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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 11.10.2018
  • 5 Minuten

Ihr Antrieb für die Unternehmensgründung: Die Finanzierung.

Kurvige Straßen, rasante Anstiege und die Konkurrenz im Rückspiegel: Die Unternehmensgründung kann Ihr Rennen zum Erfolg sein. Damit Ihnen nicht schon zu Beginn der Sprit ausgeht, erfahren Sie bei uns, wie Sie die Gründungskosten und die ersten Investitionen finanzieren.

Menschen beraten sich zur Finanzierung

Anschnallen: Gründungskosten & Investitionen.

Wer ein Unternehmen führen möchte, muss zunächst in die Unternehmensgründung und dann ins eigentliche Geschäft investieren. Am Anfang benötigen Sie also ein gewisses Startkapital, um Gründungskosten und Erstinvestitionskosten aufzufangen.

Zu den Gründungskosten gehören zum einen Kosten, die im Vorfeld der Gründung anfallen. Besuchen Sie Messen, um Kontakte zu knüpfen? Engagieren Sie einen Gründungsberater? Nehmen Sie an Coachings und Gründungsseminaren teil? All das ist für die Vorbereitung der Unternehmensgründung nötig und kostet Geld. Außerdem kommen direkt bei der Gründung Kosten auf Sie zu: Gebühren für die Gewerbeanmeldung, Notar- und Anwaltskosten.

Bevor Sie Ihr Unternehmen an den Rennstart bringen können, müssen Sie es erst einmal grundsätzlich zum Laufen bringen. Für die Produktion Ihres Angebots oder die Bereitstellung Ihrer Dienstleistung benötigen Sie Immobilien, Maschinen, Fahrzeuge, Material und Lagerbestände. Und auch bevor die Produktion starten kann, fließen in Ihr Produkt bereits Investitionen: Entwicklungs-, Design- und Materialkosten.

Außerdem müssen Sie Ihr Unternehmen bekannt machen – am besten schon vor Eröffnung. Marketingkosten für eine Website, Visitenkarten, Flyer und Anzeigen wollen dafür finanziert werden. Zuletzt richten Sie Ihren Arbeitsplatz ein: Büros, Verkaufs- und Ausstellungsräume – je nach Geschäftsidee erwarten Sie hier verschiedene Kosten.

Klingt nach einer großen finanziellen Herausforderung? Lassen Sie sich von Ihrem Kapitalbedarf nicht bremsen, jetzt kommen wir zur Finanzierung.

Mann mit Gewerbeschein und Geldscheinen

Anfahren: Eigenkapital & Fremdkapital.

Für die Finanzierung der Unternehmensgründung stehen Ihnen zwei Möglichkeiten offen: der Einsatz von Eigenkapital oder von Fremdkapital. Wo ist der Unterschied?

Eigenkapitalgeber sind am Erfolg des Unternehmens beteiligt – Fremdkapitalgeber in der Regel nicht.  Warum? Zum Eigenkapital gehören unter anderem Geldmittel und Gegenstände wie Maschinen oder Anlagen, die Sie als Gründer selbst in das Unternehmen einbringen könnten. Fremdkapital erhalten Sie beispielsweise durch Kredite oder Investoren. Das geht natürlich mit Kosten einher – so können beispielsweise Bearbeitungsgebühren und Zinsen anfallen.

Welche Bedeutung hat Eigenkapital für Ihr Unternehmen? Wie sich Ihr Eigenkapital zusammensetzen kann, hängt letztlich von der jeweiligen Gesellschaftsform Ihres Unternehmens ab. Grundsätzlich gilt aber: Je höher das Eigenkapital, desto flexibler bleiben Sie bei der Finanzierung. Denn zum einen steigt mit der Höhe des Eigenkapitals Ihre Kreditwürdigkeit bei Banken und zum anderen können Sie später bei einem unerwarteten Finanzierungsbedarf auf ein größeres Finanzpolster zurückgreifen.

Wie können Sie die Höhe des Eigenkapitals steigern? Genügt Ihr eigenes Vermögen nicht als Eigenkapital, können Sie Geldgeber für Ihr Unternehmen gewinnen. Machen Sie sich auf die Suche nach Geschäftspartnern. Diese investieren in Ihr Unternehmen, helfen mit zusätzlichem Know-how und bringen sich tatkräftig ins Geschäft ein. Im Gegenzug sind die Geschäftspartner am Gewinn beteiligt. Einen kapitalkräftigen Partner können Sie möglicherweise über namhafte Business-Portale wie zum Beispiel das Eigenkapitalforum der Deutschen Börse und der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) finden.

Wenn Sie Ihr Unternehmen unabhängig von Geschäftspartnern und Investoren führen möchten, bleibt Ihnen zur Finanzierung der Unternehmensgründung noch der Einsatz von Fremdkapital. Dafür können Sie zum Beispiel einen Kredit aufnehmen. Die Kosten des Kredits (bspw. Gebühren und Zinsen) sind jedoch besonders in der Anlaufphase eine zusätzliche finanzielle Belastung.

Weil aber Bund, Länder und EU daran interesiert sind, die Wirtschaft anzukurbeln, entlasten sie Unternehmensgründer über Förderungen und Zuschüsse finanziell.

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Gas geben: Förderungen & Zuschüsse für die Unternehmensgründung.

Zur finanziellen Unterstützung werden Gründern verschiedene Förderprogramme  angeboten. Zum einen können Sie Zuschüsse beantragen. Wenn Sie die Voraussetzungen für den gewählten Zuschuss erfüllen und Ihr Antrag bewilligt wird, erhalten Sie für einen bestimmten Zweck Geld. Das müssen Sie in der Regel nicht zurückzahlen.

Zum anderen können Sie alternativ oder ergänzend zu einem Bankkredit auch einen Förderkredit beantragen. Diese haben besonders gute Konditionen für Gründer: Eine lange Laufzeit, günstige Zinsen und die Tilgung beginnt meist erst nach einer gewissen „Schonfrist“. So belastet Sie die Rückzahlung des Kredits noch nicht in der Anlaufphase.

Um Gründern den Zugang zu Krediten zu erleichtern, bieten sich Bürgschaftsbanken als Sicherheit gegenüber dem Kreditgeber an. Das heißt, dass die Bürgschaftsbank die Haftung für den beantragten Kredit bei der Hausbank übernimmt. Dafür zahlt der Gründer – abhängig von der Bürgschaftsbank – eine Gebühr oder einen Anteil des Kreditbetrags als Provision an die Bürgschaftsbank. Für den Gründer steigt durch die Bürgschaft die Chance auf einen Kredit.

Je nachdem wie und was Sie gründen, kommen für Sie unterschiedliche Förderprogramme in Frage. Wir haben für Sie einen kleinen Überblick zusammengestellt, welche Förderungen Sie unter bestimmten Voraussetzungen bekommen können:

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Nichts Passendes dabei? Dann durchstöbern Sie doch mal die Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie nach einem Fördermittel.

Damit haben Sie genügend Treibstoff im Tank, um nach Ihrer Unternehmensgründung erst einmal Vollgas geben zu können. Doch wie sieht es nach den ersten Geschäftsjahren aus? So finanzieren Sie sich weiter:

Nicht anhalten: Entwicklung & Wachstum.

Nach der Unternehmensgründung haben Sie das nächste Ziel vor Augen: Genügend Gewinn einfahren, sodass alle Kosten gedeckt sind. Jetzt möchten Sie Ihre Konkurrenten überholen, das Unternehmen weiterentwickeln und wachsen lassen. Dafür sind neue Geräte erforderlich? Oder Sie benötigen mehr Personal mit anderen Kompetenzen? Auch in die Unternehmensentwicklung müssen Sie investieren.

Wenn Ihr Kapitalbedarf wieder steigt, müssen Sie sich nach der Unternehmensgründung erneut über Finanzierungen Gedanken machen. Auch für die mittel- und langfristige Unternehmensfinanzierung gibt es Kredite von Banken sowie staatliche Fördermittel wie den Kfw-Unternehmerkredit.

Wird Ihr Antrag jedoch abgelehnt oder können Sie die Kreditkonditionen nicht tragen, können Sie auch alternative Finanzierungsmöglichkeiten wie Leasing oder Factoring nutzen. Beim Leasing kauft eine Leasinggesellschaft die benötigten Güter für Ihr Unternehmen. Im Gegenzug zahlen Sie eine monatliche Rate an die Leasinggesellschaft. Ihr Vorteil: Sie müssen nicht auf einmal eine große Summe aufbringen, die Leasingraten sind leicht zu kalkulieren und Sie bleiben zahlungsfähig.

Beim Factoring übernimmt eine Factoring-Gesellschaft gegen eine Gebühr Forderungen aus laufenden Geschäften. Das bedeutet: Sie stellen nach Leistungserbringung eine Forderung in Form einer Rechnung an den Kunden. Die Factoring-Gesellschaft zahlt Ihnen die Forderung aus und holt sich das Geld dann von Ihrem Kunden wieder. Damit bleiben Sie auch bei Zahlungsverzug oder Ratenzahlung des Kunden liquide.

Verlassen Sie also ab und zu die altbekannten Straßen rund um Kredite und entdecken Sie neue Wege zur Unternehmensfinanzierung wie Leasing oder Factoring.

Fahrt in den Sonnenuntergang: Unternehmensgründung.

Autodach öffnen, Sonnenbrille auf und Fahrt zum Erfolg genießen: Mit einer soliden Finanzierung können Sie Ihre Unternehmensgründung zuversichtlich in Angriff nehmen und das Abenteuer Selbstständigkeit erleben.

Welchen Weg Sie von hier aus einschlagen, liegt bei Ihnen: Sie können erneut in Ihr Geschäft investieren und es mit Angeboten für Geschäftskunden weiterentwickeln oder Ihr Firmenkapital anlegen. Sie sitzen am Steuer.

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