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Wiki: Riester Rente.

Was Sie über die Riester Rente wissen sollten.

Die Riester Rente.

Die Riester Rente ist eine staatliche geförderte Altersvorsorge. Sie wurde im Jahr 2002 eingeführt. Dieser Beitrag fasst zusammen, welche Voraussetzungen Sparer erfüllen müssen, welche Zulagen aktuell gelten und was die größten Vorteile der Riester Rente sind. 

Was ist die Riester Rente?

Die Riester Rente ist ein wesentlicher Baustein der staatlich geförderten Altersvorsorge. Das Ziel des Gesetzgebers: Arbeitnehmer (und andere Berufsgruppen) sollen privat vorsorgen und dadurch die absehbare Versorgungslücke verringern.

In Riester Verträge wird monatlich oder jährlich eingezahlt. Die eingezahlten Gelder werden angelegt. Das Guthaben im Vertrag wächst somit durch die laufenden Einzahlungen, die Zulagen und die Rendite, die im Vertrag erzielt wird.

Bei Erreichen der Auszahlungsphase wird das Guthaben im Vertrag in eine lebenslange monatliche Rente umgewandelt. Eine einmalige Auszahlung in Höhe von bis zu 30 % des Vertragsguthabens bei Rentenbeginn ist möglich. Dadurch verringert sich der monatliche Rentenanspruch. 

Zulagen und Steuervorteile:
Wie fördert der Staat die Riester Rente?

Der Staat fördert die Riester Rente durch Zulagen und Steuervorteile. Die jährliche Grundzulage beträgt 175 Euro. Zusätzlich erhalten Sparer eine Zulage für kindergeldberechtigte Kinder. Diese Zulage beträgt 300 Euro für nach 2007 geborene Kinder und 185 Euro für älteren Nachwuchs. Zusätzlich gibt es einen Berufseinsteigerbonus. Wer den ersten Vertrag vor Vollendung des 25. Lebensjahres abschließt, erhält einmalig 200 Euro.

Die Einzahlungen können steuerlich geltend gemacht werden. Dies erfolgt in der Steuererklärung in der Anlage AV. Die Zulage wird durch das Finanzamt von der Steuerersparnis abgezogen. Nur wenn die Steuerersparnis die Zulage übersteigt, gibt es also einen zusätzlichen Steuervorteil. 

Ein weiterer Vorteil dieser Altersvorsorge ist der integrierte Pfändungsschutz. Während der Ansparphase können Gläubiger nicht auf das Vertragsguthaben zugreifen. Dies schützt Sparer im Fall einer Insolvenz oder eines Antrags auf Arbeitslosengeld II bzw. Sozialhilfe. In der Auszahlungsphase werden die Rentenzahlungen dem Einkommen zugerechnet. Übersteigt das Einkommen aus der Riester Rente zusammen mit anderen Rentenzahlungen die Pfändungsfreigrenze, ist eine Pfändung möglich. 

Voraussetzungen und Mindestbeiträge bei der Riester Rente. 

Anspruch auf die Riester Förderung hat, wer in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt. Dies sind Arbeitnehmer sowie einige Freiberufler und Selbstständige. Die volle Förderung gibt es, wenn Sparer vier Prozent ihres sozialversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens in einen Vertrag einzahlen. Maximal müssen 2.100 Euro pro Jahr (inklusive sämtlicher Zulagen) eingezahlt werden. Unabhängig vom Einkommen gilt ein Sockelbetrag in Höhe von 60 Euro pro Jahr.

Auch der Ehepartner bzw. Lebenspartner eines unmittelbar Förderberechtigten ist mittelbar förderberechtigt. Der Zulagenanspruch wird dann mit der Einzahlung des Sockelbetrags erworben. 

Nachteile: Die Rente ist nicht frei verfügbar. 

Die Riester Rente dient zur Absicherung des Einkommens im Alter. Aus Sicht des Gesetzgebers sollen Sparer vorsorgen, um im Alter nicht auf Sozialleistungen angewiesen zu sein. Abgesehen von der einmaligen Kapitalauszahlung von bis zu 30 % gibt es deshalb keine Alternative zur Verrentung.

Ein weiterer Nachteil dieser Altersvorsorge (z. B. im Vergleich zur Basisrente) besteht in der fehlenden Dynamisierung. Die Zulagen wurden zwar durch den Gesetzgeber erhöht, der maximal steuerlich absetzbare Betrag jedoch nicht. Die Rentenzahlungen können nicht vererbt werden. Es besteht jedoch die Möglichkeit, Kapitalabfindungen oder Rentengarantiezeiten zu vereinbaren. 

Vertragsvarianten der Riester Rente. 

Die Riester Rente ist in verschiedenen Vertragsvarianten erhältlich. Produkte werden durch Banken, Versicherungen und Bausparkassen angeboten. Die Förderung ist für klassische Rentenversicherungen, fondsgebundene Versicherungen, Fonds- und Banksparpläne sowie Bausparverträge erhältlich. Auch der Einsatz angesparter Guthaben und/oder laufender Einzahlungen zum Erwerb einer selbstgenutzten Immobilie ist möglich („Wohn-Riester“).

Die erzielbaren Renditen richten sich maßgeblich nach der gewählten Vertragsart. Mit ETF- und Fondssparplänen lassen sich höhere Renditen erzielen als mit Banksparplänen. Gleichzeitig sind diese Verträge auch mit größeren Risiken verbunden. Die Höhe der Rente hängt dann stärker von der Marktentwicklung ab. 

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