Der Service ist zur Zeit leider nicht verfügbar. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 31.12.2019
  • 3 Minuten

Hellwach! Müdigkeitswarner kann Sekundenschlaf verhindern.

Eine lange Strecke in konstanter Geschwindigkeit. Immer geradeaus. Im Morgengrauen oder in der Abenddämmerung. Das beruhigende Summen des Motors als Begleitmusik. Da werden die Augenlider schnell schwer. Um Sekundenschlaf zu verhindern, haben neuere Autos einen Müdigkeitswarner, der über ein optisches und akustisches Signal den Fahrer anregt, eine Pause zu machen.

Illustration Sekundenschlaf Müdigkeitswarner

Wie erkennt mein Auto Müdigkeit?

Piiiep. Piiep. Piiiep. Im Display meines Wagens steht plötzlich „Müdigkeit erkannt“ und das System empfiehlt mir, eine Pause einzulegen. Ich fühle mich ertappt, obwohl ich gar nicht müde bin. Doch kaum denke ich ein Weilchen darüber nach, fange ich schon an zu gähnen und fahre vorsichtshalber auf den nächsten Parkplatz, um kurz frische Luft zu schnappen. Wenn der Müdigkeitswarner meines Autos mich für müde hält, dann muss das wohl stimmen.

Der Sekundenschlaf überkommt einen Fahrer oft so unvermittelt, dass er in der Regel nicht bremst und auch das Lenkrad nicht herumreißt. Besonders auf langen Fahrten und bei wenig Verkehr – also dann, wenn das Gehirn wenig gefordert wird – laufen Sie Gefahr, am Steuer einzuschlafen. Da erscheint eine akustische und optische Frühwarnung sehr sinnvoll. Aber wie weiß mein Auto überhaupt, ob ich müde bin?

Die Müdigkeitsmessung geschieht über Sensoren. So werden zum Beispiel das Fahr- und Lenkverhalten oder aber auch das Gesicht des Fahrers regelmäßig analysiert. Das Lenkverhalten wird dann in der Regel mit dem zu Beginn der Fahrt registrierten Verhalten verglichen. Muss ein Fahrer häufig „korrekturlenken“, um die Spur zu halten, oder bremst er viel scharf ab, zeigen sich klare Indizien für erhöhte Müdigkeit. Auch vermehrtes Blinzeln oder Gähnen, das durch eine Kamera am Rückspiegel erfasst werden kann, sind entsprechende Parameter, die das Fahrerassistenzsystem neben der Fahrtdauer und der Tageszeit in die Müdigkeitsbewertung mit einbeziehen kann.

Der Müdigkeitswarner kann dann eine Pause allerdings nur empfehlen. Manche Systeme wiederholen diese Empfehlung nach ein paar Minuten dann nochmal. Zum Anhalten zwingen kann das System einen Fahrer in dieser Situation natürlich nicht.

Es gibt allerdings mittlerweile auch Autos, die bei einem – zum Beispiel durch eine Ohnmacht – komplett reglosen Fahrer einen kontrollierten Bremsvorgang mit Aktivierung der Warnblinker samt anschließendem Parken am Straßenrand einleiten können.

EXKL_VW-Leasing_iStock-518199266 Kopie.jpg

Es erst gar nicht so weit kommen lassen.

Wenn der Müdigkeitswarner eingreift, ist im Grunde schon etwas schiefgelaufen. Man sollte es also im besten Fall erst gar nicht so weit kommen lassen. Fahren Sie also immer ausgeschlafen los, denn zu wenig Schlaf hat einen ähnlichen Effekt wie Alkohol. Laut der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung lässt sich der Effekt von 17 Stunden ohne Schlaf mit dem von 0,5 Promille Alkohol im Blut vergleichen. Und nach nur fünf schlaflosen Stunden mehr, fahre man wie mit 1 Promille Alkohol im Blut.

Doch egal wie ausgeschlafen Sie losfahren: Eine lange Fahrt ist immer ermüdend. Planen Sie daher bei weiten Strecken alle paar Stunden eine Pause ein, in der Sie aus dem Auto aussteigen und sich ein wenig die Beine vertreten. Versuchen Sie außerdem, möglichst gesund zu essen – sowohl vor als auch während der Reise. Ein Burger oder eine Pizza beschäftigen den Magen einfach mehr als zum Beispiel ein Salat und machen dadurch auch müder.

Während der Fahrt kurzfristig wachhalten können Sie Hörbücher, Podcasts zum Mitdenken oder Musik zum Mitsingen und wache Beifahrer, mit denen Sie sich unterhalten können. Wenn ein Beifahrer allerdings selbst mit seiner Müdigkeit ringt, kann das auch das Gegenteil bewirken und Sie erst recht müde machen.

Sekundenschlaf kündigt sich an.

Viele fürchten den Sekundenschlaf vor allem deswegen, weil er scheinbar unvermittelt kommt. Dabei gibt es schon frühzeitig Anzeichen dafür, dass ein Fahrer zu müde ist. Beobachten Sie sich ganz genau und schauen Sie nach ersten Anzeichen, um dann rechtzeig eine Pause zu machen.

Aber was sind erste Anzeichen? Der ADAC hat eine Liste der Warnsignale bei Müdigkeit zusammengestellt, die Ihnen helfen kann, die Situation einzuschätzen. Kommt Ihnen die Straße auf einmal sehr eng vor? Blinzeln Sie viel? Brennen Ihre Augen? Haben Sie Probleme, den Wagen gerade zu halten? Fühlen Sie sich gereizt oder gar aggressiv? Das sind alles Anzeichen dafür, dass Sie eigentlich zu müde zum Fahren sind und unbedingt eine ausgiebige Pause einlegen sollten.

Was sagt die Versicherung im Fall der Fälle?

Das Fahren trotz Müdigkeit ist nicht nur gefährlich, sondern im Zweifelsfall auch strafbar. Denn genau wie das Fahren unter Alkoholeinfluss gefährdet das übermüdete Fahren den Straßenverkehr. Damit kann ein Verstoß gegen §315c des Strafgesetzbuchs vorliegen. Dort steht, dass ein Fahrer, der "ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge geistiger oder körperlicher Mängel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug ­sicher zu führen" eine Geld- oder gar Freiheitsstrafe erwarten kann.

Und damit sind wir beim Thema Versicherung:  Wer aufgrund erhöhter Müdigkeit am Steuer einschläft und dann einen Unfall verursacht, hat aus Versichererperspektive im Zweifel „grob fahrlässig“ gehandelt. In dem Fall kommen manche Kaskoversicherer nicht für den Schaden auf. Allerdings muss der Versicherer beweisen, dass es deutliche Vorzeichen für einen drohenden Sekundenschlaf beim Fahrer gab und das ist in der Regel schwierig.

Übrigens: Viele Versicherer verzichten in ihren Bedingungen auch auf den so genannten Einwand der groben Fahrlässigkeit. In einem solchen Fall würde der Versicherer auch bei Sekundenschlaf für einen Schaden aufkommen.


Noch auf der Suche nach der passenden Kfz-Versicherung?

Gut abgesichert im Fall der Fälle: Die Kfz-Versicherung der Volkswagen Autoversicherung AG greift auch bei Unfällen aufgrund von Sekundenschlaf.

Zur Kfz-Versicherung

Geschlafen wird zu Hause.

Beim Thema Sekundenschlaf gilt der abgedroschen klingende Spruch: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Denn nur, weil Sie einen Müdigkeitswarner in Ihrem Wagen haben, heißt das noch nicht, dass Sie diesen auch herausfordern sollen. Werden Sie nicht unvorsichtiger. Und mal ganz ehrlich: Am besten schläft es sich doch ohnehin zu Hause, nicht wahr? 😊

Auch interessant:

Display Fahrerassistenzsysteme

Auto & Mobilität

Fahrerassistenzsysteme: Integrierte Sicherheit.

Sie helfen uns beim Bremsen, Abstand- und Spurhalten. Fahrerassistenzsysteme erleichtern das Fahren und greifen dem Autofahrer in brenzligen Situationen unter die Arme. So können sogar Unfälle verhindert werden.

  • 31.12.2019
  • 3 Minuten
Mann am Steuer eines Auto mit Fahrerassistenzzsystemen

Auto & Mobilität

Der Weg zur Arbeit.

Kennen Sie sich mit der Gesetzeslage rund um den Weg zur Arbeit aus? Wenn Sie Nachholbedarf rund um die Entfernungspauschale, Fahr- und Arbeitszeiten sowie Wegeunfälle haben, dann ist dieser Ratgeber etwas für Sie.

  • 31.12.2019
  • 5 Minuten
father-son-football

Produktinfomationen

Kfz-Versicherung bei VW FS.

Gut abgesichert im Fall der Fälle: Die Kfz-Versicherung der Volkswagen Autoversicherung AG greift auch bei Unfällen aufgrund von Sekundenschlaf.