Schulanfang: Warum die Sicherheit der Kleinsten jetzt auch Ihre Verantwortung ist.
Sicherer Schulweg auf einen Blick:
- Kinder können meist Geschwindigkeiten und Entfernungen noch nicht richtig einschätzen und verhalten sich oft impulsiv.
- Als Arbeitgeber haben Sie eine soziale Verantwortung; die aktive Sensibilisierung Ihrer Dienstwagenfahrer kann Unfälle verhindern und ist ein starkes Zeichen gelebter Corporate Social Responsibility (CSR).
- Eine klare interne Kommunikation mit einfachen, aber wirkungsvollen Verhaltenstipps ist das beste Werkzeug, um die Aufmerksamkeit Ihrer gesamten Flotte zu schärfen.
Wenn die „ABC-Schützen“ den Verkehr neu lernen.
In den Wochen von Ende August bis Mitte September beginnt in den deutschen Bundesländern wieder die Schule. Für Tausende von „i-Dötzchen“ bedeutet das den Start in einen neuen Lebensabschnitt – und ihre erste eigenständige Teilnahme am Straßenverkehr. Für alle motorisierten Verkehrsteilnehmer, auch für Vielfahrer in Dienstwagen, beginnt damit eine Zeit der erhöhten Aufmerksamkeit und besonderen Verantwortung. Denn ein Unternehmen, das auf den Straßen präsent ist, trägt auch eine Mitverantwortung für die Sicherheit der Gemeinschaft.
Die kindliche Perspektive: Warum Kinder anders reagieren.
Um die Gefahr richtig einzuschätzen, ist es entscheidend, den Verkehr aus der Perspektive eines Kindes zu verstehen. Kinder sind keine „kleinen Erwachsenen“:
- Eingeschränktes Sichtfeld: Kinder haben ein deutlich engeres Blickfeld („Tunnelblick“) und nehmen Fahrzeuge, die von der Seite kommen, erst viel später wahr.
- Kein Gefahrenbewusstsein: Sie können Geschwindigkeiten und Bremswege von Autos nicht einschätzen und gehen oft davon aus: „Wenn ich das Auto sehe, sieht der Fahrer mich auch.“
- Impulsives Verhalten: Ein Ball, der auf die Straße rollt, oder ein Freund auf der anderen Seite – Kinder reagieren oft spontan und ohne auf den Verkehr zu achten.
Mehr als ein Appell: Ihre Rolle als Fuhrparkmanager.
Die Sensibilisierung Ihrer Fahrer ist ein aktiver Beitrag zur Unfallprävention und ein starkes CSR-Signal. Sie benötigen dafür keine teuren Schulungen. Einfache, aber regelmäßige Kommunikation wirkt oft am besten:
- Interne Kampagne: Versenden Sie zum Schulanfang in Ihrer Region eine E-Mail an alle Fahrer mit den wichtigsten Verhaltensregeln und der Bitte um erhöhte Vorsicht.
- Erinnerung im Alltag: Nutzen Sie interne Kanäle wie das Intranet oder eine kurze Nachricht über Ihre Fuhrparkmanagement-Software als Reminder.
- Persönliche Ansprache: Machen Sie die Verkehrssicherheit zum Schulanfang zu einem kurzen, aber wichtigen Thema im nächsten Team-Meeting. Appellieren Sie an die Vorbildfunktion Ihrer Mitarbeiter.
- Auf Assistenzsysteme hinweisen: Erinnern Sie Ihre Fahrer auch an die Funktionsweise der im Fahrzeug verbauten Fahrassistenzsysteme. Moderne Notbremsassistenten mit Fußgänger- und Radfahrererkennung sind genau für solche gefährlichen Situationen entwickelt worden und können im entscheidenden Moment als elektronischer Schutzengel fungieren, ersetzten aber niemals einen aufmerksamen Fahrer.
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Mehr zu FleetonlineDie 3 goldenen Regeln für Ihre Fahrer.
Kommunizieren Sie diese drei einfachen, aber lebenswichtigen Regeln rechtzeitig an Ihre Flotte:
- Fuß vom Gas: In Wohngebieten, in der Nähe von Schulen und an Haltestellen gilt Schrittgeschwindigkeit oder maximal Tempo 30 – auch wenn mehr erlaubt ist.
- Permanente Bremsbereitschaft: Halten Sie den Fuß über dem Bremspedal, wenn Kinder am Straßenrand zu sehen sind. Seien Sie jederzeit bereit, sofort anzuhalten – auch wegen des oft unübersichtlichen und hektischen „Elterntaxi“-Verkehrs direkt vor den Schulen.
- Höchste Vorsicht an Schulbussen: Fährt ein Schul- oder Linienbus mit eingeschaltetem Warnblinklicht an eine Haltestelle heran, herrscht absolutes Überholverbot. Steht der Bus mit Warnblinker an der Haltestelle, darf er nur mit Schrittgeschwindigkeit passiert werden – das gilt übrigens auch für den Gegenverkehr.
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Fuhrpark-Services entdeckenAnhalteweg: Warum bereits wenige km/h den Unterschied machen können.
Oft wird der Effekt einer scheinbar geringen Geschwindigkeitsreduktion unterschätzt. Doch die Physik zeigt, dass sie sogar über Leben und Tod entscheiden kann. Der reine Bremsweg vervierfacht sich bei einer Verdopplung der Geschwindigkeit. Der gesamte Anhalteweg (Reaktionszeit + Bremsweg) eines Pkw beträgt bei einer Notbremsung aus 50 km/h circa 28 Meter. Reduziert man die Geschwindigkeit auf 30 km/h, sinkt der Anhalteweg auf nur noch etwa 13 Meter. Das sind 15 Meter Unterschied – mehr als drei Fahrzeuglängen, die im Ernstfall zur Verfügung stehen, um eine Kollision mit einem Kind zu vermeiden.