Der Dienstwagen als Arbeitsplatz: So fahren Sie sicher und organisiert.
Der Dienstwagen als Arbeitsplatz auf einen Blick:
- Ungesicherte Gegenstände wie Laptops werden bei einer Vollbremsung zu gefährlichen Geschossen – die korrekte Ladungssicherung ist eine gesetzliche Pflicht.
- Die Bedienung von Navigations- und Kommunikationssystemen ist nur dann erlaubt, wenn die Verkehrslage es zulässt.
- Eine durchdachte Tages- und Routenplanung vor Fahrtantritt reduziert nicht nur Stress und Fahrzeit, sondern ist auch ein entscheidender Sicherheitsfaktor.
Zwischen A und B: Wenn das Auto zum Arbeitsplatz wird.
Für Millionen von Mitarbeitern im Außendienst ist der Dienstwagen der zentrale Arbeitsort. Hier werden Telefonate geführt, E-Mails vorbereitet und der nächste Kundentermin geplant. Doch die Vermischung von Fahr- und Bürotätigkeiten birgt Risiken – von gefährlicher Ablenkung bis hin zu körperlichen Beschwerden.
Mit den richtigen Routinen und einer cleveren Organisation verwandeln Sie Ihr Fahrzeug in ein sicheres und produktives Cockpit, in dem Sie Ihre Aufgaben souverän meistern.
Ordnung und Sicherheit: Der richtige Platz für Laptop und Co.
Die wichtigste Regel zuerst: Während der Fahrt wird nicht am Laptop oder einem anderen Gerät gearbeitet. Doch auch die reine Aufbewahrung birgt Gefahren. Ein ungesicherter Gegenstand kann bei einem Unfall oder einer Vollbremsung zu einem lebensgefährlichen Geschoss werden. Daher gilt:
- Sicherer Transport: Verstauen Sie Laptop, Aktenkoffer und andere (schwere) Gegenstände immer im Kofferraum oder sicher im Fußraum hinter den Vordersitzen. Der Beifahrersitz ist tabu.
- Ergonomische Pausen: Nutzen Sie geplante Pausen auf einem Parkplatz, um E-Mails zu bearbeiten oder zu telefonieren. Arbeiten Sie dabei nicht vom Fahrersitz aus. Setzen Sie sich auf den Beifahrersitz, um eine verdrehte und ungesunde Körperhaltung zu vermeiden.
Gut zu wissen: So gefährlich werden Alltagsgegenstände bei einem Frontalunfall oder einer Vollbremsung.2
Die Gefahr, die von losen Gegenständen im Fahrzeuginnenraum ausgeht, wird oft massiv unterschätzt. Bei einer Vollbremsung oder einem Aufprall vervielfacht sich das Gewicht dieser Objekte durch die auftretenden Kräfte schlagartig – teilweise um das Vierzig- bis Fünfzigfache des eigentlichen Gewichts. Selbst eine harmlose Wasserflasche oder ein Smartphone können sich so in lebensgefährliche Geschosse verwandeln, die mit enormer Wucht auf die Insassen treffen.
Die folgende Tabelle zeigt eindrücklich, welches Aufprallgewicht verschiedene Alltagsgegenstände schon bei einer Geschwindigkeit von nur 50 km/h entwickeln können:
| Gegenstand | Aufprallgewicht bei 50 km/h |
|---|---|
| Smartphone (300 Gramm) | 16,5 Kilogramm |
| Regenschirm (700 Gramm) | 38 Kilogramm |
| Laptop (1,5 Kilogramm) | 83 Kilogramm |
| Getränkekasten (14 Kilogramm) | 700 Kilogramm |
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§ 22 StVO: Wenn der Laptop zur „Ladung“ wird.
Viele Fahrer wissen es nicht: Rein rechtlich gesehen gilt jeder lose Gegenstand im Auto – also auch die Laptoptasche, der Aktenkoffer oder die Wasserflasche auf dem Beifahrersitz – als „Ladung“. Gemäß § 22 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) sind Sie als Fahrer dafür verantwortlich, diese Ladung so zu sichern, dass sie „selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen“ kann. Ein Verstoß kann mit einem Bußgeld geahndet werden.
Fokus auf die Straße: Kommunikation ohne Ablenkung.
Moderne Infotainment-Systeme und Freisprecheinrichtungen sind eine große Hilfe, doch auch sie können ablenken. Der Grundsatz lautet immer: Die Fahraufgabe hat oberste Priorität. Mit diesen Tipps sind Sie sicher unterwegs:
- Systeme vorab einrichten: Koppeln Sie Ihr Telefon vor Fahrtantritt mit dem System und machen Sie sich mit den Funktionen vertraut. Geben Sie Navigationsziele immer im Stand ein.
- Sprachsteuerung nutzen: Verwenden Sie die Sprachsteuerung Ihres Fahrzeugs, um Anrufe zu tätigen oder die Navigation anzupassen. So bleiben die Hände am Lenkrad und der Blick auf der Straße.
- Gespräche bewusst führen: Auch ein Telefonat über die Freisprechanlage bindet kognitive Ressourcen. Führen Sie anspruchsvolle oder emotionale Gespräche nicht in komplexen Verkehrssituationen.
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Zum SchadenmanagementEffizienz und Gelassenheit: Die smarte Tourenplanung.
Eine gute Planung ist der Schlüssel zu einem stressfreien und produktiven Tag im Außendienst. Sie spart nicht nur Zeit und Kraftstoff, sondern reduziert auch den Druck, während der Fahrt organisatorische Dinge erledigen zu müssen:
- Route vorab planen: Planen Sie Ihre gesamte Tagestour am Morgen oder am Vorabend. Nutzen Sie Apps, die aktuelle Verkehrsinformationen berücksichtigen, um Staus zu umfahren.
- Pufferzeiten einplanen: Organisieren Sie Ihren Tag nicht zu engmaschig. Planen Sie feste Pausen und Pufferzeiten zwischen den Terminen ein, die Sie für Telefonate, administrative Aufgaben oder eine kurze Erholung nutzen können.