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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 31.03.2020
  • 5 Minuten

Altersvorsorge für Frauen: In 3 Schritten ans Ziel.

Riester und Rürup haben Sie schonmal gehört, aber dann immer ein wenig die Augen zusammengekniffen und das Thema schnell in den Hinterkopf geschoben? Viel zu früh? Rente ist noch so weit weg? Zugegeben, die private Altersvorsorge ist irgendwie ein unangenehmes Thema – schließlich will man zu Beginn des Berufslebens noch nicht so wirklich an die Rente denken. Aber: Es lohnt sich, früh zu starten. Auch, wenn Sie anfänglich nur kleine Beträge lockermachen können. Versprochen! Denn die Rechnung ist so simpel wie motivierend: Je länger Sie in Ihre private Rentenvorsorge einzahlen, desto mehr bekommen Sie am Ende raus. Also los geht´s.

Ältere Männer und Frauen freuen sich wegen guter Altersvorsorge

Vorsorgen ist wichtig: Warum gerade für Frauen?

Die grundlegenden Spielregeln sind klar: Frauen sollten sich genauso um ihre private Altersvorsorge kümmern wie Männer. Doch es scheint, als sei es für die Damen noch nicht selbstverständlich, privat fürs Alter vorzusorgen. Warum? Die Generation der Frauen um die 30 erlebt da derzeit so etwas wie eine Pionierphase: Während ihre Omas meistens noch gar nicht an die Altersvorsorge gedacht und sich weitestgehend auf den Ehemann verlassen haben, ist es bei ihren Müttern zumindest teilweise angekommen, dass die gesetzliche Rente vermutlich nicht ganz für das Alter reicht.

Die Töchter hingegen sind in einer Zeit großgeworden, in der ein Vollzeitjob für Frauen normal und eine Trennung vom Partner nicht mehr ausgeschlossen ist. In der Folge kämpfen die jungen Frauen umso mehr mit Dingen wie Gender Pay Gaps und Baby-Auszeiten, die ihnen schlussendlich womöglich eine niedrigere Rente bescheren. So ist auch ein Vollzeitjob nicht mehr der Garant für eine gute Rente – das gilt für alle, aber für die Frauen wohl ein wenig mehr. Aber abwarten hilft nicht, nur loslegen! 😊 Sie sind Berufseinsteigerin und Ende 20 beziehungswiese Anfang 30? Dann tun Sie sich einen Gefallen und machen Sie schnell den ersten Schritt:

Schritt 1: Informieren und beraten lassen.

Bevor Sie losdüsen, legen Sie am besten erstmal eine Route fest: Welche Wege zur Altersvorsorge gibt es? Welcher Weg passt am besten zu Ihrem Ausgangspunkt? Und nicht zuletzt: Mit welchem Weg würden Sie sich wohlfühlen?

Diese Fragen hat sich auch Julia Janisch* gestellt: Sie ist mit ihren 27 Jahren zwar noch weit entfernt von der Rente, hat sich aber trotzdem schon mit ihrer Altersvorsorge beschäftigt. Janisch ist überzeugt, dass Altersvorsorge bereits in ihrem Alter wichtig ist. Denn sie möchte sich keine Sorgen um ihre Zukunft machen und sich frei entscheiden können: „Egal ob ich heirate, Kinder bekomme oder weniger arbeiten möchte – diese Lebensentscheidungen sollen meine Rentenversorgung nicht beeinflussen.“ Sorgenfrei in die Zukunft blicken – und im Alter das Leben genießen können. Klingt gut, oder?

Doch was gibt es für Optionen, um möglichst schnell ans Ziel zu kommen? Julia Janisch zum Beispiel hat an einem Webinar zur Altersvorsorge teilgenommen und online zum Thema recherchiert. So bekam sie schnell erste Ideen für ihre eigene Marschrichtung: „Wenn man erst mal angefangen und sich etwas informiert hat, ist Altersvorsorge auch kein Hexenwerk mehr“, erklärt die 27-Jährige.

Sie können sich aber auch ganz analog über Ihre Möglichkeiten zur Altersvorsorge informieren: Die Deutsche Rentenversicherung beispielsweise bietet in ganz Deutschland Veranstaltungen und Beratungstage an. Hier können Sie auch individuelle Beratungstermine vereinbaren. Und auch ihr persönlicher Bank- oder Versicherungsberater wird Ihnen sicherlich gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen.

* Name redaktionell geändert

Schritte zur Altersvorsorge für die Frau

Schritt 2: Route prüfen & für eine Tour entscheiden.

Wie auch immer Sie sich beraten lassen: Sie werden schnell feststellen, dass es neben der gesetzlichen Rente noch zwei weitere Säulen der Altersvorsorge gibt: die betriebliche und die private Altersvorsorge.

Die gesetzliche Rente ist im Grunde die Basis für alles Weitere und wird im Rahmen einer Berufstätigkeit automatisch angesammelt. Damit betrifft sie einen Großteil der deutschen Bevölkerung: Wer eine Festanstellung hat, der zahlt automatisch einen Teil seines Gehalts in die Rentenkasse ein. Wer freiberuflich arbeitet, muss sich zum Teil – zumindest für einen bestimmten Zeitraum – selbstständig pflichtversichern. Um Säule 2 und 3 muss man sich hingegen freiwillig und dementsprechend auch in Eigenregie kümmern. Doch was symbolisieren diese beiden optionalen Säulen und wann lohnt sich welche?

Säule 2 ist die betriebliche Altersvorsorge (bAV). Bei dieser Zusatzversorgung zur gesetzlichen Rente unterstützt Sie Ihr Arbeitgeber, indem er einen Teil Ihres Bruttolohnes zum Beispiel in Pensionsfonds anlegt.

Sie haben Ihren Arbeitsvertrag irgendwann ab dem 1. Januar 2019 abgeschlossen? Dann haben Sie folgenden Vorteil: Wenn Ihr Chef Ihnen eine Betriebsrente anbietet, haben Sie einen Anspruch auf einen Arbeitgeber-Zuschuss von mindestens 15%. Grundsätzlich gilt aber: je mehr Zuschuss, desto besser. Denn: Ihre Betriebsrente müssen Sie im Ruhestand vollständig versteuern. Sind Sie gesetzlich krankenversichert, zahlen Sie außerdem Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung. Hat Ihr Arbeitgeber nur wenig Zuschüsse gezahlt, kann das vor der Rente angesparte Geld die Belastungen in der Rente in der Regel nicht ausgleichen.

Bedenken Sie aber, dass Sie als Frau nicht immer die Möglichkeit haben, eine betriebliche Altersvorsorge zu nutzen. Wenn Sie – beispielsweise wegen der Kindererziehung – zeitweise nicht berufstätig sind, ist eine betriebliche Altersvorsorge für diese Zeit ausgeschlossen.

Hier kommt Säule 3 ins Spiel. Denn das ist die Säule, die Sie ganz individuell auf sich zuschneiden können: Die private Altersvorsorge können Sie nutzen, um Lücken in Ihrer Altersvorsorge zu verkleinern. Zum Beispiel gibt es die Riester- oder Rürup-Rente, die staatlich gefördert werden. Und so funktioniert’s: Egal ob Riester oder Rürup – Sie schließen jeweils eine Art Sparvertrag ab, über den Sie Geld ansparen. Unter bestimmten Bedingungen erhalten Sie dafür vom Staat Zuschüsse. Ab dem Eintritt in die Rente bekommen Sie aus diesem Vertrag eine lebenslange monatliche Rentenauszahlung.

Von der Riester-Rente profitieren hauptsächlich Angestellte, Beamte und pflichtversicherte Selbstständige  – vor allem dann, wenn Sie Kinder haben. Denn Familien mit Kindern und Alleinerziehende erhalten beim Riestern zusätzlich Kinderzulagen. Kein Wunder also, dass laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (gdv) 2016 mehr als die Hälfte (57%) aller „Riesterer“ Frauen waren.

Die Rürup-Rente eignet sich in erster Linie für Selbstständige, Freiberufler und Gutverdiener, denn sie bietet Steuervorteile bei der Beitragszahlung. Egal ob als freiberufliche Immobilienmaklerin, Hebamme oder Dozentin – als selbstständige Frau leisten Sie in der Regel keine Beiträge zur Rentenkasse. Dann könnte die Rürup-Rente für Sie der richtige Weg der Altersvorsorge sein. Auch bei dieser Vorsorgeform zahlen Sie während Ihres Erwerbslebens Beiträge ein – die staatliche Förderung besteht hierbei darin, dass Sie diese Beiträge als Sonderausgaben in der Steuererklärung absetzen können. Versteuern müssen Sie dann erst wieder die monatlichen Auszahlungen während der Rente. Das lohnt sich vor allem für Selbstständige, da sie im Verhältnis zu Angestellten höhere Freibeträge haben, die sie von der Steuer absetzen können.

Neben diesen staatlich geförderten Renten haben Sie natürlich auch noch andere Möglichkeiten, für Ihr Alter vorzusorgen: ob mit einer privaten Rentenversicherung, einem Eigenheim, einer Lebensversicherung oder einem Fondssparplan – das können Sie je nach Lebenssituation und eigenen Vorlieben selbst entscheiden. Sie fühlen sich an einem bestimmten Ort gerade sehr wohl und könnten sich vorstellen, dort für immer wohnen zu bleiben? Dann denken Sie doch mal darüber nach, sich ein Haus oder eine Wohnung als Altersvorsorge anzuschaffen. Im Zweifel könnten Sie die Immobilie ja auch irgendwann verkaufen oder weitervermieten?

Wenn Sie Geld übrighaben, auf das Sie nicht kurzfristig angewiesen sein werden, ist es für Sie vielleicht auch spannend, mal Börsenluft zu schnuppern: Julia Janisch zum Beispiel hat sich für ihre Altersvorsorge für einen ETF-Sparplan entschieden. Auch wenn die 27-Jährige natürlich weiß, dass beim Börsengeschäft immer ein gewisses Verlustrisiko besteht, setzt sie darauf, dass ihre ETFs in den nächsten vierzig Jahren bis zu ihrer Rente genug Zeit haben, sich positiv zu entwickeln und eine Rendite für sie hervorzubringen.


Börsengeschäfte sind für Sie Neuland? Ein Robo Advisor kann helfen.

Sie möchten gerne mit ETFs fürs Alter vorsorgen, haben aber noch keine Erfahrung mit dem Börsengeschäft? Dann lassen Sie sich digital mit dem Robo Advisor von Whitebox unterstützen. 

Zum Robo Advisor

Schritt 3: Altersvorsorge anstoßen und entspannt zurücklegen.

„Ich will das jetzt auch vom Tisch haben, damit ich mir erst mal keine Gedanken mehr um meine Rente machen muss“, erklärt Julia Janisch. Und das kann auch für Sie gelten. Also: Schluss mit Aufschieben und schlechtem Gewissen! Sie haben jetzt bestimmt genug Ideen bekommen, um das Thema private Altersvorsorge anzugehen. Welche Art der Altersvorsorge für Sie die richtige ist, hängt von Ihrer aktuellen Lebenssituation, Ihrer finanziellen Situation, Ihrem Alter und auch Ihrer Risikobereitschaft ab. Also informieren Sie sich und gehen Sie nochmal in sich.

Und wenn Sie noch mehr erfahren wollen, dann lesen Sie doch auch mal unseren Artikel zum Thema „Altersvorsorge durch Sparen“.  Denn ist in Sachen Vorsorge erst mal alles geregelt, dann können Sie die Zeit bis zur Rente noch unbekümmerter genießen.

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