Der Service ist zur Zeit leider nicht verfügbar. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 01.08.2019
  • 9 Minuten

„Verrückt, frei & glücklich“: Dominik hat viel Erfahrung mit dem Camper-Umbau.

„Oh, hier ist mein Pulli!“ freut sich Dominik Freund, als er seinen kleinsten Camper öffnet und durchstöbert. Der steht schon eine Weile ungenutzt auf dem Hof. Der 31-Jährige fischt noch eine Tüte Chips und zwei Dosen Energydrink aus den Schubladen des Campers und läuft dann in Richtung seines großen Schätzchens: „Bernd“ ist ein zum Camper umgebauter Kleintransporter in Tarnfarben-Grün und mit einem selbst gestalteten Wald- und Bergpanorama bedruckt.

Dominik ist von Haus aus Kaufmann und in der virtuellen Welt vor allem durch seine Plattform „Freundship“ bekannt, auf der er seinen über 40.000 Followern von seinem Leben als DIY-Camper erzählt. Heute lädt er mich in seine DIY-Camperwelt ein.

Dominik Freund von Freundship auf der Bank seines Campers

Hallo Bernd! Willkommen im mobilen Wohnschlafzimmer.

Als er „Bernds“ Tür öffnet, flötet Dominik betont manierlich „Willkommen!“, stellt mir eine Bierkiste mit Holzaufsatz als Einstiegshilfe hin und schmunzelt.

Das Inspizieren des Vans ist mehr Umdrehung als Begehung, aber der Panoramablick verrät schon viel über das Camperleben und was in ihm besonders großgeschrieben wird: eine kuschelige Atmosphäre und Gemütlichkeit. Das knapp 1,80 x 1,20 Meter große Bett, über dem sternförmig Lichterketten glitzern, verleiht dem Innenraum etwas Kojenartiges und strahlt schon fast eine weihnachtliche Atmosphäre aus. Man möchte sich gleich mit einer dicken Decke reinstürzen und vergraben.

„Ja, man muss sich echt liebhaben, wenn man in diesem Van einen zweiwöchigen Urlaub zu zweit verbringt“, lacht Dominik und spielt damit auf seine Freundin und „partner in crime“ an: Julia ist seit 2016 und damit von Beginn an mit von der Freundship-Partie – wenn auch in begrenzterem Umfang. Denn sie geht als Angestellte der Stadt – im Gegensatz zu ihrem Freund – einem Job mit fester Arbeitszeit nach. Es sei schön, wenn man jemanden finde, der sein Hobby so mit einem teile – dennoch gehe er schon deutlich mehr in der Sache auf: „Wenn wir zum Beispiel einen ruhigen Filmeabend machen, dann werde ich eigentlich schon hibbelig und überlege nebenher, was ich als nächstes angehe.“ Wie zum Beweis rutscht Dominik auf seinem Sitz hin und her. Das kann aber auch daran liegen, dass Freundship-Hund Paul schon vorher auf dem drehbaren Beifahrersitz des Campers saß und sich sein Herrchen für unser Gespräch davor gequetscht hat.

Dominik Freund von Freundship am Steuer seines Campers

Startschuss Camper-Umbau: Wie alles begann.

Doch wie fing Dominiks Leidenschaft für Fahrzeuge eigentlich an? Dominiks Fahrzeugaffinität begann erstmal zweirädrig: Mit 16 startete er seine Ausbildung in einem Fahrradladen. Irgendwann begeisterte er sich dann für die Auto-Tuningszene und begann, sich mit Werbetechnik zu beschäftigen. Schnell entschied Dominik sich, im Fahrradladen zu kündigen und sich selbstständig zu machen. Im Februar 2018 mietete der Bastler einen Laden an und verdiente sein Geld fortan mit dem Textildruck sowie dem Design von Schaufensterbeklebungen und Autobeschriftungen. Irgendwann taten sich ein ebenfalls selbstständiger Kumpel aus der Tuningszene und Dominik zusammen.

Die Selbstständigkeit war Dominiks Sprungbrett in die DIY-Camperszene. Denn einerseits bedeutet sie eine Beschäftigung mit auf einmal vier statt zwei Rädern und damit das Entdecken einer Leidenschaft und andererseits hatte der 31-Jährige auf einmal Zeit für einen Umbau. „Den ersten Van habe ich nur gekauft, weil ich Bock auf einen großen Alltagswagen hatte. Ich gehe viel Ski fahren und in den Van konnte ich alles hinten rein schmeißen. Dann habe ich Julia kennengelernt und irgendwann hatten wir einfach die Idee, den gemeinsam auszubauen – aus Lust auf den Umbau an sich und vor allem auf das Reisen. Seitdem sind wir Feuer und Flamme.“

Mittlerweile hat Dominik seinen eigenen Laden zum Ende des Jahres gekündigt und gestaltet in Zusammenarbeit mit seinem Kumpel und Geschäftspartner auch viele Folierungen für Campervans. Die Umbauten allerdings macht Dominik nur für sich. Er bekomme zwar viele Anfragen auf Instagram und Co, aber ein Camper-Umbau für andere Leute käme für ihn nicht in Frage: „Dazu habe ich auch gar nicht den Platz.“

Dominik selber hat seine vier Camper größtenteils auf dem Hof seines gemieteten Einfamilienhauses umgebaut.  „Mein Autohobby ist da irgendwie mit mir durchgegangen!“, lacht der 31-Jährige. Ja, Dominiks Herz brennt eindeutig für Autos und ganz besonders für den Ausbau von großen Exemplaren. Von den bisher umgebauten Fahrzeugen hat er mittlerweile zwei verkauft und plant schon die nächsten Projekte: „Ich kann einfach die Füße nicht stillhalten. Ich überlege immer, was ich als nächstes machen kann.“ Dabei hat Dominik eine besondere Strategie: „Ich bin so jemand, der im Schlaf plant. Ich kann das nicht lange im Voraus. Ich leg mich abends hin und morgens weiß ich, was ich als nächstes mache“, grinst er. Das Konzept scheint bisher ganz gut aufzugehen. Die Follower-Zahlen wachsen und damit auch die Kooperationspartner. Dominik bestreitet durch das öffentlichkeitswirksam inszenierte Camperprojekt mittlerweile gut 40 Prozent seiner Einnahmen und kann darüber viele seiner Umbaukosten sparen oder decken. Da hat jemand in vielerlei Hinsicht seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Und so nennt sich Dominik mittlerweile augenzwinkernd „InfluVANcer“ und sagt, er habe auch seinen Hund Paul „vanifiziert“. Apropos Paul. Der findet es im Rücken seines Herrchens mittlerweile gar nicht mehr so gemütlich und springt auf den Fahrersitz, um einen vorbeilaufenden Hund anzuknurren. Dominik reckt sich und rutscht nach hinten: „Na Paul, war dir auch zu eng, was?“

Public Umbau: Van, dann richtig! 

Vor seinem dritten und bisher größten Umbau wurde Dominik von seinem Bruder motiviert, das Projekt öffentlichkeitswirksam zu präsentieren. „Wir haben da eine gute Zeit erwischt. In Deutschland hat man im Gegensatz zu England und den USA noch nicht viele öffentliche Camper-Umbauprojekte gehabt, aber mittlerweile wird die DIY-Camper-Community auch hierzulande immer größer und präsenter.“

Dominiks Bruder hat am Ende eine Challenge inspiriert: „Ich fand die Idee, den Umbau öffentlich zu machen, super. Aber als Kaufmann wusste ich, dass wir auch irgendwie große Aufmerksamkeit erzielen mussten. Also nahmen wir uns vor, den Camper nebenberuflich in nur 30 Tagen umzubauen und haben es geschafft – abends, an den Wochenenden und Feiertagen!“

Natürlich hätten sie im Nachhinein noch ein paar Kleinigkeiten angepasst, aber genau einen Monat nach Umbau-Start war der Van – mittlerweile liebevoll auf den Namen „Bernd“ getauft – campingtauglich und Dominik brach zur Jungfernfahrt an den Wörthersee auf.

Camper-Marke „Eigenbau“: Planung, handwerkliches Geschick und Finanzierung.

Die 30 Tage Umbau waren für die Freundshipper einerseits eine tolle und andererseits eine lehrreiche Erfahrung, denn: Sämtliche Fähig- und Fertigkeiten erarbeiteten sich Dominik und Julia selbst durch learning by doing: „Ich habe mich über viele neue Themen wie Elektrik und Wasser über YouTube oder bei Firmen informiert.“

Einzig die Offroad-Reifen hat der 31-Jährige professionell aufziehen lassen und auch ein Luftfahrwerk, um die Höhe des Vans zum Beispiel beim Hangparken hinten auszugleichen, wurde durch einen Experten nachgerüstet. Für so etwas fehlte es ihm nicht nur an Know-how, sondern auch an Werkzeug und Ausrüstung, erklärt Dominik.

Wenn andere Camper ihre Innenverkleidung sehen, dann sagen sie häufig Dinge wie: „Man sieht, dass ihr keine Schreiner seid“. Dominik lacht und kommentiert: „Ja genau, natürlich sieht man das. Ist doch auch Wurscht und eigentlich Sinn und Zweck der Übung. Ich will Leute motivieren und zeigen: ‚Ey, du kannst das auch, wenn du kein Profi bist! Es muss nicht alles perfekt werden‘.“

Hinsichtlich des Gewichts hat sich Dominik beim Umbau zunächst keinerlei Gedanken gemacht, musste den Van dann aber nachträglich von 3 auf 3,5 Tonnen auflasten lassen. Das sei aber ohne Probleme möglich gewesen. Mittlerweile wiege „Bernd“ abreisefertig 3,2 Tonnen.

Gut zu wissen: Ein Van gilt in der Regel als LKW. Um ihn als Wohnmobil zuzulassen und damit Steuern zu sparen, müssen einige Auflagen erfüllt sein, die eine unabhängige Prüfgesellschaft überprüft. Zum Beispiel müssen ein Bett und eine fest verbaute Kochplatte vorhanden sein.

Und was ist mit der Finanzierung von Gefährt und Umbau? Die Freundshipper haben für den Van an sich 16.200 Euro bezahlt und für den Umbau noch einmal über 15.000 Euro draufgelegt. „Zu Beginn haben wir mit etwa 4.000 Euro Umbaukosten kalkuliert. Das war vielleicht etwas niedrig angesetzt“, lacht Dominik. Wenn man aber bedenkt, dass der 31-Jährige seinen zweiten Van „Hugo“ für nicht einmal 2.000 Euro umbaute und am Ende sogar noch gewinnbringend verkaufte, wirken die angesetzten 4.000 Euro gar nicht mal so abwegig. Man sieht: Die Kosten für einen Umbau können sehr stark variieren – je nachdem, auf was man Wert legt. Materialqualität und technische Geräte zum Beispiel entscheiden sehr stark über den Endpreis. Und natürlich ist es auch umso günstiger, je mehr man selbst machen kann. „Für fertig ausgebaute neue Camper zahlt man schnell mal an die 100.000 Euro“, weiß Dominik. „Und ganz ehrlich: Für das, was ich in Bernd gesteckt habe, hätte ich einige Pauschalurlaube machen können. Aber das ist ja nicht Sinn der Übung. Über mein Vanlife habe ich so viel Unbezahlbares erlebt und wertvolle Kontakte geknüpft. Das wäre alles in Pauschalurlauben nicht in dem Maße entstanden.“


Ein Camper-Umbau kostet Geld.

Sie haben jetzt auch Lust auf einen DIY-Camper-Umbau, aber noch keine geeignete Geldquelle für den Umbau? Dann kommt für Sie eventuell ein Ratenkredit der Volkswagen Bank in Frage. Der ist übrigens ganz unkompliziert online abschließbar.

Informationen zum Ratenkredit der Volkswagen Bank

Aber woher hatte der Bastler überhaupt das Geld für den Umbau? Zum Teil aus dem Verkauf des vorher umgebauten Vans und zum Teil durch privat geliehenes Geld: „Das Schöne ist, dass man das Geld für den eigenständigen Umbau ja nach und nach ausgibt und nicht alles auf einmal bezahlen muss. Man hat das selbst in der Hand. Zudem kommt bei uns auch einiges über Sponsoren wieder rein.“

Grundsätzlich ist Dominik – zumindest was den Van-Umbau angeht – ziemlich spontan und impulsiv. Da, wo andere Monate im Voraus planen, legt er einfach los: „Ich bin so ein Typ, ich setzte mir jetzt was in den Kopf und denke darüber nach, während ich es mache. Zum ewigen Planen hätte ich gar nicht die Geduld.“ Das ist sicherlich eine Typfrage und birgt auch das Risiko, dass mal was schief geht. Aber der 31-Jährige hatte Glück: Die Umbau-Pannen hielten sich in Grenzen. Die größte davon passierte gleich an Tag 3 des Umbaus und kostete 500 Euro extra: „Julia fragte noch, ob sie das Seitenfenster, das ich grad verschrauben wollte, von außen festhalten sollte und ich meinte, dass das nicht sein müsse.“ Dass sich das Fenster ohne Gegendruck beim Schrauben nach außen schieben würde, hatte Dominik nicht mit einkalkuliert.

„Tja, damit war der erste Batzen Kohle futsch. Tschüüühüüss!“, lacht der 31-Jährige und fügt hinzu: „Das tat weh. Noch dazu so ganz am Anfang des Umbauprozesses, wo du noch gar nicht weißt, was das am Ende überhaupt alles kostet.“

Nach dem Umbau ist Dominik einerseits glücklich, aber auch überrascht von dem Erfolg des Projekts – sowohl hinsichtlich des Umbaus als auch bezogen auf die Öffentlichkeitswirksamkeit: „Dass das so eskaliert, hätte ich mir auch nicht träumen lassen.“

Dominik Freund von Freundship fährt mit seinem Camper rückwärts

Camping 2.0: Auf der Suche nach Gleichgesinnten.

Kaum war „Bernd“ fertig, planten Dominik und Julia sofort fleißig die ersten Touren. Und auch wenn er augenzwinkernd sagt: „Wir mögen eigentlich keine Menschen – schon gar nicht im Urlaub!“ und das Paar sich daher mit „Bernd“ gerne an einsame Orte zurückzieht, so können sie sich ab und an auch für ein Treffen mit Gleichgesinnten begeistern.

Aber was sind das denn eigentlich für Leute, die sich für das DIY-Campen begeistern? Schaut man sich Videos von größeren Campertreffen an, dann wirkt das Ganze wie ein Festival. Die Campervan-Enthusiasten treffen sich, lassen sich von anderen Fahrzeugen inspirieren und sitzen abends am Lagefeuer bei einem Bierchen zusammen. Dominik erzählt, es sei in der Szene extrem einfach, nette Leute kennenzulernen. 95 Prozent der Menschen, die er in den vergangenen anderthalb Jahren, in denen er auf Instagram immer mehr Erfolg hatte, kennengelernt hat, seien super: „Du hast nach zwei Minuten Anschluss, wenn du zu einem Treffen kommst. Auch eher introvertierte Leute – die kommen alleine und fünf Minuten später sind die zu fünft. Sowas freut mich immer.“

Diese positiven Erfahrungen führten dazu, dass Dominik kürzlich seine Follower über Instagram zu seiner Geburtstagsparty einlud. Tendenziell riskant bei 40.000 Followern … „Ja, aber das sind ja keine feierwütigen 16-Jährigen. Die kommen nicht zum Randalieren.“ Zudem habe er vorher um verbindliche Anmeldung gebeten. Am Ende kamen um die 65 Vans zu dem Campertreffen „for free“. Dominik bat alle, kein Feuer machen, ihren Müll mitzunehmen und vielleicht auch eine kleine Spende für seine Unkosten dazulassen: „Ich hab´ gesagt: ‚Ihr müsst nicht zahlen, aber ihr müsst euren Müll mitnehmen‘ und das hat super geklappt. Das gemietete Feld war nachher wie geleckt und ich hatte alle meine Kosten raus. Es war ein Experiment und es ist super geglückt. Wir hatten eine geniale Zeit und anders als bei einer Party musste ich nachher nicht einen Zigarettenstummel selbst wegräumen.“

Natürlich gebe es auch Leute, die solche Veranstaltungen kostenpflichtig anbieten, aber das habe er nicht gewollt: „Ich kann das als Kaufmann zwar verstehen, dass man das so macht – aber als Van-Life-Enthusiast und als Mensch, der das lebt, widerstrebt es mir. Ich baue ja einen Campervan aus, um irgendwohin zu fahren und zu tun und zu lassen, was ich will und nicht, um irgendwo ausgeschlossen zu werden, weil ich keine Karte mehr bekommen habe. Das limitiert doch die Freiheit, die ja eigentlich dahintersteckt.“

Wie beschreibt man also diese DIY-Campervan-Szene? Frei. Umweltbedacht. Offen. Und jung? Tendenziell jung. 😊 Dominik hat auch Freunde um die 50 in seinem engsten Camper-Life-Freundeskreis.

Eine weitere Gemeinsamkeit ist wohl auch der Wunsch nach Unabhängigkeit und einer Camper-Gemeinschaft abseits von genormten Plätzen und weißen Kästen.

Klassisches Campen? Nein, danke!

„Raus aus dem System!“ Was ein bisschen nach einem Demo-Plakat klingt, ist in der DIY-Camperszene der Wunsch nach einem individuell gestaltbaren und autarken Reiseerlebnis. Auf die Frage, ob die klassische Camperszene was für ihn wäre, antwortet Dominik entschieden: „Nein! Wenn du so einen Bus hast und autark bist, dann willst du auch an Plätze, wo du nicht hinkommst mit einem Wohnmobil. Du willst an Plätze, wo du morgens die Hecktüren aufmachst und eine geile Aussicht hast. Das ist mein Streben, wann auch immer ich unterwegs bin. Ich will die Tür aufmachen und nicht gegen einen anderen weißen Wohnwagen gucken. Ich will in die Natur. Ich fahre eigentlich jeden Morgen mit meinem Van hier in die Felder, lasse Paul raus – der geht dann alleine Gassi, hüpft darum und ich trinke dann meinen Kaffee und genieße einfach nur die Aussicht. Ich will auch immer dahin, wo ich mich selber auch immer wieder damit flashen kann, dass ich überhaupt da bin.“

Am Ende mache diese Freiheit den größten Unterschied zu Campingplätzen aus. Dort fühle er sich gefangen und wisse nicht, was er tun solle, erklärt Dominik. Er und seine Freundin wollen viel rumfahren – als sie vergangenes Jahr in Schottland waren, haben sie in zweieinhalb Wochen rund 6500 Kilometer zurückgelegt.

Mit dem autarken Van, einer leistungsstarken Batterie, einer kleinen Solaranlage, einer Dusche, einer Toilette und 130 Liter Wasser an Bord kommen Julia und Dominik bis zu zwei Wochen klar. Erst dann müssen sie einen Campingplatz ansteuern, um Wasser nachzufüllen oder die Toilette zu leeren. „Wie oft wir einen Campingplatz ansteuern müssen, hängt von der Art des Urlaubs ab. Im Winter zum Beispiel duschen wir öfter, denn wir fahren viel Ski und da schwitzen wir öfter und können nicht mal eben in den See springen. Wenn wir im Sommer unterwegs sind und jeden zweiten Tag auch mal einen See haben, dann müssen wir eigentlich nicht duschen. Wofür? Wir sind eh nur zu zweit unterwegs“, stellt Dominik fest.

Und so bleiben die beiden gerne abends einfach irgendwo stehen und genießen die Tatsache, dass das Schlafen in Autos nicht verboten ist. Campen darf man zwar nicht überall, aber solange Tische, Stühle, Markise und Co im Van bleiben und der Stellpatz die Straßenverkehrsordnung nicht verletzt, darf man in der Regel auch im Camper übernachten.

Auf der Suche nach schönen Stellplätzen sind die Freundship-Camper innerhalb eines Jahres mehr als 30.000 Kilometer gefahren. Dabei waren sowohl Wochenendtrips als auch längere Reisen. Oft brechen sie spontan auf: „Der Campervan steht immer abreisefertig da. Ein paar Nudeln und Kaffee sind immer an Bord. Es kann jederzeit losgehen. Wir packen einfach ein wenig frische Unterwäsche und ein T-Shirt ein.“

Dominik_Freund_Freundship_close Up.jpg

Und in Zukunft?

„Also erstmal steht für den Sommer eine dreiwöchige Tour durch Schweden an“, freut sich Dominik. Darüber hinaus soll „Bernd“ im Herbst ein Make-Over bekommen. Alles soll hochwertiger und weniger „rough“ werden. Dominik und Julia waren mit dem Van jetzt über ein Jahr unterwegs und haben neue Erfahrungen gesammelt und Bedürfnisse entdeckt. Daher sei es Zeit für den nächsten Schritt: „Ich weiß, dass ich es besser kann und außerdem kann ich eh nie die Füße stillhalten“, schmunzelt der Freundshipper. Es bleibt also spannend.

Außerdem steht ein neues Offroad-Projekt an. Was genau da passieren wird, decken die Freundshipper ab jetzt nach und nach auf ihrer Instagram-Seite auf. Stay tuned.

Ein paar abschließende Tipps?

Zu guter Letzt hat Dominik einen Appell an alle DIY-Umbau-Interessierten: „Wenn ihr Bock habt, dann macht es einfach. Denkt nicht so viel nach.“ Natürlich spiele Geld bei solchen Projekten immer eine Rolle, aber davon solle man sich nicht abschrecken lassen. „Ein Umbau funktioniert auch mit einem verhältnismäßig kleinen Budget und das Geld für den Umbau muss auch nicht auf einen Schlag da sein.“

Ob nun in die Wälder Schwedens oder an die Strände Spaniens – alles im eigenen Zuhause auf vier Rädern. Vielleicht ist es auch schon ganz bald bei Ihnen soweit. Gute Reise!

Auch interessant:

pinker Bulli Foodtruck

Auto & Mobilität

Van ausbauen: Camper oder Massagestudio?

Ob als Foodtruck, mobile Bühne oder Tattoostudio:  Lassen Sie sich von diversen, nicht ganz ernst gemeinten Ideen für Ihren Van inspirieren. Manche davon sind kreativ, andere beeindruckend und wieder andere einfach nur absurd-komisch. 

  • 01.08.2019
  • 2 Minuten
Handwerker baut in Werkstatt einen Van zu einem Camper um

Auto & Mobilität

Camping 2.0: Kosten für einen individuellen Campervan.

Gartenzwerg ade! Die Campervan-Szene zieht vor allem junge Leute an und besticht durch Kreativität. Fast alle Vans sind selbst umgebaut und individuell gestaltet. Klingt auch für Sie interessant? Informieren Sie sich über die Kosten.

  • 01.08.2019
  • 6 Minuten
couple-arm-in-arm-in-front-of-car-Teaser.jpg

Mit der Auto-Finanzierung der Volkswagen Bank den Traum-Camper kaufen.

Sie haben Lust auf den Ausbau eines Vans, aber das geeignete Fahrzeug steht noch nicht auf Ihrem Hof? Wenn Sie es gefunden haben, dann schauen Sie sich doch mal die Fahrzeugfinanzierung der Volkswagen Bank an. Vielleicht bringt diese Sie Ihrem Traum vom DIY-Camping ein Stückchen näher.