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Rund um den Ölwechsel …

… und andere Wartungsarbeiten.

Für eine gut geölte Maschine.

Damit Ihr Auto einwandfrei fährt, müssen Sie Öle, Flüssigkeiten und diverse Verschleißteile regelmäßig austauschen oder austauschen lassen. Wir geben einen Überblick darüber, wann es Zeit für den Ölwechsel und andere Wartungsarbeiten wird und warum diese nötig sind.

Öl- und Betriebsmittelwechsel im Überblick:

Komponente Wechselintervall Beispielintervall*

Motoröl

Laufleistungsabhängig oder zeitabhängig nach Herstellerempfehlung

Für durchschnittliche Fahrer alle 10.000–15.000 km oder 1–2 Jahre

Bremsflüssigkeit

Zeitabhängig nach Herstellerempfehlung oder bei mehr als 3,5 % Wasseranteil

In der Regel alle 2 Jahre

Kühlmittel

Laufleistungs- oder zeitabhängig nach Herstellerempfehlung

Zum Beispiel alle 50.000 km oder alle 3 Jahre

Luftfilter

Laufleistungsabhängig nach Herstellerempfehlung

Zum Beispiel alle 30.000 km

Zündkerzen

Laufleistungsabhängig nach Herstellerempfehlung

Zum Beispiel alle 30.000 bis 90.000 km

* Die hier angebenen Intervalle sind lediglich Beispiele. Die tatsächlich vom Hersteller emfpohlenen Intervalle für Ihr Fahrzeug können abweichen und sind im Serviceheft oder anderweitig vertraglich festgehalten.

Der Ölwechsel in fünf Fragen.

Wozu dient das Motoröl?

Das Motoröl schmiert den Motor und sorgt dafür, dass der Reibungswiderstand zwischen den beweglichen Teilen des Motors gering ist. Dadurch verschleißen Motorsteuerung, Kurbelwelle und Co. weniger schnell und müssen seltener gewartet werden. Außerdem kühlt das Öl Kolben, Zylinder und Ventile.

Warum ist der Ölwechsel notwendig?

Motoröl enthält verschiedene Zusatzstoffe, sogenannte Additive, die die Leistungsfähigkeit des Schmierstoffs erhöhen. Die Additive nutzen sich allerdings mit der Zeit ab und das Öl reichert sich nach zahlreichen Verbrennungsprozessen im Motor mit Metallpartikeln, Ablagerungen und Verschmutzungen an. Das verschlechtert die Schmiereigenschaften des Öls, es entsteht mehr Abrieb und die beweglichen Teile des Motors nutzen sich stärker ab.

Motoröl altert auch dann, wenn Sie Ihr Auto nur wenig benutzen.

Wann steht der Ölwechsel an?

Autohersteller empfehlen für ihre Fahrzeuge bestimmte Motoröle und geben für diese Wechselintervalle an. Meist liegt das Intervall bei ein bis zwei Jahren oder bei einer bestimmten Laufleistung. Ist die Zeitspanne abgelaufen oder haben Sie die Kilometergrenze erreicht, ist es Zeit für einen Ölwechsel.

Unabhängig von der Herstellerempfehlung weist Sie auch eine Warnlampe, die Ölkanne, auf ein Problem mit dem Motoröl hin. Oft genügt es dann, den Ölstand zu prüfen und das Motoröl nachzufüllen. Achten Sie dabei auf den optimalen Füllstand, denn sowohl zu wenig als auch zu viel Öl kann den Motor beschädigen.

Wie läuft der Ölwechsel ab?

In der Werkstatt dauert der Ölwechsel etwa eine halbe Stunde. Die Werkstattmitarbeiter fahren das Auto auf die Hebebühne, platzieren einen Auffangbehälter für das alte Öl darunter, drehen die Ölablass-Schraube auf und lassen das Öl aus der Ölwanne herauslaufen. Dann wird das neue Motoröl eingefüllt.

Bei Bedarf wechselt die Werkstatt auch Dichtungsringe und Ölfilter. Letzterer reinigt das Öl und filtert Schmutzpartikel sowie Verbrennungsrückstände heraus.

Kann ich den Ölwechsel selbst durchführen?

Den Ölwechsel selbst durchzuführen ist möglich, Sie benötigen aber eine Rampe oder ähnliches, um an den Ölablass zu gelangen. Das Anheben mit einem Wagenheber genügt in der Regel nicht. Beachten Sie jedoch, dass nur die Profis in der Werkstatt das Öl rückstandlos entfernen können und nur so keine Verunreinigungen im Ölkreislauf zurückbleiben.

Außerdem müssen Sie das Altöl unbedingt umweltgerecht entsorgen. Das Öl darf nicht mit der Umwelt in Kontakt kommen und auf keinen Fall ins Grundwasser gelangen. Tankstellen und Fachwerkstätten nehmen Öl in der Regel bei Vorlage des Kassenbons in der abgegebenen Menge wieder zurück. Sie können das Altöl gegen eine geringe Gebühr aber auch bei Annahmestellen oder Schadstoffsammelstellen Ihrer Gemeinde abgeben. Diese nehmen auch ölverschmierte Tücher, Kleidung und Behälter an.

Beachten Sie außerdem, dass die Herstellergarantie erlischt, wenn Sie den Ölwechsel selbst durchführen. Setzen Sie deshalb besonders bei Neuwagen auf die fachmännische Arbeit Ihrer Werkstatt.

Der Bremsflüssigkeitswechsel in vier Fragen.

Wozu dient die Bremsflüssigkeit?

Die Bremsflüssigkeit überträgt die Kraft, die Sie mit dem Fuß auf das Pedal ausüben, auf die Räder und dient als Schmiermittel an den beweglichen Teilen der Bremsanlage. Damit übernimmt sie eine wichtige Funktion in der Bremsanlage und für die Fahrsicherheit.

Warum muss die Bremsflüssigkeit gewechselt werden?

Die Bremsflüssigkeit ist eine hygroskopische Flüssigkeit. Das bedeutet, dass sie über die Zeit Wasser aus der Umgebungsluft oder den Bremsschläuchen aufnimmt und löst. Durch den erhöhten Wasseranteil in der Bremsflüssigkeit setzt sich deren Siedetemperatur herab. Dann bilden sich durch die beim Bremsen entstehende Hitze Bläschen in der Bremsflüssigkeit. Das senkt den hydraulischen Druck im Bremssystem, das Bremspedal fällt durch und die Bremsfunktion setzt aus. Um dieses Risiko zu vermeiden, sollten Sie die Bremsflüssigkeit regelmäßig wechseln lassen.

Das Wasser in der Bremsflüssigkeit führt außerdem zu Korrosion und Rostbildung in der Bremsanlage und lässt diese schneller verschleißen.

Wann ist der Wechsel der Bremsflüssigkeit notwendig?

Da die Bremsflüssigkeit auch unabhängig von der Laufleistung altert, empfehlen Hersteller den Wechsel nach einem festen Zeitintervall. Einen Hinweis hierzu finden Sie in Ihrem Serviceheft. Meist beträgt das Wechselintervall für die Bremsflüssigkeit zwei Jahre.

Die Werkstatt kann übrigens im Zuge anderer Inspektions- und Wartungsarbeiten den Wassergehalt in der Bremsflüssigkeit messen. Liegt dieser bei 3,5 % oder darüber, muss die Bremsflüssigkeit unbedingt gewechselt werden. In der Regel warnt Sie in diesem Fall auch die Kontrollleuchte im Auto – ein eingekreistes rotes Ausrufezeichen.

Was passiert beim Bremsflüssigkeitswechsel?

Der Wechsel der Bremsflüssigkeit dauert etwa 30 bis 45 Minuten und läuft ähnlich ab wie der Motorölwechsel: Auto anheben, Flüssigkeit auslassen und neu einfüllen. Anders als beim Motoröl ist von einem eigenständigen Wechsel aber unbedingt abzuraten, auch wenn dies gesetzlich nicht verboten ist. Die Flüssigkeit ist giftig und ätzend und darf nicht in Kontakt mit Haut, Augen oder Autolack kommen. Als Gefahrstoff muss Bremsflüssigkeit außerdem als Sondermüll entsorgt werden.

Darüber hinaus darf beim Ablassen der Bremsflüssigkeit keine Luft ins Bremssystem gelangen, da bereits kleine Luftblasen zum Ausfall der Bremsen führen können. Steht ein Bremsflüssigkeitswechsel an, sollten Sie in jedem Fall in die Werkstatt fahren.

Der Kühlmittelwechsel in drei Fragen.

Warum sind Kühlmittel und Kühlmittelwechsel notwendig?

Die Kühlflüssigkeit besteht meist aus einem Gemisch aus entmineralisiertem oder destilliertem Wasser, Frostschutzmittel und gegebenenfalls Additiven zum Korrosions- oder Rostschutz. Dieses Gemisch schützt den Motor vor Schäden durch Überhitzung.

Weil sich Kühlflüssigkeit über Leitungen, Dichtungen und Anschlüsse reduziert und die Additive innerhalb des Kühlmittels über die Zeit Ihre Wirkung verlieren, muss die Flüssigkeit regelmäßig aufgefüllt und ausgetauscht werden. 

Wie ist das Wechselintervall der Kühlflüssigkeit?

Auch für den Wechsel des Kühlmittels geben die Hersteller im Serviceheft Empfehlungen zu den Wechselintervallen. Demnach müssen Sie die Flüssigkeit entweder nach einer bestimmten Zeitspanne, wie etwa drei Jahren, oder einer bestimmten Kilometerleistung wechseln – je nachdem, was zuerst eintritt.

Was ist beim Kühlmittelwechsel zu beachten?

Der Kühlmittelwechsel erfolgt bei kaltem Motor – sonst besteht Verbrühungsgefahr. Die Flüssigkeit kann über eine Ablassschraube herausgelassen und in einer Wanne aufgefangen werden. Dann kommt das frische Kühlmittel ins Auto. Lassen Sie dies am besten von einer Fachwerkstatt übernehmen – die Sachverständigen kennen die perfekte Kühlmittel-Zusammensetzung und -Menge für Ihr Fahrzeug.

Führen Sie den Wechsel doch selbst durch, müssen Sie die Kühlflüssigkeit bei einer zugelassenen Kühlmittelentsorgungsstelle abgeben. Das können beispielsweise Händler von Autoteilen und Betriebsmitteln, aber auch Recycling- und Müllentsorgungszentren der Stadt sein.

Luftfilterwechsel in zwei Fragen.

Wozu dient der Luftfilterwechsel?

Ein Motor benötigt für die Verbrennung des Kraftstoffs Luft. Der Luftfilter fängt Schmutzpartikel aus der Luft ab, damit diese keine Schäden in den Brennräumen der Zylinder anrichten. Ist der Filter zu stark verschmutzt, kommt nicht mehr genug Luft zur optimalen Verbrennung im Motor an. Deshalb muss dieser regelmäßig gewechselt werden. Das empfohlene Intervall richtet sich nach der Laufleistung und ist im Serviceheft vermerkt.

Fahren Sie häufig im Gelände und damit auf sehr schmutzigen Straßen, kann ein Luftfilterwechsel auch häufiger als vorgeschrieben nötig sein. Das können Sie bei regelmäßigen Inspektionen prüfen lassen.

Wie läuft der Luftfilterwechsel ab?

Der Luftfilter befindet sich ganz vorn im Motorraum und ist leicht zugänglich; für den Wechsel muss kein anderes Teil ausgebaut werden. Allerdings ist der Ausdruck „Luftfilterwechsel“ ein wenig irreführend. Denn es muss nicht der gesamte Luftfilter, sondern nur der Luftfiltereinsatz aus speziellem Papier gewechselt werden. Das Luftfiltergehäuse wird gereinigt und wieder eingesetzt.

Zündkerzenwechsel in einer Frage.

Was muss ich über den Zündkerzenwechsel wissen?

Zündkerzen erzeugen einen Funken, ohne den das Auto nicht anspringen würde, denn er entflammt das Luft-Kraftstoff-Gemisch des Ottomotors. Die Zündkerzen werden in der Regel im Zuge von anderen Wartungsarbeiten in der Werkstatt gewechselt. Das Wechselintervall hängt vom Material der Elektroden ab. Während klassische Zündkerzen mit Elektroden aus Eisen-Nickel-Chrom-Legierungen nach etwa 30.000 km gewechselt werden sollten, halten Zündkerzen aus Edelmetallen länger. Die Lebensdauer von Platin-Zündkerzen ist etwa doppelt so lang. Sie sollten nach 60.000 km gewechselt werden. Iridium-Zündkerzen müssen meist erst nach 90.000 km gewechselt werden.

Beachten Sie: Wer viele Kurzstrecken fährt, muss seine Zündkerzen eventuell öfter wechseln, da sie sich durch häufige Zündungen schneller abnutzen.

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