Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 21.04.2022
  • 12 Minuten

Urlaub mit dem Auto – so kommen Sie sicher und entspannt durch den Roadtrip.

  • Was man bei der Planung eines Roadtrips beachten muss.
  • Sie wollen im Auto auch schlafen? So finden Sie ein geeignetes Reisemobil.
  • Ein Sicherheitscheck vor der Abreise ist essenziell.
  • Beim Packen hilft eine Packliste.
  • Schwere Gegenstände gehören nach unten: Beim Beladen des Autos gilt es, Einiges zu beachten.


Wer mit dem Auto in den Urlaub fährt, der kann während der Reise Eindrücke der ganz besonderen Art sammeln. Denn wenn der Blick aus dem Auto freie Sicht auf atemberaubende Landschaften gewährt – und Sie sich spontan entscheiden, einfach stehen zu bleiben und einen Moment oder gar eine Nacht zu verweilen – dann ist das der perfekte Urlaub on the road! Damit das Autoreise-Abenteuer in unvergesslicher Erinnerung bleibt und für alle Mitreisenden entspannt verläuft, ist eine gute Planung wichtig. Wir zeigen Ihnen, welche Vorteile eine Autoreise bietet und wie Sie sicher und entspannt durch Ihren Roadtrip kommen.

Familie packt Koffer

Warum Urlaub mit dem Auto? Gute Gründe für einen Roadtrip.

Wenn es an die Urlaubsplanung geht, steht meist eine ganze Reihe von Entscheidungen an. Was soll es werden: ein Aktivurlaub in den Bergen, ein Wellnessurlaub an der Ostsee oder doch Sonne, Strand und Meer? Und wo geht die Reise hin: Österreich, Italien oder vielleicht auch mal Kroatien? Ein Urlaub mit dem Auto kann all das möglich machen, ob peu à peu im Jahrestakt oder alles in einem Rutsch. Wie beliebt Autoreisen bei den Deutschen sind, zeigt auch eine Studie des Deutschen Reiseverbands: Demnach nutzen im Jahr 2021 55 Prozent der Deutschen für Urlaubsreisen von mehr als fünf Tagen das Auto. Im Vorjahr waren es sogar 61 Prozent.

Wir können also festhalten: Das Auto ist in Deutschland das beliebteste Verkehrsmittel für Urlaubsreisen.

Kein Wunder, denn auf vier Rädern zu reisen, bedeutet Vielfalt. Schließlich sind Sie Ihr eigener Guide – und gerade das macht diese Art des Reisens so außergewöhnlich. Zum Beispiel kann das Auto primär der Anreise und gelegentlich ein paar Ausflügen vor Ort dienen, während Sie die Nächte in einem Hotel oder einer Ferienwohnung verbringen. Vielleicht wagen Sie aber auch eine Rundreise, fahren von Unterkunft zu Unterkunft und erkunden so jeden Tag ein neues Fleckchen Erde. Wer die Natur aus nächster Nähe kennenlernen möchte, der kann das Auto beim Camping sogar zu seinem Zuhause auf Zeit machen – oder mit Wohnwagen oder Zelt im Gepäck umherreisen und das Land erkunden.

Neben der Mobilität und der Vielseitigkeit überzeugt das Auto als Reisemittel vor allem auch in puncto Flexibilität und Spontaneität. Der Campingtrip an die Ostseeküste fällt wegen eines Wetterumschwungs ins Wasser? Kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken! Denn wer selbst fährt, kann den Regenwolken einfach davon düsen – der Sonne entgegen. Und diese Freiheit muss keinesfalls immer zur Umdisponierung genutzt werden, im Gegenteil: Wenn Sie irgendwo in den Genuss eines echten Geheimtipps kommen, suchen Sie sich einfach einen Schlafplatz in der Umgebung und bleiben so lang dort, bis es Sie woanders hinzieht und Sie die Fahrt fortsetzen möchten.

Aber auch Reisende, die lieber schon im Voraus ihre Zwischenstopps buchen, profitieren von der Unabhängigkeit, die mit einer Eigenanreise einhergeht – schließlich gibt es immer mal die ein oder anderen unplanmäßige Situation: sei es eine verfrühte Abreise, ein Abstecher in den lokalen Freizeitpark oder das Bedürfnis, kurz anzuhalten, sich die Beine zu vertreten und dabei die Umgebung zu erkunden. 


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Roadtrip Camping

1. Roadtrip planen: Wo, wie, wann?

Ob Sie lediglich mit einer unkomplizierten Anreise in den Sommerurlaub starten oder sich mit dem Camper von Fleck zu Fleck treiben lassen möchten, eines haben all die Facetten einer Autoreise gemein: Sie wollen geplant sein – zumindest ein Stück weit. Deshalb stehen zunächst ein paar grundsätzliche Überlegungen zum Roadtrip auf dem Programm. Ganz oben auf dem Plan: das Reiseziel, die Streckenplanung, Regelungen im Urlaubsland, die passende Unterkunft und die Reisezeit.

Zu den Eckdaten der Reise gehört eine ungefähre Vorstellung des Reiseziels. Hier gibt es viele tolle Herangehensweisen: Leben Sie beispielsweise in Süddeutschland und möchten an die Ostseeküste? Oder kommen Sie von dort und wollen gen Süden in die Berge, an den Gardasee oder nach Kroatien ans Meer? Vielleicht wollten Sie schon immer mal die Mecklenburgische Seenplatte erkunden oder es gibt Städte und Sehenswürdigkeiten, die Sie gern besichtigen möchten – alles sehr gute Anlässe für eine Autoreise. Suchen Sie sich Ihren Favoriten aus. Bei der Wahl des Reiseziels spielt nicht zuletzt auch die Erreichbarkeit eine Rolle. Beispielsweise sind Sizilien und die Kanaren zwar beliebte Urlaubsorte, allerdings nimmt eine Anreise mit Auto und Fähre doch recht viel Zeit in Anspruch. Viele kroatische Inseln hingegen sind deutlich schneller und unkomplizierter zu erreichen.

Wer mit der ganzen Familie reist, braucht in dieser Phase vielleicht einen Moment länger. Schließlich haben auch die Kinder Wünsche und Vorstellungen, die es für einen genussvollen Urlaub zu berücksichtigen gilt. Bietet sich vielleicht ein Abstecher in einen Freizeitpark an oder lässt sich der Urlaub mit ein paar Tagen auf einem Bauernhof abrunden? Je mehr Spaß und Beschäftigung die Kinder bei der Anreise und am Reiseziel finden, desto entspannter sind sie – und mit Ihnen auch die Eltern 😊.

Was die Streckenplanung anbelangt, lautet der einfachste Tipp: Relax, don’t stress. Und das gilt nicht nur bei Rundreisen, bei denen tatsächlich der Weg das Ziel ist. Egal, ob Camping-Tour oder Städtereise – der Urlaub beginnt, sobald Sie ins Auto steigen. Kalkulieren Sie doch einfach ein paar Stunden mehr für Staus und spontane Zwischenstopps ein und legen Sie vielleicht nicht jedes Detail der Autoreise genauestens fest. Vor allem mit Kindern an Bord können mehr und längere Pausen zum Austoben Wunder wirken. Wenn Sie umherreisen, können Sie außerdem versuchen, die Autofahrt in mehrere Etappen einzuteilen, um bewusst zu entschleunigen.

Tipp: Strecken von 100 bis 150 Kilometern sind erfahrungsgemäß gut machbar – für den Autofahrer und auch für die kleinen Reisenden auf der Rückbank.

Sobald die grobe Route steht, geht es an die Details. Um für alles gewappnet zu sein, können Sie sich über spezifische Regelungen und Auflagen im Urlaubsland oder der -region – insbesondere im Zusammenhang mit Corona – informieren. Bei Auslandsreisen bietet das Auswärtige Amt stets eine aktuelle Übersicht über etwaige Besonderheiten. Planen Sie wiederum einen Campingurlaub in Deutschland, hilft zum Beispiel der Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland e. V. (BVCD). Liegt der Urlaubsort auf einer Insel, kann es sich außerdem lohnen, schon vor der Anreise Fährverbindungen zu recherchieren oder sogar zu buchen, um allzu langen Wartezeiten vor der Überfahrt vorzubeugen.

Auch potenzielle Unterkünfte können Sie nach Bedarf schon im Voraus heraussuchen, kontaktieren oder gar reservieren – am besten aber unter Klärung der Stornobedingungen. Inwieweit das nötig ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. In typischen Urlaubsregionen und -ländern ist der Ansturm häufig größer als an Reisezielen, die noch als Geheimtipps gehandelt werden, die Auswahl allerdings auch. Wer mit dem Zelt reist, ist vielleicht eher auf einen gut ausgestatteten Campingplatz mit sanitären Anlagen, Strom und anderen Extras angewiesen als jemand, der im Wohnwagen oder Campingmobil Platz für reichlich Gepäck hat und sich selbst versorgen kann.

Wenn Sie in der Hauptsaison reisen, sollten Sie damit rechnen, dass Wohnungen und Campingplätze zum einen recht schnell ausgebucht und zum anderen kostspieliger sind als in der Nebensaison. Und auch auf das Verkehrsaufkommen wirken sich Schulferien, Feiertage und Wochenenden aus. Wer noch keine schulpflichtigen Kinder hat, könnte also nicht nur Staus umgehen, sondern auch Nerven und ein paar Euro sparen, indem er außerhalb der Hauptreisezeit in den Urlaub fährt.

2. Den perfekten Begleiter finden: Reisemobil mieten.

Nicht unerheblich ist auch die Frage nach dem passenden Gefährt. Die stellt sich vor allem dann, wenn das Auto Sie nicht nur sicher von A nach B bringen, sondern auf der Reise auch als Unterkunft dienen soll. Planen Sie einen Campingausflug, haben jedoch kein eigenes Reisemobil und möchten die Nacht trotzdem nicht unbedingt im Zelt verbringen? Dann kann eine Mietunterkunft auf Rädern Abhilfe schaffen. Auch im Auto Abo kann man sich bequem einen Wohn-Van auf Zeit mieten. Und wer weiß: Vielleicht kommen Sie ja auf den Geschmack und basteln sich bald einen eigenen Camper.

Schauen Sie sich am besten verschiedene Fahrzeugtypen an, denn in Größe und Ausstattung gibt es teils deutliche Unterschiede. Größere Campingwagen haben meist eine kleine Küche mit Herd und Kühlschrank sowie einen Sanitärbereich mit Dusche und WC, genauso wie Frisch- und Abwasser. Das bietet maximale Unabhängigkeit, ist aber oft auch teurer und erfordert ein wenig Routine seitens des Autofahrers – sowohl beim Parken als auch auf der Fahrt.

Führt Ihre Route Sie beispielsweise durch die bergigen Regionen der Schweiz oder durch Italiens Altstädte mit ihren engen Gassen, kann ein kompakteres Modell seine Vorteile haben, da es meist wendiger ist als seine größeren Brüder. Planen Sie mit Ihrem Camper eher Ausflüge in die Natur abseits asphaltierter Straßen, ist ein Fahrzeug mit Allradantrieb empfehlenswert. Und auch ein Blick in Ihren Führerschein lohnt sich: Für Reisemobile über 3,5 Tonnen Gewicht benötigen Sie die Führerscheinklasse C oder C1.

Wenn die Wahl auf einen Mietwagen fällt, gibt es zudem einige organisatorische Aspekte zu klären:

  • Mietdauer: Viele Fahrzeuge haben eine Mindestmietdauer von einer Woche. Damit eignen Sie sich aber keineswegs nur für den Sommerurlaub, sondern können auch für Kurzausflüge, beispielsweise für eine Städtereise über ein verlängertes Wochenende, der perfekte Begleiter sein. Schließlich fließt auch die Zeit, die Sie zum Be- und Entladen des Autos sowie für die Schlussreinigung benötigen, mit in die Mietdauer ein. Außerdem haben Sie so ausreichend Zeit, um sich bei einer kleinen Probefahrt an das Auto zu gewöhnen und mit Größe, Fahrgefühl und Bordtechnik vertraut zu machen.
  • Versicherung: Besprechen Sie mit dem Vermieter, wie Sie und das Fahrzeug während des Roadtrips versichert sind. Eine Kfz-Versicherung mit Haftpflicht und mindestens Teilkasko sind hier Pflicht – in der Regel können Sie sich auch für eine Vollkaskoversicherung entscheiden und sich so gegen Vandalismus und selbst verschuldete Schäden absichern. Wo genau die Unterschiede liegen, erklären wir Ihnen in unserem Versicherungsratgeber. Und noch ein Tipp: Reisemobil-Vermieter bieten oft einen Schutzbrief an, der Sie zusätzlich im Falle einer Panne – beispielsweise durch einen geplatzten Reifen – versichert.
  • Autofahrer: Vor allem längere Strecken lassen sich sorgen- und stressfreier bewältigen, wenn mehrere Reisende berechtigt sind, den Mietwagen zu fahren. Sind nur Sie als Vertragspartner als Fahrer registriert, besteht vielleicht die Option, weitere Fahrer hinzuzufügen.
  • Tanken und Kilometer: In der Regel geben Sie den Camper so zurück, wie Sie ihn bekommen haben – ist der Tank bei Abholung voll, geben Sie den Wagen auch mit vollem Tank zurück. Achten Sie auch darauf, ob alle gefahrenen Kilometer für Sie kostenfrei sind oder ob Sie eine Kilometerbegrenzung haben und gegebenenfalls etwas nachzahlen müssen, wenn Sie die Freikilometer überschreiten. Informationen hierzu können Sie beim Vermieter einholen oder im Mietvertrag nachlesen.

Aber: Nicht immer ist unbedingt ein Camper notwendig. Vielleicht lässt sich ja auch der eigene Pkw ein wenig aufrüsten und so fit für den Roadtrip machen – das mag zwar je nach Modell etwas weniger Luxus und Komfort bieten, kann aber durchaus auch gemütlich sein. Ob Pkw oder Wohnmobil, treuer Begleiter oder Mietwagen: Um bösen Überraschungen auf der Autobahn vorzubeugen, braucht es eine gute Vorsorge. 

Illustration Welche Autoteile sollte man vor langen Reisen überprüfen?

3. Vorsorge: Vor der Abreise Sicherheitscheck durchführen.

Wer seinem Auto vor dem Urlaub einen ausgiebigen Sicherheitscheck gönnt, kann vorsorgen und das Risiko einer Panne minimieren. Unsere Checkliste zeigt, worauf Sie achten sollten.

1. Reifenprofil: 
Lange Fahrten und schwere Ladung bedeuten für die Autoreifen eine Dauerbelastung. Umso wichtiger ist es, dass sie sich bei Fahrtbeginn in einem guten Zustand befinden – den erkennen Sie unter anderem anhand des Reifenprofils. Der ADAC empfiehlt für Sommerreifen ein Mindestprofil von 3 Millimetern und für Winter- und Ganzjahresreifen ein Mindestprofil von 4 Millimetern.

Dazu ein kleiner Trick: Mithilfe einer 1-Euro-Münze können Sie herausfinden, ob die Profiltiefe noch den empfohlenen 3 Millimetern entspricht. Wie? Ganz einfach: Setzen Sie die Münze in eine Vertiefung des Reifenprofils. Verschwindet der Goldrand vollständig in der Rille, sind Sie auf der sicheren Seite – denn der ist exakt 3 Millimeter breit. Entlang des Reifens finden Sie außerdem mehrere kleine Stege in den Rillen, die als Verschleißindikatoren dienen. Ist das Profil nur noch so hoch wie der Steg, ist das gesetzliche Minimum von 1,6 Millimetern unterschritten – und der Reifen nicht mehr verkehrstauglich.

2. Reifendruck:
Bevor wir uns von den Reifen entfernen, gilt es noch, den Luftdruck zu prüfen. Dieser muss bei einem für den Urlaub gepackten Fahrzeug höher sein als sonst, um die Reifen trotz Ladung nicht zu stark zu beanspruchen. Die empfohlenen Werte für den Reifendruck variieren – Sie finden sie in der Gebrauchsanweisung, im Tankdeckel oder in der Fahrertür.

Wer auf Nummer sicher geht und ein Reserverad im Kofferraum hat, sollte auch hier einmal Reifenprofil und -druck kontrollieren und nachsehen, ob das Gummi noch intakt oder womöglich mit der Zeit porös geworden ist.

3. Scheiben und Scheibenwischer:
Kontrollieren Sie Ihre Scheiben auf Steinschläge und lassen Sie diese, falls sie welche entdecken, am besten noch vor dem Urlaub beheben – oder anderenfalls zumindest prüfen, ob Sie unbedenklich sind.

Werfen Sie in dem Zuge auch einen Blick auf Ihre Scheibenwischblätter: Liegen die spitzen Enden nicht mehr an der Scheibe auf oder sind die Blätter ausgefranst? Dann sollten sie ausgetauscht werden.

4. Beleuchtung: 
Eine einwandfrei funktionierende Lichtanlage ist unabdinglich für die Sicherheit im Straßenverkehr – und zwar nicht nur bei Nacht oder im Tunnel. Probieren Sie deshalb vom Standlicht bis zur Nebelschlussleuchte alle Innen- und Außenleuchten einmal kurz aus, bevor Sie die Reise antreten: Blinker und Bremslichter inklusive. Das geht am besten zu zweit: Einer sitzt im Auto und betätigt die Hebel, während der andere von außen nachsieht, ob auch alles ordnungsgemäß leuchtet.

5. Bremsen:
Als Nächstes sind die Bremsen dran. Testen Sie Bremse und Handbremse auf Ihre Wirksamkeit und achten Sie darauf, dass sie ohne zeitliche Verzögerung einsetzen und dass das Auto dabei die Spur hält. Im Stand können Sie außerdem den sogenannten Leerweg des Bremspedals überprüfen: Betätigen Sie hierzu die Bremse und testen Sie, wie tief Sie die das Pedal durchtreten können, bevor die Wirkung spürbar wird. Ein Leerweg von zwei bis drei Zentimetern gilt als normal.

6. Motor und Betriebsmittel:
Fehlt noch ein Blick unter die Motorhaube. Auch als Laie können Sie den Ölstand sowie das Kühl- und Scheibenwischwasser kontrollieren. Wenn Sie sich unsicher sind, was sich wo befindet, hilft der ADAC. Achten Sie in dem Zuge auch darauf, dass das Motoröl nicht extrem dunkel ist – das kann darauf hindeuten, dass es zu alt ist oder der Motor zu stark verbrennt. Beim Nachfüllen des Scheibenwischwassers sollten Sie vor allem im Winter darauf achten, dass es mit Frostschutz versetzt ist.  

Sinnvoll ist auch eine Prüfung der Bremsflüssigkeit: Neben der Füllhöhe kommt es hierbei auch aufs Alter an. Die Bremsmittelflüssigkeit sollte nicht älter als zwei Jahre sein. Im Zweifelsfall kann Ihnen die Werkstatt, die die letzte Inspektion vorgenommen hat, Auskunft geben.

Checkliste abgearbeitet und alle Autoteile für gut befunden? Dann ist es fast geschafft. Werfen Sie nun noch einen Blick auf das Nummernschild, ins Serviceheft oder in den Fahrzeugschein, um sicherzugehen, dass Sie eventuell anstehende Termine für Hauptuntersuchung, Wartung und Inspektion falls nötig noch vor dem Urlaub wahrnehmen können. 


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Campingtour planen - Familie packt

4. Sachen packen: Ich packe meinen Koffer und nehme mit… 

Wer kennt es nicht: Selbst für ein paar Tage am Gardasee kommt schnell so einiges an Gepäck zusammen. Doch wer sich beim Packen ein wenig zurückhält und nur das Nötigste dabeihat, spart Zeit beim Ein- und Auspacken, verliert im Urlaub nicht den Überblick – und muss weder Gepäckstück-Tetris spielen noch Sorge haben, dass das Maximalgewicht des Fahrzeugs überschritten werden könnte. Außerdem gilt: Je schwerer die Ladung, desto höher ist auch der Spritverbrauch. Wenn das mal kein schlagendes Argument ist!

Was aber gehört auf jede Packliste, wenn es mit dem Auto in den Urlaub geht, und wie lässt sich all das Gepäck sicher verstauen? Beginnen wir mit den Must Haves für die Reise auf vier Rädern:

  • Papiere und Dokumente inklusive Führerschein und Fahrzeugpapiere
  • Reiseapotheke inklusive Mittel gegen Reiseübelkeit – Checken Sie bei der Gelegenheit am besten auch noch mal den Verbandskasten im Auto!
  • Hygieneartikel
  • Elektronik und Unterhaltung – Navigation und Kinderbespaßung zahlen sich auch während der Fahrt aus.
  • Passende Kleidung
  • Verpflegung – Vor allem im Fall eines Staus sind Getränke und Snacks Gold wert.

Wenn das Fahrzeug nicht nur der Eigenanreise, sondern auch als Unterkunft dient oder ein Campingurlaub mit dem Zelt bevorsteht, wird die Packliste noch ein wenig länger. Dann kommt die Grundausstattung in Form von Bettwäsche oder Schlafsack und Handtüchern hinzu sowie außerdem Küchenutensilien und Haushaltsartikel. Für den nötigen Komfort sorgt zusätzliches Mobiliar wie ein Tisch samt Stühlen, ein Vorzelt und vieles mehr – hier sind der Fantasie im Grunde keine Grenzen gesetzt. Zuletzt können Mehrfachsteckdosen, Verlängerungskabel, Wasserkanister, Lampen, eine gut gefüllte Kühlbox und andere Extras für ein Camping-Erlebnis sorgen, bei dem es Ihnen an nichts mangelt.

5. Das Auto richtig beladen. 

Damit das Gepäck nicht in der ersten steilen Kurve wie wild durch den Innenraum des Autos wirbelt, muss es ordnungsgemäß verstaut werden. Das heißt konkret: Schwere Gegenstände kommen nach ganz unten – und sollten im Camper in Achsennähe verstaut werden, um den Schwerpunkt nicht zu verlagern. Schieben Sie Koffer und sperrige Gepäckstücke außerdem bis ganz an die Rücksitzlehne und achten Sie darauf, dass nach Möglichkeit keine Gegenstände über die Lehne der Rücksitzbank hinausragen. Das beeinträchtigt schließlich die Sicht des Autofahrers und kann außerdem eine Gefahr darstellen: Im Falle eines Unfalls können ungesicherte Gepäckstücke laut ADAC schon bei geringen Geschwindigkeiten mit einem Vielfachen ihres eigenen Gewichts umher geschleudert werden. Sollten Sie aus Platzgründen doch mal stapeln müssen, lässt sich die Ladung durch ein Gepäcknetz oder ein Laderaumgitter sichern. 

Leichte Gegenstände, die im Kofferraum und auf der Rückbank keinen Platz finden, lassen sich auch in einer Dachbox verstauen. Aber Achtung: Der Dachgepäckträger, auf dem die Box montiert wird, die Box selbst und deren Inhalt dürfen gemeinsam die zulässige Dachlast des Fahrzeugs nicht überschreiten. Anderenfalls kann das Auto ins Schleudern geraten. Wie Sie Dachgepäckträger und -box richtig montieren, zeigt Ihnen Kfz-Mechatronikerin und Moderatorin Lina van de Mars im passenden Video.

Auch Fahrräder können mithilfe eines Trägersystems auf dem Dach oder der Anhängerkupplung transportiert werden. Entscheiden Sie sich für einen Transport auf dem Heckträger, sind Folgekennzeichen und Beleuchtung Pflicht. Mitsamt den Fahrrädern darf Ihr Auto eine Breite von 2,55 Metern nicht überschreiten, zudem dürfen die Räder pro Seite nicht weiter als 40 Zentimeter über die Schlussleuchte hinausragen. Steht die Ladung – gemessen von den Rückstrahlern an – mehr als einen Meter nach hinten über, muss sie nach § 22 StVO mit einer hellroten Fahne, einem hellroten Schild oder einem hellroten Zylinder gekennzeichnet werden. 

Ist alles verstaut, kommt es zuletzt noch auf das Gewicht an. Ob Pkw oder Camper – jedes Fahrzeug hat ein Maximalgewicht, das beim Beladen nicht überschritten werden darf. Wenn Sie aber das Gefühl haben, dass es eng werden könnte, gehen Sie auf Nummer sicher und wiegen Sie das bepackte Mobil. Das ist zum Beispiel auf öffentlichen Fahrzeugwaagen möglich.

Achtung: Schwer beladene Fahrzeuge haben einen längeren Bremsweg. Achten Sie daher darauf, mit Ihrem vollgepackten Wagen immer einen etwas größeren Sicherheitsabstand einzuhalten. Jetzt sind Sie aber wirklich reif für den Urlaub! 

Gut vorbereitet? Gute Fahrt! Guter Urlaub!

Ein Urlaub mit dem Auto – ob mit dem eigenen Pkw oder einem größeren Mietwagen – ist praktisch, facettenreich und steht für Flexibilität und Freiheit. Wer also bei der Anreise und im Urlaub mobil sein und selbst das Tempo vorgeben möchte und vielleicht sogar Lust auf das ein oder andere spontane Abenteuer hat, für den ist ein Roadtrip vielleicht genau das Richtige!

Durch eine gute Planung können Sie schon im Vorfeld potenzielle Stressfaktoren ausfindig machen und vermeiden – und sich auf diese Weise ganz auf die Momente des kleinen Glücks zwischendurch konzentrieren. Vielleicht nutzen Ihnen unsere Tipps ja dabei als Wegweiser.

Ist der Roadtrip geplant, das Auto durchgecheckt und mit den gepackten Taschen beladen, dann kann es endlich losgehen. Ohne Bedenken und voller Vorfreude heißt es nun: Kinder versorgen, Verpflegung bereithalten, Verkehrslage prüfen, anschnallen, durchatmen und ab in den Urlaub.

Versuchen Sie, sich für die Fahrt und währenddessen bewusst zu machen, dass auch der Weg das Ziel ist – das hilft Ihnen hoffentlich, entspannt und defensiv zu fahren, damit Sie jede Etappe Ihrer Tour genießen können und gut gelaunt Ihr Ziel erreichen. Und damit viel Spaß und gute Fahrt!

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