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  • 29.04.2022
  • 5 Minuten

Grundstück finden: 5 Tipps, wie man an Bauland kommt.

Sie haben Lust ein Haus zu bauen und sind auf der Suche nach einem passenden Grundstück? Bauland zu finden ist je nach Standort nicht immer einfach – besonders in Städten und Metropolregionen ist man oft lange damit beschäftigt. Um Ihnen die Sache zu erleichtern, haben wir 5 Tipps zusammengetragen, mit denen Sie im besten Fall leichter an Ihr Baugrundstück kommen.

Grundstück finden

1. Tipp: Klassische Suche in Portalen und Medien.

Auf die Frage „Wie finde ich ein Grundstück?“ ist eine naheliegende Antwort in diesen Zeiten: im Internet. Sie können zum Beispiel in Immobilienportalen eine Annonce schalten oder aber Webseiten von Immobilienmaklern durchstöbern.

Auch Printmedien können erste Impulse geben: Checken Sie die Inserate oder schalten Sie eine eigene Suchanzeige in der lokalen Tageszeitung der Region, in der Sie suchen. Gerade ältere Personen, die Bauland verkaufen möchten, werden darüber eher erreicht.


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2. Tipp: Bei Gemeinden direkt anfragen.

Generell kann man auch in den zuständigen Gemeinden oder Kommunen anfragen – denn dort werden zuweilen auch Bauplätze direkt zum Verkauf angeboten. Zwar veröffentlichen die besagten Behörden freie Baugrundstücke in der Regel auch auf einer Onlineplattform – bei einer telefonischen oder persönlichen Anfrage bekommt man aber oft noch mehr Informationen. Vor allem über Baugebiete, die neu erschlossen werden, kann man dann im besten Fall schon frühzeitig Informationen bekommen.

Das Interessante daran: Städte und Gemeinden verkaufen ihre Grundstücke in der Regel zu einem vergleichsweise geringen Preis. Das kommt daher, dass sie ein Interesse daran haben, neue Einwohner und damit Steuerzahler begrüßen zu dürfen.

Übrigens: Auch Kirchen und Stiftungen haben zuweilen Bauland, das sie veräußern können. Hier gibt es auch oft die Möglichkeit der sogenannten Erbpacht – dabei müssen Sie das Grundstück nicht erwerben, sondern nur Ihren Hausbau finanzieren. Erkundigen Sie sich doch einfach mal bei den entsprechenden Stellen.

Baugrundstück finden Illustration

3. Tipp: Recherche vor Ort.

Sie haben schon alle klassischen Quellen durchforstet und wissen nicht mehr, wo sie noch suchen sollen? Dann versuchen Sie doch mal ein wenig investigative Recherche vor Ort. Wie kann das aussehen? Sie könnten zum Beispiel beim Wochenendspaziergang auf der Suche nach einem Baugrundstück durch Ihre Wunschstadt streifen und dabei unbebaute Grundstücke finden. Das Schöne: So bekommen Sie schon mal ein Gefühl für die Umgebung und vielleicht können Sie dann auch besser einschätzen, ob Sie dort leben möchten. Die Herausforderung: Die freien Grundstücke werden nicht zwangsläufig als „zu verkaufen“ gekennzeichnet sein. Aber umso besser – Sie wollen ja schließlich im besten Fall der erste Interessent sein.

Wenn Sie ein freies Grundstück entdeckt haben, müssen Sie also erst mal den Eigentümer ausfindig machen. Sie denken jetzt: „Wie finde ich denn heraus, wem ein Grundstück gehört?“ Das ist tatsächlich nicht so einfach, wenn es nicht annonciert ist. Dann können Sie nur in der direkten Nachbarschaft oder Umgebung herumfragen, ob jemand den Besitzer kennt.

Bei Grundbuchämtern kann man zwar theoretisch Einsicht ins Grundbuch beantragen – das wird einem aber nur bei einem sogenannten „berechtigten Interesse“ gewährt – ein reines Kaufinteresse reicht dafür nicht aus. Einsicht ins Grundbuch bekommen Sie nur, wenn Sie schon offiziell in Verhandlungen mit dem Besitzer stecken und der Ihnen eine Vollmacht ausstellt.

Wenn Sie bei Ihrem Spaziergang durch Ihre Wunsch-Wohngegend auf den ersten Blick kein freies Bauland erspähen, kann es auch helfen, ein paar Leute zu fragen, ob sie von freien Grundstücken gehört haben. Im besten Fall haben Sie an Ihrem potenziellen neuen Wohnort schon etwas Vitamin B und können Freunde oder Bekannten fragen. Falls das nicht so ist, gehen Sie doch einfach mal in ein lokales Restaurant oder zu einem bekannten Stadttreffpunkt. Dort können Sie wunderbar die Einheimischen befragen und vielleicht ein paar Kontakte knüpfen, die Ihnen bei der Suche helfen. 

4. Tipp: Bebautes Grundstück kaufen.

Wenn Sie nun alles über die klassischen und investigativen Recherchewege versucht haben und Sie dennoch in Ihrer Wunschregion keine freien Grundstücke finden können, dann schauen Sie alternativ doch mal nach einem bebauten Grundstück. Sie denken sich: „Nein danke, ich will lieber selbst ein Haus bauen“? Das können Sie auch! Manchmal lohnt es sich nämlich auch für ein Neubauprojekt, ein stark sanierungsbedürftiges Haus samt Grundstück zu kaufen. Statt das Haus zu renovieren, reißen Sie das Haus ab und bauen ein neues.

Klar, das ist eindeutig aufwendiger als das Bauprojekt mit einem vorher leeren Grundstück. Es kann aber auch sein, dass Sie sich dafür ein paar Schritte sparen – zum Beispiel eine Begradigung der Fläche, das Ausheben eines Kellers und das Gießen des Fundaments. Daher ist es gut möglich, dass Sie trotz des zusätzlichen Abrisses nicht mit (deutlich) höheren Kosten rechnen müssen.

Wichtig: Checken Sie vorher, dass Sie das Haus auch abreißen dürfen. Manche Gebäude stehen unter Denkmalschutz und dürfen entsprechend nur renoviert werden.


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5. Tipp: Gemeinsames Bauprojekt.

Nein, wir wollen Sie hier nicht gleich in ein Mehrgenerationenhaus stecken, aber bei der Grundstückssuche kann es sich durchaus lohnen, sich mit anderen Leuten zusammenzutun.

Doch was gibt es da für konkrete Möglichkeiten? Einerseits können Sie zum Beispiel auf dem Grundstück Ihrer Eltern oder Großeltern bauen. Im höheren Alter sind die vielleicht froh, nicht mehr einen allzu großen Garten bewirtschaften zu müssen und Sie gleichzeitig in Ihrer Nähe zu wissen.

Auch die Grundstückssuche gemeinsam mit Freunden kann sich lohnen – schließlich brauchen Sie dann nur ein Grundstück statt zwei und können sich sogar Kosten teilen. Und das Beste: Sie haben gleich nette Nachbarn direkt nebenan.

Bei beiden Versionen sollten Sie vorher beim Bauamt erfragen, ob Sie laut Bebauungsplan überhaupt zwei Häuser auf dem Grundstück errichten dürfen. Sollte es keinen Bebauungsplan geben, dann gilt nach § 34 des Baugesetzbuchs, dass sich alle auf dem Grundstück geplanten Gebäude in die Umgebung einfügen müssen – um das zu klären, ist eine Bauanfrage an das zuständige Bauamt notwendig.

An dieser Stelle noch ein Tipp: Legen Sie bei solchen gemeinschaftlichen Bauprojekten die Eigentumsverhältnisse von vornherein klar und eindeutig fest – so vermeiden Sie Verwirrungen und Ärger zu einem späteren Zeitpunkt.

Übrigens: Gemeinsam Baugrundstücke suchen kann man auch im Rahmen einer sogenannten Bauherrengemeinschaft. Der Vorteil: Solche Baugemeinschaften aus Gleichgesinnten, die ein größeres Baugrundstück für mehrere Immobilien suchen, werden unter bestimmten Bedingungen sogar von den Städten und Gemeinden unterstützt. Erkundigen Sie sich doch einfach mal in entsprechenden Internetportalen.

Geduldig und flexibel bleiben.

Freie Bauflächen zu finden, ist zwar gar nicht so einfach, aber definitiv nicht unmöglich. Je freier Sie in der Wahl der Region sind und je weniger Zeitdruck Sie haben, desto besser. Dann können Sie in Ruhe suchen und müssen keine übereilten Entscheidungen treffen. Und wenn Sie sich zum Beispiel auch vorstellen können, am Stadtrand oder auf dem Land zu wohnen, dann wird es in der Regel noch leichter.

Also legen Sie los und lassen Sie sich nicht verunsichern – Ihr perfektes Bauland wartet mit Sicherheit nur darauf, von Ihnen entdeckt zu werden. Bleiben Sie geduldig!

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