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Mann erledigt Sekundenhandel mit Tablet

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Wiki: Sekundenhandel.

Was Sie über den Sekundenhandel wissen sollten.

Sekundenhandel: Ein Überblick.

Die Angaben auf dieser Seite haben lediglich informativen Charakter und stellen keine Anlageempfehlung dar. Bitte beachten Sie, dass nicht jedes Finanzinstrument automatisch für Sie geeignet ist. Die Informationen können werbliche Aussagen enthalten. Bitte bedenken Sie, dass der Kauf von Wertpapieren mit Risiken verbunden ist und zu Verlusten führen kann.1

Was ist der Sekundenhandel?

Die Idee, binnen Sekunden Geld zu verdienen, reizt viele Händler und Anleger. Doch nicht jeder schafft es, in so kurzer Zeit eine positive Rendite zu realisieren. Sekundenhandel ist eigentlich nichts anderes als eine besonders schnelle Form des Daytradings, bei dem Wertpapiere innerhalb kürzester Zeit gekauft und wieder verkauft werden. Selbstverständlich fallen auch beim Sekundenhandel Transaktionsgebühren an. Der Handelsansatz setzt auf extrem kurzfristige Zeitfenster, die sich – nomen est omen – im Sekundenbereich bewegen. Oftmals müssen hierbei in kürzester Zeit wichtige Entscheidungen getroffen werden, daher ist diese Form des Handels für unerfahrene Anleger eher ungeeignet. Dennoch ist dies ein sehr spannender Ansatz. Als Basiswerte beim Sekundenhandel können so gut wie alle Wertpapiergattungen eingesetzt werden.

Unruhige Marktphasen bieten gute Chancen – aber auch hohe Risiken

Wer so schnell handeln möchte, muss die positiven und negativen Eigenschaften der von ihm ausgewählten Anlagen kennen. Nur so kann eine Strategie erarbeitet werden, die zum gewünschten Einsatz und der individuellen Risikobereitschaft passt. Wenn die Kurse sprichwörtlich Achterbahn fahren, haben Anleger gute Chancen, akute Schwankungen mitzunehmen. Denn im Allgemeinen haben Sekunden-Trader an einem unruhigen Markt besonders gute Aussichten. Dazu benötigen sie allerdings überdurchschnittlich schnellen Zugang zu Informationen und die Möglichkeit ebenso schnell Transaktionen auszulösen. Eine schlimme Folge: Manche kursierende Nachricht könnte von einem Hochgeschwindigkeits-Händler bewusst in Umlauf gebracht worden sein, um für Unruhe und damit Rendite zu sorgen. Eine solche Marktmanipulation durch gezielt gestreute Falschmeldungen wäre jedoch strafbar. Für Einsteiger ist Sekundenhandel nicht geeignet, da die Reaktionszeiten extrem kurz ausfallen.

Der Nachteil bei diesem Trading-Ansatz ist seine Unberechenbarkeit. Er bietet zwar die Möglichkeit, innerhalb kürzester Zeit hohe Gewinne zu realisieren, aber genauso hoch ist auch die Chance innerhalb kürzester Zeit einen hohen Verlust, bis hin zum Totalverlust zu realisieren. Zudem fallen im Sekundenhandel in der Regel die gleichen Transaktionsgebühren an wie bei einer normalen Order über die Börsen. Schon großvolumige Orders können Auswirkungen auf die Kursentwicklung des betroffenen Wertpapiers haben. Mit schnell und geschickt platzierten Aufträgen können Nutzer zwar auf günstige Entwicklungen reagieren, aber es kann ausreichen, dass einige wenige große Händler Ihre Anteile am jeweiligen Wertpapier abstoßen, damit der Kurs einbricht. Wie einflussreich dabei Programme professioneller Hochfrequenzhändler sein können, hat die Finanzkrise in den vergangenen Jahren mehrfach in Form von teils gravierenden Kurseinbrüchen unter Beweis gestellt.

Unterschiede börslicher Handel und außerbörslicher Direkthandel 

Ein entscheidender Unterschied zwischen börslichem Handel und außerbörslichem Direkthandel ist, dass die Geschwindigkeiten bei Order-Ausführungen im Direkthandel (hierzu gehört der Sekundenhandel) oft etwas schneller ausgeführt werden als im börslichen Handel. Auch die Preisfindung gelingt hier schnell, die für Anleger an der Börse mitunter zu lang ausfällt. Lang & Schwarz und gettex bieten dem Kunden einen besonderen Vorteil: Der Preis für das zu handelnde Wertpapier steht bei der „Realtime“-Order schon vor der Order fest und wird fünf Sekunden lang gehalten und angezeigt. Jetzt kann der Trader entscheiden, ob er zu diesem Kurs handeln möchte oder nicht.

Aber Vorsicht: Der hier gestellte Kurs wird von Lang & Schwarz oder gettex allein bestimmt und nicht durch Angebot und Nachfrage ermittelt, wie es an den klassischen Börsen der Fall wäre. Kurse können nur über die Indikationen überwacht werden, die die Handelspartner selbst zur Verfügung stellen. Es gibt in diesem Fall keine Aufsichtsbehörde mit entsprechender Kontrollfunktion. Außer den Transaktionsgebühren fallen keine weiteren Courtagen an. Dagegen schneidet der klassische Börsenmarkt im Vergleich hinsichtlich der Transparenz besser ab. Faktisch macht es sich bezahlt, die Kurse beim Direkthandel mit den jeweiligen aktuellen Börsenkursen zu vergleichen. Beim Börsenhandel stehen jederzeit Referenzkurse bereit. Beim Sekundenhandel ist dies nicht generell gegeben, denn außerhalb der normalen Börsenzeiten fehlt es häufig an Referenzkursen. Auch sind Teilausführungen nicht üblich. Was die Gebühren und Courtagen angeht, entstehen diese beim Börsenhandel immer. Beim Sekundenhandel müssen Händler die genauen Informationen ihrer Handelspartner zurate ziehen.

Welche Wertpapiere kann ich über den Sekundenhandel ordern?

Wie schon erwähnt, sind oft Aktien die Basiswerte für das kurzfristige Spekulieren über die digitalen Handelsplätze. Anleger können weitläufig handeln: Auch Rohstoffe, Devisen (-paare), Zertifikate, Indizes, Zinsen und viele andere Finanzprodukte sind potenziell als Basiswerte geeignet, wenn Interessenten entsprechend schnell agieren. Anleihen, Fonds oder Optionsscheine können gleichermaßen auf diesem Wege gehandelt werden. Doch ganz gleich welches Wertpapier gewählt und wie kurzfristig spekuliert wird: Der Handel mit Wertpapieren ist mit Risiken verbunden.

Wie kann ich beim Sekundenhandel Orders aufgeben?

Eine Order kann im Normalfall rasch über die Plattformen der Handelspartner oder Broker erfolgen. Durch Eingabe der Wertpapierkennnummern (abgekürzt als ISIN oder WKN) des gewünschten Wertpapiers können Händler Ihre Vorauswahl treffen. Zusätzlich benötigen Trader außerdem die Zugangsdaten für das persönliche Handelskonto. Der Handel erfolgt in Echtzeit („Realtime“).

Für die Kauf- oder Verkaufsorder können verschiedene Orderarten ausgewählt werden. Zunächst müssen Kunden die aktuellen Kursindikationen abrufen, während im Anschluss meist einige Sekunden Zeit bleiben, um eine Order zu dem betreffenden Kurs in Auftrag zu geben oder nicht. Aufträge können nach Auftragserteilung vom Handelspartner auch noch abgelehnt werden. Im positiven Falle werden Käufe und Verkäufe im Depot verbucht. Natürlich erhalten Händler bei Order-Ablehnungen ebenfalls Nachricht.

Neben der digitalen Ordergestaltung über das persönliche Handelskonto können Kunden auch über eine gesonderte Hotline der Volkswagen Bank eine telefonische Order erteilen.

Welche Orderarten gibt es für den Direkthandel?

Die Liste der Orderarten ist je nach Anbieter mehr oder weniger lang. Klassiker sind Stop-Orders und Limit-Orders. Auch Kombinationen aus Limit- und Stop-Orders sind möglich. Die verschiedenen Orderarten erlauben dem Händler eine individuelle Einstellung des Risikos und zum Teil auch eine Absicherung seiner Rendite-Ziele. Im Falle einer Limit-Order sorgen Händler dafür, dass der Order-Wunsch nur realisiert wird, wenn der vom Anbieter gestellte Briefkurs entweder dem Kauflimit entspricht oder bei einer Kauforder unter dem Briefkurs bzw. bei Verkaufsorders über dem Limitkurs liegt. Stop-Orders (Stop-Buy, Stop-Sell, Stop-Loss etc.) wiederum sind per Definition Orders, bei denen Anleger den Auftrag einen Kauf- oder Verkaufsauftrag für den Fall erteilen, dass bestimmte Kurse berührt oder durchbrochen werden. Generell dienen die verschiedenen Orderarten entweder der Gewinnmitnahme bzw. -absicherung oder der Verlustbegrenzung.

Gebühren beim Sekundenhandel

Zum Teil berechnen Anbieter fürs Trading pauschale Gebühren. Andere Plattformbetreiber setzen auf eine prozentuale Gebühr, die auf den Einsatz angerechnet wird. Auch die Mischung beider Ansätze ist am Markt zu beobachten. Um den Grundstein für den eigenen Erfolg zu legen, sollten Anleger also vergleichen. Neben den Transaktionsentgelten kommen noch die börsenplatzabhängigen Gebühren dazu.

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