Falscher Sprit im Tank? Ruhe bewahren und diese Schritte befolgen.
Falsch getankt – das Wichtigste auf einen Blick:
- Die oberste Regel lautet: Wenn falsch getankt wurde, den Motor auf keinen Fall starten! Auch die Zündung muss ausbleiben, um eine Verteilung des falschen Kraftstoffs im System zu verhindern.
- Kontaktieren Sie als Erstes Ihren Arbeitgeber (das Fuhrparkmanagement) oder, falls mit dem Arbeitgeber vereinbart, die Servicehotline des Leasinggebers. Von dort werden die nächsten Schritte koordiniert und Ihnen die richtigen Ansprechpartner genannt.
- Die Kosten für das Abpumpen und die Behebung des Schadens werden in der Regel als selbstverschuldet eingestuft und müssen meist vom Fahrer selbst getragen werden.
Ein Moment der Unachtsamkeit: Der Griff zur falschen Zapfpistole.
Es passiert schneller, als man denkt: Stress, ein neuer Dienstwagen oder eine fremde Tankstelle – und schon landet der falsche Kraftstoff im Tank. In diesem Moment ist Panik der schlechteste Ratgeber. Das Wichtigste ist jetzt, ruhig zu bleiben und die richtigen Schritte zu befolgen. Mit dem richtigen Vorgehen lässt sich dann ein teurer Motorschaden in den meisten Fällen noch abwenden.
Schritt 1: Alles aus! Die goldene Regel bei falschem Kraftstoff.
Ganz gleich, welchen Kraftstoff Sie fälschlicherweise getankt haben und wie viel es war: Starten Sie unter keinen Umständen den Motor!
Betätigen Sie nicht einmal die Zündung. Bei modernen Fahrzeugen startet oft schon beim Öffnen der Fahrertür oder beim Entriegeln des Pkw die Kraftstoffpumpe und befördert den Sprit in Richtung Motor. Das kann bereits zu schweren Schäden führen. Wenn Sie den Fehler erst nach dem Losfahren bemerken, sollten Sie sofort an einer sicheren Stelle anhalten und den Motor abstellen.
Schadenmanagement für Flottenkunden.
Mit der Dienstleistung Schadenmanagement unterstützen wir Sie auch bei einer Fehlbetankung mit einer unkomplizierten Schadenabwicklung, bieten sofortige Unterstützung und entlasten Sie bei der Schadenbearbeitung.
Zum SchadenmanagementSchritt 2: Wen anrufen? Die richtige Reihenfolge für Dienstwagenfahrer.
Ihr erster Impuls ist vielleicht, einen Automobilclub anzurufen. Als Fahrer eines Dienstwagens ist Ihr erster Anruf jedoch ein anderer:
- Service-Hotline des Fuhrparkmanagements oder Leasinggebers: Wählen Sie die Nummer, die Ihnen für Pannen und Notfälle mitgeteilt wurde. Das kann entweder das Fuhrparkmanagement des Arbeitgebers sein oder, wenn vertraglich vereinbart, auch die Servicehotline des Leasinggebers. Der Leasinggeber hat oftmals feste Partnerwerkstätten und vorgegebene Prozesse für solche Fälle.
- Anweisungen befolgen: Die Service-Hotline wird alles Weitere für Sie koordinieren – vom Abschleppdienst bis zur Werkstatt, die den Tank professionell auspumpen kann. Eigenmächtiges Handeln kann zu Problemen bei der späteren Abwicklung führen.
Schritt 3: Die Kostenfrage – wer zahlt für das Versehen?
Arbeitnehmer haften bei einer Fehlbetankung des Firmenwagens nicht automatisch in voller Höhe. Eine Falschbetankung gilt rechtlich in der Regel als normale (mittlere) Fahrlässigkeit. Das bedeutet meist: Der Schaden kann zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber aufgeteilt werden, wodurch der Arbeitnehmer nur anteilig für Auspump- und Reparaturkosten aufkommen muss.
Was tun, damit eine Fehlbetankung gar nicht erst passiert?
Damit eine Fehlbetankung gar nicht erst passiert, empfiehlt sich eine zweistufige Prävention, die nicht nur den Fahrer, sondern auch das Fuhrparkmanagement betrifft:
- Der Fahrer sollte sich bei der Übernahme eines neuen oder fremden Dienstwagens immer bewusst machen, welcher Kraftstoff benötigt wird und den Blick in den Tankdeckel vor dem Tanken zur Routine machen.
- Das Management sollte das Risiko proaktiv minimieren, indem es bei der Fahrzeugbestellung auf einen integrierten Fehlbetankungsschutz achtet. Diese Kombination aus Technik und Sorgfalt ist der effektivste Schutz vor teuren Schäden.
KaskoSchutz.
Der KaskoSchutz1 der Volkswagen Leasing GmbH sichert Ihre Leasingfahrzeuge bei eigen- und fremdverschuldeten Schäden zuverlässig ab – inklusive Schaden-Soforthilfe und GAP-Deckung zu gleichbleibenden Monatsraten!
Zum Kaskoschutz
Diesel im Benziner vs. Benzin im Diesel: Ein gewaltiger Unterschied.
Auch wenn Sie den Motor nicht starten, ist das Ausmaß des potenziellen Schadens je nach Fehlbetankung sehr unterschiedlich:
- Die gefährlichere und leider auch häufigere Variante ist Benzin im Dieselfahrzeug. Moderne Common-Rail-Dieselmotoren sind extrem empfindlich. Der Dieselkraftstoff hat eine schmierende Wirkung, die für die Hochdruckpumpe und die Injektoren überlebenswichtig ist. Benzin zerstört diesen Schmierfilm sofort und kann zu einem Totalschaden des gesamten Einspritzsystems führen.
- Diesel im Benziner ist oft weniger dramatisch, da der Diesel nicht richtig zündet, kann aber ebenfalls Schäden am Katalysator und der Lambdasonde verursachen.
In beiden Fällen gilt: Abpumpen ist Pflicht.