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Das Geschäftskunden-Magazin der Volkswagen Leasing.
  • 21.01.2026
  • 4 Minuten

Fahrassistenzsysteme im Dienstwagen: So nutzen Sie ADAS und KI sinnvoll.

Fahrassistenzsysteme auf einen Blick:

  • Fahrerassistenzsysteme erhöhen die Verkehrssicherheit und senken Unfallkosten.
  • Einige Systeme sind bei Neuwagen gesetzlich vorgeschrieben – auch für Dienstfahrzeuge.
  • Intelligente Systeme wie ADAS und KI-Anwendungen bieten strategisches Potenzial für Flotten.
Nahaufnahme im Inneren eines Autos. Ein Autofahrer hat eine Hand am Lenkrad. Im Hintergrund sieht man eine Stadt im Sonnenuntergang.

Was sind Fahrerassistenzsysteme?

Fahrerassistenzsysteme unterstützen den Fahrer – aktiv oder passiv – bei der Fahrzeugführung.

Ihr Ziel:

  • Gefahrensituationen vermeiden
  • die Fahrsicherheit erhöhen
  • das Fahrerlebnis komfortabler gestalten

Sie greifen dabei nicht in die Entscheidungshoheit des Fahrers ein, sondern geben Warnungen, Korrekturimpulse oder reagieren automatisiert – beispielsweise mit abbremsen.

Diese Systeme bilden die Grundlage für zukünftige automatisierte Fahrfunktionen. In modernen Dienstwagen sind sie zunehmend Standard – nicht nur aus Komfortgründen, sondern auch wegen gesetzlicher Vorgaben.

Hinweis zur Begriffsnutzung: In der Praxis werden die Begriffe Fahrerassistenzsysteme und Fahrassistenzsysteme häufig synonym verwendet. Streng genommen bezieht sich Fahrerassistenzsystem auf die Unterstützung des Fahrers, während Fahrassistenzsystem neutraler die gesamte Fahrzeugführung adressiert. Im Unternehmenskontext ist jedoch Fahrerassistenzsystem der geläufigere und präzisere Begriff.


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Wofür steht ADAS?

ADAS steht für „Advanced Driver Assistance Systems“, also fortgeschrittene Fahrerassistenzsysteme. Das beschreibt vernetzte Systeme, die mithilfe von Sensoren, Kameras, Radar und zunehmend auch künstlicher Intelligenz (KI) komplexe Fahrsituationen erfassen und in Echtzeit analysieren.

Typische Beispiele sind:

  • Spurhalteassistenten
  • Notbremsassistenten
  • Verkehrszeichenerkennung
  • Abstandsregeltempomaten
  • Müdigkeitserkennung

ADAS ist ein Sammelbegriff für die Gesamtheit dieser Systeme und ihre Integration im Fahrzeug. Sie bilden die Brücke zum hochautomatisierten Fahren.

Die Auswahl an Systemen wächst stetig. Die meisten Hersteller unterscheiden zwischen Komfort-, Sicherheits- und Parkassistenzsystemen. Im Dienstwageneinsatz sind vor allem sicherheitsrelevante Funktionen interessant, da sie direkt zur Senkung des Unfallrisikos beitragen.

Zu den wichtigsten Systemen zählen:

  • Automatische Notbremsung
  • Spurhalte- und Spurwechselassistent
  • Abstandstempomat (ACC)
  • Totwinkelassistent
  • Verkehrszeichenerkennung
  • Müdigkeitserkennung
  • Einparkhilfen und Kamerasysteme
Frau schaut auf ihr Smartphone und läuft an einem Auto vorbei. Im Hintergrund sind eine Straße mit parkenden Autos und Gebäude am Straßenrand zu sehen.

Wie funktioniert ein Notbremsassistent mit Fußgängererkennung?

Ein Notbremsassistent nutzt Radar und Kameras, um Objekte vor dem Fahrzeug zu erkennen. Droht eine Kollision, warnt er den Fahrer und bremst – je nach System – automatisch ab.

Die Fußgängererkennung analysiert Bewegungsmuster und erkennt, ob eine Person in die Fahrbahn treten könnte. Hochentwickelte Systeme reagieren auch bei Dämmerung oder in komplexen Verkehrssituationen. Gerade im urbanen Dienstwageneinsatz kann diese Technik Leben retten und Sachschäden deutlich reduzieren.

Wie arbeitet ein Spurhalteassistent?

Ein Spurhalteassistent erkennt mithilfe einer Kamera die Fahrbahnmarkierungen. Verlässt das Fahrzeug unbeabsichtigt die Spur, greift das System sanft in die Lenkung ein und/oder warnt akustisch.

In Kombination mit einem aktiven Lenkimpuls (beim sogenannten „Lane Keeping Assist“) kann das Fahrzeug selbstständig in der Spur bleiben – besonders hilfreich auf der Autobahn oder bei längeren Dienstfahrten.

Wie funktioniert ein Totwinkelassistent?

Der Totwinkelassistent nutzt Radarsensoren an den Fahrzeugflanken. Befindet sich ein anderes Fahrzeug im toten Winkel, wird der Fahrer über ein optisches Signal im Außenspiegel gewarnt.

Bei vielen Modellen folgt bei aktivem Blinker zusätzlich eine akustische Warnung oder ein sanfter Lenkeingriff. Dies erhöht die Sicherheit beim Spurwechsel erheblich – insbesondere im dichten Stadtverkehr oder bei mehrspurigen Straßen.

Wie unterstützt ein Abstandsregeltempomat?

Ein Abstandsregeltempomat, oft auch als „Adaptive Cruise Control (ACC)“ bezeichnet, hält nicht nur eine eingestellte Geschwindigkeit, sondern auch automatisch den Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug.

Verlangsamt sich der Verkehr, reduziert das System die Geschwindigkeit selbstständig und beschleunigt wieder, sobald der Weg frei ist. Das entlastet den Fahrer im Berufsverkehr und sorgt für ein gleichmäßigeres Fahrverhalten.

Nahaufnahme vom Fahrersitz eines Autos von hinten: Eine Frau tippt auf das Navigationssystem auf dem Bildschirm in der Konsole des Autos. Mit der linken Hand hält sie das Lenkrad.

Sind Fahrassistenzsysteme im Dienstwagen Pflicht?

Für neue Fahrzeugtypen ist die Ausstattung mit bestimmten Fahrerassistenzsystemen bereits seit dem 6. Juli 2022 in der EU vorgeschrieben. Ab dem 7. Juli 2024 gilt diese Pflicht für alle neu zugelassenen Fahrzeuge – also auch für neu angeschaffte Dienstwagen.

Rechtsgrundlage ist die EU-Verordnung 2019/2144 (General Safety Regulation GSR II). Diese definiert eine Reihe sicherheitsrelevanter Systeme, die verpflichtend an Bord sein müssen.

Dazu gehören unter anderem:

  • Intelligenter Geschwindigkeitsassistent (ISA): Unterstützung bei der Einhaltung von Tempolimits
  • Notbremsassistent (AEB): Automatische Bremsung bei drohender Kollision
  • Spurhalteassistent: Warnung und ggf. Lenkeingriff bei unbeabsichtigtem Spurverlassen
  • Rückfahrassistent: Erkennung von Hindernissen beim Rückwärtsfahren (z. B. Kamera oder Sensorik)
  • Müdigkeits- und Aufmerksamkeitswarner: Erkennung von Ermüdungsanzeichen
  • Notbremslicht: Erhöhte Sichtbarkeit bei starkem Bremsen
  • Ereignisdatenaufzeichnung (EDR): Speicherung technischer Fahrdaten bei Unfällen

Wichtig: Systeme wie Totwinkelassistent, Spurwechselassistent oder Einparkhilfe gelten als sinnvolle Ergänzungen, sind jedoch nicht Bestandteil der verpflichtenden Mindestausstattung.

Was bedeutet das für Fuhrparkverantwortliche?

  • Bei Neubeschaffungen ab Juli 2024 ist auf die Einhaltung dieser Ausstattungsvorgaben zu achten.
  • Fahrzeuge, die vor diesem Stichtag zugelassen wurden, unterliegen keiner Nachrüstpflicht.

Ein strategischer Einsatz über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus kann sich dennoch lohnen – etwa im Rahmen unternehmensinterner Sicherheitsziele oder ESG-Strategien.


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So setzen Sie Assistenzsysteme im Fuhrpark strategisch ein.

Für eine erfolgreiche Integration in den Fuhrpark empfiehlt sich ein strukturierter Prozess:

  1. Bedarfsanalyse durchführen: Welche Risiken bestehen? Welche Einsatzzwecke deckt der Fuhrpark ab?
  2. Mindeststandards definieren: Welche Systeme sollen bei Neuanschaffung verpflichtend sein?
  3. Fahrzeugauswahl anpassen: Nur Modelle mit gewünschter Ausstattung in die Auswahl aufnehmen.
  4. Fahrerkommunikation sicherstellen: Schulungen und Einweisungen fördern die Akzeptanz und richtige Nutzung.
  5. Kennzahlen erheben: Unfallquote, Reparaturkosten und Ausfallzeiten vor und nach Einführung vergleichen.

Mit diesem Ansatz sichern Sie nicht nur die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, sondern positionieren den Fuhrpark als strategischen Hebel für Sicherheit und Effizienz.

Umsetzung in der Praxis: Kosten-Nutzen-Analyse von Fahrassistenzsystemen. 

Fahrerassistenzsysteme erfordern zunächst Investitionen. Doch sie rechnen sich – besonders in der Flottensteuerung:

  • Reduzierte Unfallkosten: Weniger Blechschäden und Personenschäden senken Reparatur- und Ausfallkosten.
  • Höhere Restwerte: Fahrzeuge mit modernen Systemen erzielen bessere Wiederverkaufspreise.
  • Sicherheitskultur: Fahrende erleben aktiv gelebten Arbeitsschutz und fühlen sich besser geschützt.

Dazu kommen potenzielle Einsparungen bei Versicherungsprämien. Einige Versicherer honorieren den Einsatz von Fahrassistenzsystemen mit Nachlässen.

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