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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 29.11.2019
  • 4 Minuten

Unfall mit dem Mietwagen – und was nun?

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Sie rangieren mit dem gemieteten Kleintransporter auf dem Innenhof und übersehen ein paar Fahrräder. Knirsch. Schramme im Wagen und ein paar plattgewalzte Zweiräder.

Ein Umzug steht bei Ihnen grade nicht an? Gut, dann hier ein alternatives Szenario: Sie kurven mit einem geliehenen Wagen durch enge Straßen, ein entgegenkommendes Fahrzeug nimmt eine Kurve etwas zu eng und Ihre beiden Wagen schrammen aneinander lang.

Beide Situationen sind unangenehm bis gefährlich und erfordern viel organisatorischen Aufwand im Nachhinein – und das nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass die Fahrzeuge gemietet sind. Was muss man nach einem Unfall mit dem Mietwagen innerhalb Deutschlands tun und beachten? Wir haben Wissenswertes für Sie zusammengetragen.

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Erste Maßnahmen: Unfallstelle sichern, Polizei rufen, Daten austauschen.

Mit einem unbekannten Auto passiert ein Unfall sicherlich schneller als mit einem, das man schon jahrelang fährt. Man kann schlechter abschätzen, wie breit und lang der Wagen ist und kennt das Verhalten der Bremsen und Lenkung nicht so gut. Daher sollte man mit einem Mietwagen erstmal besonders vorsichtig fahren.

Wenn es dann doch mal kracht, gilt beim Unfall mit dem Mietwagen grundsätzlich erstmal all das, was auch bei anderen Unfällen gilt. Vor allem sollten Sie ruhig bleiben, um Schlimmeres zu vermeiden. Ist leicht gesagt, aber besonders im fließenden Verkehr auch wirklich besonders wichtig. Denn zunächst einmal müssen Sie die Unfallstelle sichern. An den Straßenrand fahren. Warnblinkanlage anschalten. Warnweste anziehen. Warndreieck aufstellen. Dann bei Bedarf den Notruf wählen und Erste Hilfe leisten. In jedem Fall ist es sinnvoll – auch bei kleinen Schäden –  die Polizei zu rufen. Das kann bei manchen Autovermietern sogar Pflicht sein. Auf Autobahnen bleiben Sie am besten hinter der Leitplanke, bis die Polizei und / oder Rettungskräfte eintreffen.

Während Sie auf die Einsatzkräfte warten, können Sie – egal ob der Unfall selbst- oder fremdverschuldet ist – mit dem Unfallgegner schonmal Kontakt- und Versicherungsdaten austauschen.

Tipp: Über den Zentralruf der Autoversicherer können Sie jederzeit telefonisch (0800 250 260 0) oder online den Versicherer des Unfallverursachers ausmachen – und das auch im Ausland (040 300 330 300). Dafür müssen Sie das Fahrzeug-Kennzeichen des Unfallgegners, den Schadentag und das Unfallland angeben. Als gesetzlich anerkannte Auskunftsstelle kann Ihnen der Zentralruf dann den entsprechenden Versicherer und seine Kontaktdaten nennen. Andere Daten – wie beispielsweise der Name des Fahrzeughalters – werden selbstverständlich nicht herausgegeben.

Sichern Sie sich möglichst auch dann mit Zeugendaten ab, wenn Sie den Unfall selbst verursacht haben. In stressigen Situationen lässt einen das schlechte Gewissen sowas manchmal vergessen. Aber im Fall der Fälle kann ein Zeuge eventuell hilfreich sein, zum Beispiel wenn die Darstellung des Unfallablaufes Ihres Unfallgegners von Ihrer Wahrnehmung abweicht.

Zudem ist es sinnvoll, Fotos für die spätere Schadensabwicklung zu machen und Zeugen zu bitten, auf die Polizei zu warten. Diese fertigt dann in der Regel einen Unfallbericht an, der unter anderem für die Kfz-Versicherungen der Beteiligten relevant ist, was uns zum nächsten Schritt führt:

Formale Abwicklung: Unfall ist nicht gleich Unfall.

Kleine Schramme oder Totalschaden? Selbst- oder fremdverschuldet? Es hängt unter anderem von der Art des Unfalls ab, wie die Schadensabwicklung verlaufen muss und wer am Ende zahlt. Je nach Mietwagenversicherungspaket, Unfallverursacher und Schadenshöhe zahlt zum Beispiel Ihre Versicherung, die des Unfallverursachers und/oder Sie selbst.

Wichtig: Informieren Sie nach einem Unfall mit dem Mietwagen in jedem Fall frühestmöglich den Vermieter des Wagens. Dieser wird Ihnen dann auch Informationen zum weiteren Vorgehen geben. Aber so oder so gibt es ein paar Grundregeln, die immer gelten:

Nehmen wir an, Sie haben den Unfall verursacht. Da der Mietwagen wie alle Autos gesetzlich haftpflichtversichert sein muss, sind die Schäden, die Sie mit dem Mietauto an einem anderen Fahrzeug und Unfallbeteiligten verursachen, bis zur Haftungshöchstgrenze der jeweiligen Versicherung abgesichert. Je nach Vereinbarung wird dabei allerdings zunächst eine Selbstbeteiligung fällig.

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Die Schäden am Mietwagen selbst werden zumindest teilweise entweder über eine Teil- oder über eine Vollkaskoversicherung abgedeckt. Solche Kaskoversicherungen sind beim Mietwagen teilweise verpflichtend. Wie Sie Ihren Mietwagen absichern und was es dabei zu beachten gibt, erfahren Sie in unserem Servicetext zur Mietwagenversicherung.

Wird der Unfall durch grobe Fahrlässigkeit – zum Beispiel durch den Konsum von Alkohol – verursacht, kann Ihr Versicherungsschutz erlöschen. Ob Ihre Versicherung diesen so genannten Einwand der groben Fahrlässigkeit im Fall der Fälle geltend macht, können Sie Ihren Versicherungsunterlagen entnehmen.

Ist der Schaden am Mietfahrzeug fremdverschuldet, haftet dafür die Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers und je nach Schadenshöhe auch der Unfallverursacher selbst. Und auch die Mischform aus beiden Fällen ist möglich: Wird eine Mitschuld beider Fahrer festgestellt, haften beide anteilig für den Schaden. Sowohl Ihre Kaskoversicherung also auch die Kfz-Haftpflicht des Unfallgegners kommen anteilig für etwaige Schäden am Mietfahrzeug auf.

Bedenken Sie: Im Fall einer (Mit-) Schuld am Unfall wird bei vielen Kaskoversicherungen eine Selbstbeteiligung fällig. Diese können Sie durch eine Zusatzversicherung absichern.


KurzzeitSchutz von VW FS.

Mit dem von VW FS vermittelten Mietwagen-Schutz die Selbstbeteiligung absichern. So geht´s.

Zum Mietwagen-Schutz

Und was passiert, wenn der Mietwagen für einen längeren Zeitraum in der Werkstatt landet, Sie aber auf ihn angewiesen sind? Dann können Sie oftmals auf Kosten der Versicherung des Unfallverursachers einen neuen Mietwagen bekommen. Sofern Sie selbst der Unfallverursacher sind, übernimmt das die Vollkaskoversicherung, die Sie hoffentlich im Vorfeld abgeschlossen haben 😉.

Grundsätzlich können Sie dann aber nicht einfach den teuersten Wagen beim besten Anbieter der Stadt anmieten. Wenn Sie sich eine komplette Kostenübernahme durch die jeweilige Versicherung erhoffen, dann müssen Sie einen vergleichbaren Ersatzwagen zu einem ähnlichen Preis mieten. Oftmals müssen Sie auch zu bestimmten, von der jeweiligen Versicherung vorgegebenen Anbietern gehen. Gleiches gilt übrigens für die Werkstattwahl. Informieren Sie sich gut bei Ihrem Vermieter bzw. Versicherer.

Und ab wann ist man eigentlich rein rechtlich auf einen Wagen „angewiesen“? Da scheiden sich die Geister und es gibt keine klaren gesetzlichen Vorgaben. Oft wird bei entsprechenden Rechtsstreitigkeiten die magische Grenze von 30 Kilometern täglich oder die Dauer des Werkstattaufenthalts ins Feld geführt. Es fallen aber sicherlich auch andere Faktoren ins Gewicht – zum Beispiel wofür und wo Sie den Mietwagen nutzen wollen. So macht es zum Beispiel einen Unterschied, ob Sie in Berlin-Mitte oder in einem kleinen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern ohne öffentlichen Nahverkehr unterwegs sein würden.

Ein Tipp: Um hinsichtlich der Erstattung der zusätzlichen Mietwagenkosten durch die Versicherung auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie dabei den Werkstattaufenthalt genau nachweisen können – und damit auch die Tatsache, dass das Fahrzeug in der Zeit nicht nutzbar ist. Auch die Anmietung des Ersatzfahrzeugs und die gefahrenen Kilometer sollte man belegen können. 

Vorbereitet für den Fall der Fälle.

Ein Unfall rangiert auf der Liste der unangenehmen Vorfälle ziemlich weit oben. Mit einem Mietwagen wird es nicht unbedingt einfacher. Mit unseren Tipps sind Sie vielleicht ein bisschen besser vorbereitet und können im Fall der Fälle gelassener reagieren. Wir wünschen Ihnen, dass dieser Fall erst gar nicht eintritt.

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