Vogelkot, Harz und Insekten: So schützen und reinigen Sie den Lack Ihres Dienstwagens im Sommer richtig.
Lackpflege im Sommer auf einen Blick:
- Vogelkot, Baumharz und Insektenreste können aggressive Säuren und Proteine enthalten, die bei Hitzeeinwirkung den Klarlack Ihres Dienstwagens permanent schädigen können.
- Der Schlüssel zum Werterhalt ist schnelles Handeln: Je frischer die Verschmutzung, desto einfacher und schonender lässt sie sich rückstandslos entfernen.
- Weichen Sie die Verunreinigungen immer zuerst mit Wasser und einem weichen Tuch gründlich ein, bevor Sie sie entfernen, um Kratzer durch Reibung zu vermeiden.
Sommerglanz oder stumpfer Lack? Sie haben es in der Hand.
Ein glänzender Dienstwagen ist im Sommer nicht nur schön anzusehen, er ist auch ein Zeichen von Professionalität und Werterhalt. Doch gerade jetzt lauern überall Gefahren für den Lack. Die Kombination aus intensiver UV-Strahlung und aggressiven Verschmutzungen wirkt wie ein Brandbeschleuniger für Lackschäden. Mit den richtigen Handgriffen können Sie mögliche Flecken jedoch schnell und materialschonend beseitigen und sicherstellen, dass Ihr Fahrzeug auch am Ende des Sommers noch perfekt dasteht – und nebenbei auch den Vorschriften, wie sauber ein Dienstwagen sein muss, entspricht.
Gefahr 1: Aggressiver Vogelkot.
Vogelkot enthält aggressive Säuren, die sich bei Sonneneinstrahlung förmlich in die oberste Lackschicht einbrennen. Warten Sie hier zu lange, ist eine matte, unschöne Stelle das Resultat. Und die kann nur noch ein Profi entfernen.
- Die Sofort-Lösung: Legen Sie ein mit Wasser gut durchfeuchtetes, weiches Tuch (Mikrofaser oder Baumwolle) für einige Minuten auf den Fleck, um ihn aufzuweichen. Anschließend können Sie den Kot vorsichtig und ohne zu reiben mit dem Tuch aufnehmen. Bei Bedarf wiederholen.
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Zum SchadenmanagementGefahr 2: Hartnäckiges Baumharz.
Unter Bäumen zu parken schützt vor Hitze, birgt aber die Gefahr von klebrigen Harztropfen. Diese härten an der Luft schnell aus und verbinden sich fest mit dem Lack.
- Die Sofort-Lösung: Versuchen Sie niemals, Harz trocken abzukratzen! Spezialreiniger aus dem Fachhandel sind die sicherste Methode. Ein bewährtes Hausmittel für den Notfall ist ein harz- und fettlösender Reiniger wie Türschlossenteiser oder etwas Reinigungsalkohol. Geben Sie die Flüssigkeit auf ein weiches Tuch und betupfen Sie den Fleck vorsichtig, bis er sich löst. Anschließend die Stelle mit klarem Wasser nachreinigen.
Gefahr 3: Eingebrannte Insektenreste.
Besonders nach Autobahnfahrten kleben oft zahlreiche Insekten an der Fahrzeugfront. Die enthaltenen Proteine sind aggressiv und können sich bei Hitze ebenfalls in den Lack einbrennen.
- Die Sofort-Lösung: Der Klassiker funktioniert immer: Legen Sie eine nasse Zeitung oder ein feuchtes Handtuch für 10-15 Minuten auf die betroffenen Stellen. Die Feuchtigkeit weicht die Chitinpanzer auf, sodass sie sich danach leicht mit einem weichen Schwamm und Wasser abwaschen lassen.
Geheimtipps zur Beseitigung hartnäckiger Verschmutzungen.
- Der „Fett-Trick“ bei Baumharz: Ein kleines Stück Butter oder Margarine wird auf den Harzfleck aufgetragen und nach kurzer Einwirkzeit mit einem weichen Tuch abgerieben. Das Fett unterwandert und löst das Harz auf eine sehr schonende Weise, ohne den Lack anzugreifen. Wichtig ist, die Stelle danach mit einem milden Reiniger (z.B. Autoshampoo) zu säubern, um den Fettfilm zu entfernen.
- Rasierschaum als Allzweck-Waffe: Handelsüblicher Rasierschaum eignet sich hervorragend als „Einweich-Hilfe“, beispielsweise bei Insektenresten. Der Vorteil: Der dichte Schaum haftet auch an senkrechten Flächen wie der Fahrzeugfront oder den Türen, ohne sofort abzulaufen. Seine feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffe weichen sowohl Insektenreste als auch Vogelkot sanft auf, was die anschließende Reinigung erheblich erleichtert.
- Das „Notfall-Kit“ für unterwegs: Echte Profis überlassen nichts dem Zufall. Sie führen im Sommer ein kleines „Notfall-Kit“ im Kofferraum mit. Dieses besteht typischerweise aus:
1. Einer kleinen Sprühflasche mit destilliertem Wasser (vermeidet Kalkflecken) oder einem pH- neutralen Detailer-Spray (flüssiges Autopflegemittel).
2. Ein paar hochwertigen, sauberen Mikrofasertüchern.
Damit kann auf frischen Vogelkot oder andere aggressive Verschmutzungen sofort reagiert werden – noch bevor die Sonne die Chance hat, Schaden anzurichten.
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Vorsorge ist der beste Schutz: Von Wachs bis Keramikversiegelung.
Der beste Schutz vor Lackschäden und damit die effektivste Form des Werterhalts ist eine intakte Schutzschicht auf dem Lack:
- Eine regelmäßig aufgetragene Wachsschicht wirkt wie ein Schutzfilm, der verhindert, dass Schmutz direkt mit dem Lack in Kontakt kommt. Sie füllt kleinste Kratzer auf und lässt Wasser und neue Verschmutzungen einfach abperlen.
- Noch widerstandsfähiger und langlebiger ist eine professionelle Keramikversiegelung. Diese bildet eine harte, glasartige Schutzschicht, die den Lack über mehrere Jahre resistent gegen chemische Einflüsse und Kratzer macht und die Reinigung erheblich erleichtert.
Übrigens: Auch ein regelmäßiger Besuch mit dem Dienstwagen in der Waschanlage hilft dabei, Ihren Firmenwagen in einem gepflegten Zustand zu halten. Erfahren Sie hier, ob Sie die Reinigung Ihres Dienstwagens während der Arbeitszeit durchführen dürfen.