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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 04.07.2019
  • 7 Minuten

Urlaub mit dem Auto: Tipps für eine sichere Fahrt.

Tiefgrüne Wälder, goldene Rapsfelder und blau-funkelnde Gewässer: Wer mit dem Auto in den Urlaub fährt, der kann während der Reise herrliche Landschaften und immer wieder neue Ausblicke genießen. Damit Ihr Roadtrip möglichst glatt läuft, haben wir Ihnen ein paar Tipps für die Fahrt in den Urlaub zusammengestellt.

Familie packt für Urlaub mit dem Auto

Sicherheitscheck vor dem Urlaub.

Wochen haben Sie daraufhin gefiebert und nun geht es endlich los … Auf in den Urlaub! Das Auto ist randvoll gepackt und die Kinder mit Reisespielen versorgt. Die ersten Kilometer laufen reibungslos – ohne Pannen und unvorhergesehene Zwischenfälle. Und dann knallt und zischt es auf einmal und der Wagen streikt. Was für ein Start! Das kann man wirklich nicht gebrauchen.

Aber so eine Situation lässt sich vermeiden – und zwar indem Sie gut vorsorgen und das Risiko einer Panne damit minimieren. Werfen Sie vorab einen Blick auf das Nummernschild, ins Serviceheft oder den Fahrzeugschein und nehmen Sie eventuell anstehende Termine für Hauptuntersuchung, Wartung und Inspektionen noch vor dem Urlaub wahr. Denn diese dienen auch der Pannenvorsorge.

Auch wenn der Werkstattbesuch laut Serviceheft noch eine ganze Weile warten darf, sollten Sie vor Ihrer Fahrt in den Urlaub einige Aspekte eigenständig prüfen.

Reifenprofil checken vor dem Urlaub mit dem Auto

1. Reifenprofil und Luftdruck:

Sie setzen die Autoreifen während langer Fahrten in den Urlaub einer Dauerbelastung aus. Gehen Sie deshalb sicher, dass sie sich bei Fahrtbeginn in einem ausreichend guten Zustand befinden. Laut § 36 StVZO ist eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm vorgeschrieben. Wie es der Name schon sagt, handelt es sich dabei um das absolute Minimum, das allerdings nur noch eine Restsicherheit bietet. Der ADAC empfiehlt für Sommerreifen ein Mindestprofil von 3 mm und für Winter- und Ganzjahresreifen 4 mm.

Aber wie stellen Sie die Reifenprofiltiefe fest? Dazu ein kleiner Trick: Mithilfe einer 1-Euro-Münze können Sie herausfinden, ob die Profiltiefe noch den empfohlenen 3 mm entspricht. Nehmen Sie dafür die Münze und setzen Sie diese in eine Vertiefung des Reifenprofils. Verschwindet der Goldrand der Münze vollständig in der Rille? Dann sind Sie auf der sicheren Seite, denn der Rand ist exakt 3 mm breit.

Außerdem gibt es entlang des Reifens mehrere kleine Stege in den Rillen, die als Verschleißindikatoren dienen. Ist das Profil nur noch so hoch wie die Stege, ist die gesetzliche Mindestprofiltiefe bereits unterschritten. Dann ist der Reifen hinüber und Sie dürfen damit nicht mehr fahren.

Neben der Profiltiefe sollten Sie auch den Luftdruck der Reifen prüfen. Beachten Sie: Dieser muss bei einem für den Urlaub voll beladenen Fahrzeug höher sein als sonst. Andernfalls beanspruchen Sie die Reifen zu stark. Empfohlene Werte für den Reifendruck Ihres Autos finden Sie in der Gebrauchsanweisung, im Tankdeckel oder in der Fahrertür.

Nicht vergessen: Haben Sie ein Reserverad dabei? Dann sollten Sie auch dessen Reifenprofil und Luftdruck überprüfen.  Auch eine mögliche Materialermüdung sollten ausgeschlossen werden, denn auch wenn der Reifen nie genutzt wurde, kann das Gummi über die Jahre porös geworden sein.

2. Scheiben und Scheibenwischer:

Kontrollieren Sie Ihre Scheiben auf Steinschläge und lassen Sie diese, falls Sie welche entdecken, am besten vor dem Urlaub beheben. Sonst können sich die kleinen Schäden durch den ständigen Druck während der Fahrt zu Rissen vergrößern.

Werfen Sie außerdem auch einen Blick auf die Scheibenwischerblätter. Liegen die spitzen Enden noch genau an der Scheibe auf und sind sie nirgends ausgefranst? Dann sorgen die Scheibenwischer weiterhin für klare Sicht bei Regenfällen. Ansonsten sollten sie ausgetauscht werden.

Prüfen Sie ebenfalls die Scheibenwischanlage. Ist genügend Scheibenwischwasser eingefüllt? Und falls Sie im Winter wegfahren oder frostige Gebiete besuchen: Haben Sie Frostschutzmittel im Wischwasser?

3. Beleuchtung:

Wer Staus vermeiden möchte, entscheidet sich häufig für eine Fahrt in den späten Abend- oder frühen Morgenstunden. Insbesondere dann sollte Ihre Lichtanlage einwandfrei funktionieren. Aber natürlich auch zu jeder anderen Zeit, denn: Blinker und Bremslichter brauchen Sie auch bei Sonnenschein. Probieren Sie also vom Standlicht bis zur Nebelschlussleuchte alle Innen- und Außenleuchten einmal kurz aus. Am besten machen Sie das zu zweit. Einer betätigt von innen die Hebel für die Leuchten und der andere prüft außen, ob alles ordentlich funktioniert.

4. Bremsen:

Prüfen Sie Bremsen und Handbremse auf Ihre Wirksamkeit. Die Bremswirkung sollte möglichst ohne spürbare zeitliche Verzögerung einsetzen. Außerdem sollte das Fahrzeug beim Bremsen in der Spur bleiben, also nicht zur Seite ziehen. Auch können Sie bei einer Standbremsprobe den so genannten Leerweg des Bremspedals überprüfen. Betätigen Sie dazu die Bremse und prüfen Sie, wie tief Sie die Bremse durchtreten können, bevor die Bremsen greifen. Aus Ihrer Fahrschulzeit kennen Sie vielleicht noch die Faustregel, dass der Leerweg nur zwei bis drei Zentimeter betragen sollte.

Illustration Welche Autoteile sollte man vor langen Reisen überprüfen?

5. Motor und Betriebsmittel:

Wagen Sie außerdem einen Blick unter die Motorhaube. Auch als Laie können Sie dort einiges überprüfen. Hat der Motor noch genug Kühlwasser? Genügt das Motoröl noch? Haben Sie genügend Spritzwasser zur Reinigung der Scheiben eingefüllt? Wo genau Sie was checken, erfahren Sie auf der Website des ADAC.

Im besten Fall wirft man auch einen Blick auf die Füllhöhe und das Alter der Bremsflüssigkeit. Bremsmittelflüssigkeit sollte nicht älter als zwei Jahre sein. Fragen Sie im Zweifel mal in der Werkstatt nach, in der Sie zur letzten Inspektion waren oder schauen Sie in Ihr Serviceheft.

Und auch die Qualität des Motoröls sollte überprüft werden. Es darf nicht extrem dunkel aussehen. In dem Fall ist es zu alt oder der Motor verbrennt zu stark und Sie müssen mit dem Auto zur Werkstatt.


Gut vorbereitet für die Fahrt in den Urlaub:

Nehmen Sie die festgelegten Wartungs- und Inspektionstermine wahr, um Ihr Auto kontinuierlich in Schuss zu halten  – und lassen Sie es nicht erst kurz vorm Urlaub durchchecken. Die Kosten dafür sind mit der VW FS-Dienstleistung Wartung & Inspektion einfach planbar.

Zu Wartung & Inspektion

Sie haben alle empfohlenen Autoteile gecheckt, keine Mängel gefunden oder alles auf Vordermann gebracht? Dann sollten Sie jetzt noch Ihre „Ladung“ checken:

Wieder den halben Hausstand dabei? So verstauen Sie alles sicher.

Koffer voller Kleidung, Regenjacken und Gummistiefel für den Fall der Fälle, Strandspielzeug, Schwimmtiere und Luftmatratzen für den Pool, Kinderwagen und, und, und. Für ein paar Tage Urlaub kommt schon einiges an Gepäck zusammen. Ihr Vorteil: Mit dem Auto können Sie deutlich mehr mitnehmen als im Flugzeug.

Allerdings wird Ihr Gepäck für Sie im Flugzeug sicher verstaut. Im Auto müssen Sie selbst für die Sicherung Ihrer Habseligkeiten sorgen. Das ist wichtig, weil nach Angaben des ADAC jeder ungesicherte Gegenstand bereits bei einem Unfall mit 50 km/h mit dem bis zu 50-fachen seines eigentlichen Gewichts durch den Innenraum des Autos geschleudert werden kann.

Damit kein Mitfahrender durch umherfliegendes Gepäck verletzt wird, müssen Sie die Gepäckstücke richtig verstauen. Schwere Gegenstände kommen nach ganz unten. Schieben Sie Koffer und andere sperrige Gepäckstücke bis ganz an die Rücksitzlehne. Es sollten keine Gegenstände über die Lehne der Rückbank hinausragen. Das beeinträchtigt zum einen die Sicht nach hinten und zum anderen haben die Gegenstände dann freie Flugbahn nach vorn. Sollten Sie doch mal höher stapeln oder die Rückbank umklappen müssen, ziehen Sie am besten ein Gepäcknetz oder Laderaumgitter als zusätzlichen Schutz hoch. Leichtere Gegenstände können Sie weiter oben platzieren. Ein wichtiger Tipp: Achten Sie beim Packen darauf, dass Sie Warndreieck, Verbandskasten und Warnweste im Notfall schnell erreichen.

Ist im Innenraum nicht genügend Platz, lassen sich leichte Gegenstände auch in einer Dachbox verstauen. Voraussetzung dafür ist natürlich ein Dachgepäckträger. Wenn Sie eine Dachbox anbringen, achten Sie darauf, dass Dachgepäckträger, Dachbox und Gepäck in der Box nicht die zulässige Dachlast Ihres Fahrzeugs überschreiten. Denn schwere Dachlasten erhöhen den Fahrzeugschwerpunkt und können Ihr Auto ins Schleudern bringen. Wie Sie Dachgepäckträger und -box richtig befestigen, erfahren Sie in unserem Video mit Lina van de Mars.

Und was ist mit Fahrrädern? Die kann man mit Hilfe eines Trägersystems entweder auf dem Dach oder der Anhängerkupplung transportieren.

Bei der Fahrradmitnahme gilt generell: Überschreiten Sie nie die Trag- beziehungsweise Stützlast von Träger, Dach und Anhängerkupplung. Befestigen Sie den Fahrradrahmen immer nach Herstelleranleitung und entfernen Sie lose Teile wie Luftpumpe oder Akkus.

Beim Heckträger gibt es darüber hinaus ein paar Besonderheiten: Der Träger muss ein Folgekennzeichen tragen und beleuchtet sein. Außerdem dürfen die Räder seitlich maximal 40 cm über die Schlussleuchte hinausragen und Ihr Auto darf inklusive Fahrräder nicht breiter als 2,55 m sein. Auch müssen Sie überstehende Ladung gegebenenfalls kennzeichnen. In Deutschland gilt das laut § 22 StVO für Gegenstände, die einen Meter oder mehr über die Rückstrahler ragen. An den überstehenden Gegenstand bringen Sie eine hellrote Fahne, ein hellrotes Schild oder einen hellroten Zylinder als Hinweis an. Die Kennzeichnungspflicht unterscheidet sich allerdings von Land zu Land. Prüfen Sie deshalb die Vorschriften Ihres Urlaubslandes und der Durchfahrtländer.

Gepäck im Innenraum, Dachboxen und Fahrräder: Zusammen kann das ein ganz schönes Gewicht verursachen. Achten Sie darauf, dass durch Gepäck und Mitfahrende nicht das im Fahrzeugbrief vermerkte zulässige Gesamtgewicht Ihres Autos überschritten wird. Apropos Mitfahrende: Neben den menschlichen Urlaubern sollten auch tierische Mitfahrer gut im Auto gesichert sein. Bei Hunden können Sie dafür – wie Lina van de Mars im Video empfiehlt – Hundegurt, Trenngitter und Transportbox benutzen.

Achtung: Schwer beladene Fahrzeuge haben einen längeren Bremsweg. Achten Sie daher darauf, mit Ihrem vollgepackten Wagen immer einen etwas größeren Sicherheitsabstand einzuhalten.

Ihr Auto ist für die Fahrt gerüstet und das Gepäck ist sicher verstaut? Dann können Sie jetzt in den Urlaub starten. Aber auch während der Autoreise gilt es einige Dinge zu beachten:

Die Fahrt planen und genießen.

Bevor Sie ins Auto steigen und losfahren, sollten Sie die Route zu Ihrem Urlaubsort festlegen. Je nach Belieben können Sie dabei den schnellsten Weg wählen oder kleinere Umwege in Kauf nehmen und dafür eine schönere Strecke fahren. Dann können Sie ganz entspannt den Blick über sommerliche Landschaften schweifen lassen und vielleicht auch die ein oder andere Sehenswürdigkeit entdecken – so beginnt der Urlaub bereits im Auto.

Planen Sie in jedem Fall mehr Zeit ein, als das Navigationsgerät vorhersieht. Schließlich sollten Sie mit Staus rechnen und alle zwei bis drei Stunden eine halbe Stunde Fahrpause machen, in der Sie sich die Beine vertreten.

Sie sollten gerade bei langen Fahrten in den Urlaub dafür sorgen, dass mindestens zwei potenzielle Fahrer dabei sind, um Unfälle durch Übermüdung zu vermeiden. Besonders bei nächtlichen Fahrten sollte ein regelmäßiger Fahrerwechsel stattfinden, um das Sekundenschlafrisiko zu minimieren.

Kleiner Tipp: Checken Sie im Vorfeld, ob über Ihre Kfz-Versicherung weitere Fahrer zugelassen sind. Falls nicht, dann haben Sie bei verschiedenen Anbietern die Möglichkeit, kurzfristig einen Drittfahrer-Schutz abzuschließen. Diese Form der Kurzzeitversicherung sichert den Versicherungsnehmer gegen mögliche Vertragsstrafen und Prämiennachforderungen im Schadenfall ab. Hier finden Sie mehr Informationen von VW FS zum Drittfahrer-Schutz. 

Gut vorbereitet? Gute Fahrt! Guter Urlaub!

Mit dem eigenen Auto in den Urlaub zu fahren, ist praktisch und ermöglicht viele Freiheiten vor allem am Urlaubsort. Durch gute Planung vermeiden Sie schon im Vorfeld potenzielle Stressfaktoren. Vielleicht nutzen Ihnen dabei ja unsere Tipps als Wegweiser. Beginnen Sie am besten früh genug mit der Vorbereitung Ihres Roadtrips – dann können Sie Ihre Reise sorgenfrei genießen und kommen schon ganz entspannt an Ihrem Urlaubsort an.

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