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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 29.10.2021
  • 5 Minuten

Autosicherheit: Entwicklung von Verkehrsregeln, Karosserie, Technik & Co.

Die Geschichte des Autos reicht bis Mitte des 18. Jahrhunderts zurück. Damals gab es mit dem Dampfwagen das erste Fahrzeug, das nicht durch die Kraft eines Lebewesens angetrieben werden musste. Das erste motorbetriebene Auto gab es allerdings erst über 100 Jahre später im Jahre 1886. Seitdem ist viel passiert – heutzutage fahren auf Deutschlands Straßen mit fast 50 Millionen so viele Pkw wie noch nie zuvor. Und somit haben sich das Auto und die dazugehörige Infrastruktur in jeder Hinsicht enorm weiterentwickelt. Und bei jedweder Weiterentwicklung stand ein Beweggrund ganz vorne mit auf der Liste: der Wunsch nach mehr Sicherheit.

Um besser nachvollziehen zu können, wie Autos und Verkehr zu dem geworden sind, was sie heute sind, möchten wir uns mit Ihnen auf eine kleine Zeitreise begeben, damit Sie einen Überblick über die sicherheitsrelevanten (technischen) Entwicklungen in der Automobilindustrie im Laufe der Jahrzehnte bekommen.

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Licht, Spiegel und Bremsen – erste Maßnahmen in Sachen Sicherheit.

Abgesehen von ihrem Pioniercharakter hatten die ersten motorisierten Fahrzeuge noch nicht so viel zu bieten. Vor allem in Sachen Sicherheit nicht. Denn am Ende waren Sie nicht mehr als ein motorisierter Pferdewagen – eine Kutsche mit gewissen Vorzügen quasi. Das bedeutet, dass der Fahrer weder durch eine Karosserie besonders geschützt war, noch auf so etwas wie Beleuchtung oder Spiegel setzen konnte. Die erste Beleuchtung in Form von Reflektoren gab es erst 1908 und Spiegel wurden erstmals um 1914 verbaut.

Bremsen gab es zwar schon an den frühen Autos – jedoch nur an den Hinterrädern, was für keine besonders große Bremsstabilität sorgte. Manchmal waren dort schon Trommelbremsen verbaut, teilweise gab es aber auch nur einfache Bremsblöcke. Gut, die damaligen Fahrzeuge fuhren keine 20 km/h und würden damit locker von heutigen Elektrorollern überholt. Doch die Technik wurde immer besser und die Autos damit immer schneller – daher musste unter anderem auch eine bessere Bremsung her:

Ab 1924 wurden die Hinterradbremsen nach und nach durch die ersten Vierradbremsen ersetzt und später ganz verdrängt. Das führte dazu, dass die Autos bei Bremsmanövern nicht so leicht aus der Spur gerieten – ein entscheidender Faktor für die Sicherheit. In den darauffolgenden Jahren wurden die Bremsen natürlich noch weiter verbessert – um 1950 wurden Bremsverstärker eingeführt und kurz darauf wurden die ersten Scheibenbremsen verbaut. Ab 1952 dachte man dann erstmals über eine Knautschzone nach – verbaut wurde sie allerdings erst ab 1959.

Gesetzliche Sicherheitsstandards verpflichten den Fahrer zu bestimmten Handlungen.

Während sich die Automobil-Technik immer weiterentwickelte, griff auch vermehrt der Gesetzgeber in den Straßenverkehr ein, indem er sukzessive immer mehr Sicherheitsstandards formulierte. So mussten zum Beispiel Autos ab 1951 regelmäßig überprüft werden – das war die Geburtsstunde der heutigen Hauptuntersuchung.

Einen weiteren Meilenstein in der gesetzlich verstärkten Fahrersicherheit erreichte man in den 70er Jahren, als Kopfstützen verpflichtend wurden. Dadurch konnten schwere Verletzungen bei Unfällen merklich reduziert werden.

Schließlich entschied man sich 1976, zwei Jahre nachdem schon der Einbau in Neuwagen obligatorisch wurde, – auch das Anlegen des Sicherheitsgurts zumindest auf den Vordersitzen verpflichtend zu machen. Das dürfte in Sachen Sicherheit einer der größten Wendepunkte der Automobilgeschichte gewesen sein, wurde aber von einem Großteil der Autofahrer nicht gerade euphorisch angenommen. Viele fühlten sich in ihrer Freiheit eingeschränkt und sahen den Sicherheitszugewinn nicht als bewiesen an. Und so entschied man sich, ab 1984 ein Bußgeld für das Nicht-Anlegen des Gurtes zu erheben. Im selben Jahr wurde auch das Anlegen eines Sicherheitsgurtes auf Rücksitzen verpflichtend – zumindest für Erwachsene. Die Anschnallpflicht für Kinder gibt es tatsächlich erst seit 1993.

Übrigens: Auch wenn man es gar nicht glauben mag, aber die ersten serienmäßigen Dreipunktgurte gab es schon um 1960 – allerdings wurden sie erst ab 2004 zur Pflicht. Davor reichte auch im Pkw das Anlegen eines Beckengurts, um seiner Anschnallpflicht nachzukommen. Und ein kleiner Fakt am Rande: Die Anschnallerinnerung – also dieses lauter und schneller werdende Piepen – gibt es seit 2014.

Fahrerassistenzsysteme und weitere Features machen das Fahren noch sicherer.

In den 60er Jahren wurden Autos mit den ersten einfachen Fahrerassistenzsystemen ausgestattet. Diese hatten zuweilen einen vor allem praktischen Nutzen – wie beispielsweise der Tempomat. Andere bedeuteten aber auch einen sehr hohen Sicherheitszugewinn – wie zum Beispiel das Antiblockiersystem, besser bekannt als ABS, das aus heutigen Autos nicht mehr wegzudenken ist.


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Eine weitere sicherheitstechnische Revolution wurde 1968 mit der Erfindung des Airbags eingeführt. Dieser wurde in den 80er- oder 90er-Jahren immer weiter verbessert. Zusätzlich zum klassischen Airbag im Lenkrad gab es dann auch Knie- und Seiten-Airbags. Darüber hinaus stattete man Sicherheitsgurte mit einem im Falle eines Aufpralls automatisch auslösenden Gurtstraffer aus. Alles Features, die im Fall der Fälle für ein geringeres Verletzungsrisiko sorgen.

Für die bessere Unfallvermeidung kam in den 90ern ein weiteres Assistenzsystem hinzu: Durch das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) wurde es Autofahrern insbesondere in Kurven erleichtert, die Kontrolle über ihr Fahrzeug zu behalten.

Heutzutage sind Fahrerassistenzsysteme noch vielschichtiger geworden und können immer mehr. Teilweise greifen sie – sofern vom Fahrer gewünscht – automatisiert in Fahrmanöver ein und warnen nicht mehr nur. Das entbindet natürlich keinen Autofahrer von seiner Rücksichtspflicht – Assistenzsysteme sind, wie der Name schon sagt, eben nur zum Assistieren da.

Das mitdenkende Auto sorgt für noch sichereres Fahren.

Moderne Abstandsregler bremsen das Auto ab, wenn man dem vorausfahrenden Fahrzeug zu nahekommt. Die sogenannten Adaptive Cruise Control (ACC)-Geräte funktionieren dabei wie ein Tempomat mit Radar. Teilweise können sie sogar automatisiert die Höchstgeschwindigkeit anpassen, wenn der Radar neue Schilder zur Geschwindigkeitsbegrenzung erfasst.

Notbremsassistenten erkennen, wenn man auf ein langsameres oder statisches Hindernis zufährt und nicht rechtzeitig oder stark genug bremst und reagieren entsprechend. Wie sieht das aus? Schert zum Beispiel auf der Autobahn ein langsameres Fahrzeug vor Ihnen ein, dann gibt der Notbremsassistent zunächst ein Warnsignal von sich. Sollten Sie dann nicht schnell genug reagieren oder die Bremse nicht stark genug treten, verstärkt der Assistent die Bremsung oder leitet gar eine Notbremsung ein.

Ein ähnliches Konzept steckt hinter dem Spurhalteassistenten: Über ein Radar behält dieser ständig die Fahrbahnmarkierung „im Blick“ und warnt den Fahrer, wenn er von der Spur abweicht. Dies kann einerseits über akustische, optische oder auch haptische Signale – wie zum Beispiel die Vibration des Lenkrads – passieren. Neuere Spurhalteassistenten können im Ernstfall sogar in die Lenkung eingreifen und das Fahrzeug wieder zurück in die Spur führen. Ebenso wie die modernen Totwinkelassistenten, die erst warnen und bei Gefahr einen Spurwechsel verhindern können.

Und nicht zuletzt seien in dieser Aufzählung auch noch die Parkassistenten genannt. Sie denken, die hätten keine großartige Relevanz in Sachen Sicherheit? Nun ja, dann versetzen Sie sich mal in die Situation, wo sie an einer viel befahrenen Straße seitwärts rückwärts in eine enge Parklücke einscheren wollen. Da erleichtert der Parkassistent die Sache nicht nur, sondern verhindert im Zweifel Kollisionen mit anderen Verkehrsteilnehmern, die Sie zu spät sehen oder unachtsam sind.

Und weiter geht´s! Mit immer besserer Sicherheitstechnik hin zu immer weniger schweren Unfällen.

Die Technik in Fahrzeugen entwickelt sich stetig weiter und trägt viel zur Fahrsicherheit bei. Da steht schnell die viel diskutierte Frage im Raum, ob und wann sich das mitdenkende Auto zum komplett selbstfahrenden Auto weiterentwickelt. Was auf den ersten Blick gruselig und nach Science-Fiction klingen mag, birgt perspektivisch ein ganz neues Sicherheitspotenzial. Wie groß es am Ende wirklich ist und was genau in Sachen autonomes Fahren zukünftig möglich ist, das mögen wir an dieser Stelle nicht mutmaßen. Aber eines ist klar: Dies Sicherheit im Straßenverkehr muss und wird weiterhin großgeschrieben werden.

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