Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 31.12.2019
  • 3 Minuten

Integrierte Sicherheit: Fahrerassistenzsysteme können Unfälle vermeiden.

Montagmorgen auf der A2 Richtung Berlin. Ein LKW fährt mit knapp 90 auf die mittlere Spur, ohne den Sicherheitsabstand einzuhalten. Die linke Spur ist komplett belegt – Ausweichen ist somit auch nicht möglich. Da hilft nur eins: Bremsen! Und zwar so richtig. Das Auto vibriert, die Warnlichter flackern, die Bremse greift rechtzeitig, sodass die Schnauze des Wagens und das Heck des LKW sich nur noch einen Luftkuss zuwerfen. Das war knapp und ohne Bremsassistent wäre es vermutlich nicht so glimpflich ausgegangen. Fahrerassistenzsysteme können das Fahren nicht nur erleichtern, sondern auch sicherer machen.

Illustration Fahrerassistenzsysteme im Einsatz

Und was gibt es da so auf dem Assistentenmarkt?

Sicherlich haben Sie von Bremsassistent, Spurhalteassistent, Müdigkeitswarner und Co schonmal gehört – vielleicht ist in Ihrem Auto auch der ein oder andere Fahrerleichterer mit verbaut. Doch was gibt es eigentlich alles auf dem Markt der Fahrerassistenzssysteme? Der ADAC hat dazu mal eine Übersicht zusammengestellt. Die Palette reicht von Assistenten, die das Fahren stabilisieren, über die, die Geschwindigkeit und das Bremsen regulieren hin zu denen, die dem Fahrer helfen, in der Spur zu bleiben.

In der Kategorie „Stabiles Fahren“ findet man einerseits den Klassiker: Das Antiblockiersystem, besser bekannt als ABS, verhindert, dass die Räder des Wagens bei einer Vollbremsung verkeilen. Dieses Assistenzsystem gibt es seit 2004 serienmäßig in den meisten Fahrzeugen. Daneben gibt es noch das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP), das sogar elektronische Lenkeingriffe vornehmen kann, sowie die Antriebsschlupfregelung (ASR), die beim Anfahren und Beschleunigen hilft.

Geschwindigkeit und Bremsvorgang werden zum Beispiel über den Bremsassistent (BAS) reguliert. Dieser verstärkt bei einer Vollbremsung den Bremsdruck. Automatische Notbremssysteme (AEBS) gehen da noch einen Schritt weiter: Sie erkennen im besten Fall, wenn ein Zusammenstoß droht und können dann eigenständig einen Bremsvorgang herbeiführen. Teilweise wird das Ganze sogar noch mit einem Notbremslicht unterstützt. Dann warnen die Warnblinker des Fahrzeugs den nachkommenden Verkehr automatisch vor der abrupten Geschwindigkeitsreduktion.

Zusätzlich gibt es noch Systeme, die ein zu nahes Auffahren verhindern, indem sie den Wagen abbremsen, wenn der Sicherheitsabstand zu gering wird. Dieses Fahrerassistenzsystem nennt sich Abstandsregeltempomat.

Auch sehr verbreitet sind Assistenzsysteme, die das Spurhalten und -wechseln einfacher machen. Da gibt es zum einen den Spurverlassenswarner, der den Fahrer zum Beispiel über eine Vibration im Lenkrad warnt, wenn er von der Fahrbahn abkommt. Dazu orientiert sich eine Kamera an der Fahrbahnmarkierung. Zum anderen gibt es sogar einen Assistenten, der das Fahrzeug aktiv in der Spur halten kann – dieser nennt sich passend zu seiner Funktion Spurhalteassistent.

Außerdem gibt es Assistenten, die das gezielte Verlassen der Spur überwachen – zum Beispiel beim Überholmanöver oder Abbiegen. Dabei werden Gegenverkehr und andere Verkehrsteilnehmer wie Fahrradfahrer analysiert und das Manöver entsprechend durch zum Beispiel Warnungen begleitet.

Doch nicht nur das Fahrzeug und seine Umgebung können durch die Assistenzsysteme im Blick behalten werden – sondern auch der Fahrer selbst: Der Müdigkeitswarner zum Beispiel warnt den Fahrer, sobald sein Fahrverhalten oder auch seine Mimik eine Übermüdung vermuten lassen. Und es gibt sogar mittlerweile eine Alkoholwegfahrsperre, die dann greift, wenn der Fahrer zu alkoholisiert zum Fahren ist. Dies wird über einen klassischen Atemtest überprüft. Fällt dieser Test positiv aus, verhindert die Technik das Starten des Motors.

Neben den genannten Beispielen gibt es auch noch weitere Fahrerassistenzsysteme wie Fernlichtassistenten und Bergan- und -abfahrhilfen.

Und übrigens: Manche dieser Assistenzsysteme könnten ab 2022 verpflichtend sein. Das betrifft zum Beispiel den Müdigkeitswarner sowie die Spurhalte- und Notbremsassistenten.


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Sie wollen aktuell kein neues Auto? Einige Fahrerassistenzsysteme lassen sich nachrüsten.

Ob Sie ein Fahrerassistenzsystem nachrüsten können, hängt zum Beispiel vom Fahrzeugmodell oder -alter ab. Zudem lassen sich (noch) nicht alle Assistenten nachträglich ins Auto einbauen. Relativ einfach und zuverlässig nachzurüsten sind Einparkhilfe, Licht- und Regensensor sowie ein Tempomat.

Das Nachrüsten von anderen Fahrerassistenzsystemen wie zum Beispiel einem Abstandshalter macht das Fahren sicherlich ein Stück weit sicherer. Die nachträglich eingebauten Systeme liefern allerdings teilweise nicht dieselben Funktionen wie die ab Werk verbauten. Daher sind sie in ihrer Funktionalität umstritten. Informieren Sie sich also gut, was in Ihrem Fall sinnvoll ist.

Mehr Sicherheit an Bord.

Fahrerassistenzsysteme machen das Fahren sicherer und können im besten Fall Unfälle verhindern. Mehr Sicherheit an Bord entbindet den Fahrer aber nicht von seiner Verantwortung. Verlassen Sie sich also nicht zu sehr auf die elektronischen Helferlein, sondern fahren Sie nach wie vor umsichtig. Ihre kleinen Assistenten werden Sie dabei angemessen unterstützen.

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