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Das Geschäftskunden-Magazin der Volkswagen Leasing.
  • 05.08.2026
  • 5 Minuten

Tankkartenmissbrauch bei Dienstwagen vermeiden: So regeln Unternehmen die Nutzung sicher.

Tankkartenmissbrauch auf einen Blick:

  • Klare arbeitsrechtliche Vereinbarungen und transparente Prozesse schaffen Sicherheit für Unternehmen und Dienstwagenfahrer und fördern den verantwortungsvollen Umgang mit Tankkarten.
  • Digitale Tankkartensysteme unterstützen Unternehmen dabei, Tankvorgänge transparent auszuwerten und Auffälligkeiten frühzeitig nachzugehen.
  • Sollten Unregelmäßigkeiten auftreten, helfen ein strukturiertes Vorgehen und eine sorgfältige Dokumentation dabei, den Sachverhalt schnell und nachvollziehbar zu klären.
Person hält eine ChargeFuel-Ladekarte an ein Elektroauto, das an einer öffentlichen Ladesäule geladen wird.

Was versteht man unter Tankkartenmissbrauch?

Tankkarten ermöglichen Mitarbeitern das bargeldlose Tanken von Dienstwagen und vereinfachen die Verwaltung der Kraftstoffkosten. Gleichzeitig setzen Unternehmen ihren Beschäftigten damit ein hohes Maß an Vertrauen entgegen. Von Tankkartenmissbrauch spricht man, wenn eine Tankkarte entgegen den vereinbarten Nutzungsbedingungen verwendet wird. Das kann beispielsweise durch Missverständnisse, Fahrlässigkeit oder in Einzelfällen auch vorsätzlich geschehen.

Typische Beispiele für Tankkartenmissbrauch sind:

  • Tanken auf Firmenkosten für private Fahrzeuge
  • Weitergabe der Tankkarte an Dritte
  • Manipulation von Tankbelegen oder Kilometerständen
  • Abrechnung von Kraftstoff für Fahrzeuge, die nicht zum Unternehmen gehören
  • Nutzung gestohlener oder kopierter Tankkarten (z. B. durch Skimming – dem illegalen Auslesen und Kopieren von Kartendaten an manipulierten Lesegeräten)

Je früher Unternehmen solche Auffälligkeiten erkennen, desto geringer fällt der finanzielle Schaden aus.

Welche Risiken entstehen durch Tankkartenbetrug?

Ein Tankkartenbetrug verursacht häufig nicht nur direkte Kraftstoffkosten. Werden Vorfälle erst spät entdeckt, können zusätzlich hohe Verwaltungsaufwände für Buchhaltung und Fuhrparkmanagement, Vertrauens- und Imageverluste innerhalb des Unternehmens oder mögliche arbeitsrechtliche Konsequenzen entstehen. Vor allem in grösseren Fuhrparks können kleinere Auffälligkeiten im Alltag leicht übersehen werden. Bleiben sie über längere Zeit unentdeckt, summieren sich selbst geringe Beträge schnell zu einem erheblichen finanziellen Verlust

Deshalb sollte Prävention immer Vorrang vor einer späteren Schadensbegrenzung haben.

Welche Maßnahmen helfen, Tankkartenmissbrauch zu verhindern?

Der beste Schutz besteht darin, klare Prozesse mit modernen digitalen Unterstützungssystemen zu verbinden. Transparente Regeln schaffen Orientierung und geben sowohl Unternehmen als auch Dienstwagenfahrern Sicherheit im Alltag.

  1. Klare Richtlinien für die Nutzung der Tankkarte.

    Bereits bei der Ausgabe einer Tankkarte sollte eindeutig geregelt sein, wofür sie verwendet werden darf. Diese Vorgaben können in einer Dienstwagenrichtlinie oder einer separaten Tankkartenvereinbarung festgehalten werden, müssen jedoch wirksam in den jeweiligen Arbeitsvertrag einbezogen werden.
     
    Folgende Punkte sollten eindeutig definiert werden:
    – Welche Fahrzeuge dürfen mit der Tankkarte betankt werden?
    – Ist Tanken für Privatfahrten auf Firmenkosten erlaubt oder ausgeschlossen?
    – Welche Kraftstoffarten dürfen genutzt werden?
    – Welche Zusatzleistungen (z. B. Autowäsche oder AdBlue) sind freigegeben?
    – Wie sind Tankbelege und Kilometerstände zu dokumentieren?
    Je eindeutiger diese Regelungen formuliert sind, desto geringer ist das Risiko von Missverständnissen.
  2. Tankkartennutzung regelmäßig auswerten.

    Klare Vorgaben allein reichen nicht aus. Unternehmen sollten Tankvorgänge regelmäßig auswerten und nachvollziehbar dokumentieren. So lassen sich Unregelmäßigkeiten früh erkennen und offene Fragen oft schnell klären. Digitale Tankkartensysteme oder Fuhrparkmanagement-Softwares helfen dabei, Auffälligkeiten wie ungewöhnliche Tankvorgänge, unplausible Kraftstoffmengen oder abweichende Kilometerstände schnell zu identifizieren.
  3. Sicherheitsbewusstsein im Unternehmen stärken.

    Neben technischen Lösungen trägt auch ein bewusster Umgang mit der Tankkarte zu einer sicheren Nutzung bei. Regelmäßige Schulungen und Hinweise sensibilisieren Mitarbeiter für typische Fehlnutzungen, den sicheren Umgang mit Tankkarten und die Folgen eines Missbrauchs. So lassen sich Verstöße wirksam reduzieren.

Tank- und Ladekarten.

Damit Ihre Fahrer ihre Dienstfahrzeuge unterwegs laden können, bietet die Charge&Fuel Card bargeldloses Laden an mehr als 23.000 Tankstellen in Europa (inkl. DE) und rund 1 Mio. Ladepunkten in 28 europäischen Ländern.

Zu den Tank- und Servicekarten

Woran lässt sich ein möglicher Tankkartenmissbrauch erkennen?

Im Arbeitsalltag lassen sich einzelne Tankvorgänge häufig erst im Gesamtbild richtig einordnen. Eine regelmäßige Auswertung der Tankdaten sowie der Abgleich mit Fahrtenbüchern oder digitalen Fahrzeugdaten helfen dabei, Abweichungen frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls zu klären.

Folgende Auffälligkeiten können Anlass sein, einen Tankvorgang genauer nachzuvollziehen:

  • Ungewöhnliche Tankhäufigkeit: Mehrere Tankvorgänge innerhalb kurzer Zeit können Anlass sein, den Hintergrund des Tankverhaltens näher zu prüfen.
  • Unplausible Kraftstoffmengen: Werden größere Mengen getankt, als der Fahrzeugtank aufnehmen kann, empfiehlt sich ein Abgleich der Tankdaten.
  • Auffälliger Verbrauch: Stimmen Kilometerstand und Kraftstoffverbrauch dauerhaft nicht überein, kann eine genauere Prüfung sinnvoll sein.
  • Ungewöhnliche Tankzeiten oder Standorte: Tankvorgänge außerhalb der typischen Arbeitszeiten oder an Orten ohne erkennbaren dienstlichen Bezug, können Anlass sein, den Vorgang nachzuvollziehen.

Moderne Fuhrpark- und Tankkartensysteme unterstützen Unternehmen dabei, solche Auffälligkeiten automatisiert auszuwerten.

Unregelmäßigkeiten bei der Tankkartennutzung: Wie sollten Unternehmen reagieren?

Nicht jede Auffälligkeit weist auf eine missbräuchliche Nutzung hin. In den meisten Fällen lassen sich Unstimmigkeiten durch Rückfragen oder fehlende Informationen nachvollziehbar erklären. Deshalb empfiehlt es sich, den Sachverhalt zunächst sorgfältig und ergebnisoffen zu prüfen. Ein strukturiertes Vorgehen hilft dabei, voreilige Entscheidungen zu vermeiden und gleichzeitig weitere Schäden zu verhindern.

Dazu gehört insbesondere, Tankbelege mit den Fahrtdaten und dem Fahrtenbuch abzugleichen sowie den betroffenen Mitarbeiter anzuhören. Lassen sich die Unstimmigkeiten nicht eindeutig klären, empfiehlt es sich, den Sachverhalt sorgfältig zu dokumentieren und – falls erforderlich – die Tankkarte vorsorglich zu sperren. So schaffen Unternehmen eine nachvollziehbare Grundlage für das weitere Vorgehen und können bei Bedarf geeignete organisatorische oder arbeitsrechtliche Schritte einleiten.

Welche Folgen kann eine unzulässige Tankkartennutzung haben?

Bestätigt sich nach sorgfältiger Prüfung, dass eine Tankkarte entgegen den vereinbarten Regelungen genutzt wurde, können – abhängig vom Einzelfall – arbeitsrechtliche und in bestimmten Fällen auch strafrechtliche Folgen in Betracht kommen. Welche Maßnahmen angemessen sind, hängt insbesondere von Art, Umfang und den konkreten Umständen des Vorfalls ab. 

  • Mögliche Maßnahmen bei leichteren Verstößen: Bei weniger schwerwiegenden Verstößen kann zunächst eine arbeitsrechtliche Abmahnung, Versetzung oder der Entzug der Tankkartenberechtigung in Betracht kommen.
  • Konsequenzen bei schweren oder wiederholten Verstößen: Bei schwerwiegenden oder wiederholten Pflichtverletzungen sowie vorsätzlichem Missbrauch können – abhängig vom Einzelfall – auch eine Abmahnung oder frsitlose Kündigung drohen.
  • Strafrechtliche Folgen: Sofern ein vorsätzliches strafbares Verhalten vorliegt, können zusätzlich strafrechtliche Konsequenzen veranlasst werden.

Wichtig: Unternehmen sollten jeden Verdachtsfall zeitnah und sorgfältig dokumentieren, den Sachverhalt zügig aufklären und die betroffene Person angemessen einbeziehen. Zugleich sind mögliche arbeitsrechtliche Fristen zu beachten: Eine außerordentliche Kündigung muss grundsätzlich innerhalb von zwei Wochen ab Kenntnis der maßgeblichen Tatsachen erklärt werden. Welche Maßnahme angemessen ist, sollte daher ohne unnötige Verzögerung und unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls geprüft werden.

Fuhrparkverantwortlicher analysiert Fahrzeugdaten und Kosten am Laptop im Büro.

Digitale Lösungen machen Tankkarten sicherer.

Digitale Tankkartensysteme leisten heute weit mehr als die reine Abrechnung von Kraftstoffkosten. Sie unterstützen Unternehmen dabei, die Nutzung ihrer Tankkarten transparent zu steuern und ungewöhnliche Vorgänge frühzeitig zu erkennen. Viele Anbieter ermöglichen es zudem, individuelle Sicherheitsfunktionen direkt für jede Tankkarte festzulegen.

Dazu zählen unter anderem:

  • PIN-Schutz: Verhindert die unbefugte Nutzung der Tankkarte.
  • Fahrzeugbindung: Die Tankkarte kann ausschließlich für das zugeordnete Fahrzeug verwendet werden.
  • Nutzungslimits: Regionale, zeitliche oder betragliche Begrenzungen reduzieren das Missbrauchsrisiko.
  • Echtzeitauswertungen: Tankvorgänge werden unmittelbar erfasst und können direkt überprüft werden.
  • Automatische Warnmeldungen: Auffällige Transaktionen werden frühzeitig erkannt und gemeldet.

In Kombination mit klaren Unternehmensrichtlinien und regelmäßigen Kontrollen leistet digitales Fuhrparkmanagement einen wichtigen Beitrag zu einer sicheren und effizienten Tankkartennutzung.


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Zu FleetCARS

So schaffen Unternehmen Sicherheit im Fuhrpark.

Tankkarten erleichtern den Arbeitsalltag von Unternehmen und Fahrern erheblich. Damit sie ihre Vorteile vollständig entfalten können, sollten ihre Nutzung und Abrechnung jedoch klar geregelt sein. Transparente Richtlinien, regelmäßige Checks und moderne digitale Systeme bilden die Grundlage für ein sicheres Fuhrparkmanagement.

Wer klare Rahmenbedingungen schafft, Mitarbeitende regelmäßig informiert und digitale Unterstützung sinnvoll nutzt, legt die Grundlage für eine transparente und vertrauensvolle Tankkartennutzung. So profitieren Unternehmen und Dienstwagenfahrer gleichermaßen von einfachen Abläufen, weniger Aufwand in der Fuhrparkverwaltung und einem sicheren Umgang mit Tankkarten.

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