Mutter und Sohn gehen über Fußgängerüberweg

Verhalten im Straßenverkehr.

Das ist wichtig.

Mehr Sicherheit im Verkehr durch vorausschauendes Fahren & Co.

Das Verhalten aller Beteiligter im Straßenverkehr ist von großer Bedeutung, um Unfälle zu vermeiden und für mehr Sicherheit zu sorgen. Auch im Fragenkatalog der Fahrschule gibt es daher zahlreiche Fragen zum Verhalten im Straßenverkehr sowie den Verkehrsregeln. Doch welche Dinge umfasst vorausschauendes Fahren eigentlich? Wie Sie vorsichtig und vorausschauend fahren und was Sie sonst noch in Sachen Rücksichtnahme im Straßenverkehr beachten sollten, haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst. 

Partnerschaftliches Verhalten im Straßenverkehr.

Wenn Sie mit einem Auto unterwegs sind, dann begegnen Ihnen vor allem in den Städten viele Verkehrsteilnehmer, die schwächer sind als Sie: Fahranfänger, Fußgänger, Fahrradfahrer, Kinderwagen und Kinder auf Laufrad, Tretauto und Co. Da letztere gegenüber Autos ein hohes Verletzungsrisiko haben, bedeutet dies: Alle Verkehrsteilnehmer sollten aufeinander achten und jeden Beteiligten am Straßenverkehr bestmöglich schützen. Dies gilt insbesondere in risikoreichen Situationen oder an gefährlichen Orten wie beim Abbiegen, beim Wechsel des Fahrstreifens sowie an Bahnübergang und Fußgängerüberweg.

Wenn Sie aus dem Auto aussteigen, sollten Sie zum Beispiel vorher in den Seitenspiegel schauen, wenn Sie aus einem Auto steigen, um einen auf der Fahrbahn nahenden Radfahrer nicht mit der schwungvoll geöffneten Fahrertür von seinem Fahrrad zu reißen. Es bedeutet außerdem, dass jeder Fahrer auf Autobahnen den vorausfahrenden Verkehr immer im Blick behält, um bei unvorsichtigen Ausschermanövern auf einen anderen Fahrstreifen rechtzeitig reagieren und abbremsen zu können. Wollen Sie selbst überholen, sollten Sie wiederum über den Rückspiegel immer auch den Verkehr hinter sich im Blick behalten, bevor Sie den Fahrstreifen wechseln. Für sichere Verhältnisse im Straßenverkehr ist daher Prävention ein wichtiges Stichwort. Diese ist daher sogar in der Straßenverkehrsordnung (StVO) festgeschrieben.

Grundregeln beim Verhalten im Straßenverkehr.

Dass Sie sich an die allgemeinen Verkehrsregeln wie Geschwindigkeitsbegrenzungen halten sollten, wenn Sie mit einem Auto am Straßenverkehr teilnehmen, versteht sich von selbst. Ebenso klar sollte es sein, dass Verkehrsteilnehmer sich weder betrunken noch unter jedwedem anderen Drogeneinfluss ans Steuer setzen dürfen. Alles Regeln, die eindeutig vom Gesetzgeber festgelegt sind, beziehungsweise über Verkehrsschilder reglementiert werden.

Die Rücksichtnahme im Straßenverkehr erscheint zunächst etwas diffuser – und das, obwohl sie gleich im ersten Paragrafen der Straßenverkehrsordnung (§ 1 StVO) festgehalten ist. Da heißt es:

  1. „Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.“

  2. „Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.“

Diese Grundregel des Straßenverkehrs ist ebenso simpel wie sinnvoll – gleichzeitig scheint dieser Paragraf aber auch so viel Interpretationsspielraum wie kaum ein anderer mitzubringen. Denn wo fängt – unabhängig von eindeutigen Straßenverkehrsregeln – Rücksicht an und wo hört sie auf? In erster Linie sollten Sie hier auf Ihren gesunden Menschenverstand hören.

Darüber hinaus bringen diverse Beispiele aus der Rechtsprechung ein wenig Licht ins Dunkel und geben Aufschluss darüber, in welchen Fällen der erste Paragraf der StVO zum Tragen kommt: Hat ein Autofahrer nach einem Unfall seine Rücksichtspflicht verletzt, weil er vergaß, die Warnblinkanlage einzuschalten? Verstieß der Fußgänger, der auf den Gleisen stehen blieb, weil er den Darbietungen eines Straßenmusikfestivals lauschen wollte, und damit eine Straßenbahn am Weiterfahren hinderte, gegen den § 1 StVO? Und was ist mit dem Fahrerlehrer, der zu spät bemerkt hat, dass seine Fahrschülerin jemandem die Vorfahrt nahm? Hier kommt es auf die Begebenheiten des Vorfalls, die Rahmenbedingungen und die Handlungen anderer an. Je nach Lage entschieden die Gerichte in den skizzierten Fällen sehr unterschiedlich. Das zeigt deutlich, dass die Entscheidung, ob ein Verstoß gegen den § 1 StVO vorliegt oder nicht, immer auch eine Einzelfallentscheidung ist.

Übrigens: Der § 1 StVO gilt, wie schon aus den Fallbeispielen ersichtlich wird, nicht nur für Autofahrer, sondern für alle Verkehrsteilnehmer. Wer gegen ihn verstößt, muss mit einem Bußgeld rechnen. Wenn Sie in manchen Situationen nicht mehr sicher sind, welche Regeln gelten, sollten Sie einen Blick in den Fragenkatalog der Fahrschulen werfen. Zum einen können sich die Regeln seit Ihrer Fahrschulzeit teilweise geändert haben, zum anderen ist es hilfreich, das Gedächtnis anhand des Fragenkatalogs wieder aufzufrischen. 

Richtiges Verhalten im Straßenverkehr.

Um das Ganze noch ein bisschen greif- und damit umsetzbarer zu machen, wollen wir Ihnen noch ein paar Tipps für rücksichtsvolles Verhalten im Straßenverkehr mit auf den Weg geben:

Aufmerksamkeit.

Aufmerksamkeit im Straßenverkehr steht über allem. Beobachten Sie den Verkehr: Sehen Sie eine Gefahrenquelle weiter vorne wie einen unbeschrankten Bahnübergang oder einen Fußgängerüberweg? Einen Betrunkener, der von der Haltestelle auf die Straße zu schwanken droht? Ein Kind, das am Straßenrand spielt? Ein Auto mit auswärtigem Kennzeichen, das langsamer fährt, so als würde der Fahrer nach dem Weg suchen? Werden Sie langsamer und bleiben Sie bremsbereit. Und grundsätzlich: Halten Sie immer ausreichend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug und vergessen Sie beim Abbiegen nicht den Schulterblick.

Gelassenheit.

Seien Sie tolerant, wenn andere Fehler machen und pochen Sie nicht auf Ihr Recht. Es passiert schließlich jedem mal, dass er ein Schild übersieht oder unaufmerksam ist. Versuchen Sie, in solchen Fällen Blickkontakt mit dem anderen Fahrer aufzunehmen und einzuschätzen, wie er sich weiter verhält. Im Zweifel gilt: Anhalten und abwarten. 

Fairness.

Fahren Sie so, dass andere Verkehrsteilnehmer nicht von Ihren Fahrmanövern überrascht werden. Das heißt zum Beispiel: Wechseln Sie frühzeitig den Fahrstreifen, wenn Sie abbiegen wollen, nutzen Sie dafür das Blinklicht und schneiden Sie dabei niemandem den Weg ab. 

Angemessenheit.

Apropos Signalleuchten: Im Straßenverkehr sind die Kommunikationsmöglichkeiten begrenzt. Jedes Signal Ihres Autos dient daher einem bestimmten Zweck. Missbrauchen Sie also Blinklichter, Lichthupe, Warnblinker und Co. nicht, um zu drängeln oder im Parkverbot zu halten. Nutzen Sie stattdessen alles zu seiner Zeit: Blinker beim Spurwechsel, Warnblinker zum Beispiel bei einer Panne und Lichthupe nur außerorts als Signal für Gefahr. Im Zweifel helfen auch manchmal Handzeichen, wenn Sie davon ausgehen können, dass ein anderer Verkehrsteilnehmer diese sehen und im besten Fall natürlich auch verstehen kann.

Perspektivwechsel.

Versetzen Sie sich in die Lage anderer Verkehrsteilnehmer. Was sind Ihre Stärken und Schwächen? Ein Lkw-Fahrer zum Beispiel sitzt sehr weit oben und kann auch wegen der Größe des Fahrzeugs nicht alles so gut einsehen. Scheren Sie also nicht kurz vor ihm ein. Bedenken Sie außerdem, dass manche Fahrzeuge – zum Beispiel mit Anhänger – mehr Platz zum Rangieren brauchen und andere – wie landwirtschaftliche Fahrzeuge – nicht so schnell fahren können. Hier gilt: Beobachten Sie deren Fahrweise und handeln Sie nicht unbedacht.

Verhalten im Ernstfall.

Helfen Sie im Ernstfall, wo Sie können: Rufen Sie bei Bedarf den Notruf. Bilden Sie auf der Autobahn eine Rettungsgasse, wenn es sich staut. Halten Sie den Standstreifen frei. Selbstverständliche Aktionen, die Sie und Ihre Mitmenschen schützen.

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Rücksicht und Nachsicht im Straßenverkehr.

Die im Fragenkatalog der Fahrschule bereits erörterte Rücksicht im Straßenverkehr ist der entscheidende Stellhebel für das sichere Miteinander aller Verkehrsteilnehmer. Fahrerassistenzsysteme und anderer Sicherheitsvorkehrungen in modernen Autos machen das Verkehrstreiben einerseits immer sicherer. Dies bedeutet andererseits aber nicht, dass Sie als Verkehrsteilnehmer dadurch umso unvorsichtiger werden dürfen. Bleiben Sie beim Abbiegen, an Fußgängerüberwegen und bei Spurwechseln stets besonders vorsichtig und nehmen Sie Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allzeit sichere und vor allem rücksichtsvolle Fahrt.

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