Der Service ist zur Zeit leider nicht verfügbar. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 01.08.2019
  • 3 Minuten

Camper mieten: Geliehene Freiheit.

Die Wünsche, die das eigene soziale Umfeld an einen stellt, sind ja oft ursächlich mit dem eigenen Beruf verknüpft. Ob es nun die an einen Informatiker gerichtete Frage „Mein PC spinnt, kannst du mal draufgucken?“, das „Du kannst doch so schön schreiben, magst du das mal für mich formulieren?“ gegenüber einem Journalisten oder ein „Backst du eine Torte für meine Geburtstags-Hochzeits-Einschulungs-Firmungs-Ruhestandsfeier?“ zum Bäcker – fast jeder hat derartige Fragen schon gestellt bekommen. Und wenn es nicht mit dem Job zu tun hat, dann vielleicht mit dem Hobby: „Leihst du uns mal dein Wohnmobil fürs Festival?“ rangiert da unter Campern auf der Beliebtheitsskala vermutlich relativ weit hinten. Raten Sie Ihren Freunden doch einfach, sich bei einer Wohnmobilvermietung einen Wohnwagen oder Camper zu mieten, wenn sie Erfahrungen in der Camperwelt sammeln möchten.

Unsere Autorin stellt sich vor Glosse Camper mieten

Apropos Erfahrungen in der Camperwelt: Die halten sich bei mir persönlich in Grenzen. Vermutlich hat es damit zu tun, dass mir lange suggeriert wurde, dass Camping keine erstrebenswerte Form des Urlaubs sei. Was wiederum daran liegen könnte, dass das erste und einzige gemeinsame Campingerlebnis meiner Eltern in einem Fiasko endete: Nicht nur, dass ab Tag 2 eine mehrspurige Ameisenstraße mitten durch das Zelt führte und mein Vater seine neue Goldkette im Zelt verlor – nein! Die beiden gingen auch noch im Unwetter unter. Die wenigen Zelterlebnisse, die ich bisher hatte, waren dagegen trotz diverser eingeschlafener Gliedmaßen der reinste Wellnessurlaub. Außer das eine Mal auf einem Rockfestival, bei dem die Blitze um uns herum greifbar schienen und der Wind beherzt in die Zeltschnüre griff. Die Freuden der Jugend.

Nun ist es aber so, dass die Jugend bei mir ehrlicherweise schon ein wenig zurückliegt. Zeit für erwachsenere Alternativen zum Zelt. Zeit, meine Camping-Erfahrungen auszubauen. Ein Camper muss her! Erst mal nur zur Miete natürlich. Ich entscheide mich für einen Wagen aus dem Angebot von VW FS | Rent-a-Car.

Auf geht´s Richtung holländische Grenze! Eine Lektion, die ich zum Glück gleich im ersten Kreisverkehr hinter der Autovermietung lerne: Fixiere alles gut! Vor allem Gegenstände aus Glas. Leichtfertig habe ich kurz vor Abfahrt meine wiederbefüllbare Glaswasserflasche zum Abwaschen in die Spüle gelegt. Nun poltert sie beunruhigend laut gegen die metallenen Wände des Beckens. Beim nächsten Stopp stecke ich sie in das Netz am Rücken des Beifahrersitzes und verhindere damit ein Scherbenmeer.

Illustration Glosse Camper mieten zeigt lustigen Bulli

Weiter geht die Fahrt. Auf der Autobahn bin ich normalerweise eher auf der linken Spur zu Hause. Das hier ist eine ganz neue Form der Entschleunigung. Kontrolle abgeben … oooom … Entspannung …. Einatmen … Ausatmen …. Klong! Das Netz ist gerissen – die Glasflasche aber scheint unkaputtbar und kullert jetzt durch den Campervan Richtung Bett.

Der erste Campingplatz bietet mit Golfplatz und High-End-Restaurants ein Ambiente, das man eigentlich von einem 5-Sterne-Luxushotel-Urlaub erwarten würde. Und auch die Frage „Haben Sie reserviert?“ passt so gar nicht in meinen bunten Seifenblasentraum und zu dem Durst nach Freiheit.

Dennoch schaue ich mir den Platz mal an. Kurz hinter dem Eingang treffe ich auf Anneliese und Herbert, die sich sofort aufwendig vorstellen. Herbert steigt umständlich in sein Wohnmobil, um umzuparken. Anneliese beginnt, ihm Zeichen zu geben, die er nicht versteht, weil die Scheiben noch hochgekurbelt sind. Anneliese sieht aus wie ein Bodenlotse am Flughafen. Während sie die imaginären orangefarbenen Stäbchen aufgeregt von oben nach unten und von links nach rechts wirbelt, setzt Herbert mit röhrendem Motor rückwärts in Richtung Wunschstellplatz. Und dann: Mit norddeutsch quengeligem e – erstaunlich leise angesichts der wichtigen Message – lässt Anneliese auf einmal ver"lauten“: „Heeeeerbeeeert! Stopp! Heeeeeerbeeert! Was machst du denn?“ Herbert fährt weiter. Jemand anders klopft schließlich an seine Scheibe und bewahrt Anneliese vorm „Knockout durch Fahrradträger“. Zu allem Überfluss erfasst nun auch noch ein Windstoß die halb ausgefahrene Markise und klappt sie hoch aufs Dach. Autsch.

Ich drehe mich um: Hinter mir will gerade jemand dringend am Hang parken. Die Leute drumherum schauen wie die Geier zu. Jederzeit bereit, sich in sanftem Sturzflug herabzulassen und sich an der kadaverartig dahinsiechenden Würde der gescheiterten Camper zu laben. Ein skurriles Schauspiel.

Wenig überzeugt trotte ich zurück zur Rezeption. Als man mir dort alternativlos einen 120 Quadratmeter großen Stellplatz anbietet, weiß ich sicher: Diese Dimensionen passen nicht zu mir und „meinem“ Campervan.

Beim nächsten Anlauf habe ich mehr Glück: Der zweite Platz, den ich ansteuere, ist umzingelt von unberührter Natur: ungemähte Wiesen, Moorlandschaften, ein kleiner See in der Nähe, ein nettes Restaurant und ein alternatives Publikum. Das hat mehr von Woodstock als erwartet. So habe ich mir das vorgestellt. Schnell lerne ich Gleichgesinnte kennen und genieße das Gefühl, jederzeit weiterziehen zu dürfen. Auch wenn ich gar nicht das Bedürfnis danach habe. Viel zu chillig hier. Ich bleibe einfach die komplette Woche …

Übrigens: Die Goldkette meines Vaters tauchte Jahre später wieder auf – und zwar als mein Vater das Zelt für einen meiner Kindergeburtstage wieder aus dem Keller holte und aufbaute. Taaadaa! Ende gut, alles gut.

Auch interessant:

Dominik Freund von Freundship auf der Bank seines Campers

Auto & Mobilität

„Verrückt, frei und glücklich“ durch den Umbau eines Vans.

Dominik ist DIY-Camper und liebt das autarke Camperleben. Kontinuierlich bastelt er an seinem Campervan und teilt seine Projekte auf der Instagram-Seite „Freundship“. Wir haben mit ihm über seine Umbau- und Reiseerfahrungen gesprochen.

  • 01.08.2019
  • 9 Minuten
Handwerker baut in Werkstatt einen Van zu einem Camper um

Auto & Mobilität

Camping 2.0: Kosten für einen individuellen Campervan.

Gartenzwerg ade! Die Campervan-Szene zieht vor allem junge Leute an und besticht durch Kreativität. Fast alle Vans sind selbst umgebaut und individuell gestaltet. Klingt auch für Sie interessant? Informieren Sie sich über die Kosten.

  • 01.08.2019
  • 6 Minuten
woman and car rental agent

Camper mieten bei VW FS | Rent-a-Car.

Sie haben auch Lust auf die Freiheit auf vier Rädern, wollen aber nicht gleich einen Van selbst kaufen und umbauen? Dann mieten Sie sich doch erst einmal einen Camper bei VW FS | Rent-a-Car und entdecken Sie die Welt des Camping 2.0.