsplätze stehen im Wettbewerb miteinander und möchten besonders attraktiv für Anleger sein. Manche Börsen haben sich darum auf den Handel mit bestimmten Börsenprodukten spezialisiert:

Die Börse Düsseldorf fokussiert sich beispielsweise auf Fonds.
Die Berliner Börse ist hingegen auf den Handel mit festverzinslichen Wertpapieren spezialisiert. Das sind Wertpapiere mit einer festen Laufzeit und regelmäßigen Zinsausschütten, zum Beispiel Anleihen.

Sie wissen noch nicht, mit welcher Wertpapierart Sie handeln möchten? Kein Problem. Lassen Sie sich von uns ins Börsenuniversum entführen und entdecken Sie die bunten Welten rund um Anleihen, Aktien und Fonds.

 Bulle

An die Börsenplätze, fertig, los: So funktioniert der Handel.

Nun, da Sie wissen, wo der Handel stattfindet, wollen Sie vielleicht selbst einmal einen Fuß auf das Börsenparkett setzen. So gelangen Sie dorthin: Für Ihre Order kann Ihnen Ihre Bank einen Börsenplatz vorschlagen. Als Anleger haben Sie aber die Möglichkeit, sich bei jeder Order für einen anderen Börsenplatz zu entscheiden und den Handelsplatz mit dem günstigsten Preis für das Wertpapier zu wählen.
Doch bedenken Sie: Nur weil ein Wertpapier an einem Handelsplatz besonders günstig ist, machen Sie an diesem Handelsplatz nicht unbedingt das beste Geschäft. Denn neben der Ordergebühr Ihrer Bank wird zusätzlich auch eine Gebühr für den Börsenplatz fällig. Diese kann je nach Handelsplatz sehr unterschiedlich ausfallen. Sie sollten also immer die Wertpapierpreise mit den anfallenden Gebühren ins Verhältnis setzen.

Ihre Transaktion ist zeitkritisch? Dann beachten Sie bei der Aufgabe der Order auch, wie hoch der Umsatz des gehandelten Wertpapieres an dem jeweiligen Börsenplatz ist. Eine zeitnahe Ausführung Ihres Auftrages ist umso wahrscheinlicher, je stärker das Wertpapier dort gehandelt wird.

Überall dabei: Digitales Börsenparkett.

Wenn Sie den Börsenplatz gewählt haben, müssen Sie nur noch entscheiden, ob Sie Ihre Order telefonisch oder online aufgeben. Je nach Bank fallen für die beiden Orderarten unterschiedliche Gebühren an.

Wofür Sie sich auch entscheiden, in beiden Fällen sind Sie nicht mehr an das klassische Börsenparkett aus unserer Vorstellung gebunden: Sie können Ihre Geschäfte von überall aus abwickeln. Sogar über das Smartphone auf der Parkbank oder mit dem Laptop im Bett.

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