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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 11.10.2018
  • 10 Minuten

Neue Galaxien: Wir nehmen Sie mit zu Anleihen, Aktien und Fonds.

Sie sind seit neuestem am Börsenuniversum interessiert? Wunderbar. Denn genau dorthin wollen wir Sie nun mitnehmen. Entdecken Sie die Materie von Anleihen, streifen Sie durch den Aktienkosmos und besuchen Sie den Planeten Fonds. Kurzum: Lernen Sie die gängigsten Börsenprodukte kennen.

Börsenhandel

Die Materie von Anleihen.

Gläubiger, Emittent, Zinssatz, Kurswert und Rendite: All diese Komponenten gehören zu Investitionen in Anleihen dazu. Doch was versteht man darunter und wie hängen sie zusammen?

Die Antwort darauf liegt irgendwo versteckt im Wertpapierall. Begeben Sie sich mit uns auf Spurensuche und schauen Sie sich die Substanz von Anleihen unter dem Mikroskop an. Im Kern sind Anleihen ein Mittel für Unternehmen, Staaten, Gebietskörperschaften und Kreditinstitute zur Fremdkapitalbeschaffung. Unternehmen zum Beispiel müssen liquide bleiben, um regelmäßig Investitionen tätigen und am Markt bestehen zu können. Gehen Privatpersonen in der Regel zur Bank, um einen Kredit aufzunehmen, haben Unternehmen darüber hinaus die Möglichkeit, sich Geld bei Investoren zu leihen. Das geschieht, indem sie Anleihen ausgeben, die in der Regel anschließend an der Börse gehandelt werden. Indem Sie, als Anleger, eine Anleihe erwerben, leihen Sie also einem Unternehmen für eine gewisse Zeit Ihr Kapital. Sie werden damit zum Gläubiger gegenüber dem Herausgeber der Anleihe – dieser wird im Fachjargon auch „Emittent“ genannt.

Und wie profitieren Sie davon? Über Zinsen. Denn Ihre Anleihe ist in der Regel mit einem festen Zinssatz ausgestattet, der zumeist jährlich an Sie ausgezahlt wird. Wie erfolgreich Sie in eine Anleihe investiert haben, kommt in der Rendite zum Ausdruck. Sie bezieht bei Ihrer Berechnung neben den Zinszahlungen unter anderem auch die Laufzeit sowie den Kurs der Anleihe ein. Und dieser unterliegt Schwankungen. Sie erhalten also bei Standard-Anleihen jedes Jahr den gleichen Zinssatz, aber erzielen je nach Kursentwicklung unter Umständen eine andere Rendite.

Stabile Verbindung oder explosive Mischung? Chancen & Risiken.

Wie bei jedem Wertpapier birgt auch das Geschäft mit Anleihen ein gewisses Risiko:

  1. Die Laufzeit:
    Anleihen werden üblicherweise mit Laufzeiten von fünf bis zehn Jahren vergeben. Insbesondere zu Zeiten eines sehr niedrigen Zinssatzes werden sie aber auch für deutlich längere Zeiträume ausgegeben. Wenn Ihnen, als Gläubiger, dieser Zeitraum zu lang werden sollte, können Sie Ihre Anleihen theoretisch jederzeit an der Börse wieder verkaufen. Dabei muss Ihnen aber bewusst sein, dass bei einem Verkauf vor Ende der Laufzeit immer der aktuelle Börsenwert der Anleihe ausbezahlt wird. Voraussetzung hierfür ist, dass Sie an der Börse überhaupt einen Käufer finden. Liegt der Börsenkurs, zu dem Sie verkaufen, unter dem Wert, zu dem Sie die Anleihe einmal gekauft haben, müssen Sie einen Verlust in Kauf nehmen. Ein vorzeitiger Verkauf einer Anleihe sollte also immer gut durchdacht sein.
    Sollten Sie keinen Käufer finden, müssen Sie bis zum Laufzeitende warten. Ist dann der Herausgeber der Anleihe in finanziellen Schwierigkeiten, können Sie im schlechtesten Fall einen Totalverlust erleiden.
  2. Die Kreditwürdigkeit:
    Solange der Herausgeber der Anleihe nicht zahlungsunfähig oder -willig wird, zahlt er die Anleihe am Laufzeitende in der Regel zu einem Kurs von 100 Prozent zurück und Sie erhalten das geliehene Kapital zurück. Und Zinsen erhalten Sie bei Standard-Anleihen währenddessen natürlich auch.

Es kann aber auch vorkommen, dass ein Herausgeber von Anleihen insolvent geht, nicht mehr zahlungswillig ist und Sie keinen Käufer für die Anleihe finden. Dann verlieren Sie Ihr investiertes Kapital. Wie Sie das Risiko besser einschätzen können? Bewertungen von sogenannten Rating-Agenturen geben Ihnen eine Vorstellung von der Kreditwürdigkeit eines Unternehmens. Je nach Agentur gibt es unterschiedliche Bewertungssysteme. Bei vielen wird die Bestnote mit einem dreifachen „A“ gekennzeichnet, die schlechteste Bewertung mit einem dreifachen „C“.

Aber: Schlechter bewertete Anleihen sind meist höher verzinst. Das höhere Risiko wird also mit höheren Zinssätzen belohnt. Aber auch hier ist die Rendite das eigentliche Erfolgsmaß, denn sie bezieht auch andere Größen wie den Kurswert mit ein. Wie explosiv die Anleihe für Sie sein darf, entscheiden Sie.

Willkommen im Aktienkosmos.

Bereit für den nächsten Stopp? Unweit vom Thema „Anleihen“ liegt das Thema Aktien. Denn genau wie Anleihen dienen auch Aktien einem Unternehmen zur Beschaffung von neuem Kapital. Der Unterschied: Über Anleihen borgen sich Unternehmen Fremdkapital, bei Aktien verkaufen Aktiengesellschaften Anteile am eigenen Unternehmen und stocken damit das Eigenkapital auf. Die Investoren werden quasi zu Miteigentümern und kaufen sich mit bestimmten Aktien ein gewisses Mitspracherecht. Das können die entsprechenden Aktionäre bei der jährlich stattfindenden Hauptversammlung der Aktiengesellschaft geltend machen. Dass Unternehmen neue Aktien ausgeben, kommt übrigens eher selten vor. Daher kaufen Anleger ihre Aktien häufig von anderen Aktionären. Fazit: Das Verhältnis aus der Anzahl von umlaufenden Aktien und der Nachfrage bestimmt den Börsenkurs und damit den Börsenwert des Unternehmens.

Und was springt finanziell dabei raus? Zum einen schütten Aktiengesellschaften im besten Fall Dividenden – eine Art Erfolgsbeteiligung – an ihre Aktionäre aus. Zum anderen können Sie eine Aktie idealerweise auch gewinnbringend verkaufen. Wie das funktioniert, erfahren Sie im Artikel „Wolf of Börsenplatz: So handeln Sie mit Aktien“.

Balance im Kosmos: Chancen und Risiken.

Der Wert Ihrer Aktie richtet sich nach Angebot und Nachfrage: Gibt es viele Kaufinteressenten, steigt der Kurs. Überwiegt die Zahl der zum Verkauf angebotenen Aktien, fällt der Kurs. Wenn Sie Ihr Geld vermehren wollen, sollten Sie die Aktie im besten Fall zu einem höheren Preis verkaufen, als Sie selbst bezahlt haben. Bei einer guten Dividende kann es allerdings auch sein, dass Sie Ihre Aktie in Summe gewinnbringend verkaufen, obwohl Sie sie zu einem niedrigeren Preis verkauft haben, als Sie selbst einmal dafür bezahlt haben.

Angebot und Nachfrage und damit der Wert der Aktie werden von verschiedenen wirtschaftlichen und politischen Faktoren beeinflusst. Auch die Erwartungen über die zukünftige Entwicklung des Unternehmens schlagen sich im Aktienkurs nieder. Deshalb können Investoren nur schwer den Verlauf einer Aktie voraussehen. Dafür ist aber auch die Chance auf Rendite höher als bei anderen Wertpapierarten.

Sie binden also Ihr in Aktien investiertes Kapital an ein Unternehmen. Entwickelt sich das Unternehmen negativ, können Sie Kapital verlieren. Erlebt das Unternehmen aber einen Aufschwung, erhöht sich in der Regel auch der Wert Ihrer Aktie. Generell gilt im Aktienkosmos: Wer investiert, sollte Geduld und ein gutes finanzielles Polster mitbringen. Denn Sie wollen ja nicht gezwungen sein, eine Aktie zu verkaufen, wenn die Kurse gerade im Keller sind.

Landeanflug auf Planet Fonds.

Wie der Planet Erde vereint ein Fonds unterschiedliche Elemente. Denn Fonds bieten die Möglichkeit, mit verhältnismäßig wenig Kapital, in viele verschiedene Wertpapiere gleichzeitig zu investieren und damit das eigene Risiko breit zu streuen.

Anders ausgedrückt: Ein Fonds gleicht einem Topf, in dem mehrere Anleger Geld deponieren. Diesen Topf verwalten in der Regel Fondsmanager. Mit dem anvertrauten Geld kaufen und verkaufen diese im großen Stil verschiedene Börsenprodukte, um das Kapital ihrer Kunden möglichst ertragreich anzulegen. Gleichzeitig müssen die Manager natürlich das Risiko für die Anleger im Auge behalten.

Bei Investitionen in Fonds müssen Sie also selbst meist nicht aktiv werden. Das ist ein klarer Pluspunkt. Dafür sind Fonds allerdings mit zusätzlichen Kosten in Form von Verwaltungskosten und Ausgabeaufschlag verbunden. Erst wenn der Fonds genügend abwirft, um diese Kosten zu decken, erzielen Sie eine Rendite.

Welche Wertpapiere in einen Fonds aufgenommen werden, entscheidet der Fondsmanager. Dabei hat er aber natürlich keine Narrenfreiheit: Jeder Fonds besitzt die sogenannten „wesentlichen Anleger-Informationen“. Darin sind die Richtlinien und Ziele des einzelnen Fonds festgeschrieben. Darüber hinaus ist definiert, wo das Geld angelegt werden soll und in welche Vermögenswerte der Fonds in den vergangenen Jahren investiert hat.

Bleibt Anlegern denn gar keine Entscheidungsgewalt? Doch! Denn im Vorhinein können Sie entscheiden, in welche Fondsart Sie investieren. Sie wählen zwischen

  • reinen Aktienfonds
  • gemischten Fonds, bestehend aus Aktien und Anleihen
  • Rentenfonds, die nur aus Anleihen bestehen und
  • Immobilienfonds.
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Sicherheit durch Artenvielfalt? Chancen und Risiken.

Aktien, Immobilien, Rente: Auf Planet Fonds tummelt sich eine bunte Mischung an Möglichkeiten und Angeboten. Manche fügen sich zu Multi-Kulti-Mischfonds zusammen, andere bevorzugen die Gesellschaft der gleichen Art. Dadurch, dass Sie auf mehrere Bewohner des Planeten Fonds setzen, streuen Sie das Risiko recht breit. Das heißt: Sinkt beispielsweise eine Aktie aus einem großen Fonds mit vielen Wertpapieren, fällt dies kaum ins Gewicht. Außerdem kümmern sich Experten um das Geld der Anleger und behalten das Risiko im Auge.

Und noch besser: Selbst, wenn die Fondsgesellschaft Konkurs anmeldet, ist Ihr Geld zumeist sicher. Denn viele Gesellschaften müssen das Anlagekapital bei unabhängigen Depotbanken hinterlegen, damit das Geld der Anleger nicht in die Konkursmasse fließt. Deshalb bezeichnet man ein solches Fondsvermögen in diesem Fall auch als Sondervermögen.

Sind Fonds also eine sichere Anlage? Wie bei jedem Wertpapiergeschäft besteht auch bei Fonds immer das Risiko von Kursschwankungen, die den Wert des Fonds beeinflussen.

Das Börsenuniversum in Ihrer Hand.

So geht unsere kleine Reise durch die Welt der gängigsten Börsenprodukte zu Ende. Sie kennen nun die grundlegenden Facetten von Anleihen, Aktien und Fonds und wissen um grundsätzliche Chancen und Risiken beim Wertpapierhandel. Jetzt wissen Sie, wovon Ihr Bankberater spricht – denn beraten lassen, sollten Sie sich natürlich trotzdem. 😊 Wir wünschen guten Flug in den Börsenkosmos!

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