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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 07.03.2019
  • 5 Minuten

Von Fahranfängern gern vergessen, aber nicht zu unterschätzen: Die Unterhaltskosten fürs Auto.

„Yeah. endlich 18: Jetzt hol ich mir mein erstes Auto! Und das richtige hab ich auch schon am Start – meine Ersparnisse reichen genau aus. Nice, oder?“ Leider vergessen viele Fahranfänger bei aller Begeisterung für das erste eigene Fahrzeug, dass die Kosten mit dem Autokauf nicht aufhören. Unterhaltskosten wie Versicherungen, Steuern, Reparaturen und Kraftstoff belasten ständig das Portemonnaie. Welche laufenden Kosten auf Autobesitzer zukommen und wie Sie diese möglichst gering halten, erfahren Sie hier.

Unterhaltskosten fürs Auto: Steuern, Versicherungen, Finanzierungsraten

Die Unterhaltskosten für ein Auto unterteilen sich in Fixkosten und variable Kosten. Werfen wir zunächst einen Blick auf die Fixkosten – also auf die Kosten, die in der Regel gleichbleiben. Dazu gehören beispielsweise Finanzierungsraten, Versicherungen und Kfz-Steuer. Für Fixkosten gilt, die finanzielle Belastung von Anfang an so gering wie möglich festzusetzen. Sie fragen sich, wie das funktioniert? Schauen wir uns die Kostenpunkte einmal einzeln an:

Fixkostenpunkt #1: Die Finanzierungsrate.

Wer gerade volljährig geworden ist, hat vielleicht nicht genug Ersparnisse, um ein Auto in voller Summe bezahlen zu können. Dann ist eine Fahrzeugfinanzierung eine Möglichkeit, an das erste eigene Auto zu kommen. Der Fahranfänger nimmt also ein Darlehen für den Kauf auf und zahlt während der Laufzeit eine monatliche Rate.

Wie hoch diese ausfällt, hängt grundsätzlich von der Kreditsumme, dem Zinssatz, einer möglichen Anzahlung und der Laufzeit ab: Je kleiner die Kreditsumme insgesamt, desto geringer in der Regel die monatlichen Raten. Deshalb lohnt es sich, falls Ersparnisse vorhanden sind, die Kreditsumme mit einer Anzahlung zu verringern. Wählen Sie außerdem eine längere Laufzeit, verteilt sich die Summe auf einen längeren Zeitraum und die einzelnen Raten bleiben gering. Aber Achtung: Gleichzeitig zahlen Sie dann auch mehr Zinsen – denn diese beziehen sich ja immer auf die Restschuld.

Sparpotential ergibt sich aber vor allem bei konkreten Angeboten. Vergleichen Sie Finanzierungen von Fahrzeughändlern und unabhängigen Finanzierungsinstituten – die Angebote können durchaus voneinander abweichen. Der Tipp mit dem Anbietervergleich gilt übrigens auch für Fixkostenpunkt #2. Weiter geht’s mit den Versicherungen:

Fixkostenpunkt #2: Die Versicherungen.

Laut Deutschem Verkehrssicherheitsrat haben 18- bis 24-jährige Verkehrsteilnehmer das höchste Unfallrisiko im Straßenverkehr. Deshalb sollte gerade diese Fahrergruppe gut versichert sein – mit Haftpflicht- und Kaskoversicherung. Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist eine Pflichtversicherung und bezahlt den gesetzlichen Schadensanspruch Dritter, wenn der Versicherungsnehmer einen Schaden bei anderen verursacht. Die Teil- beziehungsweise Vollkaskoversicherung hingegen ist freiwillig und kommt für Schäden auf, die der Fahrer oder ein Dritter am eigenen Fahrzeug verursacht. Die Versicherungsprämie für beide Versicherungen ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich und hängt zum Beispiel von diesen Faktoren ab:

  1. Typklasse:
    Zur Einordnung eines Autos in eine Typklasse werden bei jedem Fahrzeugmodell alle Fahrzeugschäden und die dadurch verursachten Reparaturkosten der letzten drei Jahre betrachtet. Jedes Fahrzeugmodell wird dann einer Typklasse zugeordnet – abhängig davon, wie wahrscheinlich Versicherungsleistungen für das Modell anfallen. Beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) können Sie die Typklasse für das gewünschte Fahrzeugmodell online abfragen.
  2. Jahresfahrleistung:
    Je höher die vertraglich vereinbarte Laufleistung ist, desto teurer wird in der Regel der Versicherungsbeitrag.
  3. Unfallfreiheit:
    Je länger ein Fahrer unfallfrei unterwegs war, desto günstiger wird in der Regel der Versicherungsbeitrag. Bei Fahranfängern ohne vorzeigbare Fahrpraxis, ist dieser also meist recht hoch. Denken Sie deshalb darüber nach, das Auto Ihres Nachwuchses als Ihren Zweitwagen zu versichern.
  4. Wohnsitz:
    Die mehr als 400 Zulassungsbezirke werden durch den GDV je nach Schadensbilanz in so genannte Regionalklassen eingeteilt. Je besser die Schadensbilanz Ihres Bezirks ist, desto günstiger kommt Ihr Sprössling weg.
  5. Nutzerkreis:
    Definieren Sie nur einen kleinen versicherten Fahrerkreis, fallen die Versicherungsbeiträge häufig geringer aus, als bei einem größeren Nutzerkreis. Also: Je weniger Fahrer, desto besser.

Wählen Sie ein Modell, das zu einer günstigen Typklasse gehört, legen Sie einen kleinen Nutzerkreis fest und sorgen Sie für eine möglichst niedrige Jahresfahrleistung. Dann kann der Versicherungsbeitrag bereits günstig ausfallen. Haben Sie oder Ihr Kind das Glück, in einem Bezirk mit guter Schadensbilanz zu wohnen, hat das ebenfalls positive Auswirkungen. Und überlegen Sie sich außerdem, ob Sie wirklich alle Unfälle bei der Versicherung geltend machen, oder ob Sie kleinere Schäden nicht einfach selbst zahlen. So bleibt der Fahrer in den Augen der Versicherung unfallfrei. Die Einflussfaktoren auf die Versicherungen haben Sie jetzt im Hinterkopf? Dann geht’s weiter mit Kfz-Steuern.

Fixkostenpunkt #3: Kfz-Steuern.

Die „Steuer fürs Steuer“ – um sie kommt fast niemand herum. Für die meisten in Deutschland angemeldeten Pkw müssen Kfz-Steuern gezahlt werden. Ausnahmen sind beispielsweise in § 3 des Kraftfahrzeugsteuergesetzes festgehalten. Die Höhe der Kfz-Steuern hängt vom Fahrzeug ab. Sie oder Ihr Kind haben bereits einige Fahrzeuge im Blick? Dann prüfen Sie die voraussichtliche Kfz-Steuer für infrage kommende Autos mit dem Online-Rechner des Bundesfinanzministeriums.

Unser Tipp: In Bezug auf die Steuer lohnt es sich auch über Elektroautos nachzudenken. E-Autos, mit einer Erstzulassung zwischen dem 18.05.11 und 31.12.2020 sind nämlich zehn Jahre lang von der Kfz-Steuer befreit.

Damit haben Sie sich einen Überblick über die Fixkosten verschafft. Jetzt wird es Zeit, sich mit den Betriebskosten auseinanderzusetzen. Welche Kosten fallen durch den täglichen Gebrauch an?

Unterhaltskosten: Betriebskosten beim Auto

Die drei Ws der Betriebskosten: Wegkosten, Wertverlust und Werkstattbesuche.

Der eigene fahrbare Untersatz bedeutet vor allem eines: Freiheit. Unabhängig von Eltern und öffentlichen Verkehrsmitteln mobil zu sein, verlockt zu der ein oder anderen Spritztour. Und das ist auch gut so, denn mit jedem gefahrenen Kilometer erlangen Fahranfänger Fahrpraxis. Aber jeder gefahrene Kilometer kostet auch Kraftstoff – und damit bares Geld. Beim Kraftstoff spart Ihr Kind am einfachsten mit einem spritsparenden Modell. Auch ein Tankstellenvergleich kann das Portemonnaie entlasten. Spritspar-Apps finden die Tankstellen mit den günstigsten Spritpreisen in der Umgebung.

Auch eine vorausschauende Fahrweise, die man sich am besten von Anfang an angewöhnt, kann den Kraftstoffverbrauch positiv beeinflussen: Rechtzeitig zu schalten, nicht unnötig zu beschleunigen und sich auf der Autobahn an die Richtgeschwindigkeit zu halten, kann bereits Wunder wirken.

Die Wege, die das Auto zurücklegt, beeinflussen auch den Wert des Fahrzuegs. Je weniger Kilometer abgerissen wurden und je umsichtiger dabei gefahren wurde, desto mehr ist der Wagen bei Wiederverkauf noch wert.

Auch regelmäßige Inspektionen, Wartung und Austausch von Verschleißteilen erhalten den Fahrzeugwert, tragen zur Sicherheit bei und sollten nicht vernachlässigt werden. Um die Kosten zumindest kalkulierbar zu machen, können Sie Wartungsdienstleistungen abschließen. Dann sind für eine monatliche Rate alle anfallenden Wartungen und Inspektionen inklusive. Ist die Herstellergarantie des Autos bereits ausgelaufen, können Sie theoretisch auch bei der Wahl der Werkstatt und der Ersatzteile sparen: Jetzt müssen nicht mehr zwingend Original-Ersatzteile in Vertragswerkstätten eingebaut werden, um die Garantie zu erhalten. Bedenken Sie aber: Für vom Kunden mitgebrachte Teile zum Beispiel übernimmt die Werkstatt, die sie verbaut, in der Regel keine Verantwortung.

Und zum Thema Reifen: Sind Sie vorrangig in schneearmen oder städtischen Gebieten unterwegs, könnte auch ein Satz günstiger Allwetterreifen für Sie geeignet sein – damit sparen Sie sich einerseits die Termine für die Reifenwechsel und andererseits auch die Service- sowie eventuelle Lagerkosten.

So gesellen sich zu den Fixkosten die variablen Betriebskosten, die schwer kalkulierbar sind. Einen Notgroschen für unerwartete Kosten – zum Beispiel für Reparaturen – zurückzulegen, lohnt sich deshalb immer.

Vorm Autokauf lieber nochmal nachrechnen.

Sie sehen, das richtige Auto am Start zu haben, bedeutet nicht nur den Kaufpreis stemmen zu können. Vor allem die Fahrzeugwahl hat Einfluss auf die anstehenden Unterhaltskosten – zum Beispiel auf Kraftstoffverbrauch, Versicherung und Kfz-Steuer.

Sie haben nun die wesentlichen Kostenpunkte im Überblick und können einschätzen, ob das Budget reicht? Sind da genügend Ersparnisse für den Beginn und kommt auch genug Geld rein, um die laufenden Kosten zu tragen? Ihr Junior hat das vielleicht nicht alles auf dem Schirm – helfen Sie ihm dabei. Dann wird das erste Auto zum großen Vergnügen.

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