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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 31.12.2021
  • 4 Minuten

Aktive und passive Sicherheitssysteme im Auto – so schützen sie uns.

Sicherheitssystem ist nicht gleich Sicherheitssystem. Zugegeben, das klingt jetzt etwas komplizierter, als es tatsächlich ist. Zunächst einmal eint die Sicherheitssysteme ein gemeinsames Ziel: Sie versuchen, die Gefahren eines Unfalls zu minimieren und die Insassen von Fahrzeugen sowie andere Verkehrsteilnehmer bestmöglich zu schützen. Auf welche Weise sie das tun, unterscheidet sich jedoch deutlich. Also, was macht ein Auto sicher? Schauen wir es uns an!

Electronic stabilization program (ESP) including ABS, EDL and ASR.jpg

Was ist aktive und passive Sicherheit im Auto?

Aktive Sicherheitssysteme kommen zum Einsatz, bevor ein Unfall geschieht. Klassische Vertreter dieser Gattung sind das Antiblockiersystem (ABS) und das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP). Diese sorgen beispielsweise dafür, dass der Fahrer im Ernstfall die Kontrolle über den Wagen behält, und dienen damit einem wesentlichen Ziel der „Vision Zero“: der Prävention von Crashs und Gefahrensituationen. Logisch, ein Unfall, der nie stattgefunden hat, geht immer glimpflicher aus, als jede noch so kleine Kollision.

Doch was, wenn alle Stricke reißen und es eben doch einmal knallt? Nun, in diesem Fall sorgen passive Sicherheitssysteme dafür, dass die Situation so glimpflich wie möglich ausgeht. Knautschzone, Airbags und Sicherheitsgurte können ihre Relevanz nur im Ernstfall unter Beweis stellen, sorgen jedoch für einen enormen Zugewinn an Sicherheit für alle Insassen.

Bevor wir die Sicherheitssysteme gleich im Detail beäugen, fassen wir noch einmal zusammen: 

  • Aktive Sicherheitssysteme wirken während normaler Fahrsituationen und schützen vor einem Unfall.
  • Passive Sicherheitssysteme greifen erst bei einem Zusammenstoß mit einem Hindernis oder Verkehrsteilnehmer.
Übersicht Fahrerassistenzsysteme

Betrachten wir die Sicherheitssysteme in der Chronologie eines potenziellen Unfalls, stehen die aktiven Sicherheitssysteme an erster Stelle. Gerade im Bereich der Fahrerassistenzsysteme hat sich in den vergangenen Jahren eine Menge getan, mittlerweile gibt es eine Fülle von Sicherheitshelferlein, die uns den automobilen Alltag erleichtern – und ihn vor allem sicherer machen. Werfen wir einmal einen Blick auf die gängigsten Kandidaten und (kommende) Pflichtausstattungen,

Überblick: Was sind aktive Sicherheitssysteme im Auto?

  • Antiblockiersystem (ABS).
    Das ABS gehört mittlerweile zum absoluten Sicherheitsstandard und ist seit 2004 in jedem Neuwagen Pflicht. Wie der Name schon verrät, sorgt es dafür, dass die Räder des Fahrzeugs bei einer Vollbremsung nicht blockieren und der Wagen im Ernstfall lenkbar bleibt. Ein netter Bonus: Das ABS verhindert auch sogenannte Bremsplatten. Diese flachen Stellen entstehen am Reifen durch die starke punktuelle Abreibung, die ein blockierendes Rad bei extremen Bremsungen verursacht.
  • Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP).
    Den meisten Autofahrern wohl ebenfalls ein Begriff: das ESP. Seit 2014 gehört es zur Pflichtausstattung aller Neuwagen und hat sich bereits in vielen brenzligen Situationen bewährt: Indem es einzelne Räder gezielt abbremst, verhindert es das Ausbrechen des Fahrzeugs und ermöglicht dem Fahrer, die Kontrolle zu behalten.

Natürlich gibt es eine Reihe weiterer, extrem nützlicher Fahrerassistenzsysteme. Einige von ihnen werden aufgrund einer neuen EU-Verordnung bereits in naher Zukunft in einer Vielzahl von Fahrzeugen zu finden sein. Ein paar Beispiele:

  • Intelligente Geschwindigkeitsassistenten.
    Die Intelligent Speed Adaption (ISA) weist Fahrer darauf hin, wenn die vorgegebene Höchstgeschwindigkeit überschritten wird. Auf diese Weise wird nicht nur die Fahrweise sicherer und effizienter, sondern auch der ein oder andere Strafzettel vermieden – praktisch!
  • Abbiegeassistenzsysteme und Kollisionswarnsysteme.
    Um schwächere Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer und Fußgänger zu schützen, müssen Busse und Nutzfahrzeuge zukünftig mit Systemen ausgestattet werden, die rechtzeitig vor Zusammenstößen mit ungeschützten Verkehrsteilnehmern warnen.
  • Notbremslicht.
    Das Notbremslicht warnt nachfolgende Verkehrsteilnehmer bei besonders starken Bremsmanövern und verhindert dadurch Auffahrunfälle und größere Karambolagen.
  • Müdigkeitswarnsysteme.
    Sekundenschlaf ist eine weitverbreitete Unfallursache. Allein 2020 waren 1448 Unfälle mit Verletzten oder Toten auf übermüdete Fahrer zurückzuführen. Die modernen Warnsysteme erkennen die „mentale Verfassung“ der Person hinterm Steuer und erinnern mit optischen und akustischen Signalen rechtzeitig daran, eine Pause einzulegen. Woher das Auto das wissen will? Lesen Sie es nach.

Das war zwar noch längst nicht alles, soll uns an dieser Stelle aber genügen, um einen Überblick über die vielfältigen Potenziale moderner aktiver Sicherheitssysteme geben. Möchten Sie mehr über die kommenden Pflichtausstattungen erfahren, finden Sie auf den Seiten des BMVI eine vollständige Liste inklusive des geplanten Zeitrahmens. Werfen wir nun einen Blick auf die passiven Sicherheitssysteme.


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Passive Sicherheitssysteme und ihre Funktionen.

Auch wenn die aktiven Sicherheitssysteme natürlich ganz schön beeindruckend sind und High-Tech-Vibes versprühen, haben sich die passiven Sicherheitssysteme ihrerseits enorm weiterentwickelt – nicht zuletzt dank der stetigen Weiterentwicklung von Crashtests. Für die Insassen des Fahrzeugs stellen sie oftmals die letzte Bastion zwischen leichteren Verletzungen und schlimmeren Folgen dar. Auch wenn Sie die einzelnen Systeme vielleicht schon kennen, haben wir bestimmt noch ein paar Fakten in petto, die Sie noch nicht kannten.

  • Anschnallgurt.
    In Sachen Sicherheit nicht mehr wegzudenken und laut Deutschem Verkehrssicherheitsrat (DVR) der „Lebensretter Nummer 1“, noch vor dem Airbag: der Sicherheitsgurt. Seit 1976 gilt in Deutschland die Anschnallpflicht – und die Anzahl der Verkehrstoten sank rapide. Übrigens müssen Pkw in Deutschland erst seit 2004 auf allen Sitzen über Dreipunktgurte verfügen.
  • Gurtstraffer.
    Noch sicherer werden unsere Gurtsysteme dank Gurtstraffern, die dafür sorgen, dass die Insassen des Fahrzeuges vor dem Aufprall felsenfest angeschnallt sind. Auf diese Weise rutscht die angeschnallte Person auch bei starken Bremsungen nicht unter dem Beckengurt hindurch. In nur 10 bis 15 Millisekunden wird der Sicherheitsgurt um bis zu 15 cm angezogen, was gerade bei einem zuvor lockersitzenden Gurt einen lebensrettenden Unterschied machen kann.
  • Knautschzone.
    Kaum zu glauben, aber noch in den 50er Jahren dachte man: je starrer die Front des Autos, desto sicherer die Insassen. Dadurch wirken auf die Menschen im Falle einer Kollision jedoch enorme Beschleunigungskräfte und die Bauweise erwies sich als kontraproduktiv. Heute wissen wir, dass eine energieabsorbierende Knautschzone in Kombination mit einer stabilen Fahrgastzelle für einen geringeren Aufprall der Insassen sorgt, was im Falle eines Crashs einen gravierenden Unterschied macht.
  • Airbag.
    In modernen Fahrzeugen finden sich meist Front-, Seiten- und Kopfairbags, die bei einem Unfall verhindern, dass Fahrer und andere Fahrgäste auf die harten Teile des Innenraumes, wie etwa das Armaturenbrett, prallen. Die Säcke blasen sich durch die gezielte Entzündung von Gas innerhalb von 20 bis 50 Millisekunden vollständig auf und schützen auf diese Weise blitzschnell vor einem allzu harten Aufprall.
  • Kopfstützen.
    Kopfstützen dienen nicht nur dem Sitzkomfort, sondern schützen auch denjenigen, der im Autositz sitzt. Während die Köpfe der Insassen im Falle einer Kollision zunächst nach vorne schnellen, werden Sie im Moment des Stillstands ebenso schnell zurückgeworfen. Die Kopfstütze fängt diese rasche Bewegung auf und verhindert auf diese Weise, dass der Nacken gefährlich überstreckt wird.

Einmal von allem, bitte.

Zum Glück müssen wir uns nicht zwischen aktiven und passiven Sicherheitssystemen entscheiden, sondern können in modernen Fahrzeugen von allen Sicherheitsaspekten profitieren. Idealerweise vermeiden wir durch vorausschauendes Fahren und mithilfe der Fahrerassistenzsysteme jeglichen Unfall, doch wenn es hart auf hart kommt, sind passive Sicherheitssysteme einfach unverzichtbar. In der Hoffnung, dass Sie sämtliche Sicherheitssysteme lediglich hier bei uns und nicht auf der Straße kennenlernen, wünschen wir eine gute und vor allem sichere Fahrt. 

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