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Das Magazin von Volkswagen Financial Services.
  • 30.09.2020
  • 5 Minuten

Mit 18 endlich allein unterwegs – Kfz-Versicherung für Fahranfänger. 

Als Eltern fiebern Sie bestimmt mit, wenn Ihr Kind gerade die ersten Fahrten in der Fahrschule absolviert oder für die Führerscheinprüfung lernt. Und Sie haben sich bestimmt auch schon Gedanken gemacht, wie es danach weiter geht. Ob „Begleitetes Fahren ab 17“ (BF17) oder mit 18 alleine losdüsen – für Fahranfänger gibt es hinsichtlich der Kfz-Versicherung einiges zu beachten. In unserem Ratgeber erfahren Sie mehr. 

Kfz-Versicherung Fahranfänger: Kind mit Helm auf Dreirad

Diese Faktoren beeinflussen die Höhe der Kfz-Versicherung.

Vermutlich wissen Sie, dass sich die Kfz-Versicherung aus der gesetzlich vorgeschriebenen Kfz-Haftpflichtversicherung und der freiwilligen Kaskoversicherung zusammensetzt. Auch haben Sie sich bestimmt schon mal mit den Leistungen der Teilkaskoversicherung und der Vollkaskoversicherung auseinandergesetzt. Die Höhe der Beträge für die Kfz-Haftpflicht- und Kaskoversicherung wird im Wesentlichen durch Faktoren wie die Regionalklasse, die Typklasse, die Schadenfreiheitsklasse und den Fahrerkreis sowie das Alter der Fahrer beeinflusst.

  1. Falls Sie und Ihr Kind bereits auf der Suche nach einem Gebrauchtwagen oder Neuwagen sind, dann vergleichen Sie doch mal, wie teuer beziehungsweise günstig die zur Wahl stehenden Autos in der Kfz-Versicherung sind. Denn auch die Typklasse des Fahrzeugs beeinflusst den Versicherungsbeitrag der Haftpflicht- und Kaskoversicherung: Je höher die Typklasse, desto höher ist auch das Schadenrisiko (Schadenshäufigkeit und Reparaturkosten) laut Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) – und dementsprechend teuer ist das Auto in der Versicherung.
  2. Zusätzlich zur Typklasse ziehen Versicherungen zur Berechnung der Versicherungsprämien auch den Faktor „Regionalklasse“ heran. Regionalklasse wird durch den Wohnort festgelegt, genauer gesagt durch den Hauptwohnsitz des Fahrzeughalters – und die Einstufung der entsprechenden Regionalklasse orientiert sich an der Unfallstatistik. Kurz gesagt: Je mehr Unfälle es in der betreffenden Region im Schnitt gibt und je höher die durchschnittliche Schadenhöhe ausfällt, desto teurer wird´s. Daher ein kleiner Hinweis: Wenn Ihr Kind ein Auto auf seinen Namen anmelden und demnächst vielleicht zum Studium in eine andere Stadt zieht, kann es sein, dass sich Beiträge für die Kfz-Versicherung mit dem Umzug ändern.  
  3. Jeder Versicherungsnehmer ist außerdem in eine Schadenfreiheitsklasse (SFK) eingeordnet, die einen Einfluss auf die Höhe des Versicherungsbeitrags hat. Die SFK bestimmt also, wie hoch der Schadenfreiheitsrabatt (SFR) ausfällt, welcher auf den Beitragssatz angerechnet wird. In der SFK 0 liegt der Rabatt in der Regel bei wenigen Prozent. Je länger jemand unfallfrei fährt, desto höher ist die SFK und der damit verbundene Rabatt – so entspricht die SFK 4 beispielsweise mindestens vier schadenfreien Versicherungsjahren. Die grundsätzliche Struktur der Schadenfreiheitsklassen ist bei allen Versicherern gleich – nur die Ausprägung variiert. Die aktuelle SFK und den SFR erfahren Versicherungsnehmer immer aus der letzten Abrechnung Ihres Versicherers.
     
    Die SFK beginnt bei der SFK 0 für Fahranfänger mit weniger als drei Jahren Fahrerlaubnis und wenn erstmals ein Fahrzeug auf den eigenen Namen versichert wird. Besitzt jemand schon mehr als drei Jahre eine gültige Fahrerlaubnis und versichert zum ersten Mal selbst ein Auto, dann wird diese Person bei vielen Versicherern bereits in die SFK ½ eingestuft. Wer dann im abgelaufenen Versicherungsjahr keinen Schaden oder Unfall gemeldet hat, wird in der SFK hochgestuft. Nach einem durch den Versicherer regulierten Schaden wird der Versicherungsnehmer in der SFK hingegen zurückgestuft. Die SFK gilt nur für die Kfz-Haftpflichtversicherung und die Vollkaskoversicherung, aber nicht für die Teilkaskoversicherung, da diese Schäden abdeckt, auf die der Fahrzeugbesitzer keinen Einfluss hat.

    Übrigens: Die SFK behalten Sie auch bei einem Versicherungswechsel. Als allgemeiner Stichtag für den Wechsel der Kfz-Versicherung galt lange der 30. November. Diese Regel ist aber mittlerweile bei den meisten Versicherern aufgeweicht. Die Frist richtet sich stattdessen am Termin der Fahrzeugzulassung aus. Und mittlerweile gibt es sogar Versicherer, deren Kfz-Versicherung monatlich kündbar ist. 

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Übrigens: Das Alter der Fahrer und der Fahrerkreis spielen für Versicherer ebenfalls eine wichtige Rolle. Auch wenn Sie Ihr Kind als umsichtigen Führerscheinneuling erlebt haben – die Statistik zeigt, dass gerade Anfänger tendenziell häufiger in Unfälle verwickelt sind und dieses Risiko führt zu höheren Versicherungsbeiträgen. Dies gilt je nach Versicherer teilweise bis zum 27. Lebensjahr.

Die ersten Jahre als Fahranfänger gehören also – mit Blick auf die Versicherung – zu den teuersten. Aber mit den folgenden Tipps finden Sie gemeinsam mit Ihrem Nachwuchs die passende Versicherungsvariante.

Beim „Begleiteten Fahren“ gelten besondere Regeln.

Ihr Kind kann es gar nicht erwarten, endlich selbst Auto zu fahren und hat sich für den Führerschein mit 17 Jahren entschieden? Dann sollten Sie als Begleitperson wissen, wie das Familienauto versichert werden muss. Begleitetes Fahren soll jungen Menschen ermöglichen, unter der Aufsicht mehr Fahrpraxis zu sammeln und sich im Straßenverkehr sicherer zu fühlen.

Wenn Sie für Ihre Tochter oder Ihren Sohn die Begleitperson sein möchten und das Familienauto für die gemeinsamen Fahrten nutzen, dann teilen Sie dies Ihrem Versicherer am besten direkt mit. Durch die Änderung des Fahrerkreises können sich die Beträge erhöhen, auch wenn Ihr Kind bis zum 18. Geburtstag nur in Begleitung fährt.

Die Begleitperson für den Fahranfänger können neben den Eltern aber auch andere Familienangehörige, Nachbarn oder Freunde sein. Wichtig ist, dass die Person das 30. Lebensjahr vollendet hat, bereits seit mindestens fünf Jahren eine gültige Fahrerlaubnis der Klasse B besitzt und nicht mehr als einen Punkt im Fahreignungsregister hat. Weitere Informationen zum begleiteten Fahren finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).

Übrigens: Die zusätzliche Fahrerfahrung durch BF17 wirkt sich später auch bei einigen Versicherern positiv auf die Beiträge der Autoversicherung aus.

Nachwuchs allein im Auto – so ist das Familienauto richtig versichert.

Ab dem 18. Geburtstag darf Ihr Kind dann allein mit dem Familienauto unterwegs sein. Falls Sie mehrere Autos haben, kann es sinnvoll sein, dass Ihr Kind nur für ein bestimmtes Auto in den Fahrerkreis aufgenommen wird, um die Versicherungskosten niedrig zu halten. Natürlich zahlt Ihre Versicherung im Schadenfall auch, wenn der Fahrer nicht zum von der Versicherungspolice eingeschlossenen Fahrerkreis gehört. Aber die Versicherung kann eine Vertragsstrafe von Ihnen fordern und einen Beitrag nachverlangen. Zudem werden Sie aufgrund des Schadens in der SFK zurückgestuft.

Benutzt Ihre Tochter oder Ihr Sohn das Familienauto also nur selten, dann ist ein Jungfahrer-Schutz vielleicht das Richtige. Mit dieser Zusatzversicherung sind gelegentliche Fahrten Ihres Kindes für einen vorher festgelegten, begrenzten Zeitraum abgesichert, ohne dass Sie einen Fahranfänger in den Fahrerkreis aufnehmen müssen. 

Illustration Geburtstag für Fahranfänger

Das erste eigene Auto: Gut versichert ins individuelle Fahrvergnügen starten.  

Wenn Ihr Kind sein eigenes Auto bekommt, dann steht zunächst die Entscheidung an, wie Sie das Fahrzeug versichern. Dazu müssen Sie entscheiden, ob neben der Kfz-Haftpflichtversicherung noch eine Kaskoversicherung abgeschlossen werden soll. Bei älteren Gebrauchtwagen ist eine Teilkaskoversicherung in der Regel ausreichend. Für Neuwagen oder junge Gebrauchte lohnt sich meist die Vollkaskoversicherung.

Ihr Kind kann das Auto auf den eigenen Namen versichern und startet dann für gewöhnlich in der SFK 0. Allerdings bieten einige Versicherer spezielle Vorteile für Familien an: Haben die Eltern bei dem Versicherer ebenfalls ein Auto oder sogar mehrere Autos versichert, dann kann sich das vorteilhaft auf die Kfz-Versicherungsbeiträge für das Auto des Kindes auswirken.

Eine andere Möglichkeit ist die Zweitwagenversicherung, die viele Versicherer anbieten. Der Vorteil? Als Fahranfänger würde Ihr Nachwuchs einen relativ hohen Versicherungsbeitrag zahlen müssen. Versichert jedoch ein Elternteil das Fahrzeug als Zweitwagen, können Sie einen günstigeren Tarif erhalten. Fahrzeugnutzer kann trotzdem der Fahranfänger sein – allerdings mit einer entscheidenden Einschränkung: Oft muss jeder angegebene Fahrer ein Mindestalter haben. Diese Variante lohnt sich also erst, wenn Ihr Kind zuvor schon ein paar Jahre mit dem Familienauto unterwegs war.

Bei mehreren Jahren Fahrerfahrung kann sich für die erste Versicherung Ihres Nachwuchses übrigens auch die Übertragung der SFK eines Familienmitglieds lohnen. Entschließt sich also ein Verwandter, das Autofahren zum Beispiel altersbedingt aufzugeben und ist zuvor jahrelang unfall- beziehungsweise schadenfrei gefahren, dann kann es die SFK auf den Fahranfänger übertragen. Allerdings kann dieser nur so viele Schadenfreiheitsjahre übernehmen, wie er selbst seit dem Erwerb des Führerscheins hätte ansammeln können. Übrigens: Manche Versicherer beschränken die Übertragung auf Verwandte ersten Grades. Meist umfasst der Kreis jedoch auch die erweiterte Verwandtschaft – wie Großeltern, Geschwister und Schwiegereltern/-kinder.

Vorbereiten und einbeziehen.

Mit dem Autofahren beginnt für Ihr Kind eine neue aufregende Lebenserfahrung. Und da braucht es zu Beginn sicherlich ein paar Tipps und etwas Starthilfe von Ihnen. Und so wird sich Ihr Sohn oder Ihre Tochter Stück für Stück dem Thema annähern und kennt sich schon bald selbst mit Versicherungsfragen aus. Und derweil können Sie sich auf Ihre neue Freiheit freuen und darauf, nun auch mal abgeholt oder herumgefahren zu werden.

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