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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 07.03.2019
  • 5 Minuten

Gönn dir! 7 sinnlose, aber unterhaltsame Wege, Geld loszuwerden.

Alle kennen ihn, aber kaum einer gibt das gerne zu: den Shoppingwahn, der sich im ersten Moment gerechtfertigt und vielleicht sogar gut anfühlt, sich aber am Ende als völlig sinnfrei entpuppt. Das Ziel: euphorisches Bauchkribbeln und Freudentänze auf Käuferseite. Der Effekt: Am Ende grinst vor allem der Verkäufer und lässt seine Finger im Montgomery-Burns-Stil tanzen. Denn er hat sein Opfer erfolgreich bezirzt. Wir sind wohl alle schon mal dem Impulskauf erlegen – und haben dadurch im besten Fall immerhin eine gute Story zu erzählen.

Pia Schreiber: Autorin des Artikels "Sinnlos Geld loswerden"

Das betörende Lied vom erkauften Glück.

„Das ist die perfekte Gönnung, das ist die perfekte Schmach. Zück jetzt einfach deine Euros, denk am besten gar nicht nach …“ Und jetzt alle! Obwohl … lieber nicht! Dieses Lied kann man eigentlich nur schief singen. Immerhin wissen wir alle doch, dass man Glück nicht kaufen kann.

Und trotzdem sitzt uns das Geld dann doch manchmal etwas zu locker in der Tasche. Und dann hat man eines nachts auf einmal 100 Paar Socken mit dem eigenen Portrait drauf bestellt. Als Souvenir für alle Freunde, Kollegen, Nachbarn, Busfahrer … (Könnte sein, dass es unter dem Einfluss des einen oder anderen Schlucks geschah? Ach so: Ich frage für einen Freund!)

Die Möglichkeiten, Geld aus fraglichen Gründen auszugeben, sind sehr vielfältig. Wir haben hier die 7 häufigsten Kategorien der Sinnloskäufe zusammengefasst.

Die 7 Kategorien des Sinnloskaufs.

1. Nicht Herr meiner Sinne: Gekauft in einer Ausnahmesituation.

Egal, ob betrunken, krank, verliebt oder hungrig: Manchmal kaufen wir völlig unbedacht ein und geben dabei mehr Geld als nötig aus. Okay, diese Art des Kaufs ist nicht immer teuer, aber meistens ziemlich überflüssig.

Betrunken einkaufen zum Beispiel führt in der Regel dazu, dass man entweder Sinnloses bestellt, weil man es lustig findet, oder dass man sich bei Dingen wie Menge oder Größe vertut. Ein junger Mann aus Australien bestellte zum Beispiel aus Versehen 10.000 selbstklebende Kulleraugen und postete ein Bild des gelieferten Augenhaufens. Immerhin hatte er damit die Lacher auf seiner Seite.

Ein weiterer Klassiker des unsachgemäßen Geldverbrauchs ist das Einkaufen mit leerem Magen. Ich denke, das bedarf keiner Erklärung … (Muss dringend mal die Haltbarkeit der fünf Käsesorten in meinem Kühlschrank checken.)

Wenn man – egal aus welchem Grund – unbedacht einkauft, kann es außerdem sein, dass man Produkte zu teuer kauft, weil man sich nicht vernünftig informiert und vergleicht. Oder dass man schlicht etwas zu Unpräzises in das Suchfeld eingibt. So ist es manch einem englischsprachigen Zeitgenossen angeblich schon passiert, dass er statt eines Küchenmixers ein Mischpult bestellt hat – beides heißt auf Englisch nämlich „mixer“.

2. Hab ich zwar zu Hause, aber YOLO!

Ein Coffee to go? Das schnelle Brötchen auf die Hand? Dabei funktioniert die neue High-End-Kaffeemaschine doch einwandfrei und der Kühlschrank ist gut gefüllt. Viel zu oft kaufen wir aus Bequemlichkeit Dinge, die wir eigentlich schon haben. Dieser alltägliche Luxus ist für sich genommen zwar nicht teuer, kann sich aber ganz schön summieren.

In diese Kategorie fallen auch Drogerieausflüge. Shampoo leer, neue Flasche kaufen. So die Theorie. In der Praxis sackt man dann meist noch drölftausend neue Duschgele, Cremes, Deos und Tees ein, weil sie ja soooo lecker riechen. 

3. Wegbegleiter: Kinder und Tiere lassen die Euroscheine verschwinden.

„Mamaaaaaaa … kann ich was Süßes????“ Wenn es wenigstens beim hilfsverbfreien Quengelkassen-Dilemma bleiben würde, dann wäre Elternsein vielleicht nicht mit so vielen Kostenfallen gespickt. Aber es geht ja weiter: Ob nun Spielzeug, mit dem die Kinder nicht spielen, teure Technik, die sie schnell schrotten, oder Markenklamotten, aus denen sie in Millisekunden herauswachsen – Eltern kaufen grade beim ersten Kind viel zu euphorisch und unzurechnungsfähig ein. Aber sie geben einem ja so viel zurück …

Ähnlich verhält es sich bei Haustieren. Klar: Nahrung muss sein. Hundebettchen geht klar. Katzenbaum: oh yes! Aber ein Wintermantel fürs Tier? Oder gar ein Weihnachtsoutfit? Denken Sie noch mal drüber nach.

4. Guilty pleasures: Hobbys und Leidenschaften, die ins Geld gehen.

Ob es nun der Millennium-Falke aus Kunststoff-Klötzchen zum Zusammenbauen ist (das Ding kostet 800 Euro!), die extravagante Küchenmaschine als Statussymbol oder der Skipass in der Hauptsaison – die Liste der überteuerten Vergnügen, für die wir leidenschaftlich Geld ausgeben, ist lang.

Und dann kommt es auch noch auf Menge beziehungsweise Umfang an: Ich habe da neulich im Bekanntenkreis jemanden liebevoll von seinem „Pile of shame“ sprechen hören. In seinem Fall besteht der aus viel zu vielen ungelesenen Büchern. In meinem aus Zeitungen. Und wie sieht Ihrer aus?

5. Einmal ist keinmal: Dinge, die man (sehr) selten braucht.

Ein Boot könnten Sie so zwei- oder dreimal im Sommer gut gebrauchen? Den Vertikutierer einmal im Jahr? Und die Flecken auf dem Teppich könnte man gut mit einem Dampfsauger entfernen? Alles Dinge, die Sie eigentlich nicht dauerhaft herumstehen haben müssten und auch mieten könnten. Ähnlich wie Hochzeitskleider. Ja, okay, da scheiden sich die Geister (hihi), aber ja: Auch den weißen Spitzentraum kann man sich leihen.

Anderes Thema: Übergangsjacken. Jetzt mal ehrlich: Die sind doch entweder zu warm oder zu kalt. Braucht man nicht. Genauso wie die meisten Essenstrends: Haben Sie schonmal Pasta aus Hülsenfrüchten gegessen? Ich will Sie ja nicht beeinflussen, aber: Klingt komisch, ist es auch.

Und zu guter Letzt: Viel zu oft bezahlen wir für Dinge, für die wir eh zu wenig Zeit haben. Gesellschaftsspiele zum Beispiel. Oder Puzzles und Hörbücher. Das Fitnessstudio … Ich sehe ein, dass keine Zeit zu haben nicht bedeuten muss, dass man sie sich nicht eigentlich nehmen sollte. Aber dann fangen Sie doch erst mal mit Spielen und Hörbüchern aus der Stadtbibliothek an. Und Joggen soll ja auch ganz schön sein.

Sparschwein und Münzen: sinnlos Geld ausgeben

6. Ich hab soundso viel gespart: die Rabattfalle.

Es fängt ganz harmlos an: Man kauft fünf Müllbeutelrollen, weil sie 8 Cent günstiger sind oder man fährt ans andere Ende der Stadt, weil das Benzin dort 4 Cent billiger ist. Irgendwann kauft man nicht nur den Alltagskram im Angebot, sondern auch Dinge, die man eventuell mal brauchen köööönnte, nur weil sie heruntergesetzt sind. Und: Waren Sie schon mal beim Sonderposten? Der Endgegner! Enough said. 

7. Der richtig teure Kram.

Sie denken, es sei Luxus, sich auf dem Weg zur Arbeit noch schnell einen Coffee to go zu schnappen? Pff … viel zu gewöhnlich. Der Coffee to stay macht viel mehr Eindruck: Musiker Tommy Lee kaufte sich offenbar eine komplette Filiale eines bekannten Coffee Shops und verfrachtete sie in sein Wohnzimmer. Kostenfaktor unbekannt. 

Das geht aber noch besser: Luxuspapst Kanye West hat ein Esszimmer, das der Sixtinischen Kapelle nachempfunden ist – samt einer Reproduktion des Werks von Michelangelo. Das kostete Mr. West angeblich rund 350.000 Dollar. 

Aber: Zu Hause essen kann ja jeder. Einen „Kohldampf deluxe“ muss Elvis Presley Ende der 1970er Jahre gehabt haben: Er hatte wohl einmal so große Lust auf sein Lieblingssandwich, dass er dafür spontan nach Denver flog. Dort ließ er sich die Kalorienbombe, die mit ordentlich Erdnussbutter, Marmelade und Bacon belegt war und mehrere Leute auf einmal sattmachen konnte, direkt vom Restaurant ans Flugzeug liefern. Inklusive Getränken soll das Ganze für ihn und seine Begleiter fast 3.500 Dollar gekostet haben – Flugkosten on top versteht sich.

Justin allein im Shop. Na gut, nicht ganz. Justin Timberlake mietete mal ein ganzes Kaufhaus samt in-house Shuttleservice für sich und seine Familie, um in Ruhe Weihnachtsgeschenke kaufen zu können. Dafür legte er am Ende fast zwei Millionen Dollar auf den Ladentisch – für Service und Geschenke.

Fazit.

Ja, es gibt den ein oder anderen Zeitgenossen, der es übertreibt (wer braucht schon die Sixtinische Kapelle zu Hause?). Aber man ist ja nicht nur Zeitgenosse, sondern darf auch mal Zeitgenießer sein. Und das kostet mitunter auch etwas (zu viel) Geld. Aber es macht mir gelegentlich Spaß. Und Ihnen?

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