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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.

  • 11.10.2018
  • 4 Minutes

Kindergeld & Elterngeld: So viel Unterstützung gibt es für Eltern.

Lätzchen statt Laptop, Kinderwagen statt Dienstwagen, Nachtschicht im Kinderzimmer statt in der Maschinenhalle … Kinder sind bestimmt das Wunderbarste auf der Welt, aber ganz sicher stellen sie Mama und Papa mitunter vor finanzielle Herausforderungen. Gerade in den ersten Monaten möchten Eltern so viel Zeit wie möglich mit ihrem Baby verbringen. Klar ist also, dass die Eltern in der Karriere erstmal zurückstecken müssen. Gut, dass der Staat Ihnen mit Kinder- und Elterngeld unter die Arme greift.

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Das Elterngeld: Zeit für den Nachwuchs.

Dass sich nach einer Geburt die Prioritäten verschieben können, hat auch das Bundesfamilienministerium erkannt und deshalb mit dem Elterngeld eine sogenannte Lohnersatzleistung eingeführt. Das Elterngeld soll den monatlichen Gehaltsausfall für Eltern in der Elternzeit teilweise kompensieren. Wichtig: Das Elterngeld ist – im Gegensatz zum Kindergeld – speziell für die besonders betreuungsintensive Anfangszeit gedacht und greift daher maximal bis zum 14. Lebensmonat des Kindes.

Die Erziehung ist heute in vielen Familien Teamwork – und das lohnt sich auch finanziell. Denn 14 Monate Elterngeld bekommen nur jene Paare, bei denen beide eine Auszeit vom Job nehmen. Wird die Elternzeit jedoch nur von einem Elternteil genommen, bekommt man maximal für zwölf Monate Elterngeld. Alleinerziehende erhalten 14 Monate lang Elterngeld, sofern das Kind ausschließlich bei einem Elternteil wohnt. Weitere Detailinformationen zum Anspruch auf Elterngeld (u. a. für Selbstständige) finden Sie auch auf der Website des Bundesfamilienministeriums.

Höhe des Elterngeldes.

 Mit dem ElterngeldPlus hat die Regierung 2015 eine Regelung für Familien geschaffen, bei der einer oder beide Partner in Teilzeit arbeiten können. Die Anspruchssumme bleibt dieselbe wie beim einfachen Elterngeld, jedoch kann die Leistung auf die doppelte Länge des Bezugszeitraums gestreckt werden. So erhalten Eltern über 24 Monate hinweg das halbe Elterngeld. Ein Muss ist die Teilzeittätigkeit aber nicht.

Wenn aber beide Elternteile Elternzeit nehmen und in Teilzeit arbeiten, lässt sich der Bezugszeitraum sogar auf 28 Monate ausweiten. Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Seite des Bundesfamilienministeriums zum ElterngeldPlus.

Wer hat Anspruch auf Kindergeld?

Kindergeld gilt in Deutschland als eine Steuervergütung, die unabhängig vom Einkommen gezahlt wird. In der Regel haben alle Eltern, die mit ihren Kindern in Deutschland leben, Anspruch auf Kindergeld.

Der Staat zahlt Kindergeld für leibliche und adoptierte Kinder, die im Haushalt des Antragstellers leben. Bei getrenntlebenden Eltern wird das Kindergeld in voller Höhe an den Elternteil ausgezahlt, bei dem das Kind lebt. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Website des Bundesfamilienministeriums.

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Wie viel Kindergeld steht Eltern zu?

In der Grafik sehen Sie, wieviel Kindergeld Sie aktuell erhalten können. Grundsätzlich gibt es für das erste und zweite Kind den gleichen Satz. Ab dem dritten Kind steigert sich dieser Betrag nochmals für jedes weitere Kind. Einen umfassenderen Zahlen-Überblick bietet unter anderem die Seite der Bundesagentur für Arbeit. Das Kindergeld wird in der Regel bis zum 18. Geburtstag des Kindes ausgezahlt. Befindet sich Ihr Sohn beziehungsweise Ihre Tochter in einer Ausbildung oder im Studium, wird das Kindergeld bis zum 25. Lebensjahr weiterhin bezahlt.

Zuständig für die entsprechende Abwicklung ist die Familienkasse, die zur Agentur für Arbeit gehört. Eltern können selbst entscheiden, auf wessen Konto das Geld jeden Monat überwiesen werden soll.

Übrigens: Wer seine Steuererklärung ans Finanzamt schickt, könnte anstatt des Kindergeldes den Kinderfreibetrag erhalten – sofern die Ersparnis dadurch höher ist als das den Eltern zustehende Kindergeld. Wie genau die Finanzbeamten das ausrechnen und entscheiden, hat die Website der Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. zusammengefasst.

Wie beantrage ich Kinder- und Elterngeld?

Sämtliche Anträge zum Kindergeld, die ausgefüllt oder eingeschickt werden müssen, finden Sie bei der Bundesagentur für Arbeit. Sie können den Antrag auf Kindergeld online ausfüllen und an die Familienkasse senden. Aus rechtlichen Gründen müssen Sie ihn aber auch noch ausdrucken, unterschreiben und per Post an die Familienkasse schicken. Nicht vergessen: In diesem Umschlag dürfen auch die Geburtsurkunde des Kindes sowie die Steueridentifikationsnummer der Eltern nicht fehlen.

Das Elterngeld müssen Sie bei einer Elterngeldstelle beantragen. Auch hierbei können Sie online alle Formulare herunterladen oder je nach Kommune auch direkt online ausfüllen. Das Nachsenden von Dokumenten mit der Post ist auch hier nötig: Neben dem Antragsformular brauchen Sie Nachweise vom Arbeitgeber über die gewährte Elternzeit, Einkommensnachweise der letzten zwölf Monate, ein Original der Geburtsbescheinigung des Kindes mit dem Verwendungszweck „für Elterngeld“, Kopien Ihrer Ausweise und einen Nachweis der Krankenkasse für etwaiges gewährtes Mutterschaftsgeld.

Wichtig: Wenn beide Elternteile Elterngeld beantragen, müssen auch beide ihre Einkommensnachweise, Elternzeitbewilligungen und Ausweiskopien für die Elterngeldstelle heraussuchen. Außerdem wichtig: Beim Kindergeld muss in besonderen Fällen, zum Beispiel wenn das Kind bereits volljährig ist oder eine Behinderung hat, weitere Bescheinigungen angefügt werden. Alle Infos dazu finden Sie im Anhang des jeweiligen Antrags.

Und wenn Sie im allgemeinen Trubel doch mal den Überblick verlieren und ein Dokument vergessen? Keine Panik, alles kann nachgereicht werden. Und Kindergeld wird auch rückwirkend bis zu vier Jahre ausgezahlt. Beim Elterngeld müssen Sie sich aber beeilen, denn dieses erhalten Sie nur drei Monate rückwirkend.  

Mann und sein Kind spielen draußen

Sorgenfreier dank staatlicher Unterstützung.

Natürlich wollen Sie Ihren Kindern die bestmöglichen Lebensumstände ermöglichen – doch dafür braucht man eben auch genügend Geld. Der Staat hilft Ihnen dabei, in den wichtigen ersten Lebensjahren für Ihre Kinder einfacher da sein zu können. Denn davon profitieren sie viel mehr als von jeder Markenhose oder ausgefallenen Freizeitaktivitäten.

Mit der Sicherheit des Kinder- und Elterngeldes können Sie die Familienplanung zumindest etwas entspannter angehen und vielleicht sogar noch etwas Geld zurücklegen.

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