Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 21.04.2021
  • 7 Minuten

Haushaltsbuch führen – so sparen Sie Geld im Alltag.

Das Führen eines Haushaltsbuchs kann Sie dabei unterstützen, Ihre Ausgaben im Überblick zu behalten und unnötige Geldausgaben ausfindig zu machen. Dazu stellen Sie zum Beispiel in einer Excel-Datei Ihre Einnahmen und Ausgaben nach unterschiedlichen Kategorien sortiert einander gegenüber. Darüber können Sie erkennen, wie viel Geld Sie wofür ausgeben und wissen ganz fix, wo Sie sparen können.

  • Ein Haushaltsbuch lässt sich sowohl digital als auch analog führen.
  • Feste Zyklen zum Eintragen der Ein- und Ausgaben (monatlich oder wöchentlich) erleichtern die Führung des Haushaltsbuchs.
  • Ausgaben sollten immer in dem Monat notiert werden, in dem sie anfallen. Eine exakte Tagesangabe ist nicht notwendig, sondern verkompliziert die Haushaltsbuchführung.
Paar mit einem Laptop im Wohnzimmer

Welches Haushaltsbuch ist das beste? Analog, Excel-Datei oder App?

Um ein Haushaltsbuch zu führen, gibt es grob gesagt zwei Möglichkeiten: digital oder analog. Diese Variationen sind natürlich noch beliebig ausgestaltbar. Für die digitale Pflege eines Haushaltsbuchs können Sie sich zum Beispiel eine individuelle Excel-Datei anlegen oder eine App nutzen.

Tino Johannsson* entschied sich, sein Haushaltsbuch mithilfe einer App zu führen, um die Zettelwirtschaft zu vermeiden: „Das Geld floss mir einfach so durch die Hände und ich wusste nicht wohin. Also habe ich angefangen, alles brav in eine App zu tippen.“ Der größte Vorteil von Apps gegenüber klassischen Haushaltsbüchern ist sicherlich, dass sie immer greifbar sind. So können Sie jederzeit auch kleinere Einkäufe in Ihr Handy eintragen, die Sie ansonsten vielleicht vergessen würden.

Für Tino Johannsson hatte die App aber auch ihre Tücken: „An sich war die gut gemacht, aber mich hat irritiert, dass manche Dinge mehrfach und andere wieder gar nicht aufgeführt waren. So konnte ich zum Beispiel drei verschiedene Versionen von Computerspielen auswählen, habe aber vergeblich nach Zahnpasta gesucht.“ Welche Kategorien im Budgetplaner vorhanden sind und welche weiterführenden Funktionen angeboten werden, ist natürlich von App zu App unterschiedlich. Der Vorteil einer Excel-Tabelle als Haushaltsbuch ist dahingegen wohl, dass Sie sie nach eigenen Wünschen selbst anlegen und damit viel leichter individuell gestalten können. Keine unnötigen oder fehlenden Kategorien. Und auch Besonderheiten lassen sich dabei ganz leicht festhalten.

Sie kennen sich nicht so gut mit Excel aus und scheuen sich vor der Arbeit? Keine Sorge: Wir haben Ihnen eine Excel-Vorlage gebaut, die sich gut als Starthilfe für Ihr Haushaltsbuch eignet. Laden Sie sie hier herunter und passen Sie die Kategorien und Spalten schnell für Ihre persönlichen Bedürfnisse an:


Hier finden Sie unsere Haushaltsbuch-Excelvorlage:

  • Laden Sie sich unsere Vorlage herunter und passen Sie den Haushaltsplaner nach Ihren Bedürfnissen an. Unsere Kategorien sind natürlich nur Vorschläge und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Was Sie brauchen, nutzen Sie. Und was Ihnen fehlt, können Sie selbst zum Budgetplaner hinzufügen.

    Das Haushaltsbuch zum Download (XLSX, 181.0 KB)

Geduldiges Papier beim analogen Haushaltsbuch.

Sie wollen es lieber analog? Dann könnten Sie Ihre Einnahmen und Ausgaben zum Beispiel in einem kleinen Büchlein festhalten oder sie auch wochen- und monatweise auf einer Tafel der Küche festhalten. Nina Camman* aus Bremen hat sich für die Buchvariante entschieden. Das lief am Anfang nicht ganz rund, da sie immer wieder vergaß, das Haushaltsbuch zu pflegen. So ging die 34-Jährige irgendwann in Kassenbons unter: „Anstatt die Summen einfach direkt in die Tabelle einzutragen, legte ich alle Bons einfach so in mein Haushaltsbuch. Das war irgendwann so voll, dass der Einband riss.“ Nina Camman hat das Haushaltsbuch daraufhin aber nicht eingemottet, sondern sich eine kleine Aufbewahrungskiste für ihre Bons gekauft und für sich eine neue Strategie entwickelt: Sie trägt jetzt jeden Sonntag bei einer Tasse Kaffee die Ausgaben der gesamten Woche in ihr Haushaltsbuch ein.

Nach den Anlaufschwierigkeiten mit ihrem Haushaltsbuch berichtet sie nun nur Positives: „Ich habe dadurch zum Beispiel gemerkt, dass ich unterwegs unglaublich viel Geld für Snacks ausgebe. Jeden Morgen einen Kaffee und ein belegtes Brötchen an der Tankstelle zu kaufen und sich nachmittags noch einen Schokoriegel oder einen Apfel im Kiosk nebenan zu schnappen – das fühlt sich in dem Moment nicht teuer an, summiert sich aber ganz schön. Am Ende habe ich für solche Dinge fast 200 Euro im Monat ausgegeben. Nun habe ich einen tollen Thermobecher für den Kaffee und bereite mir lieber am Abend vorher etwas zu Essen vor. Es ist Wahnsinn, wie viel ich damit sparen kann. Ohne mein kleines Büchlein wäre mir das gar nicht aufgefallen.“

Illustration Haushaltsbuch

Ein Haushaltsbuch bringt Ordnung und Transparenz.

Ein Haushaltsbuch eignet sich übrigens auch hervorragend für Wohngemeinschaften, denn darin können die monatlichen WG-Ausgaben für alle fair und transparent festgehalten werden. Einigen Sie sich dafür einfach mit Ihren Mitbewohnern auf eine Kalkulationsart und klären Sie, wer welche Einnahmen und Ausnahmen im Budgetplaner notiert. Für mehrere Haushaltsbuchführer eignet sich beispielsweise die Nutzung einer Excel-Tabelle, auf die jeder zugreifen kann.

Aber egal, wie Sie persönlich Ihre Kalkulation gestalten wollen: Wichtig ist, dass Sie konsequent dranbleiben und alles im Haushaltsbuch aufschreiben. Und wie geht das jetzt genau?


Geldanlage und Sparen.

Was wäre das Leben ohne Wünsche, die man sich im Laufe des Lebens erfüllen kann? Dazu benötigen Sie die richtigen Produkte, um Ihre Sparziele zu erreichen. Wählen Sie die Geldanlage, die zu Ihnen und Ihren Zielen passt.

Mehr zu den Geldanlage-Möglichkeiten

Tipps für ein gelungenes Haushaltsbuch.

  • Nutzen Sie ein Buch oder einen Block exklusiv für die Kalkulation Ihrer Einnahmen und Ausgaben. Vermischen Sie diese nicht mit sonstigen Notizen. Das wird zu unübersichtlich.
    Wenn Sie Ihre Daten lieber digital erfassen und nicht alles selbst zusammenrechnen möchten, können Sie alternativ auch eine Excel-Tabelle als Haushaltsplaner anlegen. Tipps und Tricks dazu finden Sie in diversen online Tutorials.
  • Machen Sie es sich nicht schwerer als nötig. Es reicht vollkommen, wenn Sie sich einen monatlichen Überblick über Ihre Zahlungen verschaffen und die Einnahmen und Ausgaben nicht tageweise aufführen. Am Ende ist es doch egal, ob Sie den blauen Pulli an einem Montag oder einem Samstag gekauft haben. Und die Information, ob Sie sich am Anfang oder am Ende des Monats spontan für einen Besuch im besten Restaurant der Stadt entschieden haben, macht Ihre Rechnung auch nicht anschaulicher. Die Ausgaben zählen schließlich nur in der Summe am Monatsende und eine monatliche Auflistung der Zahlungen erleichtert den langfristigen Überblick.
  • Gliedern Sie die Spalten Ihres Haushaltsbuches sinnvoll und individuell. Für Ihr Auto zum Beispiel können Sie in Ihrer Tabelle eine eigene Spalte vorsehen. Um den Überblick nicht zu verlieren, ist es sinnvoll, für jeden Kostenpunkt einen maximalen monatlichen Betrag festzulegen, den Sie dafür ausgeben können. So kann man auch mal größere Ausgaben außer der Reihe abfedern. Der neue Fernseher kostet 400 Euro? Kein Problem. Sparen Sie doch einfach mal ein oder zwei Monate am Freizeit- und Einkaufsbudget.
  • Einnahmen und Ausgaben sollten Sie immer in dem Monat in Ihrem Haushaltsbuch erfassen, in dem sie geflossen sind. Eine zukünftige Rückzahlung ist nichts, was Ihnen bei der Planung Ihrer Finanzen in diesem Moment hilft. Kalkulieren Sie immer mit dem real vorhandenen Geld.
  • Führen Sie Fixkosten mit auf. Auch hier gibt es gegebenenfalls Einsparpotenzial. Sie könnten zum Beispiel mittelfristig den Stromanbieter wechseln oder einen neuen, günstigeren Handyvertrag abschließen. Vielleicht lohnt sich sogar der Wechsel zu einem anderen Automodell, das sich günstiger versichern lässt, um die Fixkosten langfristig zu senken.
  • Schreiben Sie immer auch den Zweck beziehungsweise Grund der Ausgaben mit in die Tabelle. Dadurch merken Sie, ob Sie bedacht oder impulsiv einkaufen. Seien Sie ehrlich zu sich selbst und passen Sie Ihr Kaufverhalten an. Es ist zum Beispiel auch sinnvoll, immer mit einem Einkaufszettel in den Supermarkt zu gehen. Machen Sie keine Hamsterkäufe! Gehen Sie lieber etwas öfter los und vermeiden Sie dadurch, dass Lebensmittel verderben und Sie Ihre Ausgaben so unnötig erhöhen.
  • Sammeln Sie alle Ihre Kassenbons als Gedächtnisstütze und tragen Sie die Ausgaben schnell in Ihr Haushaltsbuch ein. Finden Sie dazu im besten Fall einen festen Termin am Tag oder in der Woche. Das sollte für Sie genauso zum Ritual werden wie das Aufbrühen des ersten Kaffees am Morgen.

Weitere Spartipps, die Ihnen die private Buchhaltung erleichtern.

Fällt es Ihnen trotz Haushaltsbuch schwer, Ihre Mittel sinnvoll einzusetzen oder am Monatsende noch einen Überschuss zum Sparen übrig zu haben? Dann haben wir hier noch einige Spartipps gesammelt, wie Sie auf lange Sicht Ihre Kosten reduzieren und Impulskäufe vermeiden können.

  1. Verlockende null Prozent: Ist die Neuanschaffung wirklich notwendig?
    Viele Händler locken bei Haushaltsgeräten oder Elektronik mit 0-Prozent-Finanzierungen. Sie können somit also Stück für Stück den Preis für Ihre Anschaffung ohne zusätzliche Kosten abbezahlen und müssen nicht auf eiserne Reserven zurückgreifen. Vorübergehende finanzielle Engpässe können so einfacher bezwungen und Kaufwünsche erfüllt werden. Allerdings sollte Ihnen bewusst sein, dass eine 0-Prozent-Finanzierung auch ihre Nachteile haben kann. Grundsätzlich kann das Finanzieren ohne Zinsen schnell zu Impulskäufen führen. Sie sollten sich also immer ganz rational überlegen, ob Sie das Gerät wirklich brauchen.
  2. Wasserverbrauch verringern.
    Auch bei den variablen Kosten lässt sich bares Geld einsparen – beispielsweise beim Wasserverbrauch. Mit einem Wassersparduschkopf lässt sich die Durchflussmenge während des Duschens reduzieren. Leben Sie mit mehreren Personen in einem Haushalt, kann sich auch die Anschaffung eines Geschirrspülers lohnen. Bei einem Spülvorgang wird deutlich weniger Wasser als beim händischen Abwaschen verbraucht.
  3. Sparpotenziale beim Heizen nutzen.
    Nicht selten machen die Heizkosten einen großen Teil der jährlichen Mietausgaben aus. Oft liegt das aber schlicht daran, dass falsch geheizt und gelüftet wird. Zunächst sollten Sie Fenster während der kalten Jahreszeit nicht über einen längeren Zeitraum hinweg kippen. Wenn Sie frische Luft hereinlassen wollen, öffnen Sie das Fenster komplett und verschließen es danach wieder. Es sollte zudem immer konstant geheizt werden, auch wenn Sie ein paar Tage nicht da sind. Der Energiebedarf für die Aufheizung eines abgekühlten Raums ist deutlich höher als der für eine gleichmäßige Erwärmung bei geringer Intensität.
  4. Den Stromverbrauch mit einfachen Mitteln reduzieren.
    Kommen wir zum Stromverbrauch. Auch hier bezahlen Mieter und Hauseigentümer regelmäßig zu viel, weil sie ein paar einfache Hinweise nicht befolgen. Damit Ihnen das nicht passiert, haben wir Ihnen die wichtigsten zusammengefasst: Als Erstes sollten Sie überall im Haus oder der Wohnung Energiesparlampen nutzen, Geräte bei Nichtbenutzung ausschalten und den Stecker ziehen statt sie in den Stand-by-Modus zu versetzen. Zu guter Letzt sollten Sie immer auf die Energieeffizienzklasse der Haushaltsgeräte achten und alte Geräte gegebenenfalls durch neue, energiesparendere ersetzen.

Zeit loszulegen!

Mit einem Haushaltsbuch haben Sie stets einen Überblick über Ihre Einnahmen und Ausgaben und können besser einschätzen, an welchen Punkten Sie zukünftig Geld einsparen können. Egal, ob Sie Ihr Haushaltsbuch analog oder digital führen möchten: Fangen Sie am besten gleich heute an, die ersten Bons für Ihr Haushaltsbuch zurückzulegen.

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