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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 30.11.2021
  • 8 Minuten

Alles im Blick – so bringen Sie Ordnung in Ihre Finanzen.

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es – eine Phrase so abgedroschen wie wahr. Das gilt für viele Dinge im Leben, bei der Finanzplanung allerdings in besonderem Maße. Denn auch wenn die Hemmschwelle manchmal hoch sein mag, ist es doch ziemlich wichtig, dass Sie einen Überblick über Ihre Finanzen haben. So ermitteln Sie nämlich langfristig, wie Sie Kosten einsparen, sich Rücklagen schaffen und ein finanzielles Polster aufbauen können. Gehen wir den ersten Schritt gemeinsam und machen uns gleich ans Werk!

Illustration - Finanzen organisieren

Tipp 1: Ein Haushaltsbuch anlegen – bewährter Klassiker.

Wer ein klares Bild von seinen Finanzen hat, entdeckt schnell Sparpotenziale und sorgt mit kleineren Korrekturen leicht für ein spürbares Plus in der Kasse. Auch wenn der Begriff „Haushaltsbuch“ etwas angestaubt und nach Großeltern-Generation klingen mag, hat sich die zugrunde liegende Technik bewährt. Denn das Ganze ist unkompliziert und sorgt im Nu für Klarheit. Ein paar Erfahrungsberichte über die Vor- und Nachteile einer analogen beziehungsweise digitalen Herangehensweise haben wir Ihnen übrigens schon einmal samt Excelvorlage zusammengestellt. Hier eine kurze Zusammenfassung: 

  1. Einnahmen erfassen.
    Notieren Sie zunächst alle regelmäßigen Einnahmen. Dazu gehören beispielsweise Gehalt, Mieteinnahmen, Kindergeld und alles, was sonst noch regelmäßig auf Ihrem Konto landet. Einmalige Eingänge wie Boni, Weihnachtsgeld, geschenkte Summen und ähnliche finanzielle Freuden werden hier allerdings nicht erfasst – sonst gerät bei der späteren Berechnung des Budgets einiges durcheinander.
  2. Fixkosten auflisten.
    Jetzt geht’s an die Kehrseite der Medaille: die regelmäßigen Ausgaben. Hier finden sich oftmals Posten wie Mietausgaben, Internet- und Telefonrechnungen, Energiekosten und Abonnements jedweder Art. Gerade letztere stehen in letzter Zeit hoch im Kurs – Stichwort Streamingdienste – und summieren sich leicht unbemerkt.
     
    Im Übrigen gehören in die Liste der Fixkosten auch alle Zahlungen, deren Intervalle etwas größer ausfallen, beispielsweise Versicherungsbeiträge für Kfz und Krankenkasse. Damit Sie mit dem Haushaltsbuch am Ende auch tatsächlich ein monatliches Budget festlegen können, rechnen Sie derlei Ausgaben natürlich auf den Monat um.
     
    Mit Schritt 1 und 2 ist schon viel geschafft und das Beste daran ist: Haben Sie die Bewegungen einmal erfasst, können Sie diese für alle kommenden Monate übertragen – sofern keine Gehaltserhöhung oder andere Veränderungen bevorstehen.
  3. Budget festlegen.
    Sie haben alle Ausgaben und Einnahmen parat? Super, dann ist der nächste Schritt quasi schon erledigt. Ziehen Sie die Summe der regelmäßigen Abgaben einfach von der Summe der Einkünfte ab – und schon haben Sie Ihr Monatsbudget. Was hier unterm Strich bleibt, steht Ihnen monatlich zur Verfügung. Das war ja leicht, oder?
     
    Allerdings handelt es sich bei diesem Betrag noch nicht um einen Freifahrtschein, schließlich gibt es ja auch noch Ausgaben für die Bedürfnisse des alltäglichen Lebens. Egal wie groß Ihr finanzieller Spielraum ausfällt, eines steht fest: Je weniger Sie ausgeben, desto größere Rücklagen bilden Sie.
     
    Stellen Sie hingegen schon an diesem Punkt fest, dass die Fixkosten die Einnahmen übersteigen, sollten Sie Ihre Verträge einmal einer kritischen Prüfung unterziehen. Welche Ausgaben müssen wirklich sein, welchen „Luxus“ möchten Sie nicht missen und welcher Vertrag ist eher ein Klotz am Bein? Bisweilen genügt es übrigens auch, sich nach besseren Konditionen umzusehen. Gerade bei Versicherungen, Mobilfunk- und Internettarifen sowie Energieanbietern zeigen sich oft überraschend große Sparpotenziale.
  4. Variable Ausgaben.
    Ob Lebensmittel, Kleidung und Fahrtkosten oder Friseur, Restaurant und Kinobesuch: Zu den variablen Ausgaben zählt alles, was Sie im Laufe eines Monats sonst noch zahlen. Ob es sich dabei um lebensnotwendige Dinge oder Freizeitvergnügen handelt, spielt erst einmal keine Rolle. Es ist völlig in Ordnung, sich etwas zu gönnen, nur ehrlich notieren sollten Sie es – sonst nutzt das Haushaltsbuch irgendwie wenig.
     
    Vergessen Sie auch nicht, dass in unserer digitalen Zeit die Rechnung gerne mal per Mail ins Haus flattern und damit leicht in Vergessenheit geraten kann. Deswegen unbedingt regelmäßig das Postfach durchforsten und alles schön festhalten. Um später einen besseren Überblick über die verschiedenen Posten zu haben, empfiehlt es sich zudem, die Ausgaben zu kategorisieren. Ein paar Klassiker sind hier beispielsweise:
        • Lebens- und Genussmittel
        • Hygiene- und Reinigungsmittel
        • Mobilität
        • Hobbys und Freizeit
        • Schule und Beruf
     
    Wie feingliedrig Ihr System ausfällt, ist dabei ganz Ihnen überlassen und es macht nichts, wenn es zu Beginn noch nicht perfekt ist. Meist kristallisieren sich notwendige Kategorien im Laufe der Zeit ganz von selbst heraus.
  5. Bilanz ziehen.
    Am Monatsende wird erneut abgerechnet, diesmal wird die Summe der variablen Ausgaben vom ermittelten Budget abgezogen. Wie viel von Ihrem Budget haben Sie ausgegeben, wie viel ist übrig geblieben? Alles, was Sie gespart haben, dient Ihnen jetzt als Rücklage – ob als abrufbarer Finanzpuffer, Investitionskapital oder Sparanlage für größere Wünsche. Fühlt sich gut an, oder?
    Um ein Haushaltsbuch zu führen, braucht es, wie Sie sehen, keine ausgefeilten Rechenkünste, sondern lediglich ein wenig Routine und Durchhaltevermögen. Denn auch hier gilt: Ordnung ist die halbe Miete – das jetzt aber nicht eintragen!

Tipp 2: Vorausschauend budgetieren.

Sie möchten Ihre Finanzen noch weiter strukturieren und mehr sparen, als das Haushaltsbuch am Ende des Monats „im Plus“ verzeichnet? Eine gute Idee, denn mit einfachen Regeln und einem echten Ziel, fällt das Sparen vielen Menschen leichter. Bewährt hat sich vor allem, gleich zu Beginn des Monats einen fixen Betrag bei Seite zu schaffen.

Getreu dem Motto „aus den Augen aus dem Sinn“ parken Sie das Geld beispielsweise auf einem gesonderten Konto, wo Sie es jederzeit griffbereit, jedoch nicht vor der Nase haben. So fällt es ungleich leichter, das Geld fürs Erste emotional abzuschreiben und mit dem verbleibenden Budget zu haushalten. Dafür freuen Sie sich dann umso mehr, wenn die gesparten Beträge in Ihrem „Geldspeicher“ nach einer Weile wachsen.

Sie haben nicht das beste Verhältnis zur Finanzplanung? Kein Problem, mit dem 50/30/20-Prinzip ändert sich das bestimmt. Hinter diesen drei ominösen Zahlen verbirgt sich letztlich eine einfache, aber erprobte Methode zur Aufteilung der Netto-Einkünfte:

  • 50 % für Grundbedürfnisse
  • 30 % für Wünsche
  • 20 % für Ersparnisse

Das Tolle daran ist, dass das Prinzip keine asketische Lebensweise verlangt, sondern von vornherein einen Teil des Geldes für Vergnügungen aller Art vorsieht. Denn Sie kennen das bestimmt auch: Man nimmt sich etwas fest vor und je strenger man wird, desto größer wird die Versuchung, mit dem eigenen Vorhaben zu brechen. Nicht jedoch mit dieser lebensnahen und praktischen Faustregel!

Apropos Faustregel: Das Ganze ist natürlich flexibel und richtet sich ganz nach Ihren Lebensumständen: Sie stellen fest, dass Sie überhaupt nicht die Hälfte Ihrer Einnahmen für Ihre Bedürfnisse benötigen, oder sind derzeit einfach wunschlos glücklich? Na, umso besser! Dann können Sie die Regel nämlich ganz nach Gusto umschreiben und mit einer hypothetischen 40/20/40-Methode Ihre Ersparnisse deutlich schneller aufstocken. Wie so ein Leben aussieht, hat uns übrigens ein bekennender Frugalist schon einmal erzählt.

Starten Sie doch einfach mit dem erprobten 50/30/20-Split und tasten Sie sich von dort aus an Ihren persönlichen Money-Mix heran.


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Bei dem Servicepaket Wartung & Inspektion der Volkswagen Financial Services zahlen Sie einen konstanten monatlichen Beitrag und decken damit die Kosten vieler klassischer Wartungs- und Inspektionsarbeiten im Rahmen Ihrer Servicetermine ab. So verteilen Sie einen Großteil der Inspektionskosten auf das Jahr und vereinfachen Ihre Finanzplanung.

Mehr zu Wartung & Inspektion

Tipp 3: Notgroschen ansparen und relaxen.

Dass es sinnvoll ist, zu Beginn eines Monats direkt Geld beiseite zu legen, ist einleuchtend. Doch wozu eigentlich das Ganze? Natürlich hat die sprichwörtliche „hohe Kante“ einen ganz reellen Hintergrund. Schließlich kommt es im Leben hin und wieder zu Situationen, die unerwartet richtig ins Geld gehen. Das Smartphone verabschiedet sich mit einem formvollendeten Bauchklatscher, die Waschmaschine gibt den Geist auf oder der Schlüsseldienst muss Samstagnacht anrücken. Na, toll.

So ärgerlich sie auch sein mögen – solche Vorfälle ereignen sich leider von Zeit zu Zeit. Ein Notgroschen sorgt dafür, dass die unverhofften Ausgaben Sie zwar ärgern, aber nicht völlig schocken können. Wie hoch Ihre Rücklagen ausfallen sollten, hängt dabei nicht zuletzt von Ihrem Lebensstandard und Ihrer Einstellung ab. Ein teures Auto, finanzielle Verantwortung gegenüber der Familie oder schlicht ein hohes Sicherheitsbedürfnis: Was als komfortables Finanzpolster empfunden wird, kann sehr unterschiedlich ausfallen.

Doch kommen wir zumindest zu konkreten Richtwerten: Die Verbraucherzentrale empfiehlt ungeachtet des Einkommens eine Rücklage von mindestens zwei, besser aber drei Nettogehältern. Auf diese Weise sind Sie in der Lage, ein halbes Jahr lang Ihre alltäglichen Bedürfnisse – Sie kennen sie von der 50/30/20-Regel – zu decken, ohne dabei auf neue Einnahmen angewiesen zu sein.

Der Idealzustand tritt allerdings ein, wenn Sie Ihren Notgroschen erfolgreich angespart haben und überhaupt nichts Dramatisches eingetreten ist. Wunderbar! Mit prallen Rücklagen können Sie sich nämlich überlegen, ob Sie lieber weiter das Konto füttern oder zu investieren beginnen. Ob in ETFs, Kryptowährungen oder Sammelkarten, lassen wir an dieser Stelle einfach mal offen, das würde hier sonst ein wenig den Rahmen sprengen und eine Universalantwort gibt es ohnehin nicht.

Genauso gut können Sie sich natürlich auch ein neues Sparziel stecken, um sich perspektivisch vielleicht auch große Anschaffungen noch besser leisten zu können.

Tipp 4: Digitale Helferlein erleichtern den Überblick.

Wem das alles ein bisschen zu aufwendig erscheint, der kann sich heutzutage Hilfe auf Knopfdruck holen. Websites und Apps erleichtern viele Bereiche der finanziellen Planung enorm und machen auch Neulingen den Einstieg schmackhaft.

  1. Haushaltsbuch-Apps.
    Erscheint Ihnen eine Excel-Tabelle als Haushaltsbuch beispielsweise wenig komfortabel, ermöglichen Ihnen entsprechende Apps, sämtliche Zahlungen im Smartphone festzuhalten. Dort können Sie dann in vielen Fällen auf vorgefertigte Kategorien zugreifen und jederzeit das verfügbare Budget berechnen. Zudem verfügen manche Apps über die Option, das digitale Haushaltsbuch mit den eigenen Konten zu synchronisieren. Wird ein neuer Bezahlvorgang registriert, aktualisiert sich auch Ihr Monatsbudget.
  2. Multibanking-Apps.
    Haben Sie Konten bei verschiedenen Banken und zusätzlich noch Depots bei diversen Finanzdienstleistern, kann es sich kompliziert gestalten, den Überblick zu bewahren. Oftmals müssen Sie sich dann über verschiedene Apps einloggen, nicht selten mit diversen Passwörtern oder zusätzlichen Authentifizierungsschritten. Die Lösung: Multibanking-Apps, also Anwendungen, bei denen Sie sämtliche Bankverbindungen und Aktiendepots hinterlegen und auf einen Blick überprüfen können.
  3. Vergleichsportale nutzen.
    Wie eingangs erwähnt, finden sich bei vielen Fixkosten oftmals gute Einsparpotenziale. Prüfen Sie doch einmal auf einschlägigen Portalen, wie Ihr Handytarif oder Energieversorger abschneidet – vielleicht wartet hier das ein oder andere Schnäppchen darauf, Ihre teuren Verträge abzulösen? Denn der Wechsel ist oft gar nicht so kompliziert, wie man zunächst denken mag, und spart monatlich bares Geld.
Frau hat alles im Blick bei der Finanzplanung

Tipp 5: Zeit nehmen, Ordnung schaffen.

Allein diese Tipps durchzulesen, dauert schon eine ganze Weile. Es zeigt aber, dass es bei der grundlegenden Finanzplanung einige Dinge zu beachten gibt. Zugegeben keine komplizierten Dinge, aber ein wenig Muße braucht es dann eben schon. Eine der wichtigsten Regeln lautet daher zu guter Letzt: Nehmen Sie sich Zeit und versuchen Sie, nichts übers Knie zu brechen. Sie müssen noch schauen, wo Ihre letzten Abrechnungen sind? Gut, dass Sie damit anfangen! Sie finden einen Beleg der letzten Woche nicht? Nicht schlimm! Vielleicht lohnt es sich, für die Zukunft einen festen Ablageort zu bestimmen oder sogar einen Ordner extra für Belege anzulegen. Dann haben Sie alle Belege immer griffbereit.

Beginnen Sie einmal damit, sich einen Überblick über Ihre Finanzen zu schaffen, werden Sie rasch merken, dass dadurch auch Ordnung in weitere Bereiche des Lebens kommt, beispielsweise in die Ablage. Gehen Sie ohnehin die Rechnungen für Ihre Buchhaltung durch, können Sie diese auch gleich an geeigneter Stelle abheften und haben von nun an jederzeit Zugriff darauf. Aus vertrauenswürdiger Quelle können wir Ihnen sagen: Spätestens bei der Steuererklärung werden Sie sich ganz schön dankbar sein. Atmen Sie durch, lassen Sie sich Zeit und bleiben Sie vor allem dran!

Fazit.

Die Finanzen im wahrsten Sinne des Wortes „in Ordnung“ zu bringen, fühlt sich nicht nur gut an, sondern zahlt sich oftmals richtig aus. Auch wenn die Aufgabe vielleicht nicht ganz so verlockend erscheinen mag: Wichtig ist, das Ganze in Angriff zu nehmen und einfach loszulegen. Haben Sie erst mal angefangen, sich einen Überblick zu verschaffen, werden Sie schnell merken, dass es wie am Schnürchen läuft und aus einem kleinen Haushaltsbuch vielleicht schon bald ein handfester Finanzplan wird.

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Produktinformationen

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