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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 26.02.2021
  • 4 Minuten

Sommerreifen vs. Winterreifen: Darum lohnt die saisonale Bereifung.

Ist der Winter aus unseren Breitengraden vertrieben, macht es Sinn, die Bereifung des Autos zu wechseln. Die gängige Formel lautet: von O bis O, also von Oktober bis Ostern, gehört die Piste den Winterreifen. Danach sind die Temperaturen meist so mild, dass kaum noch Frost droht und Sie bedenkenlos auf Sommerreifen umsteigen können. Welche Unterschiede es zwischen Winter-, Sommer- und Allwetterreifen gibt, welche Vorteile eine saisonale Bereifung bietet und wie Sie den Radwechsel angehen, haben wir hier einmal gesammelt.

Illustration eines Autos mit Sommerreifen

Noch Winterreifen oder schon Sommerreifen? Was darf man wann fahren?

Rechtlich ist die Lage beim Wechsel von Winter- auf Sommerreifen deutlich übersichtlicher als andersherum. Denn im Gegensatz zur im § 2 Absatz 3a der Straßenverkehrsordnung (StVZO) festgehaltenen situativen Winterreifenpflicht, gibt es in Deutschland kein Gesetz, das die Nutzung von Sommerreifen vorschreibt. Sollten Sie den Wechsel bei steigendem Thermometer anfangs verschwitzen, ist das also kein Problem.

Anders sieht das bezüglich der Profiltiefe auf. Hier heißt es in § 36 der StVZO klipp und klar: „Das Hauptprofil muss am ganzen Umfang eine Profiltiefe von mindestens 1,6 mm aufweisen“. Wer mit weniger unterwegs ist, riskiert neben einem Bußgeld von mindestens 60 Euro auch einen Punkt in Flensburg. Empfehlenswert ist ohnehin, etwas mehr draufzuhaben.

Der ADAC rät bei Sommerreifen zu einer Mindestprofiltiefe von 3 Millimetern und empfiehlt zur schnellen Überprüfung den bewährten Münz-Trick. Der Rand der 1-Euro-Münze ist exakt 3 mm breit und kann gut als Behelfswerkzeug verwendet werden: Verschwindet der goldene Streifen vollständig im Profil, ist alles in Ordnung. Bleibt er sichtbar, gehören neue Reifen aufgezogen.

Für die Bestimmung der Mindestprofiltiefe finden sich an vielen Reifen außerdem sogenannte Verschleißindikatoren, auf den Reifen oftmals mit TWI (Tread Wear Indicator) abgekürzt. Sie sind genau 1,6 mm hoch und signalisieren: Ist das Profil auf die Höhe der kleinen Stege heruntergefahren, ist der Reifenwechsel angesagt. Häufig weisen kleine Pfeile an der Reifenwand die Richtung zu den sechs kleinen Markern zwischen den Reifenrillen. 


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Sommerreifen auf Straße Close-Up

Fahrverhalten mit Winter- und Sommerreifen: eine Frage des Profils.

Das bringt uns auch schon zum nächsten Punkt, dem Profil der Reifen. Winterreifen verfügen über viele feine Lamellen, die Ihnen bei Schnee und Glätte den notwendigen Grip verschaffen. Im Gegensatz dazu zeichnen sich Sommerreifen mit breiten Längsrillen aus, die bei nasser Fahrbahn viel Wasser aufnehmen können. Damit sind Sie für sommerliche Wolkenbrüche, die schnell zu Aquaplaning führen können, bestens gerüstet. Ganzjahresreifen, kombinieren diese Profileigenschaften und schlagen sich in allen Jahreszeiten passabel – aber eben nicht so gut wie die spezialisierte Konkurrenz.

Ein weiterer wesentlicher Unterschied besteht in der Zusammensetzung der Gummis. Während Winterreifen mit ihrer weichen Laufstreifenmischung auch bei niedrigen Temperaturen flexibel bleiben und sich der Oberfläche anpassen, sind die steifen Sommermodelle mit großen Profilblöcken für extreme Situationen bei Plusgraden ausgelegt. Hier geraten Winterreifen schnell ins Schwitzen. Denn je weiter die Temperaturen steigen, desto weicher wird die Gummimischung, die Lamellen stellen besonders viel Kontakt zum Asphalt her. Der ACV resümiert das Resultat: schwammiges Fahrgefühl, zusätzlicher Verschleiß der Reifen und höherer Spritverbrauch. Wer sich rechtzeitig um den Reifenwechsel kümmert, kann hier langfristig richtig sparen. Die passende saisonale Bereifung zahlt sich aber nicht nur finanziell aus, vor allem sind Sie damit auch deutlich sicherer unterwegs.

Dass man mit Sommerreifen im Winter schnell durchdrehen kann, ist wohl vielen bekannt. Dass sich das Bremsverhalten von Winterreifen im Sommer deutlich verschlechtert, ist aber vielleicht nicht ganz so präsent. Laut ADAC-Test zeigten die geprüften Winterreifen bei 10 °C bis 35 °C „eklatante Schwächen beim Bremsen“. So fiel der Bremsweg bei 100 km/h bis zu 16 Meter länger aus, als es mit Sommerreifen der Fall war. Das ist beim besten Willen kein Pappenstiel, sondern entscheidet schnell mal darüber, ob es kracht. Auch brandneue Winterreifen schneiden dabei nicht besser ab, ganz im Gegenteil: Je höher das Profil ist, desto länger ist der Bremsweg auf heißem Asphalt. Zudem bescheinigt der Test eine „Verschlechterung der Fahrstabilität“ bei Touren mit viel Gepäck. Spätestens vor der heiß ersehnten Fahrt in den Sommerurlaub heißt es für Auto und Fahrer also „Sandalen statt Stiefel“.

Dabei zählen Allwetterreifen übrigens eher zu Letzteren. Logisch, schließlich müssen sie ja die Winterreifenpflicht erfüllen. Das hier das Fahrverhalten bei Minusgraden im Vordergrund steht, verdeutlicht auch das neue Bergpiktogramm mit Schneeflocke, das für neue Ganzjahresreifen in § 36 der StVZO inzwischen vorgeschrieben ist. Angesichts dieses Winter-Fokus, ist es wenig verwunderlich, dass Allwetterreifen an heißen Tagen nicht die beste Performance abliefern. Mit echten Sommerreifen sind Sie da beim nächsten Roadtrip deutlich besser gerüstet.

Radwechsel: DIY-Projekt für Einsteiger.

Sie schrauben lieber selber und brauchen auch niemanden, der die Räder für Sie einlagert? Dann ist der eigenhändige Radwechsel für Sie bestimmt ein dankbares Projekt. Der Radwechsel ist mit ein wenig Geschick gut auch zuhause zu bewerkstelligen. Aber Vorsicht: Sollen frische Schlappen – also komplett neue Reifen – auf die Felgen, ist das ein Fall für den Fachmann.

Um beim Radwechsel dann zügig voranzukommen, legen Sie sich schon einmal das richtige Werkzeug bereit. Benötigt wird: Wagenheber, Unterstellbock, Radkreuz, Drehmomentschlüssel und der passende Felgenschloss-Schlüssel. Wo sich der Wagenheber im Fahrzeug befindet, verrät die Bedienungsanleitung. Die sollte generell nicht allzu gut versteckt werden, Ostern hin oder her. Ratsam ist es auch, schon einmal eine Drahtbürste für die Reinigung der Schrauben und einen Lappen oder etwas Küchenrolle für die Hände bereit zu halten. Damit die Muttern später nicht durch die Gegend kullern, sollte man auch eine kleine Box griffbereit haben. Dann kann es ans Werk gehen. Wie genau Sie vorgehen, erfahren Sie in einer entsprechenden Anleitung des ADAC.

Fazit: Sommerreifen lohnen sich.

Sommerreifen machen sowohl in Sachen Sicherheit als auch der Sparsamkeit einen echten Unterschied. Deshalb lohnt es sich, möglichst früh im Jahr auf die passende Bereifung für die warmen Tagen umzusteigen. Und dann heißt es: Wetter genießen und den Sommerreifen den verdienten Auslauf gönnen. Gute Fahrt!

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