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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 10.01.2019
  • 4 Minuten

Mein Haus, mein Auto, meine mentale Stärke: So ticken finanziell erfolgreiche Menschen.

Für manche ist es das Elternhaus, für andere ihr Äußeres und einige denken gar, dass ihr Sternzeichen sie vom Reichwerden abhält. Dabei unterschätzen sie, welche Rolle die eigene Einstellung auf der Karriereleiter spielt. Doch was ist eigentlich das Geheimnis erfolgreicher Menschen?

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The rich men´s world – was ist eigentlich reich?

Grundsätzlich bedeutet Reichtum nicht zwangsläufig, dass man aktuell viel Geld verdient. Viele wohlhabende Menschen haben in der Vergangenheit ein Vermögen aufgebaut, von dem sie langfristig profitieren. Laut der aktuellen "Studie zur wirtschaftlichen Lage privater Haushalte" (PHF-Studie)* der Deutschen Bundesbank von 2016 sind rund 20 Prozent der Haushalte in Deutschland nach mindestens einer der drei Kategorien Nettoeinkommen, Nettovermögen und Bruttovermögen als „reich“ einzustufen. Dabei spielt das tatsächlich vorhandene Bargeld genauso eine Rolle wie Besitztümer und Verbindlichkeiten aus Hypotheken und Krediten.

* Die nächste Studie wird nach Angaben der Pressestelle der Deutschen Bundesbank im Laufe des Aprils 2019 veröffentlicht.

Hartnäckig sein und Hürden überwinden.

Laut PHF-Studie leben in 50 Prozent aller deutschen Haushalte Eigentümer von selbstbewohnten oder vermieteten Immobilien. Auch Lukas Voigt* mischt im deutschen Immobiliengeschäft ordentlich mit: Er hat sich in einer großen Immobilienagentur vom Praktikanten zum Geschäftsführer hochgearbeitet. Lukas Voigt stammt aus bescheidenen Verhältnissen: „Ich habe nicht mal Abitur gemacht. Aber ich hatte eine Leidenschaft fürs Verkaufen und habe ganz einfach komplett auf dieses Pferd gesetzt. Es gab keinen Plan B.“

* Name redaktionell geändert

Natürlich war es nicht immer einfach: Lukas Voigt musste Rückschläge einstecken und sich mit viel Ehrgeiz und Fleiß durchbeißen. Dabei habe er gelernt, nicht zu glatt zu sein. Sein Tipp: „Auch ein Praktikant darf und sollte mal seine Meinung äußern – solange sie fundiert ist. Nur so wird man wahr- und ernstgenommen.“ Es sei auch wichtig, das eigene Bild positiv zu besetzen: Wenn ich schon denke ‚Das schaff ich eh nicht‘, dann schaff ich‘s auch nicht. Das bringt mich nicht weiter.“ 

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Sich selbst herausfordern: Komfortzone adé!

Lukas Voigt geht sogar noch einen Schritt weiter und sagt, dass man sich regelmäßig selbst herausfordern müsse: „Es klingt zwar komisch, aber man muss sich auch mal blamieren. Am besten regelmäßig. Das stärkt das Selbstbewusstsein.“  Das mag für den ein oder anderen etwas radikal und abschreckend klingen – daher hier die Light-Version: Stellen Sie sich im Alltag kleineren Ängsten, um die eigenen Grenzen zu erweitern. Sprechen Sie Fremde an oder fahren Sie mal ganz alleine in den Sommerurlaub. Tun Sie Dinge, von denen Sie selbst denken, dass Sie sie nicht können. „Ich zum Beispiel dachte immer, ich sei total unsportlich. Aber ich habe immer wieder verschiedene Sportarten ausprobiert. Mittlerweile spiele ich erfolgreich Tischtennis und fahre an schönen Tagen mit dem Longboard ins Büro“, fasst Lukas Voigt zusammen.

Dieses Durchhaltevermögen habe er in Grundzügen schon immer gehabt. Aber je mehr Erfolg Lukas Voigt hatte, desto mehr wurde seine mentale Stärke gefordert: „Es wurde schnell klar, dass ich ein bisschen mehr geben musste als alle anderen. Wenn man extra viel erreichen will, muss man auch extra viel powern. Aber ich hatte ja ein klares Ziel vor Augen. Das hat mich angetrieben.“

Leidenschaftlich arbeiten und sich reich sparen.

Der 47-jährige Unternehmer Konrad Gerber* wohnte noch bis er Ende 20 war in seinem kleinen Jugendzimmer. Die Zeit des mietfreien Wohnens nutzte er, um sich Schritt für Schritt ein eigenes Geschäft aufzubauen – ganz zum Leidwesen seines Vaters: „Der ist so ‘n Alt-Kommunist und hält nicht viel vom freien Wirtschaften. Aber jetzt ist er trotzdem stolz auf mich!“

* Name redaktionell geändert

Konrad Gerber hat gelernt, dass es für den finanziellen Erfolg wichtig ist, sich an den richtigen Stellen sichtbar zu machen. Eine klare Positionierung und Selbstvermarktung seien neben einer individuellen Vision die Grundpfeiler des finanziellen Erfolgs: „Meine Businessidee ist auf einem Bierdeckel entstanden. Nachts um 3. Ich habe sofort an diese fixe Idee geglaubt, in den kommenden Wochen mit den richtigen Leuten gesprochen und eine gehörige Dosis Vitamin B angesammelt, die ich dann im richtigen Moment gezielt einsetzen konnte.“

Heute führt Konrad Gerber erfolgreich sein eigenes Unternehmen. Er ist im Gegensatz zu Lukas Voigt nicht der Ansicht, dass es nur einen Plan A geben darf: „Nicht immer ist der erstbeste auch der richtige Job für mich. Da muss man schon ehrlich zu sich selbst sein.“ 

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Arbeit nicht als Aufopferung empfinden.

Man müsse bei all der Arbeit schließlich auch auf seine geistige Gesundheit achten, erklärt Konrad Gerber. Es bringe nichts, wenn man mit dem, was man tut, unzufrieden ist. Letztlich sollte man für die Sache brennen und sich nicht aufopfern müssen. Das strahle man dann auch aus: „Man hört ja oft, dass schöne Menschen es bei der Karriere leichter haben. Ich denke aber, es hängt nicht von der äußeren Schönheit ab. Es hat auch viel mit Selbstbewusstsein und Ausstrahlung zu tun. Wenn ich klare Ziele und Überzeugungen habe und eine gewisse Stringenz an den Tag lege, verzeiht man mir auch ein krummes Riechorgan“, schmunzelt der 47-Jährige und tippt sich an die eigene Nase.

Der Unternehmer hatte beruflich auf jeden Fall den richtigen Riecher. Aber er hat auch stets Geld zurückgelegt – und konnte so ein Vermögen aufbauen. „Mein Motto war schon immer: Gut gespart ist halb ausgesorgt!“ Für ihn spiele Konsum keine große Rolle. Er finde es einfach beruhigend, dass sein Geld da sei und er sich keine Sorgen um Dinge wie die Altersvorsorge machen müsse. „Aber das war‘s auch schon. Im Luxus muss ich nicht schwelgen.

Konrad Gerber ist als Sparer in guter Gesellschaft: Laut dem Beratungsunternehmen Boston Consulting Group (BCG) tut es ihm ein großer Teil der Deutschen gleich. 36 Prozent des deutschen privaten Finanzvermögens liegen demnach als Bankeinlagen (bspw. Sparbücher) oder gar als Bargeld vor.

Verglichen mit den anderen Sparern dürfte Konrad Gerber wohl einen deutlich größeren Anteil an dieser Summe sein Eigen nennen. „Ich habe halt immer nur das Nötigste ausgegeben und viel zurückgelegt. Einen Teil des Geldes habe ich außerdem auch ganz gut anlegen können. Das war zwar risikoreicher als einfach nur zu sparen, aber so konnte mein Geld sehr erfolgreich für mich arbeiten. Das hat natürlich ganz stark zu meiner finanziellen Unabhängigkeit beigetragen.“

Die Grundeinstellung macht‘s.

Man sieht: Finanzieller Erfolg hängt nicht zwangsläufig von den Rahmenbedingungen ab, in die man hineingeboren wurde, sondern vielmehr von der Grundeinstellung, die man auf der Karriereleiter und gegenüber dem eigenen Geld zeigt. Erfolgreich sind Menschen vor allem dann, wenn sie aus eigenem Antrieb und Leidenschaft handeln. Nur dann sind sie bereit, für das große Ganze und die finanzielle Unabhängigkeit Opfer zu bringen. Ein bisschen aufs Geld zu achten, kann bei all dem natürlich auch nicht schaden.

Ein echter Sparprofi ist Oliver Noelting. Er lebt als Frugalist. Was das genau bedeutet und wie sein Alltag aussieht, erfahren Sie hier.

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