Your browser is not supported.

For the best experience, we recommend using an alternative browser.

Der Service ist zur Zeit leider nicht verfügbar. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 30.04.2021
  • 6 Minuten

Autonomes Fahren – Was bringt uns die Zukunft an Mobilität?

Selbstfahrende Autos gehörten ebenso wie fliegende Exemplare lange zur Rubrik „Zukunftsmusik“ und „Wunschvorstellung“. Während wir auf schwebende Autos voraussichtlich noch etwas länger warten müssen, nehmen die Pläne zu selbstfahrenden Fahrzeugen immer mehr Form an – einige von ihnen sind sogar schon fahrtüchtig. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis wir auf dem Weg zur Arbeit bequem unseren Kaffee schlürfen und unsere morgendliche Zeitung lesen – obwohl wir in unserem Auto auf der Straße unterwegs sind. Doch wie ist es überhaupt möglich, dass ein Fahrzeug alleine fährt? Im Folgenden haben wir Wissenswertes zu den Fahrfunktionen, Sicherheitsaspekten und der Haftungsfrage für Sie zusammengefasst. 

Autonomes Fahren im VW ID.

Was ist eigentlich autonomes Fahren?

Dank präziser Sensoren und Kameras sowie allerlei technischer Programmierung sind autonome Fahrzeuge in der Lage, sich eigenständig durch den Straßenverkehr zu manövrieren. Der Fahrer wird zum Passagier und kann sich während der Fahrt entspannt zurücklehnen. Grundgedanke hinter dem autonomen Fahren ist, dass der Straßenverkehr sicherer und wieder für mehr Leute zugängig wird. Auch ältere Personen oder Menschen mit Einschränkungen, die sich sonst nicht mehr hinters Steuer setzen würden, können dank automatisierter Fahrzeuge wieder bequem von A nach B kommen – ohne dabei sich selbst oder andere zu gefährden.

Autonomes Fahren wird im Alltag häufig auch als automatisiertes oder hochautomatisiertes Fahren bezeichnet, das ist jedoch nicht korrekt. Vielmehr handelt es sich beim automatisierten Fahren um eine Vorstufe der autonomen Mobilität. Laut ADAC unterscheidet man fünf verschiedene Stufen mit unterschiedlich ausgeprägten Fahrfunktionen.

  1. Assistiertes Fahren: Im Rahmen dieser Stufe trägt der Fahrer die volle Verantwortung und wird lediglich durch Assistenzsysteme unterstützt.
  2. Teilautomatisiertes Fahren: Das Auto kann in vereinzelten Situationen selbstständig bremsen, beschleunigen oder die Spur halten.
  3. Hochautomatisiertes Fahren: Der Pkw kann zeitweise eigenständig fahren. Der Fahrer kann sich also kurzzeitig vom Verkehr abwenden, muss aber bei Aufforderung vom Fahrsystem eingreifen. Missachtet er die Aufforderung, haftet er für verursachte Unfälle.
  4. Vollautomatisiertes Fahren: Bei dieser Stufe kann der Fahrer bei Bedarf die Kontrolle über das Fahrzeug abgeben und zum Passagier werden – er kann das Steuer jedoch auch jederzeit wieder selbst übernehmen. Der Pkw fährt selbstständig, erkennt Gefahren und ist in der Lage dazu, in Gefahrensituationen einen risikominimalen Zustand einzunehmen – also zum Beispiel auf einem Seitenstreifen zum Stehen zu kommen.
  5. Autonomes Fahren: Beim autonomen Fahren kümmert sich die verbaute Technik  um das Führen des Fahrzeugs und bewältigt alle Verkehrssituationen. Dazu muss nicht zwingend ein Passagier an Bord sein, denn das Fahrzeug muss extern von einem Betreiber werden, der im Falle einer Störung eingreifen kann.

Wer im Alltag von autonomen Autos spricht, meint in der Regel die Stufen 4 und 5. Auch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fasst unter „autonomem Fahren“ beide Stufen zusammen:

Während es die Fahrzeugstufen 1 bis 3 inzwischen auch im Straßenverkehr gibt, existieren Autos der Stufe 5 in Deutschland derzeit lediglich in Form von Prototypen. Und auch Fahrzeuge der Stufe 4 findet man noch nicht auf Deutschlands Straßen. In Bezug auf Stufe 4 könnte sich das aber schon bald ändern. Das BMVI plant, die ersten vollautomatisierten Fahrzeuge bis zum Jahr 2022 in den Regelbetrieb aufzunehmen. Dabei liegt der Fokus klar auf dem Transport von Fahrgästen – zum Beispiel in autonomen Bussen. Um das zu ermöglichen, soll im Verlauf von 2021 ein Gesetz zum autonomen Fahren verabschiedet werden. Bis sich die fahrerlosen Autos jedoch vollends durchsetzen und vermehrt auf den Straßen zu finden sind, wird es wohl noch etwa bis 2040 dauern – so jedenfalls die Prognosen. Das liegt teils an den andauernden Entwicklungsprozessen, teils aber auch an der Skepsis vieler Bürger bezüglich der Sicherheit der autonomen Fahrzeuge. 


Mitdenkendes Auto leasen über die VWFS.

Sie wollen auch ein Auto, das mitdenkt, und sind auf der Suche nach einer Möglichkeit, Ihr modernes Traumauto zu finanzieren? Dann schauen Sie sich doch mal unsere Leasingprodukte an.

Mehr zum Auto-Leasing

Wer autonom fährt, fährt sicher – oder doch nicht?

Im Straßenverkehr vollständig die Kontrolle abzugeben, ist für viele Fahrzeugführer schwer vorstellbar. Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung aus dem Jahr 2017 hegen ganze 67 % der Befragten Misstrauen gegenüber dem autonomen Fahren. Unfälle, Technikversagen und Kontrollverlust sind dabei die größten Sorgenpunkte. Aber was ist dran an den befürchteten Schwachstellen?

Tatsächlich sehen Ingenieure das autonome Fahren laut VDI eher förderlich für die Unfallvermeidung, denn rund 30 % der Unfälle gehen darauf zurück, dass der Fahrer abgelenkt wurde – autonome Fahrzeuge können sich hingegen nicht ablenken lassen. Ablenkung und Unaufmerksamkeit als Gefahrenquellen werden also deutlich vermindert, wenn nicht sogar vollständig verhindert. Zudem bieten Warnsysteme zwischen autonomen Pkw die Möglichkeit, frühzeitig über Staus, liegen gebliebene Fahrzeuge und Unfälle zu informieren. Diese Car-to-Car-Communication warnt die systeminterne Steuerung, sodass Wege umgeplant oder die Fahrweise angepasst werden können.

Innerhalb der Fahrzeugtechnik gibt es zudem Back-up-Systeme, die bei einem Ausfall der Haupttechnik greifen sollen. Dadurch stellen die Hersteller sicher, dass auch bei plötzlichen Technikfehlern kein Kontrollverlust des Autos entsteht.

Schon heute wurde die Unfallhäufigkeit dank Fahrerassistenzsystemen wie Spurhaltesystemen oder Notbremsfunktionen deutlich verringert. In Kombination mit zusätzlichen Sensoren, Kameras und technischen Konfigurationen haben autonome Fahrzeuge also das Potenzial, die Unfallquote weiter zu senken. Zumal Maschinen eine deutlich geringere Reaktionszeit als Menschen besitzen. Kommt es zu einer potenziell gefährlichen Situation, dauert es mehrere Millisekunden oder gar Sekunden, bis beim Menschen das reflexartige Handeln am Steuer einsetzt – vorausgesetzt der Fahrer ist hellwach, konzentriert und hat die Augen auf den Straßenverkehr gerichtet.

Ein autonomes Fahrzeug hingegen nimmt die Gefahr wahr und leitet unmittelbar den Reaktionsprozess ein. Wie schnell die Reaktionszeiten letztendlich sind, wenn die autonomen Fahrzeuge irgendwann über unsere Straßen düsen, ist heute schwer zu prognostizieren. Das liegt vor allem daran, dass Hersteller und Ingenieure stetig daran arbeiten, diese Vorgänge weiter zu optimieren und die Zeiträume bis zur Entscheidung und Handlung einzelner Fahrfunktionen noch kürzer zu gestalten.


Erfüllen Sie sich den Traum vom Auto mit Assistenzsystemen.

Sie möchten sich einen Wagen samt sicherheitsspendender Fahrassistenzsysteme zulegen? Die Auto-Finanzierung der Volkswagen Bank kann dabei eine gute Unterstützung sein.

Mehr zur Fahrzeugfinanzierung

Wie trifft das Auto Entscheidungen?

Damit die Fahrzeugsysteme wissen, ob die Straßen frei sind oder nicht, ist ein ausgeklügeltes System samt umfangreichem Gefahrenkatalog notwendig. In diesem Katalog werden so viele Verkehrsszenarien wie möglich festgehalten – von Standardsituationen wie roten Ampeln oder Vorfahrtsregelungen bis hin zu unerwarteten Lenkmanövern anderer Verkehrsteilnehmer.

Zusätzlich zu diesen Szenarien werden Handlungsanweisungen für das Fahrzeug abgespeichert, sodass der Bordcomputer exakt die Reaktion einleiten kann, die die Situation erfordert. Damit das Fahrzeug verschiedene Objekte und Menschen wahrnehmen kann, ist es mit speziellen Sensoren und Kameras ausgestattet. Die wahrgenommenen Gegenstände und Personen werden dann kategorisiert, um eine Basis für die Berechnungen möglicher Kollisionen zu schaffen. Der autonome Pkw erkennt dann automatisch, ob gerade eine Person zu Fuß über die Straße spaziert oder auf dem Rad unterwegs ist.

Zusätzlich wurden in Zusammenarbeit mehrerer Wissenschaftler und Experten 20 Ethikregeln für das autonome Fahren aufgestellt, nach denen sich die Fahrzeughersteller bei der Programmierung und Entwicklung ihrer selbstfahrenden Autos richten sollten. Dieses Regelwerk soll dafür sorgen, dass die Reaktionsmuster des Fahrzeugs ethisch vertretbar sind. Oberste Priorität soll es stets sein, Unfälle möglichst zu vermeiden und Menschenleben zu bewahren. Zudem dürfen die Leben von Passanten nicht aufgewogen werden oder anhand von Alter und anderen Merkmalen priorisiert werden.

Illustration Autonomes Fahren

Wer haftet, wenn es doch mal scheppert?

In Sachen Haftung bei Autounfällen unterscheidet der Gesetzgeber rechtlich zwischen Fahrer und Halter. Laut §7 des Straßenverkehrsgesetzes haftet bei Unfällen in der Regel der Fahrzeughalter unabhängig davon, ob er Unfallverursacher ist. Es sei denn, das Fahrzeug wurde ihm gegen seinen Willen und ohne sein Zutun entwendet.

Aber wie wird es geregelt, wenn der Unfallverursacher keine menschliche Person, sondern ein autonomes Fahrzeug ist? Fakt ist: Es gibt noch keine finale gesetzliche Regelung zum Thema Haftung beim autonomen Fahren. Bisher gibt es nämlich kein Gesetz, das das autonome Fahren überhaupt erlaubt. Anzunehmen ist, dass bei Fahrzeugen der Stufe 5 und bei vollautomatisierten Fahrzeugen, bei denen der Fahrer die Führung des Wagens an den autonomen Modus übergeben hat, im Falle eines Unfalls weder Halter noch Fahrer komplett haften. Doch wer kommt dann am Ende für die entstehenden Schäden auf? Nach Inkrafttreten einer gesetzlichen Regelung dürfte angesichts der bisherigen Rechtslage davon auszugehen sein, dass der jeweilige Hersteller oder Halter sowie seine Versicherung für einen entsprechenden Schaden gleichermaßen haften.

Besitzen Sie jedoch ein Fahrzeug der Stufe 3, können Sie als Halter bei einem von Ihnen selbst verursachten Unfall laut Gesetz haftbar gemacht werden, wenn Sie der Übernahme-Aufforderung des Pkw nicht nachgekommen sind und deshalb der Unfall passiert ist. Sie müssen während der Fahrt also jederzeit dafür bereit sein, das Steuer und die Fahrfunktionen wieder zu übernehmen.

Eine Frage der Zeit…

Wann die ersten autonomen Fahrzeuge zugelassen werden und wann sich diese Autos der Zukunft letztlich im Straßenverkehr durchsetzen, kann man heute noch nicht genau sagen. Wenn es aber endlich so weit ist, wird es ein Meilenstein der Autogeschichte und der Technik sein – und Sie können Teil davon sein. In der Zwischenzeit können Sie bereits die ersten Erfolge des teil- und hochautomatisierten Fahrens auf den Straßen genießen und dank zahlreicher Assistenzsysteme sicher über die Straßen düsen.

Auch interessant:

E4 - Mitdenkendes Auto 2_Zeichenfläche 1.jpg

Auto & Mobilität

Auto der Zukunft als smarter Helfer.

Durch Digitalisierung, Sensortechnik und Vernetzung können Autos Störungen demnächst selbst an die Werkstatt melden – oft noch, bevor sie überhaupt auftreten. Auch mit dem Fahrer kommuniziert das Auto der Zukunft.

  • 30.10.2020
  • 3 Minuten
Display Fahrerassistenzsysteme

Auto & Mobilität

Fahrerassistenzsysteme: Integrierte Sicherheit.

Sie helfen uns beim Bremsen, Abstand- und Spurhalten. Fahrerassistenzsysteme erleichtern das Fahren und greifen dem Autofahrer in brenzligen Situationen unter die Arme. So können sogar Unfälle verhindert werden.

  • 31.12.2019
  • 3 Minuten
Familienauto leasen oder finanzieren?

Produktinformationen

Auto-Leasing oder -Finanzierung bei VW FS.

Auf der Suche nach einem neuen Auto mit den aktuellsten Fahrerassistenzsystemen? Mit Auto-Leasing oder- Finanzierung fahren Sie für eine festgelegte monatliche Rate demnächst vielleicht einen Neuwagen mit den modernsten Sicherheitstechniken .