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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.

  • 11.10.2018
  • 4 Minutes

Das Haushaltsbuch: Damit Ihnen das Geld nicht durch die Finger rinnt. 
 

„Kleinvieh macht auch Mist“, „Geld stinkt nicht“, „Den Gürtel enger schnallen“ … Schönen Gruß an das Phrasenschwein! Ja, Redewendungen sind oft abgedroschen und klingen immer ein bisschen nach Zeigefinger und großväterlichen Weisheiten. Wenn Sie allerdings jedes Mal aufs Neue denken: „Warum ist eigentlich am Ende des Geldes immer noch so viel Monat übrig?“, dann hilft auch jedes Floskelverbot nichts. Das Führen eines Haushaltsbuchs könnte Sie dabei unterstützen, Ihre Ausgaben im Überblick zu behalten und unnötige Geldfresser ausfindig zu machen. Dazu stellen Sie Ihre Einnahmen und Ausgaben nach unterschiedlichen Kategorien sortiert einander gegenüber. Darüber können Sie erkennen, wie viel Geld Sie wofür ausgeben und wissen ganz fix, wo Sie sparen können.

 
 
 
Paar prüft Haushaltsausgaben auf Laptop

Haushaltsbuch oder Haushalts-App? Finden Sie Ihren persönlichen Favoriten.

Am Anfang wird es Ihnen eventuell etwas schwerfallen, konsequent alles aufzuschreiben. Nina Camman* aus Bremen zum Beispiel ging irgendwann in Kassenbons unter: „Anstatt die Summen einfach direkt in die Tabelle einzutragen, legte ich alle Bons einfach so in mein Haushaltsbuch. Das war irgendwann so voll, dass der Einband riss.“ Nina Camman hat das Haushaltsbuch daraufhin aber nicht eingemottet, sondern sich eine kleine Aufbewahrungskiste für ihre Bons gekauft und für sich eine neue Strategie entwickelt: Sie trägt jetzt jeden Sonntag bei einer Tasse Kaffee die Ausgaben der gesamten Woche in ihr Haushaltsbuch ein. Nach den Anlaufschwierigkeiten mit ihrem Haushaltsbuch berichtet sie nun nur Positives: „Ich habe dadurch zum Beispiel gemerkt, dass ich unterwegs unglaublich viel Geld für Snacks ausgebe. Jeden Morgen einen Kaffee und ein belegtes Brötchen an der Tankstelle zu kaufen und sich nachmittags noch einen Schokoriegel oder einen Apfel im Kiosk nebenan zu schnappen – das fühlt sich in dem Moment nicht teuer an, summiert sich aber ganz schön. Am Ende habe ich für solche Dinge fast 200 Euro im Monat ausgegeben. Nun habe ich einen tollen Thermobecher für den Kaffee und bereite mir lieber am Abend vorher etwas zu Essen vor. Es ist Wahnsinn, wie viel ich damit sparen kann. Ohne mein kleines Büchlein wäre mir das gar nicht aufgefallen.“

Laura Johannsson* entschied sich, ihr Haushaltsbuch mithilfe einer App zu führen, um die Zettelwirtschaft zu vermeiden: „Das Geld floss mir einfach so aus den Händen und ich wusste nicht wohin. Also habe ich angefangen, alles brav in eine App zu tippen.“ Der größte Vorteil von Apps gegenüber klassischen Haushaltsbüchern ist sicherlich, dass sie immer greifbar sind. So können Sie jederzeit auch kleinere Einkäufe in Ihr Handy eintragen, die Sie ansonsten vielleicht vergessen würden: Zwei Euro für den Kaffee an der Ecke, ein Euro für ein Eis, drei Euro für ein belegtes Brötchen,… Für Laura Johannsson hatte ihre App aber auch ihre Tücken: „An sich war die gut gemacht, aber mich hat irritiert, dass manche Dinge mehrfach und andere wieder gar nicht aufgeführt waren. So konnte ich zum Beispiel drei verschiedene Versionen von Computerspielen auswählen, habe aber vergeblich nach Zahnpasta gesucht.“ Welche Kategorien vorhanden sind und welche weiterführenden Funktionen angeboten werden, ist natürlich von App zu App unterschiedlich. Wie Sie die passende Haushaltsbuch-App für sich finden können, erfahren Sie hier.

Aber egal, wie Sie persönlich Ihre Kalkulation gestalten wollen: Wichtig ist, dass Sie konsequent dranbleiben und alles aufschreiben. Und wie geht das jetzt genau?

Buch mit Einnahmen und Ausgaben

Tipps für ein gelungenes Haushaltsbuch.

  • Nehmen Sie ein Buch oder einen Block, das Sie exklusiv für die Kalkulation Ihrer Ein- und Ausgaben nutzen. Vermischen Sie diese nicht mit sonstigen Notizen. Das wird zu unübersichtlich.
    Wenn Sie Ihre Daten lieber digital erfassen und nicht alles selbst zusammenrechnen möchten, können Sie alternativ auch eine Excel-Tabelle anlegen. Tipps und Tricks dazu finden Sie in diversen online Tutorials.
  •  Machen Sie es sich nicht schwerer als nötig. Es reicht vollkommen, wenn Sie sich einen monatlichen Überblick verschaffen und die Ein- und Ausgaben nicht tageweise aufführen. Am Ende ist es doch egal, ob Sie den blauen Pulli an einem Montag oder einem Samstag gekauft haben. Und die Information, ob Sie sich am Anfang oder am Ende des Monats spontan für einen Besuch im besten Restaurant der Stadt entschieden haben, macht Ihre Rechnung auch nicht anschaulicher. Die Ausgaben zählen schließlich nur in der Summe und eine monatliche Auflistung erleichtert den langfristigen Überblick.

  • Gliedern Sie die Spalten sinnvoll und individuell. Für Ihr Auto zum Beispiel können Sie in Ihrer Tabelle eine eigene Spalte vorsehen. Um den Überblick nicht zu verlieren, ist es sinnvoll, für jeden Kostenpunkt einen maximalen monatlichen Betrag festzulegen, den Sie dafür ausgeben können. So kann man auch mal größere Ausgaben außer der Reihe abfedern. Der neue Fernseher kostet 400 Euro? Kein Problem. Sparen Sie doch einfach mal ein oder zwei Monate am Freizeit- und Einkaufsbudget.

  • Einnahmen und Ausgaben sollten Sie immer in dem Monat erfassen, in dem sie geflossen sind. Eine zukünftige Rückzahlung ist nichts, was Ihnen in diesem Moment hilft. Kalkulieren Sie immer mit dem real vorhandenen Geld.

  • Führen Sie Fixkosten mit auf. Auch hier gibt es gegebenenfalls Einsparpotenzial. Sie könnten zum Beispiel mittelfristig den Stromanbieter wechseln oder einen neuen, günstigeren Handyvertrag abschließen. Vielleicht lohnt sich sogar der Wechsel zu einem anderen Automodell, das sich günstiger versichern lässt.

  • Schreiben Sie immer auch den Zweck beziehungsweise Grund der Ausgaben mit in die Tabelle. Dadurch merken Sie, ob Sie bedacht oder impulsiv einkaufen. Brauchen Sie den Regenschirm wirklich oder haben Sie ihn nur gekauft, weil er so tolle rote Punkte hat? Klar, das darf auch mal sein, aber bei Impulskäufen können Sie am besten sparen. Seien Sie ehrlich zu sich selbst und passen Sie Ihr Kaufverhalten an. Es ist zum Beispiel auch sinnvoll, immer mit einem Einkaufszettel in den Supermarkt zu gehen. Machen Sie keine Hamsterkäufe! Gehen Sie lieber etwas öfter los und vermeiden Sie dadurch, dass Lebensmittel verderben.

  • Sammeln Sie alle Ihre Kassenbons als Gedächtnisstütze und tragen Sie die Ausgaben schnell in Ihr Haushaltsbuch ein. Finden Sie dazu im besten Fall einen festen Termin am Tag oder in der Woche. Das sollte für Sie genauso zum Ritual werden wie das Aufbrühen des ersten Kaffees am Morgen.

Zeit loszulegen!

Mit einem Haushaltsbuch macht Ihr Kleinvieh mehr Mist, der Gürtel sitzt immer schön luftig und Sie haben am Ende im besten Fall mehr Geld als Monat übrig. Oder wie war das? Wie auch immer … Fangen Sie am besten gleich heute an, die ersten Bons zurückzulegen!

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