Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 28.02.2022
  • 5 Minuten

Offroad-Tour – die Lust am Abenteuer.

Irgendwo da draußen lauert es, das große Abenteuer, das nur darauf wartet, einen freiheitsliebenden Geist in seinen Bann zu ziehen. Wie sich das eigene Abenteuer gestaltet, ist natürlich eine sehr individuelle Sache. Mancher träumt davon, einmal die schier unendlichen Meilen der Route 66 unter den eigenen Reifen zu spüren. Ein anderer eher davon, endlich einmal dem Asphalt zu entkommen und sich in der Wildnis zu beweisen. Auch wenn beide Varianten zweifellos ihren Reiz haben, geht es hier um letztere: die Offroad-Tour. Schauen wir uns doch mal an, was es dazu braucht – neben Mut, versteht sich. 

Mit dem Wagen auf Offroad-Tour – Anforderungen ans Fahrzeug.

Wer sich mit einer Offroad-Tour den Traum von Freiheit erfüllen möchte, hat schon auf dem Weg dorthin eine spannende Reise vor sich. Denn aufregende Offroad-Touren „in the middle of nowhere“ fährt man nicht einfach von einem Tag auf den anderen und schon gar nicht mit jedem Wagen – so ehrlich müssen wir an der Stelle bei aller Euphorie sein! Werfen wir also zunächst einmal einen Blick auf einige Begrifflichkeiten rund um die Ausstattung und Geländetauglichkeit des Fahrzeugs.

Wer sicher durchs Gelände kommen will, braucht einen geeigneten Wagen, mit anderen Worten: einen Geländewagen. Soweit, so klar. Was als Geländefahrzeug durchgeht und was nicht, ist dabei übrigens erstaunlich klar definiert, jedenfalls in der StVZO. Dem entsprechenden Abschnitt in der Anlage zu § 20 zufolge, muss ein Pkw vor allem drei Dinge mitbringen, um als geländegängig zu gelten.

1. Der Wagen muss über einen (zuschaltbaren) Allradantrieb verfügen.

2. Er muss eine Differenzialsperre (oder vergleichbare Einrichtung) aufweisen.

3. Er muss in der Lage sein, Steigungen von mindestens 30 Prozent zu überwinden.

Hinzu kommen präzise Angaben zu erforderlichen Überhangswinkeln, dem Rampenwinkel und der Bodenfreiheit.

Abseits der StVZO ist die Geländetauglichkeit vielleicht eher Auslegungssache und wir schreiben natürlich niemandem vor, dass es für ein bisschen Offroad-Action zwischendurch auch gleich einen durchdefinierten Geländewagen benötigt. Wer den eigenen SUV am Wochenende mal ein wenig durch den Morast treiben will, findet mit Sicherheit ein geeignetes Szenario – über Trainings und geeignete Locations sprechen wir noch!

Nichtsdestoweniger macht ein ausgewachsener Offroader die Sache doch sehr viel vergnüglicher und sicherer. Gerade bezüglich des Allradantriebes sollten Sie es idealerweise genau nehmen. Klar, wir lesen immer mal wieder Erfahrungsberichte von Wagemutigen, die sich auch ohne Allrad durch die entlegensten Winkel der Erde geschlagen haben. Diese Form von Abenteuer sollte allerdings eine sehr bewusste Entscheidung sein, denn ein Fahrzeug ohne Allrad limitiert den Terrain-Spielraum doch erheblich. Setzt der Wagen auf und die Räder greifen nicht mehr richtig, ist dann schnell Ende im Gelände… Für lange Touren in unwegsamem Gelände muss Allrad also sein, fertig. Bei einer zuschaltbaren Version sollten Sie übrigens daran denken, diese auf festen Straßen wieder auszuschalten, da die Reifen sonst stark verschleißen.


Die Auto-Finanzierung.

Sie möchten ein Fahrzeug finanzieren? Mit unserem Autokredit finden Sie die passende Finanzierung und gelangen schnell und einfach zu Ihrem neuen Auto.

Zur Auto-Finanzierung

Fahren im Gelände – die Reifenprüfung.

Wo wir schon dabei sind: Insbesondere die Reifen sollten natürlich für die Bodenbedingungen ausgelegt sein. Hinsichtlich der Geländegängigkeit werden Reifen in drei eingängige Kategorien unterteilt:

1. ST-Reifen sind für das „Street Terrain“ gemacht, also für die alltäglichen Fahrten im Straßenverkehr – und damit nicht geländegeeignet.

2. AT-Reifen sind für „All Terrain“, also „alle“ Geländearten geeignet. In diesem Fall heißt das aber vor allem für asphaltierte Straßen und leichtes bis mittelschweres Gelände. „Alle“ hier also nicht wörtlich auslegen und die Reifen ins Geröll verfrachten.

3. MT-Reifen sind für „Mud Terrain“, sprich schlammiges Gelände, und liefern damit genau das, was es für echte Offroad-Touren braucht: starke Profiltiefe und breite Profilblöcke für den richtigen Grip.

Neben diesen Abkürzungen versehen die Hersteller ihre Reifen oftmals mit Angaben wie 50/50 oder 20/80. Die Zahlen informieren darüber, zu welchem prozentualen Anteil der Wagen im Gelände und auf der Straße fahren sollte. Je höher eine der Zahlen, desto spezialisierter der Reifen!

An der Stelle noch ein Hinweis: Auch wenn die Profile der Geländereifen natürlich für verschneite Pfade und Straßen geeignet sind, gehen sie nicht automatisch als Winterreifen durch. Ein wesentlicher Unterschied besteht nämlich in der Zusammensetzung des Gummis. Sind Sie vorher im Straßenverkehr unterwegs, sollten Sie also eine Variante mit Schneeflockenpiktogramm vorweisen können.

Weitere Ausstattung – viel mehr als „nice to have“.

Mit Allradantrieb und geeigneten Geländereifen sind Sie schon mal richtig gut ausgestattet für so manche Schlammschlacht! Je nachdem wie tough Sie drauf sind und welche Offroad-Abenteuer Ihnen vorschweben, gibt es aber noch ein paar zusätzliche Ausstattungsmerkmale, die bisweilen notwendig sind.

Verfügt der Wagen beispielsweise über eine Untersetzung und ist damit in der Lage die Drehzahl abzusenken, um mehr Kraft aufzubauen? Die ist für Fahrten auf matschigen Pfaden eher Pflicht als Kür und hat schon so manchen Offroader aus einem Tief geholt. Was ist außerdem mit weiteren elektronischen Fahrhilfen, wie zum Beispiel ESP und Traktionskontrolle, alles an Bord und Sie wissen, wie und wo Sie an- und ausschalten? Sehr gut, dann machen Sie sich doch schon einmal damit vertraut, wie sie ein- bzw. ausgeschaltet werden und testen Sie an einer harmlosen Stelle, wie sich die Fahrweise verändert.

Zu guter Letzt empfiehlt nicht nur die StVZO, dass Geländewagen eine Differenzialsperre verlangen. Auch viele Offroad-Profis schwören darauf, um den Karren aus dem Dreck zu ziehen – und das nicht ohne Grund. Vereinfacht ausgedrückt, sorgt das Sperrdifferenzial nämlich dafür, dass der Wagen Kraft an einzelnen Rädern aufbauen kann, wenn er an anderer Stelle den Boden unter „den Füßen“ verliert. Gerade im steinigen Gelände und an hohen Kuppen hängt selbst der hochbeinigste Geländewagen schon einmal mit einem Rad in der Luft. Ohne das Sperrdifferenzial nutzt dann auch Allrad wenig, die Räder haben keine Kraft und drehen durch. Ist das Differenzial hingegen gesperrt, genügt es, dass ein angetriebenes Rad noch Traktion hat und der Wagen hoffentlich bald über den Berg ist. Mindestens genauso wichtig ist es, die Sperren anschließend wieder auszuschalten, sonst kann das Differenzialgetriebe auf gerader Strecke nämlich schwer in Mitleidenschaft gezogen werden.

Zusammengefasst: Ein bisschen durch den Matsch cruisen geht natürlich auch ohne viel Offroad-Ausstattung, geht es aber wirklich in die Wildnis, werden die Geländefunktionen eher früher als später benötigt.

So, genug der Technik, jetzt mal was mit Fahren!

Auf dem Weg zum Wegeverlassen – Offroad kennenlernen.

Wie bei vielen neuen Leidenschaften gilt: Am besten, man lernt es gleich richtig. Wer von der Erfahrung echter Experten profitiert, spart sich den ein oder anderen eigenen Ausrutscher – gerade schlammige Strecken laden da ja leider wirklich zu ein. Zum Glück gibt es zahlreiche Profis, die bei speziellen Offroad-Fahrtrainings allen Neugierigen die Grundlagen beibringen, ob mit dem eigenen oder einem gestellten Fahrzeug. Bei den Trainingsfahrten mit eigenem Wagen sollten Sie sich allerdings im Vorhinein informieren, welche Anforderungen dabei an Ihr Auto gestellt werden. Oftmals genügt ein dynamischer SUV, manchmal werden jedoch beinharte Geländewagen verlangt, die auch in tiefes Wasser und über grobes Geröll fahren können.

Bei den Kursen bereiten Sie sich dann ausgiebig auf die vielen Herausforderungen vor, die Sie abseits der Straße erwarten. Je nach Anbieter und Niveau des Neulings unterscheidet sich dann natürlich das Repertoire, einige wichtige Lektionen gehören allerdings in den meisten Fällen dazu:

  • Geländekunde
  • Auf- und Abfahrten an starken Steigungen und Gefällen
  • Fahrten in Schräglage
  • Grabenfahrten
  • Durchquerung von Wasser

Wer sich hier seine ersten Sporen verdient hat, kann sich weiteren Gelände-Aufgaben stellen und den Offroad-Olymp weiter erklimmen. Denn wer später auf eigene Faust unterwegs ist, der sollte für den Ernstfall vorbereitet sein. Daher stehen bei Workshops für Fortgeschrittene oftmals Inhalte abseits des Innenraums im Vordergrund, beispielsweise:

  • Sicherheits- und Materialkunde
  • Bergungstechniken
  • Reparaturmaßnahmen

Mit derlei Kenntnissen ausgestattet, kann es dann auch schon bald auf größere geführte Touren gehen, bei denen sich die Teilnehmer gemeinsam durch die verschneiten Wälder der Karpaten arbeiten oder die steinigen Hänge der Westalpen bezwingen. Aber auch für alle, die einfach mal wieder spontan in den Matsch wollen, gibt es gute Nachrichten!


Das Auto-Leasing.

Zu konstanten monatlichen Raten immer in den gewünschten Fahrzeug-Modellen unterwegs: Wir machen es mit dem Auto-Leasing möglich.

Zum Auto-Leasing

Spontan mal Dreck – wo können Offroad-Fahrten stattfinden?

Mal im Ernst: In Deutschland und seinen Nachbarländern ist so ein echtes Auto-Abenteuer abseits der Zivilisation nicht ganz leicht zu finden, schließlich darf und will man niemandem die Kartoffelernte ruinieren oder das Naturschutzgebiet durchwühlen.

Zum Glück gibt es spezielle Offroad-Parks, in denen sich begeisterte Allradler ordentlich austoben können. Verstehen Sie es, mit den hochbeinigen Kletterkünstlern umzugehen, können Sie hier einfach mal einen Tag oder ein Wochenende über Waldwege, Hügel und Schlammpisten kraxeln. Wer über keinen geeigneten SUV oder Geländewagen verfügt, oder das eigene Fahrzeug nicht den Strapazen der Natur aussetzen mag, findet bei vielen der Parks auch Leihoptionen für die Spritztour. Das Tolle: Die Gelände liegen ordentlich verstreut in der Republik, sodass die Anfahrt für viele Interessierte nicht allzu weit ausfallen sollte. Zu den bekannten Locations zählen:

  • Offroadpark Langenaltheim in Bayern
  • Offroadpark Böser Wolf in Hessen
  • Offroad am Nürburgring in Rheinland-Pfalz
  • Offroadpark Peckfitz in Sachsen-Anhalt
  • Teltow Fläming Ring in Brandenburg

Wer hier schon einmal ordentlich die Technik einstudiert, ist für spätere Offroad-Touren durch die wilde Landschaft Skandinaviens, des Balkans und anderer traumhafter Reiseregionen bestens vorbereitet.

Fazit: Offroad-Touren wollen gelernt sein!

Vom geeigneten Fahrzeug bis zur eigenen Fahrweise: Keine Frage, eine Offroad-Tour stellt ein paar Bedingungen an seine Teilnehmenden. Doch wer sich mit Matsch und Materie befasst, wird reich belohnt und lernt das Fahren von einer völlig anderen Seite kennen. Und wer weiß, vielleicht gelangt man eines Tages auf eigene Faust an Orte, von denen andere nur träumen dürfen. Ob durch den heißen Sand des Outbacks, schneebedeckte Berge und Wälder Osteuropas oder die unendlichen Weiten der mongolischen Steppe – sind Sie erst einmal Offroad-Experte, sind Ihrer Fantasie keine Grenzen mehr gesetzt. Ach was Fantasie, Ihren Reisezielen!

Auch interessant:

Auto & Mobilität

Rallye fahren: Audi-Pilot Carlos Sainz im Gespräch.

Die Rallye Dakar ist eine der bedeutendsten Rallyes der Welt. 2022 nahm erstmalig Audi mit einem Elektrofahrzeug teil. Audifahrer Carlos Sainz erzählt, worauf es bei dem Wüstenabenteuer ankommt und was es ihm bedeutet.

  • 28.02.2022
  • 7 Minuten

Produktinformationen

Die Kfz-Versicherung.

Versicherungsschutz nach Bedarf: Wählen Sie zwischen drei verschiedenen Produktvarianten genau die Versicherung, die zu Ihnen passt. Jetzt online informieren und Haftpflicht, Teilkasko oder Vollkasko abschließen.