Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 04.06.2020
  • 2 Minuten

0,25- oder 0,5-Prozent-Regelung? Steuervorteil bei privater Nutzung eines E-Dienstwagens. 

Ein Elektro- oder Hybrid-Dienstwagen macht auch privat Spaß! Warum? Auf Elektromobilität umzusteigen, ist nicht nur für die Umwelt gut, sondern kann sich bei der Privatnutzung eines E-Firmenwagens auch steuerlich lohnen. Bei der Besteuerung eines Elektroautos entstehen im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren bei einem vergleichbaren Fahrzeugpreis geringere geldwerte Vorteile, das bedeutet, es wird ein niedrigerer Prozentsatz angesetzt als bei der sonst üblichen "1-Prozent-Regelung" für Dienstwagen. Oder anders gesagt: Bei E-Firmenwagen wird im Gegensatz zu Dienstwagen mit einem Verbrennungsmotor die Bemessungsgrundlage für die geldwerten Vorteile, also der Bruttolistenpreis, halbiert bzw. geviertelt. Was das genau heißt und in welchem Fall welche Regelung in Kraft tritt, erfahren Sie im Folgenden.

Illustration 0,5 Prozent Finanzierung E-Mobilität

Privat im Dienstwagen unterwegs – mit Elektroantrieb günstiger.

Ihr Chef hat Ihnen einen Dienstwagen angeboten, den Sie auch privat nutzen können? Damit kämen Sie als Arbeitnehmer in den Genuss eines so genannten geldwerten Vorteils, da Ihr Arbeitgeber Kosten für eine Sache übernimmt, aus der Sie einen privaten Nutzen ziehen. Ein geldwerter Vorteil geht aber auch mit einem Nachteil einher: Er muss monatlich versteuert werden und ist zudem sozialversicherungspflichtig.

Bei einem Auto mit Verbrennungsmotor gilt: Sie können entweder die so genannte "1-Prozent-Regelung" anwenden oder ein Fahrtenbuch führen. Was das jeweils bedeutet und wo der Unterschied zwischen diesen beiden Methoden liegt, erfahren Sie hier.

Bei einem Elektro- oder Hybrid-Firmenwagen mit dem gleichen Bruttolistenpreis kommen Sie als Arbeitnehmer steuerlich aber besser weg – denn seit Anfang 2020 wird für die Besteuerung von reinen Elektrodienstwagen grundsätzlich nur noch ein Viertel des üblichen Bruttolistenpreises angesetzt – also 0,25 % statt 1 %. Das beschloss der Bundestag auf dem Klimagipfel im November 2019. Übrigens: Bisher galt die "0,25-Prozent-Regelung", also die Viertelung des Bruttolistenpreises nur für Elektro-Dienstwagen, deren Bruttolistenpreis 40.000 Euro nicht überschritt. Im am 3. Juni 2020 verabschiedeten Konjunkturpaket der Bundesregierung wurde diese Grenze aber auf 60.000 Euro angehoben.

Und wie funktioniert die Besteuerung genau? Ihr Arbeitgeber führt für Ihren Dienstwagen monatlich pauschal eine Steuer ab. Die begünstigte Bemessungsgrundlage dafür ist die Summe aus dem Bruttolistenpreis des Fahrzeugs und den Kosten für etwaige Sonderausstattung. 0,25 % dieser Summe werden bei der Berechnung der Einkommenssteuer zum monatlichen Bruttogehalt hinzugerechnet.

Übrigens: Auch bei teureren, privat genutzten Elektro-Dienstwagen und allen Hybriden haben Sie als Arbeitnehmer gegenüber Verbrennern einen Steuervorteil: Hier gilt die "0,5 Prozent Regelung", es wird also der Bruttolistenpreis nur zur Hälfte berücksichtigt – das allerdings nur für Wagen, die seit dem 1.1.2019 zugelassen wurden. Und bei Hybrid-Fahrzeugen tritt die Regelung auch nur dann in Kraft, wenn Sie damit eine Mindestanzahl an Kilometern rein elektrisch zurücklegen können. Derzeit sind 40 Mindestkilometer vorgeschrieben – diese Vorgabe wird sich allerdings sukzessive erhöhen. So sollen Hybride ab 2022 für eine vergünstigte Besteuerung 60 Kilometer und ab 2025 dann schon 80 Kilometer zurücklegen können, ohne dass der Verbrennungsmotor zugeschaltet werden muss. Andernfalls gilt die "1-Prozent-Regelung", es entfällt also die Möglichkeit der Halbierung. 


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Übrigens: Auch die Fahrrad-Fans unter Ihnen profitieren. Wer vom Arbeitgeber ein Dienst-Pedelec zur Privatnutzung gestellt bekommt, muss den geldwerten Vorteil seit 2019 nicht mehr zwangsläufig versteuern. Und zwar dann nicht, wenn der Arbeitgeber die Leasingrate für das Pedelec selbst bezahlt. Stellt Ihnen Ihr Arbeitgeber das Zweirad allerdings über eine Gehaltsumwandlung zur Verfügung, so gelten genau wie beim E-Firmenwagen die vergünstigten 0,25 % bei der Versteuerung des geldwerten Vorteils.

Und jetzt Sie.

Stromgetrieben von der Arbeit nach Hause und danach an den See? Das könnte auch für Sie eine spannende Option sein. Reden Sie doch einfach mal mit Ihrem Chef über die Möglichkeiten der Nutzung von E-Firmenwagen. Dann können Sie vielleicht auch bald „elektrisiert“ und auf zwei Rädern Steuervorteile genießen.

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