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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 13.10.2021
  • 5 Minuten

Der Gang zur Zulassungsstelle: Auto abmelden, anmelden & ummelden.

Sie haben sich endlich Ihr Traumauto gekauft? Oder möchten Sie ein Fahrzeug stilllegen? Vielleicht sind Sie auch umgezogen und müssen Ihr Auto ummelden? In all diesen Fällen ist ein Gang zur Zulassungsstelle unerlässlich. Und auch bei Wiederzulassung oder Diebstahl steht ein Termin bei der Zulassungsbehörde an. In unserem Ratgeber erhalten Sie einen Überblick über erforderliche Unterlagen und Abläufe bei Anmeldung, Abmeldung und Ummeldung.

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Wann muss ich mein Fahrzeug abmelden, anmelden oder ummelden?

Sie fragen sich, in welchen Fällen genau der Gang zur Zulassungsstelle eigentlich notwendig ist? Das wohl häufigste Szenario ist, dass Sie einen Neuwagen oder Gebrauchtwagen gekauft haben und diesen auf Ihren Namen anmelden möchten. Dies sollte unmittelbar nach dem Kauf geschehen – denn in Deutschland ist es vorgeschrieben, dass der jeweilige Halter des Autos in den Papieren immer aktuell ist. Ein weiterer Fall: Sie möchten ein stillgelegtes Auto wieder zulassen oder umgekehrt ein derzeit genutztes Fahrzeug stilllegen lassen. Aber auch, wenn Sie in einen anderen Zulassungsbezirk umgezogen sind, sollten Sie schnellstmöglich eine Ummeldung vornehmen – andernfalls wird ein Bußgeld fällig (§ 13 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung).

Und auch in dem unangenehmen Fall, dass Ihr Fahrzeug gestohlen wurde, ist der Gang zur Zulassungsstelle unerlässlich – dies sollte spätestens innerhalb von 14 Tagen nach dem Diebstahl geschehen.

Erfahren Sie im Folgenden, wie Sie in diesen einzelnen Fällen genau vorgehen müssen, welche Unterlagen Sie benötigen und was Sie bei diesen Vorgängen generell beachten sollten.

Auto anmelden: Ablauf & Unterlagen.

Wenn man sich ein neues Auto oder einen Gebrauchtwagen kauft, kann man die erste ungestörte Spritztour mit dem neuen Gefährten in der Regel kaum erwarten. Doch bevor Sie ungehemmt auf die Autobahn oder über die Landstraße düsen können, müssen Sie erst einmal den Weg zur Zulassungsstelle Ihres Hauptwohnsitzes auf sich nehmen – diese stellt Ihnen die Zulassungsbescheinigung aus, teilt Ihnen ein Kennzeichen zu und stempelt die Nummernschilder ab. Gleiches gilt im Übrigen auch für die Wiederzulassung eines zeitweise stillgelegten Fahrzeugs – wie zum Beispiel eines Oldtimers.

Bevor Sie zur Zulassungsstelle düsen, um sich wieder bereit für die Straße zu machen, stehen noch ein paar weitere Erledigungen an:

  1. Schließen Sie eine Kfz-Versicherung ab. Mindestens eine Kfz-Haftpflicht ist für die Zulassung vorgeschrieben. Wenn Sie einen Neuwagen anmelden möchten, bietet sich eine Vollkasko an. Wer einen Gebrauchtwagen anmeldet, kann je nach Alter über eine Teilkasko oder die reine Haftpflicht nachdenken.
  2. Falls Sie ein bestimmtes Wunschkennzeichen haben möchten, können Sie dieses vorab bequem online reservieren. In der Regel ist das über die Website der zuständigen Zulassungsstelle möglich. Es gibt aber auch kommerzielle Anbieter, bei denen Sie die Nummernschilder direkt bestellen können. Vor letzteren allerdings wird immer wieder gewarnt, da sie teilweise zum Beispiel nicht zulässige oder schon vergebene Kennzeichen anbieten.
  3. Vereinbaren Sie am besten einen Termin bei Ihrer Zulassungsbehörde – so sparen Sie Zeit. Die Anmeldung können Sie telefonisch oder direkt online vornehmen.
  4. Zur Auto-Anmeldung halten Sie folgende Unterlagen bereit:
    Die siebenstellige eVB-Nummer, die Sie von Ihrer Kfz-Versicherung erhalten haben, einen gültigen Personalausweis oder Reisepass, die Zulassungsbescheinigung Teil II (früher: Fahrzeugbrief, erhalten Sie vom Händler bzw. Verkäufer) und bei Zulassung von Fahrzeugen mit EG-Typgenehmigung zusätzlich die Übereinstimmungsbescheinigung (COC-Papier, erhalten Sie vom Händler). Darüber hinaus benötigen Sie eine IBAN und BIC für das SEPA-Lastschriftmandat und gegebenenfalls die Reservierungsbestätigung für Ihr Wunschkennzeichen.

Übrigens: Die Zulassungsbehörde wird Ihnen eine Bescheinigung geben, mit der Sie dann direkt zu einem Schilderdienst gehen können, um die Kennzeichen anfertigen lassen. Oft befinden sich verschiedene Schilderdienste in der Nähe der Behörde. Mit den neuen Kennzeichen gehen Sie dann zurück zu Zulassungsstelle, um sie abstempeln zu lassen.


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Auto abmelden: So geht’s.

Das alte Auto hat seinen Dienst getan und soll nun stillgelegt werden? Oder Ihr Gebrauchter ist noch gut in Schuss und Sie möchten ihn verkaufen? In beiden Fällen melden Sie das Fahrzeug bei der Zulassungsstelle ab – es sei denn, Sie erledigen mit einem Käufer gemeinsam die Ummeldung. Dazu erfahren Sie mehr im weiteren Verlauf des Textes.

Für die Kfz-Abmeldung vereinbaren Sie generell am besten einen Termin bei der Behörde. Folgende Dokumente benötigen Sie:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Zulassungsbescheinigung Teil I (früher: Fahrzeugschein)
  • Kennzeichenschilder
  • ggf. einen Verwertungsnachweis, wenn Sie Ihr Auto verschrotten lassen haben
  • ggf. eine Bescheinigung über den Weiterbetrieb als Oldtimer

Übrigens: Ihr altes Kennzeichen können Sie für bis zu 12 Monate nach Außerbetriebsetzung des Autos reservieren – und es somit auf Wunsch für ein neues Fahrzeug nutzen.

Auto abmelden bei Diebstahl.

Ein gestohlenes Auto ist schon ärgerlich genug. Nicht nur, dass Sie den Verlust des Wagens wegstecken müssen – Ihnen stehen auch noch einige Behördengänge bevor. Zunächst einmal müssen Sie den Diebstahl bei der Polizei anzeigen. Hierzu benötigen Sie die Zulassungsbescheinigung Teil I und Ihren Personalausweis. Anschließend wenden Sie sich an Ihre Kfz-Versicherung und melden dieser den Diebstahl. Haben Sie eine Teilkasko abgeschlossen, erstattet diese übrigens den Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs. Anschließend folgt der Gang zur Zulassungsstelle, um das Fahrzeug abzumelden. Diese Unterlagen sollten Sie mitbringen:

  • Zulassungsbescheinigung Teil I und II oder
  • alternativ eine unterschriebene, eidesstattliche Verlusterklärung – sollte sich die Zulassungsbescheinigung Teil I im Auto befunden haben.
  • Kopie der Diebstahlanzeige und
  • einen gültigen Personalausweis oder Reisepass.
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Auto ummelden bei Umzug.

Sie sind in eine neue Stadt umgezogen? Dann sind Sie verpflichtet, Ihr Fahrzeug umzumelden. Zuständig ist die Zulassungsstelle des neuen Hauptwohnsitzes. Sie müssen dort also bereits gemeldet sein, um Ihr Fahrzeug umzumelden. Sie können selbst entscheiden, ob Sie das Kennzeichen behalten oder wechseln möchten. Wer in eine neue Stadt zieht, kann also weiterhin mit dem Kennzeichen seines früheren Zulassungsbezirks fahren, auch wenn er im neuen Zulassungsbezirk gemeldet ist. Für die Ummeldung vereinbaren Sie telefonisch einen Termin mit Ihrer Kfz-Zulassungsstelle oder nehmen die Ummeldung direkt online vor.

Tipp: Wenn Sie innerhalb des gleichen Zulassungsbezirks umziehen, ist nur die Adressänderung in der Zulassungsbescheinigung Teil I notwendig – dies können Sie in der Regel direkt bei der Anmeldung Ihres neuen Wohnsitzes beim Einwohnermeldeamt erledigen.

Für die Ummeldung in einen neuen Zulassungsbezirk halten Sie bitte folgende Unterlagen und Informationen bereit:

  • Die siebenstellige eVB-Nummer, die Sie von Ihrer Kfz-Versicherung erhalten haben
  • Einen gültigen Personalausweis oder Reisepass
  • Die Zulassungsbescheinigung Teil I (früher: Fahrzeugschein) und Teil II (früher: Fahrzeugbrief)
  • IBAN und BIC für das SEPA-Lastschriftmandat
  • Bei Zulassung von Fahrzeugen mit EG-Typgenehmigung: zusätzlich die Übereinstimmungsbescheinigung (COC-Papier)
  • Nachweis der letzten Hauptuntersuchung
  • Nur bei Kennzeichenwechsel: die alten Nummernschilder 

Auto ummelden bei Halterwechsel.

Auch wenn ein Gebrauchtwagen den Halter wechselt, spricht man von einer Ummeldung des Fahrzeugs. Ist der Verkäufer einverstanden, können Sie als neuer Halter auch in diesem Fall das alte Kennzeichen übernehmen – oder ein neues auswählen. Wie bei der Anmeldung eines Gebrauchtwagens müssen Sie zunächst eine Kfz-Versicherung für das Fahrzeug abschließen. Anschließend vereinbaren Sie einen Termin bei der zuständigen Zulassungsstelle oder erledigen die Ummeldung online.

Folgende Unterlagen und Informationen benötigen Sie:

  • Die siebenstellige eVB-Nummer, die Sie von Ihrer Kfz-Versicherung erhalten haben,
  • einen gültigen Personalausweis oder Reisepass,
  • einen Nachweis der letzten Hauptuntersuchung,
  • die Zulassungsbescheinigungen Teil I (früher: Fahrzeugschein) und Teil II (früher: Fahrzeugbrief),
  • IBAN und BIC für das SEPA-Lastschriftmandat.
  • Bei abgemeldetem Fahrzeug: die Abmelde- bzw. Stilllegungsbescheinigung.

Ein kleiner Tipp: Wenn Sie Ihren Gebrauchten privat gekauft haben, ist eine Überführungsfahrt des Fahrzeugs zur Zulassungsstelle gemeinsam mit dem Verkäufer empfehlenswert. Holen Sie sich vorab eine Deckungszusage bei Ihrer Kfz-Versicherung ein. Sollte es bei der Überführungsfahrt zu einem Unfall kommen, bleibt dies für den Schadenfreiheitsrabatt des Verkäufers folgenlos.


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Fazit: Gut sortiert ist halb gewonnen.

Egal, ob Sie Ihr Auto abmelden, anmelden oder ummelden möchten: Für den Gang zur Zulassungsstelle sollten Sie gut vorbereitet sein und die nötigen Unterlagen und Informationen bereithalten. Fragen Sie im Zweifel noch einmal bei Ihrer zuständigen Zulassungsbehörde nach. Und wenn Sie es bevorzugen, die Behördengänge bequem von zu Hause aus zu erledigen, dann stehen Ihnen die meisten Dienstleistungen inzwischen auch online zur Verfügung.

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