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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 09.05.2019
  • 3 Minuten

Entspannt und fröhlich trotz antiker Knochen? Das Alter als Kür des Lebens.

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Mein Opa hat vor langer Zeit einmal von meiner Oma die Aufgabe bekommen, ein Geburtstagsgeschenk für mich einzupacken. „Alles richtig gemacht, gute Frau!“ kann ich da nur sagen. Denn wie wir spätestens seit dem Film „Honig im Kopf“ wissen, ist es wichtig, älteren Herrschaften Aufgaben zu geben, damit sie sich gebraucht fühlen. Der Protagonist im Film – Amandus – hat diesen Vertrauensvorschuss im Film genutzt, um eine Limousine rücklings in ein anderes Auto zu manövrieren.

Mein Opa dagegen hat bei der Geschenkaktion nichts kaputt gemacht, sondern – im Gegenteil – für liebvolles Gelächter gesorgt: Als meine Oma nach einer angemessenen Zeit nachschaute, wie weit der alte Herr war, lag das einzupackende Geschenk unangerührt auf dem Esstisch. „Stefan, du solltest doch das Geschenk für deine Enkelin einpacken!“, warf sie ihrem Gatten daraufhin so liebevoll wie möglich entgegen.

Der verstand gar nicht, was das Problem war: Ein „Hab´ ich doch!“ brummelnd deutete er auf ein fein säuberlich eingewickeltes und mit metallisch glänzendem Geschenkband aufgehübschtes Päckchen. Nach kurzer Verwirrung und näherer Betrachtung wurde schnell klar, dass Opa nach bestem Wissen und Gewissen den Tesafilmhalter verpackt hat. Oma schmunzelte. Die gesamte Familie lachte Tränen bei der späteren Geburtstagsfeier. Und alle zeigten ihre Bewunderung. Allerdings in einer Art und Weise, die sonst Kindern gebührt. Mir war, als hätte sogar jemand so etwas gesagt wie: „Ach, wie goldig!“, „Ganz alleine?!“ oder „Genauso wie ein Großer!“ 

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1:0 für Opa – ein Spieler befolgt nur Anweisungen.

Und dabei haben wir ihn damals ja noch nicht einmal „live in action“ erlebt. Er hätte für diese Aktion ein Live-Lob in Stadionatmosphäre und jubelnde Zuschauer verdient. Mindestens. Stellen Sie sich das mal vor: Ein hochkarätiges Team aus aufgeregten Kommentatoren, die jeden Handgriff meines bubenhaften Opapas akribisch und bis ins Detail beobachten und schließlich in der bewundernden Stimme kommentieren, die ansonsten nur einem heroisierten Nationalspieler zuteilwird:

Als wolle er die Spannung bis ins Unermessliche steigern, zieht der Spieler zeitlupenartig am durchsichtigen Klebefilm.

Er rollt einen rekordverdächtig langen Streifen an einem Stück ab. Der Spender hängt ihm lässig in der Hand, die Tesafilmrolle bewegt sich wie von selbst.

Spielerisch vollendet er die Drehung … uuuuuuund … trifft sein Ziel punktgenau! Da hat er seine Chance eiskalt verwandelt. Ein Mann wie Steffi Graf!

Streifen um Streifen landet sicher an seiner Cordhose. Waaaaas für ein Spielzug… Das Publikum hält den Atem an. Damit hat niemand gerechnet.

Ja, auch ich hatte damals Lachpipi in den Augen. Aber als das getrocknet war, dachte ich: Welch´ strategisch-planerisches Geschick! Mensch, Stefan. Da hast du auf deine alten Tage aber nochmal ganz schön viel vorausschauendes Denken bewiesen. Denn, was die Belächler alle vergessen haben, ist: Mein Opa musste die Tesafilmstreifen, die er benutzen wollte, um den Tesafilmspender zu verpacken, ja im Vorfeld abreißen und irgendwo zwischenlagern.

Gut vorbereitet dem Alter entgegensehen.

Okay, das Alter ist nicht immer gut zu einem. Das kann ich zwar nur aus derlei Geschichten beurteilen, die meine Freunde und ich im frühen bis mittleren Erwachsenenalter uns bei lauschigen Weinabenden noch einigermaßen unbefangen erzählen. Doch was soll ich sagen? Die Einschläge kommen näher und damit dreht sich auch das Gedankenkarussel zum Thema Altersvorsorge immer schneller. Nein, die leichte Vergesslichkeit und etwas Klebepampe im Kopf können wir auch mit der akribischsten Planung nicht verhindern, aber zumindest für mehr Gelassenheit und ein erleichtertes Alter sorgen.

Sie denken jetzt: Das Alter ist doch noch ewig weit weg. Geht mir ähnlich: die Falten halten sich glücklicherweise noch in Grenzen und mein erstes graues Haar war mir noch ein Fest. Aber Folgendes ist klar: Die Altersvorsorge steht ganz oben auf meiner To-do-Liste. Denn ich möchte mir jede kommende Falte lieber mit Hingabe erlachen als sie mir sorgenvoll in die Stirn zu schaben. 

Alter kann auch Spaß machen!

Zu jeder Furche soll eine Geschichte gehören, der potenzielle Enkelkinder gebannt lauschen. Ich möchte ihnen dazu ein Eis kaufen oder sie mit diesen klebrigen Toffee-Bonschen vollstopfen. Meine Lieblingsversion von Oma Pia ist eine ganz Entspannte, die sich um ihre Rente nicht sorgen muss und euphorisch sagt: „Ich bin jetzt genau im richtigen Alter! Egal wofür.“

Ich muss gleich mal meinen Bankberater antickern und einen Vorsorgeplan aushecken. Dann gibt´s spätestens in 40 Jahren klebrige Bonschen in Massen.

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