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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 11.10.2018
  • 3 Minuten

Zeit für Neues: Mögliche Exit-Strategien für Unternehmer.

Das Unternehmen wächst, die Einnahmen steigen – und dann über eine Exit-Strategie nachdenken? Das klingt widersprüchlich! Doch genau jetzt ist der beste Zeitpunkt, um den Ausstieg vorzubereiten. In erfolgreichen Zeiten planen Sie mit einer Exit-Strategie, wie Sie Ihre gute Ausgangslage in Zukunft weiter optimieren. Wenn Sie dagegen warten, bis es bergab geht, wird ein Exit entweder unmöglich oder zum finanziellen Nachteil. Deshalb sollten Sie die Exit-Strategie nicht als Ende betrachten, sondern als Zukunftsplanung. Je früher Sie wissen, worauf Sie zusteuern, desto mehr können Sie sich auf Ihr Geschäft konzentrieren und es wirklich erfolgreich machen.

Zwei Wege in unterschiedliche Richtungen

„Wenn du den letzten Waggon eines Zuges siehst, ist es zu spät“, wusste schon der britisch-französische Unternehmer und Milliardär James Goldsmith. Genauso verhält es sich mit einer Exit-Strategie. Wenn das Ende bereits in Sicht ist, ist es zu spät für einen erfolgreichen Ausstieg. Denn dieser muss früh und gut geplant werden. Als Unternehmer fällt Ihnen das verständlicherweise sehr schwer. Sie lieben Ihr Geschäft, wollen es wachsen sehen und selbst vorantreiben. Wenn Sie ans Ende denken bedeutet das doch, dass Sie nicht mit Leidenschaft dabei sind, oder? Ganz im Gegenteil! Unternehmer, die sich frühzeitig Gedanken über ihren Ausstieg machen, sind vorausschauend und strategisch.

Was ist die beste Exit-Strategie?

Welche Strategie für Sie die richtige ist, lässt sich nicht allgemeingültig beantworten. Oft hängt dies von Ihrer Persönlichkeit ab. Sind Sie jemand, der gerne im Hintergrund weiter mitwirken möchte oder gehören Sie eher zum Typ „Wenn ich raus bin, bin ich raus“? Je nachdem, wie Sie sich Ihren Ausstieg vorstellen, gibt es verschiedene Optionen für den Business-Exit. 

Der Börsengang.
Ein Unternehmen an die Börse zu bringen, auch IPO (Initial Public Offering) genannt, bedeutet, dass Sie einen Teil Ihrer Unternehmensanteile in Form von Aktien an die Öffentlichkeit verkaufen. Sie als Gründer und Ihre Geschäftsleitung führen das Unternehmen dabei im besten Fall wie bisher weiter – müssen sich dabei aber unter Umständen gegenüber neuen Instanzen wie beispielsweise einem Aufsichtsrat verantworten.

Generell sollten Sie bedenken, dass ein Börsengang mit zusätzlichen Regulierungen verbunden ist. Eine detaillierte Übersicht dazu, was Sie bei einem IPO beachten müssen, finden Sie bei der Deutschen Börse.

Das Management-Buyout.
Beim Management-Buy-out statten Sie das Unternehmen mit neuem Kapital aus, indem Sie es intern komplett oder anteilig an die nächste Generation von Managern verkaufen. Als Besitzer werden Sie so mit dem Ausstieg ausbezahlt. Damit vollziehen Sie einerseits einen klaren Führungswechsel, da Sie als Gründer beim Management-Buyout das Unternehmen verlassen. Andererseits führt das bisherige Management die Geschäfte weiter, was sowohl für Geschäftspartner als auch für die Mitarbeiter einen nahtlosen Übergang bedeutet.

Unternehmer rutscht mit Exit-Strategie auf dem Geschäft

Die Unternehmensnachfolge.
Verkaufen Sie Ihr Unternehmen an einen Nachfolger. Auch diese Exit-Strategie erlaubt es Ihnen, Investoren und sich selbst auszuzahlen. Darüber hinaus haben Sie die Zukunft Ihres Unternehmens aber ein Stück weit in der Hand, denn: Ihr Nachfolger ist idealerweise jemand, den Sie entweder selbst angelernt haben und/oder dem Sie vertrauen, Ihre Geschäfte verantwortungsbewusst weiterzuführen. Gleichzeitig wissen Sie, dass Ihr Unternehmen in guten Händen ist. Sie können sich anschließend zur Ruhe setzen oder mit frischem Kapital eine neue Unternehmung starten. Beachten Sie dabei aber, dass Sie als Verkäufer sich in der Regel beim Unternehmensverkauf zu einem befristeten Wettbewerbsverbot verpflichten.

Eine andere Variante für diesen Ausstieg ist der Statthalter-Exit. Hierbei verkaufen Sie Ihr Unternehmen nicht, Sie beauftragen einen Statthalter mit der Geschäftsführung. Sie bleiben Eigentümer, kassieren Gewinne und ernten so die Früchte Ihrer Cash-Cow. Dadurch, dass Sie sich aber nicht mehr um so viele organisatorische und administrative Aufgaben wie vorher kümmern müssen, ermöglicht Ihnen diese Form des Exits zum Beispiel eine Auszeit oder einen Neustart mit einer anderen Geschäftsidee.

Fazit.

Manchmal ist ein klarer Bruch der beste Ausstieg für einen Unternehmer – egal mit welcher Strategie. Verkaufen Sie Ihr Unternehmen, packen Sie Ihren Laptop ein und schließen Sie die Bürotür ab. Denn auch im Geschäftsleben gilt: Der Ausstieg aus einem Business ist oft nur der Einstieg zu einer neuen Unternehmung. Und wenn Sie vielleicht schon jetzt über eine neue Geschäftsidee nachdenken, finden Sie vielleicht auch als „alter Hase“ in unserem Ratgeber zur Unternehmensgründung wertvolle Tipps.

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