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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 30.07.2021
  • 6 Minuten

Kein Buch mit sieben Siegeln: die Unterhaltskosten fürs Auto.

Das erste eigene Auto, ein dringend notwendiger Zweitwagen oder der Wunsch vom Traumauto, der endlich wahr wird – egal was Ihr Beweggrund für den Kauf eines Autos ist, bedenken Sie, dass die Kosten nach dem Autokauf nicht aufhören. Unterhaltskosten wie Versicherungen, Steuern, Reparaturen und Kraftstoff kommen als laufende Kosten dauerhaft auf Autobesitzer zu. Wie sich diese Kosten genau zusammensetzen und wie Sie sie möglichst geringhalten, haben wir für Sie zusammengefasst.

Unterhaltskosten Auto

Unterwegs auf vier Rädern: Was kostet der Spaß?

Klar – dass ein eigenes Auto Geld kostet, ist uns allen bewusst. Abhängig von Modell und Fahrzeugalter kann man beim Kaufpreis schon mal ordentliche Unterschiede feststellen. Kleinwagen und Gebrauchtwagen sind in der Anschaffung natürlich tendenziell günstiger. Letztere bringen dann mit den Jahren allerdings auch schnell höhere Unterhaltskosten mit sich, da häufiger Reparaturen anfallen und die Wartung umfangreicher wird. Ein Auto zu fahren, bis es sprichwörtlich auseinanderfällt, ist also selten ratsam. Man sollte rechtzeitig überlegen, auf ein jüngeres Modell umzusteigen – auch wenn das trotz eventueller Inzahlungnahme durch den Händler oder bei einem privaten Weiterverkauf wieder einen gewissen Anschaffungs-Obulus kostet. In der Regel kommt es Sie auf lange Sicht aber günstiger.

Aber woraus setzen sich denn die Unterhaltskosten für ein Auto überhaupt zusammen? Kurz zusammengefasst unterteilen sie sich in Fixkosten und variable Kosten. Letztere sind im Wesentlichen Betriebskosten, die abhängig sind von Faktoren wie Fahrzeugnutzung oder Kilometerleistung und dementsprechend variieren können.

Werfen wir zunächst einen Blick auf die Fixkosten – also auf die Kosten, die in der Regel gleichbleiben. Dazu gehören gegebenenfalls Finanzierungs- oder Leasingraten, wenn Sie den Wagen nicht auf einen Schlag bezahlt haben. Hinzu kommen Kfz-Versicherungen und -Steuer. In Sachen Fixkosten gilt es, die finanzielle Belastung von Anfang an so gering wie möglich zu halten. Sie fragen sich, wie das funktioniert? Schauen wir uns die Kostenpunkte einmal einzeln an:

Fixkostenpunkt #0: Die Leasing- oder Finanzierungsrate.

Dieser Fixkostenpunkt ist optional und taucht daher noch nicht als Punkt #1 in unserer Aufzählung, sondern als ein davorgestellter Punkt 0 auf. Denn es gibt viele Menschen, die erst dann ein Auto kaufen, wenn sie die passende Summe dafür angespart haben. In diesem Fall werden natürlich auch keine monatlichen Leasing- oder Finanzierungsraten fällig.

Aber natürlich hat nicht jeder genügend Geld zurückgelegt, um ein Auto auf einen Schlag bezahlen zu können oder genügend Zeit und Möglichkeiten, um es erst noch anzusparen. In solchen Fällen können Fahrzeugfinanzierung oder Fahrzeugleasing helfen. Dabei zahlt man während einer festgelegten Laufzeit kontinuierlich eine fixe monatliche Rate. Wie hoch diese ausfällt, hängt grundsätzlich vom Fahrzeugmodell, der Laufzeit, den allgemeinen Konditionen des Anbieters sowie einer möglichen Anzahlung ab. Letztere wird nämlich auf den Wert des geleasten oder finanzierten Fahrzeugs angerechnet und verringert damit die Kredit- beziehungsweise Leasingrate.

Kleiner Tipp: Vergleichen lohnt sich! Die Angebote verschiedener Leasing- und Finanzierungsgeber können durchaus voneinander abweichen. Das gilt im Übrigen auch für unseren Fixkostenpunkt #1 – die Versicherungen.

Fixkostenpunkt #1: Die Versicherungen.

Versicherungsrate ist nicht gleich Versicherungsrate. Sie kann je nach Alter und Fahrerfahrung des Versicherungsnehmers stark variieren. Warum das? Laut Deutschem Verkehrssicherheitsrat haben 18- bis 24-jährige Verkehrsteilnehmer das höchste Unfallrisiko im Straßenverkehr. Dementsprechend fällt die Versicherungsrate für jüngere Fahrer in der Regel etwas höher aus.

Gleichzeitig sollte im Umkehrschluss natürlich gerade diese Fahrergruppe gut versichert sein – mit Haftpflicht- und Kaskoversicherung. Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist eine Pflichtversicherung und bezahlt den gesetzlichen Schadensanspruch Dritter, wenn durch das versicherte Fahrzeug ein Schaden bei anderen verursacht wird. Die Teil- beziehungsweise Vollkaskoversicherung hingegen ist freiwillig und kommt für Schäden auf, die der Fahrer oder ein Dritter am eigenen Fahrzeug verursacht. Die Versicherungsprämie für beide Versicherungen ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich und hängt zum Beispiel von diesen Faktoren ab:

  1. Typklasse:
    Zur Einordnung eines Autos in eine Typklasse werden bei jedem Fahrzeugmodell alle Fahrzeugschäden und die dadurch verursachten Reparaturkosten der letzten drei Jahre betrachtet. Jedes Fahrzeugmodell wird dann einer Typklasse zugeordnet – abhängig davon, wie wahrscheinlich Versicherungsleistungen für das Modell anfallen. Beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) können Sie die Typklasse für das gewünschte Fahrzeugmodell online abfragen.
  2. Jahresfahrleistung:
    Je höher die vertraglich vereinbarte Laufleistung ist, desto teurer wird in der Regel der Versicherungsbeitrag.
  3. Unfallfreiheit:
    Je länger ein Fahrer unfallfrei unterwegs war, desto günstiger wird in der Regel der Versicherungsbeitrag. Bei Fahranfängern ohne vorzeigbare Fahrpraxis, ist dieser also meist recht hoch. Denken Sie deshalb darüber nach, das Auto Ihres Nachwuchses als Ihren Zweitwagen zu versichern.
  4. Wohnsitz:
    Die mehr als 400 Zulassungsbezirke werden durch den GDV je nach Schadensbilanz in so genannte Regionalklassen eingeteilt. Je besser die Schadensbilanz Ihres Bezirks ist, desto günstiger kommen Sie weg.
  5. Nutzerkreis:
    Definieren Sie nur einen kleinen versicherten Fahrerkreis, fallen die Versicherungsbeiträge häufig geringer aus, als bei einem größeren Nutzerkreis. Also: je weniger Fahrer, desto günstiger.

Kurzum: Wählen Sie ein Modell, das zu einer günstigen Typklasse gehört, legen Sie einen kleinen Nutzerkreis fest und sorgen Sie für eine möglichst niedrige Jahresfahrleistung. Dann kann der Versicherungsbeitrag bereits günstig ausfallen. Haben Sie oder Ihr Kind das Glück, in einem Bezirk mit guter Schadensbilanz zu wohnen, hat das ebenfalls positive Auswirkungen. Und überlegen Sie sich außerdem, ob Sie wirklich alle Unfälle bei der Versicherung geltend machen, oder ob Sie kleinere Schäden nicht einfach selbst zahlen. So bleibt der Fahrer zumindest laut Versicherungsdatenbank offiziell unfallfrei.

Fixkostenpunkt #2: Kfz-Steuern.

Die „Steuer fürs Steuer“ – um sie kommt fast niemand herum. Für die meisten in Deutschland angemeldeten Pkw müssen Kfz-Steuern gezahlt werden. Ausnahmen sind beispielsweise in § 3 des Kraftfahrzeugsteuergesetzes festgehalten. Die Höhe der Kfz-Steuern hängt vom Fahrzeug ab – was da genau auf Sie zukommen kann, können Sie im Online-Rechner des Bundesfinanzministeriums nachschauen.

Unser Tipp: In Bezug auf die Steuer lohnt es sich auch über Elektroautos nachzudenken. E-Autos, mit einer Erstzulassung bis 2025 sind derzeit nämlich von der Kfz-Steuer befreit.


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Die drei Ws der Betriebskosten: Wegkosten, Wertverlust und Werkstattbesuche.

Der eigene fahrbare Untersatz bedeutet vor allem eines: Freiheit. Mal kurz zum Supermarkt düsen oder ein kleiner spontaner Ausflug zum Meer? Jederzeit möglich – und zwar ohne große Planung. Aber natürlich nicht ohne Kosten, denn schließlich muss für jeden gefahrenen Kilometer Treibstoff oder auch Strom nachgetankt werden.

Wer bei den Tankkosten sparen möchte, wählt spritsparende Modelle beziehungsweise sattelt auf ein Hybrid- oder Elektroauto um. Auch ein Tankstellen- oder Ladestationenvergleich kann das Portemonnaie entlasten. Entsprechende Apps finden die Tankstellen und Ladesäulen mit den günstigsten Preisen in der Umgebung.

Auch eine vorausschauende Fahrweise, die man sich am besten von Anfang an angewöhnt, kann den Kraftstoffverbrauch positiv beeinflussen: Rechtzeitig zu schalten, nicht unnötig zu beschleunigen und sich auf der Autobahn an die Richtgeschwindigkeit zu halten, kann bereits Wunder wirken.

Die Wege, die das Auto zurücklegt, beeinflussen auch den Wert des Fahrzeugs. Je weniger Kilometer abgerissen wurden und je umsichtiger dabei gefahren wurde, desto mehr ist der Wagen bei Wiederverkauf noch wert.

Neben den Spritkosten zählen auch die Kosten für Wartung und Inspektion zu den Betriebskosten. Und je nach Laufleistung und Pflege des Wagens fallen die unterschiedlich hoch aus. Aber eines ist sicher: Regelmäßige Inspektionen, Wartung und Austausch von Verschleißteilen erhalten den Fahrzeugwert, tragen zur Sicherheit bei und sollten demnach nicht vernachlässigt werden.

Und auch die Reifen sollten Sie regelmäßig durchchecken. Haben Sie noch genügend Profil oder sollte ein neuer Satz her? Und wann ist der Wechsel von Winter- zu Sommerreifen und wieder zurück fällig? Sind Sie vorrangig in schneearmen oder städtischen Gebieten unterwegs, könnte auch ein Satz Allwetterreifen für Sie geeignet sein – damit sparen Sie sich einerseits die Termine für die Reifenwechsel und andererseits auch die Service- sowie eventuelle Lagerkosten.

So gesellen sich zu den Fixkosten die variablen Betriebskosten, die nicht immer komplett kalkulierbar sind. Einen Notgroschen für unerwartete Kosten – zum Beispiel für Reparaturen – zurückzulegen, lohnt sich deshalb immer.

Vor dem Autokauf lieber noch mal nachrechnen.

Sie sehen, das richtige Auto am Start zu haben, bedeutet nicht nur den Kaufpreis stemmen zu können. Vor allem die Fahrzeugwahl hat Einfluss auf die anstehenden Unterhaltskosten – wie zum Beispiel Kraftstoffverbrauch, Versicherung und Kfz-Steuer.

Sie haben nun die wesentlichen Kostenpunkte im Überblick und können einschätzen, ob das Budget reicht? Sind da genügend Ersparnisse für den Beginn und kommt auch genug Geld rein, um die laufenden Kosten zu tragen? Dann können Sie sich ja ungehemmt hineinschmeißen in Ihr nächstes Auto-Abenteuer.

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